HANDBALL

„Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin!“

pn; 12.03.2026, 10:50 Uhr
Fotos: OBK/Ising ---- Großer Jubel bei den Jungs des Lindengymnasiums nach dem letzten Spiel.
HANDBALL

„Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin!“

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pn; 12.03.2026, 10:50 Uhr
Gummersbach/Essen – Erstmals seit 2020 qualifiziert sich wieder eine oberbergische Handball-Schulmannschaft für das Bundesfinale in Berlin – Während die Jungen beim Landesfinale gleich im ersten Anlauf den Titel holen, werden die Mädchen Dritter.

Von Peter Notbohm

 

„Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin“ hallte es nach dem letzten Gruppenspiel durch die Klaus-Schorn-Sporthalle in Essen. Auf dem Spielfeld tanzte das Jungenteam des Gummersbacher Lindengymnasiums. Erstmals seit 2020 gewann wieder eine Handballmannschaft aus dem Oberbergischen das Landessportfinale der Schulen NRW und sicherte sich damit in der Wettkampfklasse III (Altersklasse U16) das begehrte Ticket zum Bundesfinale beim Schulwettkampf „Jugend trainiert für Olympia“ (5. - 9. Mai) in Berlin.

 

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Schullehrer Oliver Sterzik sprach von „einem überragenden Ergebnis“ der Mannschaft, die sich gleich im ersten Anlauf für das Bundesfinale qualifizierte. „Das dürfen sie jetzt erst einmal feiern“, meinte der Sportlehrer, der die Spiele nicht selbst miterlebte, weil er parallel nur wenige Kilometer entfernt mit dem Mädchenteam des Lindengymnasiums in der Essener Sporthalle Klapperstraße um das Berlin-Ticket kämpfte. Sie wurden Dritter in ihrer Gruppe.

 

Das Jungenteam wurde von Erik Schoppmann und seiner Tochter Lea gecoacht. Gerade für Lea Schoppmann, die viele der Spieler vom VfL Gummersbach aus der Jugendarbeit kennt, war es ein besonderes Turnier. Sie qualifizierte sich 2017 und 2019 selbst als Torhüterin mit dem Lindengymnasium für das Bundesfinale in Berlin, wo sie Zweiter und Fünfter wurde. „Das jetzt noch einmal mit meinen Jungs zu erleben und diese Erfahrungen weitergeben zu können, war einfach cool“, meinte sie. Auch zum Bundesfinale will sie unbedingt mitreisen und will dafür nun Urlaub bei ihrem Arbeitgeber beantragen.

 

[Für Maurice Koert und seine Mitspieler geht es Anfang Mai zum Bundesfinale nach Berlin.]

 

Die Gummersbacher starteten nervös ins Turnier. Gegen das Gymnasium Liebfrauen Schule Mülhausen gab es zum Auftakt einen 16:13-Erfolg, gefolgt von einem 18:15-Sieg gegen das Städtische Gymnasium Bergkamen. Besonders das zweite Spiel war vom Kampf geprägt. Gegen die Marienschule Bielefeld (20:14) und das Gymnasium Martinum Emsdetten ließen die Oberberger anschließend nichts mehr anbrennen. Schoppmann war beeindruckt vom Niveau des Turniers: „Hier konnte wirklich jeder jeden schlagen.“ Sie sprach von einer starken Mannschaftsleistung, „in der alle ihre Momente hatten“, und aus der Tom Müller herausragte. Der Schüler spielt sonst für die HBD Löwen Oberberg und hat ein Zweitspielrecht beim TuS Ferndorf.

 

Zufrieden war Sterzik auch mit dem Abschneiden seiner Mädchen: „Wir mussten uns in einem starken Teilnehmerfeld nicht verstecken und haben uns wirklich gut geschlagen.“ Die Berlin-Träume der Schülerinnen waren allerdings schon früh ausgeträumt. Nach der 9:13-Auftaktniederlage gegen das Besselgymnasium Minden und der anschließenden 6:7-Niederlage gegen die Friedrich-Albert-Lange-Schule Solingen stand frühzeitig fest, dass den Mädchen auch im dritten Anlauf der erhoffte Turniersieg beim Landesfinale nicht gelingen würde.

 

[Lehrer Oliver Sterzik wurde mit den Mädchen des Lindengymnasiums Dritter.]

 

Das dritte Spiel gegen das Goethe-Gymnasium Dortmund gewannen die Oberbergerinnen mit 10:9, ehe es im abschließenden Gruppenspiel noch eine 16:18-Niederlage gegen das Arnold-Janssen-Gymnasium Neuenkirchen gab. „Spielerisch waren uns die Gegner vielleicht etwas überlegen, dafür haben wir kämpferisch absolut überzeugt“, sprach Sterzik, der das Team gemeinsam mit seiner Tochter Nika gecoacht hatte, von einem verdienten dritten Platz. Aus einer geschlossenen Mannschaftsleistung ragte Torhüterin Marlene Gruber hervor.

 

Sterzik blickt schon einmal dem Bundesfinale in Berlin entgegen: „Wir fahren da nicht hin, um uns schon nach der Vorrunde wieder zu verabschieden. Jetzt wollen wir das Ding auch gewinnen. Dafür werden wir unser Bestes geben.“ Von der Schulleitung habe er bereits die volle Unterstützung zugesagt bekommen.

 

Lindengymnasium Jungen: Julius Giebeler, Carl Mischo, Nicklas Hoffmann, Daris Salihovic, Connor Baum, Linus Dirlenbach, Lenn Fuchs, Maurice Koert, Tom Müller, Tom Thiele, Louis Ederer.

 

Ergebnisse und Tabelle

 

Lindengymnasium Mädchen: Romina Mercene, Naelle Bogning, Lisa Gaspardo, Melis Karaca, Zümra Piskin, Sophie Klein, Marlene Gruber, Lola Murfuni, Elly Kuba, Hannah Gumprecht, Josephine Daase.

 

Ergebnisse und Tabelle 

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