GUMMERSBACH

Seltene Ehrung des Technischen Hilfswerks für Torsten Simon

us; 10.10.2026, 19:00 Uhr
Foto: Ute Sommer ---
GUMMERSBACH

Seltene Ehrung des Technischen Hilfswerks für Torsten Simon

us; 10.10.2026, 19:00 Uhr
Gummersbach - Mit dem Silbernen Ehrenzeichen, verliehen auf Anregung des THW-Ortsverbands Gummersbach, wurde dessen Ortsbeauftragter Torsten Simon für besondere Verdienste gewürdigt.

Von Ute Sommer

 

Das Technische Hilfswerk ist die Zivil- und Katastrophenschutzorganisation der Bundesrepublik Deutschland, in der rund 88. 000 Ehrenamtliche der Bevölkerung in Not- und Unglücksfällen mit Technik und Know-how hilfreich zur Seite stehen. Seit seinem Eintritt in den Gummersbacher Ortsverband des THW im April 1994 ist der Gummersbacher Torsten Simon einer dieser Helfer, die ihre Arbeitskraft, ihre Zeit und ihre Gesundheit zum Wohle von Mitmenschen in Not investieren. In Würdigung dieses außerordentlichen Engagements wurde Torsten Simon heute im Rahmen eines Festaktes in der Alten Vogtei das Silberne Ehrenzeichen des Technischen Hilfswerks verliehen, eine seltene Anerkennung, die bundesweit jährlich nur 90 Personen zukommt.

 

Beim Fest mit dabei Vertreter anderer Mitglieder der „Baulicht-Familie“, die 41 aktiven THW- Kameraden, sowie 10 Newcomer aus der Jugendabteilung. Den musikalischen Rahmen der Feierstunde gestaltenten die Bläser des Posaunenchores Hunsheim, unter Leitung von Simon Wenigenrath. „Helfen ist unser Reflex“, unterstrich Nicolas Hefner, der Landesbeauftragte des Landesverbandes Nordrhein-Westfalen zu Beginn seiner Laudatio das Selbstverständnis des THW, das sich klar der Demokratie und der Antidiskriminierung verpflichtet sehe. Im Bereich Zivilschutz sei man mit Planungskonferenzen, Rahmenkonzepten und Broschüren gut für kommende Herausforderungen positioniert. Doch federe das THW allenfalls Spitzen ab, könne keine Vollkaskoabsicherung liefern oder Selbstvorsorge ersetzen.

 

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Anschließend ließ er den Werdegang Torsten Simons Revue passieren und erinnerte daran, wie er jahrzehntelang, auf unterschiedlichen Ebenen „seiner“ Hilfsorganisation immer wieder Verantwortung übernommen hat. Nach Ende seiner Grundausbildung, ab September 1995 war der heutige THW Ortsbeauftragte Teil des technischen Zuges bei der Fachgruppe Bergung, übernahm, als gelernter Karosseriebauer, vier Jahre später das Amt des Schirrmachers, das er bis heute kommissarisch ausübt. Involviert in die großen Hilfseinsätze beim Elbehochwasser 2002, dem Sturm Kyrill 2007, sowie die apokalyptische Ahrtalflut 2021, packte er selbst mit an und koordinierte darüber hinaus den Einsatz anderer Hilfskräfte. Wie sehr ihm die Mission des THW, Menschen in Not zu unterstützen, am Herzen liegt, offenbare sein stetes Engagement in der THW-Grundausbildung und seiner Begleitung von Helferanwärtern in den Prüfungsvorbereitungen. Durch seine Zuverlässigkeit, seine Expertise und seine Führungsqualitäten ist er geschätzter 24/7-Ansprechpartner für die THW-Jugend und das Stammteam.

 

Große Relevanz kommt auch der guten Verzahnung mit den anderen Hilfsorganisationen der „Blaulicht-Familie“ zu, an deren Optimierung, durch regelmäßige Teilnahme an den Großübungen des oberbergischen Kreisverbindungskommandos, seit 2023 permanent gearbeitet wird. Nach der feierlichen Verleihung des Ehrenzeichens und Übergabe der begleitenden Urkunde gratulierte Jürgen Marquardt als stellvertretender Bürgermeister in Namen der Stadt Gummersbach. In seiner Doppelfunktion als Leiter des oberbergischen Amtes für Brand-, Zivil- und Katastrophenschutz überbrachte Kreisbrandmeister Julian Seeger die Glückwünsche des Kreises, denen sich Malte Probst-von Müffling als Regionalvorstand der Johanniter anschloss. Der Geehrte selbst zeigte sich danach einigermaßen sprachlos und reichte die Ehrung symbolisch an sein THW-Team weiter. 

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