GUMMERSBACH

Pflegeversicherung braucht Verlässlichkeit und Planbarkeit

Red; 28.11.2025, 10:32 Uhr
Foto: Nicole Breidenbach.
GUMMERSBACH

Pflegeversicherung braucht Verlässlichkeit und Planbarkeit

  • 0
Red; 28.11.2025, 10:32 Uhr
Gummersbach - Neues Dialogformat des Pflegenetzwerks Oberberg - Mehr als 50 Teilnehmer bei der Premiere in der Alten Vogtei dabei.

Mehr als 50 Teilnehmer haben die Auftaktveranstaltung des neuen Dialogformats „P.NetO fragt nach…“ des Pflegenetzwerks Oberberg (P.NetO) begleitet und damit für einen voll besetzten Pollmann-Saal in Gummersbach gesorgt. Im Mittelpunkt stand laut einer Mitteilung die Bedeutung der aktuellen Reformen der Pflegeversicherung (SGB XI) für die regionale Versorgung und ihre Auswirkungen für Einrichtungen, Pflegekräfte, Angehörige und Pflegebedürftige.


Dabei wurde deutlich, wie stark das Thema auch politisch verankert ist: Landrat Klaus Grootens wies in einem digitalen Grußwort auf die Notwendigkeit verlässlicher Rahmenbedingungen und einer starken regionalen Vernetzung hin – ein Impuls, der den fachlichen Austausch öffnete, der wissenschaftliche Einschätzungen, Versorgungspraxis und regionale Herausforderungen miteinander verband.

 

Prof. Dr. Thomas Klie rückte in seinen Reformthesen grundlegende Weichenstellungen für die Pflegeversicherung in den Fokus, während Bernhard Rappenhöner von der Lebensbaum-Gesellschaft Chancen und Belastungen moderner Versorgung aus Sicht eines regionalen Trägers beleuchtete, heißt es in der mitteilung weiter. Unter der Moderation von Dr. Ursula Kriesten hat sich eine lebendige Diskussion entwickelt, in der sich die unterschiedlichen Ebenen des Versorgungssystems widergespiegelt haben.

 

WERBUNG

Dr. Alexia Zurkuhlen vom Kuratorium Deutsche Altenhilfe (KDA) hat
wissenschaftliche Analysen zu Struktur- und Zukunftsfragen der Pflege
eingebracht; Dietmar Fischer vom Regionalbüro Alter, Pflege und Demenz hat Erfahrungen aus der praktischen Unterstützungsarbeit geschildert,
und Harald Klotz aus dem Amt für Soziale Angelegenheiten des Oberbergischen Kreises hat die Rahmenbedingungen auf kommunaler Ebene eingeordnet.


Dr. Daniel Tucman vom Deutschen Institut für angewandte Pflegeforschung (DIP) richtete den Blick darauf, wie Reformideen in den Versorgungsalltag übersetzt werden können. Waldemar Metzger, Leiter des Seniorenpflegezentrums Lichtenberg und 1. Vorsitzender von P.NetO, hat die Perspektive stationärer Einrichtungen eingebracht, während die politischen Stimmen von Dr. Carsten Brodesser, MdB (CDU Oberberg), Ina Albowitz (FDP) und Bernadette Reinery-Hausmann (Bündnis 90/Die Grünen Oberberg) verdeutlicht haben, welche Bedeutung die Reformen für politische Gestaltungsspielräume und Entscheidungen haben.

 

Die Erkenntnis des Abends laut Mitteilung: Pflegeversicherung braucht Verlässlichkeit und Planbarkeit, um Versorgung langfristig zu sichern, und gute Pflege entsteht dort, wo Region, Praxis und Politik aktiv miteinander im Gespräch bleiben, so die P.NetO. Die Reihe „P.NetO fragt nach…“ wird fortgesetzt und soll künftig regelmäßig aktuelle Themen aus Pflegepraxis, Politik und Versorgungssystem aufgreifen, um den regionalen Dialog weiter zu stärken.

KOMMENTARE

0 von 800 Zeichen
Jeder Nutzer dieser Kommentar-Funktion darf seine Meinung frei äußern, solange er niemanden beleidigt oder beschimpft. Sachlichkeit ist das Gebot. Wenn Sie auf Meinungen treffen, die Ihren Ansichten nicht entsprechen, sehen Sie von persönlichen Angriffen ab. Die Einstellung folgender Inhalte ist nicht zulässig: Inhalte, die vorsätzlich unsachlich oder unwahr sind, Urheberrechte oder sonstige Rechte Dritter verletzen oder verletzen könnten, pornographische, sittenwidrige oder sonstige anstößige Elemente sowie Beschimpfungen, Beleidigungen, die illegale und ethisch-moralisch problematische Inhalte enthalten, Jugendliche gefährden, beeinträchtigen oder nachhaltig schädigen könnten, strafbarer oder verleumderischer Art sind, verfassungsfeindlich oder extremistisch sind oder von verbotenen Gruppierungen stammen.
Links zu fremden Internetseiten werden nicht veröffentlicht. Die Verantwortung für die eingestellten Inhalte sowie mögliche Konsequenzen tragen die User bzw. deren gesetzliche Vertreter selbst. OA kann nicht für den Inhalt der jeweiligen Beiträge verantwortlich gemacht werden. Wir behalten uns vor, Beiträge zu kürzen oder nicht zu veröffentlichen.
WERBUNG