GUMMERSBACH
Neues über Hilde, Bolle und KI
Gummersbach - Paul Panzer gastierte mit seinem Programm „Schöne neue Welt…Welcome to hell“ in der gut gefüllten SCHWALBE arena in Gummersbach.
Von Astrid Deckers
Bereits im Opener des Bühnenprogramms wurde deutlich, um was es Dieter Tappert, alias Paul Panzer, hauptsächlich ging. Den Zuschauern in der Gummersbacher SCHWALBE arena mit seinem Programm „Schöne neue Welt…Welcome to hell“ eine wunderbare Zeit mit viel Humor zu bereiten. „Wir leben zumeist in der Zukunft oder der Vergangenheit, aber nur selten im Hier und Jetzt.“ Das änderte sich, als Panzer die Bühne betrat und ein Feuerwerk an Pointen und ironischen Statements abfackelte. So bedeutet die Abkürzung KI für ihn „Kein Interesse“ und das Smartphone wurde von ihm liebevoll als „Schwattphone“ betitelt.
Witzig und vom Publikum mit Zwischenapplaus bedacht, berichtete er beispielsweise, wie er seinem Vater als Weihnachtspräsent einen KI-gesteuerten Rasenmähroboter geschenkt habe, den dieser nicht auspacken wollte, da er noch selbst mähen könne. Auf seine Einlassung, dann hätte er doch viel mehr Zeit für andere, schöne Dinge und die Nachfrage des Vaters „Was denn?“ habe er geantwortet, „Zum Beispiel mit Mama reden“. Dies habe sein Vater mit einem abwertenden „Na siehste!“ quittiert.
[In „persönliche“ Geschichten verpackt, persiflierte Panzer technische Neuerungen und ihre Auswirkungen auf den Familienalltag.]
Auch seine Mutter habe so ihre Probleme mit dem „Schwattphone“, erklärte Panzer den amüsierten Zuschauern. Selfies mache sie beispielsweise stets von unten, das Handy auf Bauchhöhe gehalten, was dazu führen würde, dass ihre Nasenlöcher stets wie der Gotthard-Tunnel aussähen. Auch Sprachnachrichten brächten ihn regelmäßig zur Verzweiflung. Die Aufnahmen würden zumeist mittags gestartet und gegen Abend beendet und dann als „Hörspiel“ an ihn gesendet. Besonders nerven würden ihn die darin enthaltenen Fragen wie „Wo biste?“ oder „Papa will wissen, ob die Reifen in der Garage wegkönnen?“, die sie dann kurz darauf mit einem „Er antwortet wieder nicht“ deutlich hörbar an seinen Papa kommentieren würde.
Eine Gemeinsamkeit seiner Frau Hilde und der KI konnte er benennen. „Beide wissen alles, die KI ist nur viel freundlicher in der Kommunikation.“ Bedauerlich fand er, dass sein Sohn Bolle niemals erfahren werde, was eine Videothek sei, also habe er ihm auf Nachfrage erklärt, dass es sich dabei um „eine Cloud zum Hinfahren“ gehandelt habe. Der „Profi-Influtscher mit 100 000 Verfolgern“ könne halt fachmännisch der Jugend erklären, wie die schöne neue Welt funktioniere.
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Saood aus Engelskirchen war mit Familie und Freunden zum Event nach Gummersbach angereist. Neben Markus Krebs und Kaya Yanar sei Panzer sein Lieblingskomiker, schließlich sei er mit diesem in seinen 23 Lebensjahren aufgewachsen und verbinde mit ihm viele schöne Erinnerungen aus seiner Kindheit. „Besonders mag ich die Bolle-Witze“, so Saood. Damit dürfte er in den zwei Programmstunden voll auf seine Kosten gekommen sein.