GUMMERSBACH

„Der TV Strombach ist spitze!“

ks; 30.06.2019, 11:47 Uhr
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Bilder: Michael Kleinjung --- Wolfgang Zapp, Hartmut Markeli und Gerhard Müller (v.r.n.l.) wurden beim Festkommers des TVS geehrt.
GUMMERSBACH

„Der TV Strombach ist spitze!“

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ks; 30.06.2019, 11:47 Uhr
Gummersbach – Anlässlich seines 125-jährigen Bestehens lud der TV Strombach am Samstagabend zum großen Festkommers - Stolze Geschichte, aber kritische Zukunft.

Von Katharina Schmitz

 

Von einer „magischen Anziehungskraft auf Kinder und Jugendliche“ sprach Gummersbachs Bürgermeister Frank Helmenstein. Gar von einem klangvollen Namen, der einem Glanz in die Augen treibe. Und so ließ es sich Helmenstein trotz seines Klassentreffens nicht nehmen, einem der bedeutendsten Sportvereine der Kreisstadt zum 125-jährigen Bestehen zu gratulieren.

 

[Kay Wegermann bekleidet das Amt des Ersten Vorsitzenden seit 2013.]

 

Beim gestrigen Festkommers des TVS in der Strombacher Turnhalle blickten die 165 Gäste gemeinsam mit dem Vorsitzenden Kay Wegermann „auf eine lange Geschichte mit vielen Aufs und wenigen Abs zurück.“ Gegründet am 24. Juni 1894 erlebten die Mitglieder über die Jahrzehnte hinweg zahlreiche sportliche Erfolge. Vier Ereignisse hob Wegermann besonders hervor. Dazu zählte der Bau des ersten Turnplatzes im Jahr 1931, welcher auch den Ausbau der acht Jahre zuvor gegründeten Handballabteilung ermöglichte, die Einweihung der Strombacher Turnhalle im Jahr 1959, die Neugestaltung des Sportplatzes im Jahr 1970 sowie die Kooperation mit dem VfH Gummersbach im Jahr 2001.

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Doch beim Blick in die Zukunft schlug Wegermann kritischere Töne an. So beschrieb er die Problematik, dass sich immer weniger Menschen dazu bereit erklären würden, ein Ehrenamt zu übernehmen. Die Übungsleiterpauschale in Höhe von 200 Euro im Monat bezeichnete er gar als Schmerzensgeld. Zudem würden Sportvereine zunehmend „als Kinderverwahranstalten missbraucht.“ Wegermann forderte deshalb eine Erhöhung dieser Pauschale auf Minijob-Basis, sodass sich qualifizierte Übungsleiter, Trainer und Vorstände auch künftig in Vereinen engagieren würden wollen.

 

[Bürgermeister Frank Helmenstein lobte den Verein insbesondere für sein Engagement im Umgang mit Flüchtlingen.]

 

Der Vorsitzende des Kreissportbundes Hagen Jobi bemerkte, dass zahlreiche Turnvereine aus dieser Zeit bereits aufgelöst seien. So dankte er all jenen, die sich über die Jahrzehnte hinweg für den Verein engagierten und ihn auch in schwierigen Phasen begleiteten. Bürgermeister und Schirmherr Helmenstein lobte den Verein dafür, dass er den Bürgern unabhängig vom Alter ermögliche, gemeinsam Sport zu treiben. Auch die anfänglich von ihm hinterfragte Kooperation mit dem TV Gelpetal bezeichnete er als gelungen. Und als Sternstunde beschrieb er die Art und Weise, wie der Verein die im August 2015 ankommenden Flüchtlinge aufnahm und bei der Integration unterstützte. Auch mit dem Hauptschulgebäude müsse etwas passieren. Helmenstein: „Ob wir einen Nachmieter finden oder das Ding platt machen – der TV Strombach muss seine Heimspielstätte behalten.“

 

[Geehrt wurden auch Detlef Tinney (l.) sowie Kay Wegermann (2.v.r.).]

 

Ehrungen

Kay Wegermann, 1. Vorsitzender des TV Strombach, erhielt die Ehrennadel in Gold des Turnverbands Aggertal-Oberberg

 

Detlef Tinney, ehemaliger Vorsitzender des TV Strombach, erhielt die Goldene Ehrennadel des Turnverbands Aggertal-Oberberg

 

Gerhard Müller, sportlicher Leiter der Herren des HC Gelpe/Strombach, erhielt die Silberne Ehrennadel des Handballverbands Mittelrhein

 

Hartmut Markeli, Leiter der HCGS, erhielt die Goldene Ehrennadel des Handballverbands Mittelrhein

 

Wolfgang Zapp, 1. Kassierer des TV Strombach, erhielt die Silberne Ehrennadel des Deutschen Handballbunds.

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