FUSSBALL
Wipperfürth trifft auf strauchelnden Titelfavoriten
Oberberg - Nach dem Pokalduell Ende September ist Jan Wellem Bergisch Gladbach erneut an den Ohler Wiesen zu Gast, diesmal allerdings mit einem neuen Trainerteam - Frielingsdorf stellt sich auf unangenehme Aufgabe in Niehl ein - Hohkeppel II vor schwerer Auswärtshürde.
Vorschau Bezirksliga (10. Spieltag)
CfB Ford Niehl – SV Frielingsdorf (Sonntag, 14:45 Uhr).
Es fehlen: Jannis Everding, Luca Everding, Yannick Blumberg.
Einsatz fraglich: Niklas Yegin, Daniel Okojie.
Zum Spiel: Der SV Frielingsdorf feierte vor der Allerheiligen-Pause einen verdienten Derbysieg gegen den VfR Wipperfürth und zog wenige Tage später durch ein souveränes 5:1 gegen den C-Ligisten ASC Loope ins Viertelfinale des Kreispokals ein. Ein erfolgreicher Auftakt also zum Hinrunden-Endspurt, der die SVF-Kicker am Sonntag nach Köln führt. Dort wartet mit dem CfB Ford Niehl ein Kontrahent, der wie schon in der vergangenen Spielzeit ums sportliche Überleben kämpft, nachdem man im Vorjahr nur wegen der um einen Treffer besseren Tordifferenz gegenüber Germania Zündorf in der Klasse geblieben war. Aktuell belegen die Niehler mit sieben Zählern den zwölften Platz.
Die Frielingsdorfer haben sich hingegen nach der zwischenzeitlichen Delle von vier sieglosen Partien in Serie wieder zurückgemeldet und können sich mit einem weiteren Dreier endgültig in der vorderen Tabellenhälfte festsetzen. Trainer Andy Dreiner rechnet indes nicht damit, dass seine Mannschaft ein leichter Gang bevorsteht. „In Niehl ist es immer unangenehm zu spielen. Wir werden uns auf einen heißen Tanz vorbereiten.“ Zudem habe man sich in der abgelaufenen Saison in den Partien gegen die CfBler sehr schwergetan. Beide Matches endeten remis (0:0/1:1).
„Ich glaube, die Niehler hatten im Sommer eine relativ hohe Fluktuation zu verzeichnen, daher sind sie für mich schwierig zu greifen. Auf der anderen Seite sollten wir nach sieben Punkten aus den letzten drei Spielen nur auf uns schauen. Wir dürfen keinen Prozentpunkt weniger machen als zuletzt. Wenn es uns gelingt, an die Leistung aus der ersten Halbzeit gegen Wipperfürth anzuknüpfen, bin ich guter Dinge. Manchmal ist es nach so einer Spielpause nicht leicht, wieder reinzukommen. Ich hoffe, dass wir keine Anlaufschwierigkeiten haben“, führt Dreiner aus.
Derzeit plagt sich der eine oder andere Akteur mit einem grippalen Infekt herum, weshalb noch ein paar personelle Fragezeichen bestehen. (lo)
VfR Wipperfürth – Jan Wellem Bergisch Gladbach (Sonntag, 15:15 Uhr).
Es fehlt: Theo Kruschinski.
Einsatz fraglich: Felix Schymatzek, Raul Yorganci, Tim Kemmerich, Enrico Januschewski.
Zum Spiel: Ein schnelles Wiedersehen feiern der VfR Wipperfürth und Jan Wellem Bergisch Gladbach – und doch hat sich im Vergleich zum Pokalduell Ende September einiges verändert. Seinerzeit zwangen die Hansestädter den Favoriten ins Elfmeterschießen, wo die Gäste das bessere Ende für sich hatten. In der Liga folgten für Jan Wellem anschließend allerdings weitere Rückschläge, sodass sie - gemessen an den Prognosen vor der Saison und den eigenen Ambitionen – derzeit die größte Enttäuschung der Liga sind. Mit 13 Zählern dümpeln die Gladbacher auf dem zehnten Tabellenplatz herum.
Nach dem 2:6 gegen den Heiligenhauser SV hatten die Verantwortlichen offenbar genug gesehen und setzten Trainer David Gsella, der nur knapp ein Dreivierteljahr im Amt blieb, vor die Tür. Die Nachfolge regelte der Klub mit dem Duo Ajet Shabani und Sascha Marquet intern. Fakt ist: Wenn Jan Wellem das Führungsduo Südwest Köln und Rheindörfer Nord abfangen will, darf man sich keine weiteren Streichergebnisse erlauben. „Der Druck zu gewinnen liegt eindeutig beim Gegner. Für uns zählt zwar auch jeder Punkt und gerade zu Hause wollen wir etwas mitnehmen, doch insgesamt liegen wir im Soll“, erklärt VfR-Coach Norbert Scheider.
Die endgültige Kaderbesetzung der Wipperfürther steht in den Sternen. Während der Liga-Pause schwappte eine Grippewelle durch die Mannschaft – mit erheblichen Auswirkungen. „Die Jungs haben zum Teil zehn Tage flachgelegen. Daher muss ich gucken, wer überhaupt am Start und wie viel Power vorhanden ist“, musste Scheider mangels Personals sogar eine Trainingseinheit absagen. Stand jetzt wackeln die Einsätze von vier Akteuren. Alle anderen werden wohl mitwirken können, wobei dann die Frage nach der Physis entscheidend sein wird. „Ich werde ziemlich sicher alle fünf Wechselmöglichkeiten ausschöpfen“, kündigt Scheider an.
Eine Unbekannte ist angesichts des Trainerwechsels auch der Gegner. Scheider ist gespannt, wie sich die Gäste präsentieren werden. „Das sind ja alles gute Spieler. Daher wird es für uns erstmal darum gehen, defensiv gut zu stehen. Sie werden das Pokalspiel noch im Kopf haben und gucken, was sie anders machen können“, möchte er sich verschiedene taktische Varianten offenhalten. Den personellen Problemen zum Trotz absolvierte Wipperfürth am Dienstag einen Test gegen den Niederrhein-Bezirksligisten SSV Bergisch Born II, wobei beide Teams diverse Kräfte schonten. Die Scheider-Elf setzte sich in einem „richtig guten Spiel“ (Scheider) mit 3:0 durch – die Generalprobe für Sonntag ist also schon einmal geglückt. (lo)
TV Hoffnungsthal – Eintracht Hohkeppel II (Sonntag, 15:15 Uhr).
Es fehlt: Luka Munetic.
Einsatz fraglich: Danny Michel.
Zum Spiel: Die Hohkeppeler haben ein wenig Morgenluft geschnuppert. Mit dem 3:2-Erfolg im Kellerduell gegen den CfB Ford Niehl gelang nicht nur der zweite Saisonsieg, sondern man verließ auch die Abstiegszone der Bezirksliga. Sportdirektor Kevin Theisen, der in urlaubsbedingter Abwesenheit von Coach Fadi Jfeily vorübergehend das Ruder bei der Hohkeppeler Reserve übernommen hat, sah deutliche Verbesserungen im Vergleich zu den vorangegangenen Wochen.
„Wir haben es defensiv gut gemacht und dem Gegner in der ersten Halbzeit nur zwei Chancen gelassen. Das war eine Leistung, auf der wir aufbauen können“, so Theisen. Mit dem TVH steht bei den Hohkeppelern nun allerdings ein ganz anderes Kaliber im Spielplan. Fünf Siege aus neun Spielen hat der Tabellenfünfte bereits auf dem Konto. Zuletzt fegten die Hoffnungsthaler die SpVg. Köln-Flittard mit 7:0 aus dem Stadion. Theisen hat großen Respekt vor dem Gastgeber. „Hoffnungsthal ist immer ein unangenehmer Gegner gewesen. Da gibt es einen kleinen Platz und die Atmosphäre ist dort immer schwierig. Die sind sehr heimstark. Für uns wird das ein sehr schwieriges Spiel. Egal, wann wir da mal gespielt haben, es war immer schwierig“, erinnert sich der Eintracht-Sportchef nur ungern an vorangegangene Duelle.
Trotz des spielfreien Wochenendes habe man durchtrainiert und die Zeit genutzt, an einigen Stellschrauben zu drehen. „Die Dinge, die wir vor zwei Wochen verändert haben, haben wir noch einmal intensiviert. Vor allem die Arbeit gegen den Ball und die Disziplin auf dem Feld, dass wir da klar im Kopf sind. Wenn sich alle zusammenreißen, dann können wir da auch etwas holen“, so Theisen, der am Sonntag nicht auf der Bank sitzen wird. Dann ist Fadi Jfeily zurück aus dem Urlaub und kann sich auf einen kleinen, aber immerhin beinahe vollzähligen Kader stützen. Luka Munetic, Leihgabe aus der 1. Mannschaft, ist wegen einer Knöchelverletzung nicht einsatzfähig. Der Einsatz von Danny Michel ist noch fraglich. Zudem kann Jfeily auf Unterstützung aus der Mittelrheinligatruppe hoffen. (thg)
SV Bergfried Leverkusen – TuS Lindlar (Freitag, 20 Uhr).
Die Vorschau zur vorgezogenen Partie gibt es hier.