FUSSBALL
Wiehl vor hoher Hürde - Ganz Nümbrecht hat Personalprobleme
Oberberg - Landesliga: Der FV Wiehl tritt beim Primus Neunkirchen-Seelscheid an, der SSV Homburg-Nümbrecht hat die 2. Mannschaft im Blick - Bezirksliga: Schönenbach sieht sich gegen Jan Wellem nicht unter Druck, Frielingsdorf trifft auf die Mannschaft der Stunde.
Vorschau Landesliga (24. Spieltag)
FSV Neunkirchen-Seelscheid – FV Wiehl (Sonntag, 15:45 Uhr).
Hinspiel: 4:1.
Es fehlen: Louis Usko, Jan Peters, Paul Neuendorff, Alexander Marks, Marvin Bollow, Rene Gailowitz, Kevin Derksen.
Zum Spiel: In den letzten beiden Partien gegen die Mitkonkurrenten Marialinden und Schlebusch hat der FV Wiehl sein Soll weitgehend erfüllt. Mit den vier erzielten Punkten wurde der Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz, den Flittard belegt, vergrößert und beträgt nun sechs Zähler. Rang 14 wird dann auch der große Brennpunkt für die Kellerkinder bleiben. Hohkeppel II wurde in der Winterpause vom Spielbetrieb abgemeldet, steht somit als Absteiger fest. Der Tabellen-15. Fortuna Bonn ist so weit abgeschlagen, dass keine Hoffnungen mehr auf eine Rettung bestehen.
In völlig anderen Sphären ist der kommende Gegner der Wiehler unterwegs: Der FSV Neunkirchen-Seelscheid schickt sich an, in die Mittelrheinliga aufzusteigen. Am vergangenen Wochenende holte die Mannschaft von Trainer Christoph Gerlach einen Last-Minute-Sieg gegen Blau-Weiß Köln und rückte damit an die Tabellenspitze, da der bisherige Primus Grün-Weiß Brauweiler spielfrei hatte. Beide Klubs haben 49 Punkte auf dem Konto, dahinter lauert Borussia Lindenthal-Hohenlind mit 46.
„Ich würde mich freuen, wenn wir es schaffen würden, mal gegen einen Gegner aus den Top fünf zu punkten. Das ist uns bislang nicht gelungen“, sagt Wiehls Coach Sascha Mühlmann vor dem Gastspiel bei seinem früheren Verein, für den er bis 2018 tätig war, bevor er auf die Eichhardt wechselte. Dass eine extrem schwierige Aufgabe auf seine Schützlinge wartet, ist dem Übungsleiter bewusst. Der Schlüssel zu einem möglichen „Bonuspunkt“ liegt in einer tadellosen Abwehrleistung. Die Neunkirchener verfügen über den torhungrigsten Angriff der Liga und eine ganze Reihe gefährlicher Offensivwaffen, namentlich seien hier Kjell Simnonia und Nils Stephan (beide elf Treffer) oder Routinier Marc Schneider (neun Tore) genannt.
„Das Gute ist, dass wir im Gegensatz zu den letzten Spielen nicht unter Druck stehen und befreit aufspielen können“, erklärt Mühlmann mit Blick auf die Konstellation im Tableau und fügt an: „Wichtig wird sein, defensiv über 90 Minuten konzentriert zu Werke zu gehen. Da werden wir Schwerstarbeit zu verrichten haben. Vorne bekommen wir eigentlich gegen jeden unsere Chancen.“ In der Innenverteidigung wird das zuletzt bewährte Dreiergespann Bastian Schwarz, Ali Can Gültekin und Louis Usko gesprengt, weil Letztgenannter nicht zur Verfügung steht. Wie er personell auf den Ausfall reagiert, lässt Mühlmann offen. Die einsatzberechtigten A-Junioren werden wie zuletzt wieder ins Aufgebot rücken. (lo)
SSV Homburg-Nümbrecht – SC Rheinbach (Sonntag, 15:15 Uhr).
Hinspiel: 2:2.
Es fehlen: Ricardo Bauerfeind, Kilian Seinsche, Niklas Clemens, Finley Friedrichs, Robin Brummenbaum, Niklas Goße, Moritz Becker, Mouad Zaki, Tom Hillenbach.
Zum Spiel: Die Ausgangslage ist eigentlich ernüchternd. Sowohl die Nümbrechter, als auch die Rheinbacher waren ambitioniert in die Saison gestartet, mussten aber frühzeitig einsehen, dass es mit dem Mittelrheinligaaufstieg wohl nichts werden wird. Für beide geht es nur noch um die Ehre. „Wir wollen alles dafür tun, um vor der schwierigen Woche mit dem Pokalspiel gegen Wiehl noch einen Heimsieg einzufahren“, will SSV-Trainer Marcus Voike vor dem Aufeinandertreffen mit dem nur einen Punkt schlechteren Tabellennachbarn die Spannung hochhalten.
Voike hofft, dass sich der Fokus der Rheinbacher längst auf die kommende Spielzeit verschoben hat. „Ich glaube, dass sie sich für die aktuelle Saison etwas anderes vorgestellt haben und schon für die nächste Saison planen. Was man so hört ist, dass sie an einigen sehr guten Spielern dran sind. Wenn sie die bekommen, das sind sie in der nächsten Saison schwer zu schlagen“, spekuliert er und beruft sich mit einem Augenzwinkern auf die Gerüchteküche. Für das kommende Aufeinandertreffen sei das selbstredend unerheblich. „Die haben auch jetzt in ihrer Mannschaft gute Einzelspieler. Es ist immer entscheidend, wie die miteinander funktionieren. Und es wird entscheidend sein, wie schon gegen Endenich, ob sie ins Rollen kommen. Dann wären sie schwer zu schlagen“, so Voike.
Die personelle Lage verspricht derweil nicht gerade eine gute Ausgangslage. Neben der langen Liste der Ausfälle stecken die Nümbrechter noch in der Not, die 2. Mannschaft unterstützen zu müssen. Die hatte jüngst das Spiel gegen den TuS Lindlar aus Personalmangel kampflos abgeben müssen. „Wir schauen, was möglich ist. Wenn die jetzt noch einen Punkt holen, dann sind sie sicher durch“, hat Voike auch den Klassenerhalt der Reserve im Blick. (thg)
Vorschau Bezirksliga (24. Spieltag)
SSV Jan Wellem – SV Schönenbach (Sonntag, 15:15 Uhr).
Hinspiel: 0:1.
Es fehlen: Rolf Unzola, Patrick Schmid, Pascal Königs, Astrit Dauti.
Einsatz fraglich: Davin Dresbach, Meikel Harder.
Zum Spiel: Die Schönenbacher sind weiterhin mitten im Aufstiegsrennen vertreten und treffen nun auf einen Gegner, der zum Siegen gezwungen ist, um im Kreis der Meisterschaftsanwärter noch eine Rolle zu spielen. „Ich empfinde weiterhin keinen Druck. Jan Wellem hat acht Punkte Rückstand auf uns und vor der Saison gesagt, dass sie aufsteigen wollen. Wenn die gegen uns nicht gewinnen, dann ist es für sie vorbei“, sagt der Sportliche Leiter der Schönenbacher, Matthias Siebertz. Die eigenen Ambitionen will Siebertz nicht thematisieren, trotz der Punktgleichheit mit dem SV Deutz an der Tabellenspitze.
Stattdessen hat er noch immer ein Spiel aus der Vorsaison im Kopf, als seine Equipe mit 3:4 bei Jan Wellem verlor und sich mit der Niederlage abzeichnete, dass es mit dem Landesligaaufstieg nichts werden würde. „Damals sind wir als Tabellenführer da hingefahren und haben uns eine ordentliche Klatsche abgeholt. Jetzt versuchen wir der Mannschaft beizubringen, dass sie frei aufspielen soll. Und je länger es 0:0 steht, umso größer wird der Druck auf Jan Wellem werden“, sagt er.
Die Personalsituation in der Defensive hat sich derweil nur marginal verbessert. Sven Wurm und Jordi Scherbaum haben ihre Gelbsperren abgesessen. Unklar ist jedoch, ob Davin Dresbach einsatzfähig ist, der nach seiner Kopfverletzung zu Beginn der Woche nicht am Training teilnehmen konnte. Innenverteidiger Meikel Harder hat Probleme mit der Oberschenkelmuskulatur. (thg)
SV Frielingsdorf – SV Bergfried Leverkusen (Sonntag, 15:15 Uhr).
Hinspiel: 3:3.
Es fehlen: Aaron Kronenberg, Gianluca Fliegner, Laurin Schenk, Yannick Blumberg, Jannis Everding, Luca Everding.
Zum Spiel: Die Duelle gegen die Spitzenteams nehmen für den SV Frielingsdorf kein Ende. Nachdem die Elf von Coach Andy Dreiner zuletzt hintereinander weg gegen ein Quartett aus den Top fünf ranmusste, wartet nun das Match gegen Mannschaft der Stunde. Der SV Bergfried Leverkusen hat die ersten sieben Partien der Rückrunde ausnahmslos gewonnen, ehe die Serie am vergangenen beim 2:2 gegen TFC Köln riss.
Die Bilanz der Farbenstädter, die zu Beginn der Saison noch auf der Kellertreppe herumkrebsten, ist ungeachtet dessen beeindruckend. 22 Zähler verbuchten die Leverkusener seit dem Jahreswechsel, der SVF kommt im gleichen Zeitraum auf sieben Punkte, wobei das Frühjahrsprogramm bis dato fast ausnahmslos Spiele gegen Mannschaften aus der vorderen Tabellenhälfte beinhaltete. Die unmittelbaren Konkurrenten folgen erst noch.
„Es gibt Momente in einer Saison, wo dir alles leichtfällt. Tore schießen, das eigene Tor verteidigen. So eine Phase hat der Gegner momentan“, hat Dreiner großen Respekt vor den Gästen, die von Stefan Müller trainiert werden. Auf das Wiedersehen mit seinem früheren Weggefährten aus Bergisch Gladbacher Zeiten freut sich der Frielingsdorfer Übungsleiter, zu verschenken gibt’s vonseiten der Hausherren aber nichts. „Wir haben schon häufig genug gezeigt, dass wir gegen solche Gegner bestehen können, auch wenn die Ergebnisse leider nicht immer gepasst haben“, betont Dreiner.
Bei der jüngsten Vorstellung gegen den SV Schönenbach war zumindest ein Remis in Reichweite, doch der Aufstiegsaspirant drehte den Rückstand – Justin Ufer traf zu Beginn der zweiten Hälfte zum 0:1 – durch zwei späte Tore noch um. Dreiner war trotzdem zufrieden mit dem Auftritt seiner Kicker und hofft, dass die Leistung Signalwirkung für Sonntag und den Schlussspurt der Spielzeit hat – verscheucht ist das Abstiegsgespenst nämlich noch nicht. „Wir müssen die gleiche Energie wie in den letzten Spielen auf den Platz bekommen und wollen etwas mitnehmen, zumal auch die Mannschaften von unten regelmäßig punkten.“ (lo)
Vorschau Frauen-Bezirksliga (18. Spieltag)
TSV Ründeroth – Rot-Weiß Hütte (Sonntag, 11 Uhr)
TuS Marialinden – TuS Lindlar (Sonntag, 11 Uhr)
SV Allner-Bödingen II – BSV Bielstein (Sonntag, 13 Uhr)
Vorschau Jugendfußball
A-Junioren Bezirksliga (16. Spieltag)
FV Wiehl – ESV Olympia Köln (Samstag, 16 Uhr)
C-Junioren Bezirksliga (5. Spieltag)
Fortuna Bonn – FV Wiehl (Sonntag, 14 Uhr)
D-Junioren Bezirksliga (5. Spieltag)
FV Wiehl – FC Rheinsüd Köln (Samstag, 14 Uhr)