FUSSBALL

Wiehl und Schönenbach unter Zugzwang - Nümbrecht kehrt nach Hause zurück

thg, lo; 15.10.2026, 10:00 Uhr
Foto: Thomas Giesen --- Der SSV Homburg-Nümbrecht darf voraussichtlich zum ersten Mal zu Hause spielen. Felix Sievers (r.) ist verletzungsbedingt nicht dabei.
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Wiehl und Schönenbach unter Zugzwang - Nümbrecht kehrt nach Hause zurück

thg, lo; 15.10.2026, 10:00 Uhr
Oberberg - Der SSV Homburg-Nümbrecht steht vor dem ersten Heimspiel der Landesligasaison - Schönenbach hat wegweisende Wochen vor sich - Wiehl muss nach Brauweiler-Klatsche gegen Pesch eine Reaktion zeigen.

Vorschau Landesliga (8. Spieltag)  

 

SSV Homburg-Nümbrecht – SC Rheinbach (Sonntag, 15:15 Uhr).

 

Es fehlen: Mouad Zaki, Felix Sievers, Dean-Robin Paes, Kilian Seinsche, Jan Geue, Felix Klein, Niklas Goße.

 

Zum Spiel: Der große Tag ist nah. Die Bauarbeiten auf der heimischen Platzanlage nähern sich dem Ende und eigentlich soll am Sonntag gegen Rheinbach endlich das erste Heimspiel ausgetragen werden. Dass das auch wirklich klappt, dafür will Nümbrechts Trainer Marcus Voike nicht die Hand ins Feuer legen. Trainieren wird seine Mannschaft bis zum Spieltag jedenfalls noch nicht auf dem neuen Geläuf.

 

„Wir probieren alles. Im Moment sieht es gut aus. Die Linien sind schon gezogen und die Tore stehen schon. Wenn jetzt nichts mehr Großartiges passiert, dann sollte es klappen“, ist er zuversichtlich. Gefühlt sei es aber noch wie ein Auswärtsspiel. „Wir sind dann noch nicht einmal auf dem Platz gewesen. Wir kennen die Maße noch nicht und die Platzauflage ist anders. Aber wir freuen uns, endlich wieder in der Heimat und in der eigenen Kabine zu sein. Ich muss den Jungs ein großes Kompliment aussprechen, dass sie das in den vergangenen Wochen so mitgemacht haben. Wir können jetzt wieder dreimal die Woche trainieren und haben endlich wieder die normalen Abläufe. Wir müssen jetzt auch nicht mehr alles mitschleppen zu den anderen Trainingsplätzen wie die Leibchen, Hütchen und Bälle. Alles wird einfacher“, so Voike.

 

Mit den Rheinbachern haben die Nümbrechter zum ersten Heimspiel der Saison einen dicken Brocken vor der Brust. „Die haben einen Topkader – meiner Meinung nach hinter Endenich den zweitbesten der Liga. Punktemäßig haben sie sich aber sicher etwas anderes vorgestellt“, sagt Voike und hat keine Erklärung, warum es für den SCR in dieser Spielzeit noch nicht richtig läuft. Derzeit rangiert das Team mit neun Punkten auf Rang zehn der Tabelle. Am vergangenen Sonntag haben sich die Rheinbacher aber offensichtlich den Frust von der Seele geschossen. Den TuS Marialinden bezwang man zu Hause mit 6:0. Zuvor hatte man in sechs Spielen ganze acht Tore erzielt. „Das liegt sicher auch daran, das die Liga sehr ausgeglichen ist. Ich erwarte jedenfalls eine schwere Aufgabe“, will sich der Coach von der Zwischenbilanz der Rheinbacher nicht blenden lassen.

 

Die personelle Lage ist allerdings nicht gerade rosig. Mouad Zaki hat sich bei seinem Einsatz für die Reserve einen Muskelfaserriss zugezogen, Felix Sievers hat einen Schaden am Meniskus, Dean-Robin Paes muss vielleicht sogar erneut am Knie operiert werden. Zudem fällt Kilian Seinsche aus, der auf einem Event der "Kings League" auf Kreta ist. Felix Klein muss nach seiner Roten Karte gegen Marialinden noch ein Spiel Sperre absitzen. (thg)

 

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TuS Oberpleis – SV Schönenbach (Sonntag, 15:15 Uhr).

 

Es fehlen: Niels Smuda, Patrick Schmidt.

 

Zum Spiel: Die Schönenbacher hatten sich viel vorgenommen. Im Heimspiel gegen den TuS Mondorf wollte die Equipe von Trainer Torsten Reisewitz zumindest einen Punkt mitnehmen. Am Ende war der Gast dann doch eine Nummer zu groß und es setzte die sechste Saisonniederlage. Die Schönenbacher verharren damit auf dem vorletzten Tabellenplatz der Landesliga. Reisewitz bleibt noch gelassen: „Das einzig Positive ist derzeit, dass es da unten ein Schneckenrennen ist“, sagt er. In der Tat hat der FC Pesch auf Platz elf mit sechs Punkten nur drei Zähler mehr geholt als die Schönenbacher, die jetzt aber vor wegweisenden Wochen stehen.

 

„Wir wollen mit aller Macht ein gutes Gefühl für das nächste Heimspiel gegen Marialinden bekommen“, hofft Reisewitz auf einen positiven Auftritt in Oberpleis. Betrachtet man die jüngsten Ergebnisse, dürfte das ein schwieriges Unterfangen werden. Die Oberpleiser sind seit vier Spielen ungeschlagen und besiegten jüngst den Tabellenzweiten Blau-Weiß Köln auswärts mit 3:1. In der Aufstiegssaison des TuS Oberpleis, der eine Spielzeit in der Bezirksliga verbringen musste, unterlag der Coach mit seinem damaligen Verein TuS Buisdorf zu Hause mit 0:4, in Oberpleis mit 1:4.

 

Etwas Zählbares zu holen ist eine Woche später im Kellerduell mit dem nur drei Punkte besseren TuS dagegen schon fast Pflicht, will man im Konzert der abstiegsbedrohten vorne mitspielen. Aber auch die nächsten Aufgaben haben es in sich. Nach Marialinden steht das Auswärtsspiel beim SSV Nümbrecht auf dem Programm. Schon Ende August lieferten sich die Teams ein hitziges Duell im Kreispokal. Und dann empfängt man mit dem FV Wiehl nicht nur den nächsten Lokalrivalen, sondern auch einen direkten Konkurrenten im Abstiegskampf.

 

Reisewitz nimmt seine Truppe in die Pflicht: „Ich erwarte Fortschritte von der Mannschaft. Bisher kriegen wir es nicht hin, das, was wir spielen wollen, über 90 Minuten zu zeigen. Unsere Schwächephasen nutzen unsere Gegner sehr gut aus“, sagt er. Für Licht am Ende des Tunnels sorgt die Personalsituation. Mit Sven Wurm, der seine Rotsperre abgesessen hat, kehrt ein Schlüsselspieler in die Innenverteidigung zurück. „Wir wollen es defensiv besser machen. Da ist er ein wichtiger Faktor für die Stabilität der Mannschaft und verlängerter Arm des Trainers auf dem Feld.“ Baris Polatkan hat derweil den Verein verlassen und geht zurück in seine englische Heimat. (thg)

 

 

FV Wiehl – FC Pesch (Sonntag, 15:15 Uhr).

 

Es fehlen: Felix Krüger, Nick Lamsfuß, Marc Can Fotue Kamga, Paul Neuendorff, Rene Gailowitz.
 

Zum Spiel: Quo vadis, FV Wiehl? Mit einem mickrigen Zähler rangiert man auf dem letzten Tabellenplatz, präsentiert sich vor allem in der Fremde als höchst anfälliges Konstrukt. Die entsprechenden Statistiken – löchrigste Defensive mit 24 Gegentreffern, schwächster Angriff mit fünf Toren – untermauern die These, dass es diesmal nicht für den Klassenerhalt reichen könnte, nachdem es bereits in der jüngeren Vergangenheit mehr als einen brenzligen Moment in punkto Ligaverbleib gab.

 

Nach der 1:2-Niederlage gegen Marialinden hatte Trainer Sascha Mühlmann die Reißleine gezogen und seinen Rücktritt erklärt – gewiss verbunden mit der Hoffnung, dass dadurch ein Ruck durch die Mannschaft geht. Im anschließenden Derby gegen den SSV Homburg-Nümbrecht hatte dies einen kurzfristigen positiven Effekt. Die Wiehler erkämpften sich ein 1:1. Doch eine Woche später gab’s mit dem happigen 0:6 gegen Grün-Weiß Brauweiler direkt den nächsten Schlag in die Magengrube. „Manchmal sind wir nah dran und dann wieder weit weg von etwas Zählbaren“, rätselt Interimscoach Jan Peters über die Wellenbewegungen - vor heimischer Kulisse ordentlich bis gut, auswärts enttäuschend bis desolat - bei den gezeigten Leistungen.

 

Allzu lange habe man sich mit der Analyse der jüngsten Niederlage nicht aufgehalten. „Wichtig ist, den Fokus auf die kommenden Aufgaben zu lenken und Positivität und eine gute Einstellung beizubehalten“, so Peters. Dass der Erfolg für den Gegner verdient war, stellt niemand in Abrede. Allerdings hätte die Partie anders laufen können, wie Peters anmerkt. Die Gäste hatten die Führung auf dem Fuß und besaßen auch im weiteren Verlauf gute Möglichkeiten. Doch die Grün-Weißen schlugen genau in den aus ihrer Sicht richtigen Momenten zu und zogen Wiehl damit den Zahn.    

 

Weiter geht’s nun gegen den FC Pesch, der sich in der vergangenen Saison sang- und klanglos aus der Mittelrheinliga verabschieden und einen großen Aderlass verkraften musste. Seit Anfang des Jahres hat Trainer Ali Meybodi bei den Kölnern wieder das Sagen. Der 51-Jährige hatte schon die erfolgreichere Klub-Ära in den 2010er-Jahren entscheidend mitgeprägt.

 

In der Gegenwart tut sich indes der FCP schwer, hat im Vergleich zu Wiehl aber fünf Zähler mehr auf dem Konto. Am letzten Spieltag verpasste das Meybodi-Team durch ein spätes Gegentor einen Sieg gegen Nümbrecht. „Pesch ist schwierig einzuschätzen. Ich glaube, dass sie eine Mannschaft sind, die Fußball spielen will und fußballerisch und taktisch gut ist, aber vielleicht noch nicht so eingespielt ist nach dem Umbruch im Sommer“, hofft Peters, genau aus diesem Umstand Kapital zu schlagen und endlich den dringend benötigten ersten Dreier einfahren zu können.   

 

Was eine mentale Stütze für das Schlusslicht sein sollte: Im Fall einer kleinen Siegesserie wäre der Anschluss ans Tabellenmittelfeld hergestellt. Nur müsste damit schleunigst begonnen werden. Personal: Louis Usko (nach Verletzung) und Kevin Derksen (nach Erkrankung) werden im Kader zurückerwartet.  

 

Die Klubverantwortlichen sind derweil intensiv mit der Suche nach einem Nachfolger für Sascha Mühlmann beschäftigt. Zwar hat man sich nach Angaben des sportlichen Leiters Uwe Pack darauf verständigt, dass die Interimslösung mit Marek Lesniak und Jan Peters bis Ende Oktober Bestand haben soll. Es ist aber nicht auszuschließen, dass man vorher einen neuen Übungsleiter vorstellt. (lo)

 

Vorschau Jugendfußball

 

B-Junioren Mittelrheinliga (Nachholspiel vom 5. Spieltag)

FV Wiehl – FC Wegberg-Beeck (Samstag, 16 Uhr)

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