FUSSBALL

Wiehl und Schönenbach auf der Jagd nach den ersten Punkten

lo, thg; 17.09.2026, 07:00 Uhr
Foto: Dietmar Scherbaum --- Die Fußballer des FV Wiehl wollen im Auswärtsspiel beim Aufsteiger TuS Oberpleis erstmals punkten.
FUSSBALL

Wiehl und Schönenbach auf der Jagd nach den ersten Punkten

lo, thg; 17.09.2026, 07:00 Uhr
Oberberg - Der FV Wiehl hofft beim Aufsteiger TuS Oberpleis auf den ersten Saisonsieg - Der SV Schönenbach steht vor dem nächsten Kellerduell - Der SSV Homburg-Nümbrecht freut sich über eine normale Trainingswoche.

Vorschau Landesliga (4. Spieltag)

 

TuS Oberpleis – FV Wiehl (Sonntag, 15:15 Uhr).

 

Es fehlen: Louis Usko, Felix Krüger, Jordy Schurzmann, Paul Neuendorff, Marc Can Fotue Kamga, Toni Skoro, Rene Gailowitz.

 

Zum Spiel: Es hat nicht sollen sein: Obwohl der FV Wiehl gegen den TuS Mondorf im Vergleich zur desolaten Vorstellung in Deutz eine Leistungs-Kehrtwende hingelegte, reichte es nicht zum ersten Erfolgserlebnis der Saison. Mit 3:2 setzten sich die Gäste durch und damit ihren Lauf fort. Wiehl bleibt hingegen mit null Punkten Tabellenletzter, wobei es Lichtblicke gab. Kompaktheit, Körpersprache und Willen waren diesmal über 90 Minuten zu erkennen, zudem feierte Goalgetter Justus Dabringhausen nach monatelanger Zwangspause ein verheißungsvolles Comeback und erzielte nach seiner Einwechslung auf Anhieb den ersten Wiehler Treffer in dieser Spielzeit. Es sind also einige Faktoren vorhanden, auf die Trainer Sascha Mühlmann beim Gastauftritt in Oberpleis aufbauen kann.

 

Die Hausherren mussten sich vor zwei Jahren nach einem Dauergast-Dasein aus der Landesliga verabschieden, drehten aber eine Klasse tiefer lediglich eine „Ehrenrunde“ und sind wieder zurück. Nach einem Sieg und einer Niederlage zum Auftakt verlor die Elf von Eskandar Zamani zuletzt mit 0:3 gegen den SSV Homburg-Nümbrecht. Mühlmann beschreibt den Gegner als „eingespielte und grundsolide Truppe, die in den letzten Jahren nahezu unverändert geblieben ist, zurzeit in der Liga aber vielleicht auch noch ein bisschen auf der Suche ist. Ich denke, es wird ein Spiel auf Augenhöhe, in dem wahrscheinlich Kleinigkeiten ausschlaggebend sein werden.“

 

Die Defensivleistung gegen Mondorf stimmte den Coach zufrieden. Viele Chancen ließen seine Schützlinge nicht zu, zwei der drei Gegentreffer fielen unglücklich durch abgefälschte Schüsse. Verbesserungspotenzial ist indes im Spiel nach vorne vorhanden. Gefährlicher wurde man erst nach den Einwechslungen von Jan Peters und Dabringhausen. „Offensiv müssen wir aktiver werden“, fordert Mühlmann und ergänzt: „Wir müssen was verändern und werden was verändern.“ Der Trainer ließ jedoch offen, ob Peters und/oder Dabringhausen in der ersten Elf stehen werden bzw. welche taktischen Anpassungen eventuell geplant sind.

 

Oberpleis verfügt mit Nikolas Klosterhalfen über einen echten Knipser, der stets verlässlich getroffen hat und mit 23 Toren maßgeblich am Wiederaufstieg beteiligt war. Warum er in der laufenden Serie bloß im ersten Match gegen Brauweiler zum Einsatz kam und danach nicht mehr, vermag der Übungsleiter aus der Ferne nicht zu beurteilen, sollte aber auch bei der Jagd nach dem Premierendreier nur eine untergeordnete Rolle spielen. „Wir haben jetzt mit Oberpleis und Marialinden zwei absolut richtungsweisende Spiele für die nächsten Wochen vor uns. Ich hoffe, dass die Jungs die positiven Dinge aus dem Mondorf-Spiel mitnehmen und am Sonntag einen raushauen“, so Mühlmann. (lo)

 

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TuS Marialinden – SSV Homburg-Nümbrecht (Sonntag, 15:15 Uhr).

 

Es fehlen: Philipp Rüttgers, Fritz Schäfer, Marc Wolf, Niklas Goße, Tom Hillenbach.

 

Einsatz fraglich: Sebastian Ramspott.

 

Zum Spiel: „Endlich mal eine normale Trainingswoche“, ist Nümbrechts Trainer Marcus Voike froh, nicht schon wieder an einem Freitagabend spielen zu müssen. Wegen des andauernden Stadionumbaus sind die Bedingungen für die Nümbrechter weiterhin kompliziert. Umso erstaunlicher findet Voike, dass sich seine Equipe davon kaum etwas anmerken lässt. „Abgesehen vom Spiel gegen Mondorf waren wir bisher bei allen Spielen auf einem guten Niveau. Wer hätte das gedacht? Das Mondorf-Spiel ist aufgearbeitet. Jetzt versuchen wir unsere gute Form auch in Marialinden auf den Platz zu bringen“, sagt der Nümbrechter Coach.

 

Schaut man nur auf die bisher erzielten Punkte, dann sollte die Begegnung mit dem TuS nicht mehr als eine Pflichtaufgabe sein. Noch ist der Gastgeber nämlich völlig blank und steht nur dank eines besseren Torverhältnisses gegenüber der Konkurrenz im Tabellenkeller nicht ganz unten. „Keinen Punkt zu haben, sagt nichts aus. Wir kennen Marialinden ja und lassen uns nicht blenden. Wir haben in der vergangenen Saison in der Rückrunde mit Glück 2:2-Unentschieden gespielt“, erinnert sich Voike an das jüngste Duell, in dem der TuS früh eine Rote Karte kassierte und in der Schlussphase einen 0:2-Rückstand noch egalisierte. André Peters traf damals doppelt. „Das ist eine homogene Mannschaft, mit einer tollen Moral“, lobt Voike den nächsten Gastgeber und blickt auf die bisherigen Begegnungen des Teams aus Overath.

 

„Sie haben gegen Mondorf verloren, die derzeit einen sehr guten Lauf haben. Bei der Niederlage gegen Brauweiler haben wir sie beobachten lassen. Da hätten sie auch unentschieden spielen können. Ich denke, dass man dort ruhig bleibt, denn man weiß, dass es nur um den Klassenerhalt geht. Ich glaube, dass sie damit gerechnet haben, dass es am Anfang der Saison schwierig wird“, glaubt Voike, dass man nicht auf einen verunsicherten Gegner treffen werde. Hart getroffen haben dürfte die Marialinder jedoch die jüngste Verletzung von René Engelbertz, der sich im Pokalspiel beim TV Klaswipper einen Kreuzbandriss zugezogen hat. Der Ex-Nümbrechter Julian Schwarz verletzte sich bereits in der Vorbereitung. Ein Wiedersehen gibt es derweil mit Julian Schoepe und Marvin Hennecken, die in der vergangenen Saison noch die Farben der Nümbrechter trugen. (thg)

 

 

SV Schlebusch – SV Schönenbach (Sonntag, 15:15 Uhr).

 

Es fehlen: Sven Wurm, Niels Smuda.

 

Einsatz fraglich: Masaya Taki, Baris Polatkan, Yudai Matsumoto, Patrick Schmid.

 

Zum Spiel: Auch wenn der Aufsteiger nicht Tabellenletzter ist – die Schönenbacher stehen mit dem Rücken zur Wand. Nach drei Niederlagen in Folge ist das Team von Trainer Torsten Reisewitz beinahe schon zum Punkten verdammt. „Im Moment sieht es so aus, als könnten fünf Teams nur untereinander punkten. Wir haben jetzt in zwei richtungweisenden Spielen auf den Hintern bekommen, jetzt kommt mit Schlebusch der nächste Kandidat. Die haben auch nur einen Punkt. Mehr als richtungweisend geht nicht. Am vierten Spieltag steigt niemand ab, aber es ist wichtig für uns, dass wir was holen“, läutet Schönenbachs Trainer Torsten Reisewitz die Alarmglocken.

 

Vor allem die Art und Weise, wie die Niederlagen in Spich und am vergangenen Sonntag im Duell der punktlosen Aufsteiger gegen Blau-Weiß Friesdorf zustande kamen, ärgert Reisewitz. „Wir haben in der zweiten Halbzeit gegen Spich und gegen Friesdorf nicht als Team agiert. Das ist für mich das Allerwichtigste. Im Moment fallen wir auseinander, wenn es nicht gut läuft. Ich würde gerne die Sterne vom Himmel spielen, aber im Moment ist es mir lieber, dass wir so spielen, dass man nach 90 Minuten auf dem Kunstrasen sieht, dass darunter mal ein Aschenplatz war.“

 

Am vergangenen Dienstag lud Reisewitz zu einem außerordentlichen Teamabend, an dem offenbar Tacheles geredet wurde. „Die ganze Mannschaft hat sich in Frage gestellt. Ich hoffe, dass die Mannschaft verstanden hat, worum es geht und bin gespannt, was wir davon für Sonntag mitnehmen können. Ich erwarte, dass wir am Sonntag ein anderes Gesicht zeigen.“ Reisewitz erhöht nun den Druck auf seine Spieler. Derzeit hätten, aufgrund des schmalen Aufgebots, einige Spieler die Chance, sich ins Rampenlicht zu spielen. „Wenn jemand nicht Vollgas gibt, dann müssen wir sehen, wie wir damit umgehen. Die Haltung, die wir zuletzt gezeigt haben, ist untragbar.“

 

Mit Elham Isakoski, der seine Rotsperre abgesessen hat, kehrt immerhin ein Akteur ins Aufgebot zurück. Dennoch reise man wohlmöglich mit „dem letzten Aufgebot“ an, sollten die fraglichen Spieler allesamt nicht einsatzfähig sein. „Aber egal. Alle müssen sich zerreißen. Wir brauchen Punkte, um den Anschluss zu halten. Schlebusch wird auch versuchen, den Bock umzustoßen. Die wissen, dass sie auf ein Team treffen, dass schon zwölf Gegentore kassiert hat. Und ich kenne Schlebuschs Trainer Heiko Dietz schon lange. Wir haben zusammen gespielt. Ich weiß, dass er es auch nicht haben kann, wenn man eine hohe Niederlage kassiert. Beide Teams müssen an der Mentalitätsschraube drehen.“ (thg)

 

Vorschau Frauenfußball (2. Spieltag)

 

Landesliga

TuS Homburg-Bröltal – FV Bonn-Endenich (Sonntag, 13 Uhr)

 

Bezirksliga

TSV Ründeroth – TuS Lindlar verlegt auf den 8. Oktober

 

 

Vorschau Jugendfußball (3. Spieltag)

 

A-Junioren Mittelrheinliga

Bonner SC - FV Wiehl (Samstag, 16:30 Uhr)

 

A-Junioren Bezirksliga

SC Uckerath – SV Frömmersbach (Samstag, 18 Uhr)

 

B-Junioren Mittelrheinliga

FV Wiehl – Bonner SC (Samstag, 16 Uhr)

 

C-Junioren Bezirksliga

FV Wiehl – SV Deutz 05 (Samstag, 14 Uhr)

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