FUSSBALL
Ordentliche Ausgangsposition trotz schwacher erster Hälfte
Oberberg - Die U17 des FV Wiehl setzt sich im Hinspiel der Mittelrheinliga-Qualifikation gegen Friesdorf durch, benötigt dafür aber eine lange Anlaufzeit - Frömmersbachs U19 kann für die Bezirksliga planen - Wiehler C-Juniorenteams kassieren Niederlagen - Rückspiele am Wochenende wegen der Hitze verlegt (AKTUALISIERT).
Qualifikation zur B-Junioren Mittelrheinliga (Hinspiel)
FV Wiehl – Blau-Weiß Friesdorf 4:2 (0:1).
[Rafael Meltzer bereitete einen Treffer vor und erzielte das 2:1 selbst.]
Mit „zwei blauen Augen“ (O-Ton Trainer Marvin Bollow im Mannschaftskreis nach Spielende) kamen die Wiehler B-Junioren im ersten Duell um die Mittelrheinliga-Qualifikation gegen Blau-Weiß Friesdorf davon und verschafften sich für das Rückspiel in 48 Stunden (Samstag, 19 Uhr) eine ordentliche Ausgangsposition. Wirklich zufrieden war der Coach trotz der Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit allerdings nicht. „Zur Pause hätten wir uns über ein 0:2 oder 0:3 nicht beschweren dürfen. Wir haben es nicht geschafft, spielerisch zu überzeugen. Ein Klassenunterschied war nicht zu erkennen. Friesdorf hätte zumindest ein Unentschieden verdient gehabt“, lautete das Fazit von Bollow.
Zwar produzierte Wiehls Muhammed-Enes Akgün den ersten Abschluss der Partie (4.), doch in der Folge lief bei den Hausherren praktisch nichts mehr zusammen. Friesdorfs Erik De la Cruz Bustamante startete über die halblinke Seite durch und probierte einen Lupfer, der von FV-Keeper Alan Piedjak weggefischt wurde (7.). Luca Wirtz zielte knapp vorbei (8.), bevor Duald Vehapaj nach einem Sololauf am stark reagierenden Piedjak scheiterte (14.). Danach war es erneut Wirtz, der für Gefahr sorgte. Wiehl bekam die Situation im letzten Moment bereinigt (16.).
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[Trainer Marvin Bollow versuchte seine Schützlinge in der ersten Trinkpause wachzurütteln.]
Nur zwei Minuten später war es jedoch so weit: Nach einer Ecken-Variante stand Wirtz mutterseelenallein und köpfte zum 0:1 ein. Selbst nach der Trinkpause – am Abend herrschten immer noch Temperaturen um die 30 Grad – zeigte sich aufseiten der Gastgeber keine Besserung. Zweimal brannte es im Wiehler Strafraum lichterloh, was ohne Konsequenzen blieb (24, 37.). Nach einem Fehlschuss von Cedric Lammerskitten (37.) rettete sich die Bollow-Elf mit dem 0:1 in die Pause. „Der Gegner hat es gut gemacht, aber bei uns hat auch nichts funktioniert“, urteilte der Trainer und beklagte „die fehlende Eingespieltheit“.
Zwei Minuten nach Wiederbeginn wurde der erste vernünftige Angriff erfolgreich abgeschlossen. Levi Schönstein spielte einen öffnenden Pass auf Rafael Meltzer, der den Ball aus spitzem Winkel an die Querstange beförderte. Der mitgelaufene Luca Munteanu drückte den Abpraller per Kopf über die Linie. Wenig später leitete Munteanu das 2:1 durch Meltzer - abgefälscht durch den eigenen Mitspieler Rafael Baum - mit einem Außenrist-Zuspiel ein, doch Friesdorf schlug mit einem Kopfballtor nach einer Freistoß-Hereingabe zurück.
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[Luca Munteanu glückte der Ausgleich zum 1:1.]
Dann durfte Piedjak einen Assist verbuchen. Nach einem langen Abschlag schlug sein Pendant auf der Gegenseite beim Herauslaufen ein Luftloch, sodass Felix Feuerbach die Kugel ins leere Gehäuse schieben konnte. Allerdings leistete sich die Wiehler Defensive kurz darauf wieder einen Aussetzer, der in einem Strafstoß für Friesdorf resultierte. De la Cruz Bustamante schoss das Spielgerät an den Pfosten.
In der Schlussphase hatten die Wiehler von den Kraftreserven her mehr zuzusetzen, drückten auf das 4:2. Nachdem der Schlussmann einen frechen Munteanu-Versuch aus 40 Metern mit den Fingerspitzen ins Toraus gelenkt hatte (80.+3), köpfte Schönstein das Leder im Anschluss an die daraus resultierende Ecke an die Latte. Doch der Ball blieb in den Reihen der Wiehler – Flanke Rafael Baum, Kopfball Schönstein, 4:2, Abpfiff. Ein Ergebnis, mit dem sich arbeiten lässt, das aber keinen Freifahrtschein für Samstag bildet. „Es sollen 38 Grad werden und Friesdorf wird noch einmal alles raushauen. Wenn es uns nicht gelingt, sie kämpferisch zu matchen, wird das ein ganz schwieriges Spiel für uns.“
Tore
0:1 Luca Wirtz (18.), 1:1 Luca Munteanu (42.), 2:1 Rafael Meltzer (48.), 2:2 Theo-Ernesto Ritz (56.), 3:2 Felix Feuerbach (66.), 4:2 Levi Schönstein (80.+5).
Besonderes Vorkommnis
Der Friesdorfer Erik De la Cruz Bustamante schießt einen Foulelfmeter an den Pfosten (68.).
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[Vom eigenen Mann abgefälscht: Das 2:1 für Wiehl.]
Spiele von Mittwoch
Qualifikation zur A-Junioren Bezirksliga (Hinspiel)
SV Frömmersbach – SV Westhoven-Ensen 7:1 (5:0).
[Souverän gestalteten die Frömmersbacher das Hinspiel gegen den SV Westhoven-Ensen.]
Ein Dorfverein in der Bezirksliga? Das ist kein Hirngespinst mehr, sondern nach dem Kantersieg des SV Frömmersbach im Quali-Hinspiel gegen den SSV Westhoven-Ensen zu 99,9 Prozent Realität. Dass der Kontrahent aus Köln binnen drei Tagen ein Wunder vollbringt und den Spieß am kommenden Samstag - aufgrund der Hitze und mangels Alternativterminen wird die Partie schon um 10 Uhr angepfiffen - noch umdreht, erscheint ausgeschlossen.
Vorzeitige Glückwünsche zum Aufstieg wollte Trainer Michael Otten jedoch nicht entgegennehmen. „Das wird am Samstag auf jeden Fall noch einmal ein harter Weg, vor allen Dingen bei diesen Temperaturen. Angesichts von sechs Toren Vorsprung sollte hoffentlich nichts mehr anbrennen, doch es geht wieder bei 0:0 los“, äußerte sich der SVF-Coach zumindest vorsichtig optimistisch.
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[Für Coach Michael Otten und sein Team ist die Bezirksliga zum Greifen nahe.]
Bereits nach acht Minuten sorgten die Hausherren in Person von Maxim Mertke für die umjubelte Führung. Danach gestalteten die Gäste das Geschehen ein wenig offener, wobei die Frömmersbacher in dieser Phase etwas zu kompliziert agierten. „Die Jungs haben recht schnell gesehen, dass vom Gegner offensiv nicht so viel kommt. Wir haben es aber nicht geschafft, den Ball laufen zu lassen“, beobachtete Otten.
Das sollte sich nach knapp einer halben Stunde ändern: Zayan-Dar Ullah erhöhte auf 2:0, Westhoven-Ensen brach in der Folge bei auch am Abend noch anhaltender Gluthitze ein und kassierte bis zum Pausenpfiff drei weitere Gegentore. „Nach dem 2:0 hat die Mannschaft Selbstvertrauen getankt“, erklärte Otten. Nach dem Seitenwechsel gestaltete Frömmersbach die Ausgangsposition noch komfortabler: Erst machte Semih Tatar unmittelbar nach Wiederbeginn das halbe Dutzend voll, bevor „Joker“ Ohdy Yodkam zehn Sekunden nach seiner Einwechslung das 7:0 erzielte. Dass Westhoven noch der Ehrentreffer gelang, war lediglich ein kleiner Schönheitsfleck.
Tore
1:0 Maxim Mertke (9.), 2:0 Zayan-Dar Ullah (26.), 3:0 Mohamed Nuur (35.), 4:0 Tim Tombers (39.), 5:0 Semih Tatar (45. Simon Lik), 6:0 Semih Tatar (47.), 7:0 Ohdy Yodkam (66.), 7:1 Rohniwar Hassan (84.).
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[Maxim Mertke mit dem Führungstor - das sorgte sogar für den Einsatz von Pyrotechnik.]
Qualifikation zur C-Junioren Bezirksliga (Hinspiele)
1. FC Godesberg – FV Wiehl 2:1 (0:0).
Für die Wiehler U15 endete das Hinspiel mit einem derben Nackenschlag. In der letzten Minute der Begegnung gelang dem Gastgeber aus der Kreisklasse der Siegtreffer. „Bitter, bitter für uns. Wir hatten eine brutale Hitze. Am Ende war vielleicht auch die fehlende Kraft ein Grund für das Gegentor. Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Kämpferisch und fußballerisch hat sie alles gegeben“, nahm FV-Coach Marco Vierschilling sein Team in Schutz. In der ersten Halbzeit lieferten sich die beiden Kontrahenten ein ausgeglichenes Duell, ohne aber vor den Toren gefährlich zu werden und es ging mit einem gerechten 0:0 in die Pause.
„Wir hatten aber die bessere Spielanlage und haben den Ball besser laufen lassen. Der Gegner hat nur lange Bälle gespielt. Wir sind dann gut aus der Pause gekommen und haben verdient das 1:0 gemacht“, meinte Vierschilling, dessen Elf durch Franklin Kwarteng in Führung ging. „Wir sind dann aber nicht drangeblieben und haben noch zwei gute Chancen vergeben, um das zweite Tor zu erzielen.“ Mit einem verwandelten Foulelfmeter stellte der Gastgeber den Ausgleich her und ging nach einer sehenswerten Einzelleistung sogar noch in Führung. Die Wiehler bekamen allerdings noch eine Chance zur Korrektur, die die Bonner jedoch auf der Torlinie klärten.
„Beim Elfmeter gab es eine Berührung. Den kann man geben. Danach war es ein offener Schlagabtausch und ich muss zugeben, dass Godesberg dem 2:1 näher war als wir“, bilanzierte Vierschilling und schaute bereits auf das Rückspiel, das auf Sonntagmorgen, 10 Uhr, verlegt wurde, um der zu erwartenden Hitze zu entgehen. „Heute können wir enttäuscht sein, aber jetzt heißt es Kräfte sammeln. Ich glaube, dass wir im Rückspiel gute Chancen haben“, blieb Vierschilling optimistisch.
Tore
0:1 Franklin Kwarteng (46.), 1:1 (64., Foulelfmeter), 1:2 (70.).
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FC Germania Lich-Steinstraß – TuS Lindlar 7:0 (3:0).
Der Lindlarer Nachwuchs ist in Jülich unter die Räder gekommen. Schon zur Pause lag das TuS-Team deutlich hinten. Trainer Florian Scharf wunderte sich nicht über das Ergebnis: „Der Sieg ist total verdient, auch wenn ich eher mit einem 4:0 einverstanden gewesen wäre. Aber unser Problem war, dass wir kaum eine Mannschaft stellen konnten. Vier Spieler sind ja hochgegangen und die neuen, die aus anderen Vereinen kommen, sind noch nicht spielberechtigt. Damit sind uns einige Säulen weggebrochen, die wir nicht ersetzen können“, erklärte der Coach. Für das Rückspiel am Samstag um 11:30 Uhr rechnet er sich selbstredend keine Chancen mehr aus. „Für mich hat das nur noch Testspielcharakter. Wir werden sicher keine acht Tore schießen.“
Tore
1:0 Gabriele Capizzi (18.), 2:0 Sadek Maki (30.), 3:0 Leo Höhne (34.), 4:0 Leo Höhne (39.), 5:0 Bastian Fieseler (54.), 6:0 Ben Tech (67.), 7:0 Leo Höhne (70.).
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[Zayan-Dar Ullah traf zum 2:0.]
Qualifikation zur U14-Bezirksliga (Hinspiel)
Pulheimer SC – FV Wiehl 3:0 (1:0).
Die Wiehler haben sich nicht gerade die beste Ausgangsposition für das Rückspiel geschaffen. Trainer Kai Henkelmann war dementsprechend nicht begeistert. „Das Ergebnis spiegelt den Spielverlauf nicht wider“, zog er ein negatives Fazit. Der Auftakt gehörte dem Gastgeber aus der Bezirksliga, der die Wiehler sofort unter Druck setzte. In Minute acht klingelte es bereits im Kasten der Gäste. „Bis zur ersten Trinkpause hatten wir keinen Zugriff. Aber dann wurde für uns ein Handelfmeter nicht gegeben, der eigentlich völlig klar ist“, haderte Henkelmann mit einer Schiedsrichterentscheidung.
Bis zur Pause sah der Coach seine Elf auf dem Vormarsch, nach dem Seitenwechsel entwickelte sich jedoch ein offenes Spiel. „Es gab Torchancen auf beiden Seiten. Unsere waren aber nicht so zwingend, wie ich mir das gewünscht habe“, sagte Henkelmann. Angestachelt von der lautstarken Fangruppe der Pulheimer, bekamen die Hausherren Oberwasser und zeigten sich effizienter als die Wiehler. Mit dem 2:0 kurz nach der Pause legte der Favorit den Grundstein für den späteren Sieg und machte in Minute 58 mit einem Konter alles klar.
„Dem 2:0 ging meiner Meinung nach ein glasklares passives Abseits voraus. Wir haben dann alles nach vorne geworfen und noch einen Konter bekommen. Ich bin für das Rückspiel sehr optimistisch. Wir werden unsere Chancen bekommen. Es ist noch nicht aller Tage Abend. Wir haben in der Vergangenheit schon bewiesen, dass wir Comeback-Qualitäten haben“, kündigte Henkelmann Gegenwehr an. Das Rückspiel wurde hitzebedingt auf Montagabend verlegt. Der Anstoß soll um 19 oder 19:30 Uhr erfolgen.
Tore
1:0 (8.), 2:0 (41.), 3:0 (58.).

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