FUSSBALL

Sven Reuber als Trainer in Frielingsdorf zurückgetreten

lo; 25.03.2022, 10:05 Uhr
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Sven Reuber als Trainer in Frielingsdorf zurückgetreten

lo; 25.03.2022, 10:05 Uhr
Lindlar - Coach verlässt den abstiegsgefährdeten Bezirksligisten - Fabian Höffgen übernimmt die Mannschaft interimistisch.

Es sollte eine langfristige Liaison werden, doch nach noch nicht einmal einer Saison ist Schluss. Sven Reuber hat sein Traineramt beim Bezirksligisten SV Frielingsdorf mit sofortiger Wirkung zur Verfügung gestellt, Assistenzcoach René van Lenten tat es ihm gleich. Als Interimstrainer springt Fabian Höffgen ein. Er sitzt bereits am Sonntag bei der Partie gegen den SC West Köln auf der Bank. Unterstützt wird er vom derzeit verletzten Kapitän Marvin Cortes.   

 

[Sven Reuber ist in Frielingsdorf zurückgetreten.]

 

Reuber war im vergangenen Sommer ins Scheelbachtal gekommen, nachdem er über mehrere Jahre den benachbarten A-Ligisten SSV Süng trainiert hatte. Nach einer positiv verlaufenen Sommervorbereitung startete man mit Zuversicht in die neue Spielzeit, doch das Team fand sich schnell im Tabellenkeller wieder und blieb in der Abstiegszone stecken. Als Gründe für die Talfahrt nennt Abteilungsleiter Christoph Linhart „coronabedingte Umstände, Spielausfälle und zahlreiche englische Wochen und die damit verbundene geringe Spielerdecke.“

 

Im Dezember wurden die Verträge mit dem Trainergespann verlängert. Selbst im Fall eines Abstiegs hätte der Klub an Reuber und van Lenten festgehalten, denn der Vorstand war von ihnen absolut überzeugt. „Sie haben extrem viel Zeit und Kraft in die Mannschaft investiert, um die gewünschten Veränderungen herbeizuführen“, so Linhart. „Wir sind den beiden dankbar für die geleistete Arbeit und schätzen sie nicht nur als Trainer, sondern insbesondere als Menschen.“

 

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Zu Beginn der Rückrunde war eine Leistungssteigerung zu erkennen, Zählbares sprang jedoch nicht heraus. Die Zahl der individuellen Fehler, die zu Gegentoren führten, war zu groß und in der Offensive mangelt es an Qualität. Frielingsdorf hat den zweitschlechtesten Angriff der Liga und die meisten Gegentreffer kassiert. Laut Reuber auch eine Folge der ständigen Personalrochaden: „Wir konnten fast nie mit derselben Startformation spielen, weil immer wieder Leistungsträger verletzungsbedingt gefehlt haben.“

 

Mit fortschreitender Dauer hätte sich bei ihm jede Menge Frust aufgestaut, der schließlich in dem Entschluss mündete, den Posten zu räumen. „Es war das Beste, was ich machen konnte“, sagt der Übungsleiter über den Schritt, der nicht nur mit der tabellarischen Situation zusammenhänge. „Ich wünsche der Mannschaft, dass sie den Klassenerhalt schafft, dafür müssen sich aber einige Dinge ändern. Ausreden gibt es jetzt auf jeden Fall für keinen mehr.“

 

Seit dem Jahr 2009 ist der SV Frielingsdorf in der Bezirksliga vertreten, als Feuerwehrmann soll nun Fabian Höffgen den Abstieg verhindern. „Er hat nicht gezögert, in dieser schwierigen Phase zu helfen und sich in den Dienst des Vereins zu stellen. Ihm sind die internen Prozesse vertraut, er kennt den Verein und selbstverständlich auch die Spieler. Weiterhin verkörpert er mit seiner leidenschaftlichen Art und positiven Energie die Komponenten, die Grundvoraussetzung für die weiteren Wochen sind“, hofft Linhart, dass der ehemalige Kicker der 1. Mannschaft das Ruder herumreißen kann.

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