FUSSBALL

Kreisliga A: Spitzenteams geben sich keine Blöße

al, hp, ks, db; 20.10.2019, 20:28 Uhr
Fotos: Michael Kleinjung.
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Kreisliga A: Spitzenteams geben sich keine Blöße

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al, hp, ks, db; 20.10.2019, 20:28 Uhr
Oberberg - Primus siegt im Schlussspurt, der SVS nimmt die schwere Auswärtshürde in Wipperfürth - Lindlar siegt deutlich gegen Wildbergerhütte-Odenspiel, auch Jan Wellem mit einem Dreier - Nümbrecht II mit deutlichem Lebenszeichen.

VfR Wipperfürth – SV Schönenbach 1:2 (0:0).    

 

„Ich nehme meine Mannschaft sonst oft in die Pflicht und hinterfrage auch mich als Trainer, aber heute kann ich ihr keinen Vorwurf machen. Allerdings ist es schade, dass dem Spielleiter die neuen Regeln wohl noch nicht bekannt sind, und ein Treffer gegeben wird, obwohl auch der Torschütze erklärt, dass er den Ball mit angelegtem Arm erzielt hat. Die Regelauslegung aber sagt, dass dann ein Treffer nicht zählt“, sagte Wipperfürths Coach Sergej Zimmerling. Die erste Halbzeit ging an die Gastgeber, allerdings sprang nichts Zählbares heraus.

 

Nach dem umstrittenen Treffer zum 0:1, den Salih Tatar (Bild li.) erzielte, gaben die Wipperfürther noch mehr Gas. Doch erneut war Salih Tatar zur Stelle und mit seinem 14. Saisontreffer sorgte er nach einem verunglückten Freistoß der Wipperfürther für die Entscheidung in der Partie, nachdem ihn Mehmet Ümit auf die Reise geschickt hatte.

 

Es wurde zwar nochmal kurz spannend, als Dennis Tebelius vier Minuten vor dem regulären Ende den Anschlusstreffer durch einen abgefälschten Schuss erzielte. Aber am Ende hatte Schönenbach die drei Punkte im Sack. "Man muss schon sagen, dass Wipperfürth in der ersten Halbzeit klar besser war. Wir haben aber in der zweiten Halbzeit umgestellt und somit das Spiel weiter nach vorne verlagert. Ob es überhaupt ein Handspiel war, habe ich nicht gesehen. Das ist letztlich dann auch eine Auslegungssache“, sagte Schönenbachs Coach Michael Reed.

 

Tore
0:1 Salih Tatar (50.), 0:2 Salih Tatar (79.), 1:2 Dennis Tebelius (86.).

 

[Wipperfürths Trainer Sergej Zimmerling konnte mit dem Auftritt seines Teams zufrieden sein. Auf dem Bild unten köpft VfR-Spieler Tim Kappe aufs gegnerische Gehäuse.]

 

FV Wiehl II - Montania Kürten 3:2 (1:1).

 

Der Tabellenführer hatte geladen. Gast am heutigen Spieltag der hoch gehandelte Aufsteiger aus Kürten. Und der legte auch gleich furios los. Dennis Lüdenbach, Ex-Spielertrainer des SV Frielingsdorf, traf per Freistoß bereits in der dritten Minute zur frühen Kürtener Führung. Danach stellten es die Gäste laut deren Trainer Daniel Wirtz "clever an und verwalteten den Vorsprung gut". Zumindest bis zur 34. Minute. Da traf Jan Derksen für die Wiehler Zweitvertretung zum Pausenstand von 1:1. Nach der Halbzeit konnten die Kürtener erneut vorlegen. Nach einem Doppelpass Oliver Lanwers mit Jan Schneider war Yannick Schmitz zur Stelle. Kurz darauf konnte sich Markus Wagner auf der linken Seite durchsetzen und Florian Liebelt mustergültig in Szene setzen. Diese Chance ließ sich Wiehls Goalgetter nicht entgehen und netzte zum 2:2.

 

Die Einwechslungen von Kaan Basargan und Jonas Baier sollten sich auf Wiehler Seite auszahlen. Denn Wiehls Trainer Sascha Mühlmann bewies ein goldenes Händchen. Basargan bediente eine Minute vor Ultimo Baier, der den umjubelten Siegtreffer erzielte. "Ein gutes, intensives Spiel, in dem wir am Ende auch das nötige Quäntchen Spielglück haben", richtete Mühlmann sein Augenmerk schon auf das nächste Wochenende, wenn der Tabellenführer nach Refrath reisen muss. "Wir sind vor Saisonbeginn von vielen Experten zu hoch gelobt worden", sieht Wirtz sein Team trotz der dritten Niederlage in Folge nicht in einer Krise.

 

Tore

0:1 Dennis Lüdenbach (3. Yannick Schmitz), 1:1 Jan Derksen (34. Florian Liebelt), 1:2 YannicK Schmitz (51.), 2:2 Florian Liebelt (53. Markus Wagner), 3:2 Jonas Baier (89. Kaan Basargan).

 

[Michael Reed ist mit dem SV Schönenbach weiterhin ungeschlagen.]

 

FV Wiehl III - Heiligenhauser SV II 0:0.

 

Mit einem torlosen Unentschieden trennten sich Kellerkind Wiehl III und die in der Tabelle weit oben spielenden Gäste aus Heiligenhaus. „Die Jungs haben sich diesen Punkt mit Disziplin und Kampf verdient“, berichtete FV-Trainer Uwe Ommer. „Wir sind sehr zufrieden, auch wenn vielleicht sogar mehr drin gewesen wäre“, so Ommer. In der ersten Halbzeit scheiterte Michael Krestel mit einem umstrittenen Handelfmeter an HSV-Schlussmann Dustin Bäcker. Bei den Gästen traf Miguel Guter nur die Latte. Im zweiten Durchgang hatten beide Teams weitere Chancen, doch der Ball fand nicht den Weg über die Linie. „Wir wollten hier drei Punkte mitnehmen“, sagte der Heiligenhauser Co-Trainer Robby Mohncke, „wir mussten die Mannschaft aber zum wiederholten Male wegen Ausfällen auf mehreren Positionen umstellen. Es war kein gutes Fußballspiel.“

 

Tore

Fehlanzeige.

 

Besonderes Vorkommnis

Wiehls Michael Krestel scheitert mit Handelfmeter an HSV-Torwart Dustin Bäcker (30.).

 

 

SSV Süng - SV Refrath 3:1 (2:0).

 

Arg gebeutelt durch personelle Ausfälle war heute die Mannschaft vom SSV Süng. Insgesamt fehlten 14 Spieler, die zum Teil auch durch Spieler der 2. Mannschaft ersetzt wurden. „Wenn man auf so viele Akteure verzichten muss, muss man eine Partie auch erst einmal gewinnen“, meinte SSV-Coach Sven Reuber, der sich über einen „verdienten“ Sieg freute. Mittelfeldakteur Fabian Klöckner brachte die Gastgeber in der achten Minute in Führung, ehe nur drei Minuten später Simon Hoffmann auf 2:0 erhöhte. Kurz nach der Halbzeit erzielte Sascha Spiegel den dritten Treffer für den SSV. „Wir waren heute die Mannschaft, die Geschenke verteilt und den Gegner durch Fehler stark gemacht hat“, ärgerte sich SV-Trainer Jürgen Glomb. Zwar fanden die Refrather in der zweiten Hälfte besser ins Spiel und verfügten über mehr Ballbesitz, doch über einen Ehrentreffer von Bozo Sucic nach einem Freistoß kamen sie nicht hinaus.

 

Tore

1:0 Fabian Klöckner (8.), 2:0 Simon Hoffmann (11.), 3:0 Sascha Spiegel (47.), 3:1 Bozo Sucic (59.).

 

 

Jan Wellem  Bergisch Gladbach- TuS Untereschbach 2:0 (1:0).

 

Auf ein aus seiner Sicht eher bescheideneres Spiel blickte TuS-Coach Peyman Rabet zurück: „Wir hatten elf Ausfälle zu beklagen und mussten deshalb die gesamte Mannschaft umstellen.“ Vor allem in der ersten Halbzeit sei es den Gladbachern gelungen, die Gäste unter Druck zu setzen. Doch bis auf den Treffer von Jeremy Wihl in der 32. Minute nahmen die Gastgeber nichts Zählbares aus den ersten 45 Minuten mit. In der zweiten Hälfte gelang es dem TuS, diese ausgeglichener zu gestalten und vermehrt Druck auf den Ball zu bekommen. „Da war sogar der Ausgleich drin“, meinte Gladbachs Teammanager Michael Eckhard. Doch Leon Rolfes wusste die „Riesen-Chance“ in der 55. Minute nicht zu verwerten. Stattdessen erhöhte Jeremy Wihl in der 74. Minute zum 2:0-Endstand. Auch der Schiri schien Rabet zufolge keinen guten Tag erwischt zu haben und habe die Gladbacher zu selten durch eine Karte bestraft: „Das war auch beim Foul an unserem Kapitän Nico Reddemann so, nachdem ein Spieler mit der Sohle voraus in ihn reingerutscht ist. Das Schienbein ist jetzt grün und blau.“ Eine Karte habe es aber auch in diesem Fall nicht gegeben.

 

Tore

1:0 Jeremy Wihl (32.), 2:0 Jeremy Wihl (74.).

 

 

TuS Lindlar - SSV Wildbergerhütte-Odenspiel 5:0 (2:0).

 

„Unser Torwart hatte heute einen ganz ruhigen Tag“, meinte TuS-Trainer Norbert Schneider, der sich nicht an einen Schuss aufs Lindlarer Tor erinnerte. Während der TuS den Ball laufen ließ und durch Marius Mukherjee früh in Führung ging (14.), fanden die Gäste schlecht in Spiel und Zweikämpfe. In der Pause hatten sich die tiefstehenden Gäste vorgenommen, vermehrt auszurücken. „Doch dann kassieren wir zwei Minuten später direkt den dritten Treffer“, so SSV-Spielertrainer Andreas Weber, der sich rund acht Minuten später auch noch über einen Foulelfmeter ärgerte: „Das Foul fand außerhalb des Sechzehners statt, doch der Schiri hat sich die klar erkennbaren Spuren nicht mal angesehen.“ Anton Zeka verwandelte gegen SSV-Torhüter Mike Wende. Weitere vier Minuten später sah SSV-Spieler Kenan Özge nach einer Notbremse an Dean-Robin Paes glatt Rot. Scheider bemängelte: „Leider haben wir die Überzahl nicht konsequent ausgespielt.“ So sprang für die Gastgeber in der 71. Minute lediglich ein weiterer Treffer durch Max Geßner heraus.

 

Tore

1:0 Marius Mukherjee (14.), 2:0 Anton Zeka (23.), 3:0 Pascal Nguyen (47.), 4:0 Anton Zeka (55. Foulelfmeter), 5:0 Max Geßner (71.).

 

Besonderes Vorkommnis

Rot gegen den Wildbergerhütter Kenan Özge (59. Notbremse)

 

 

SSV Marienheide - SSV Homburg-Nümbrecht II 1:7 (0:4).

 

"Das waren die Kelm-Festspiele mit dem Trauzeugen Alexander Ewert", war Nümbrechts Trainer Tobias Schöler nach dem Kantersieg der Nümbrechter Zweitvertretung zum Scherzen aufgelegt. Und so waren es wirklich Daniel, Thomas und Eduard Kelm sowie Alexander Ewert mit einem Dreierpack, die den gastgebenden SSV Marienheide abschossen. "Der Nümbrechter Sieg war auch in dieser Höhe verdient. Ich bin mit der Einstellung meiner Mannschaft überhaupt nicht einverstanden, aber wir brauchen heute keine Ausreden zu suchen", war Marienheides Coach Irfan Yorulmaz restlos bedient, da er zudem selbst gesundheitlich stark gehandicapt war. Die Nümbrechter hingegen brachten von der ersten Minute an alles auf den Platz, was in solch einem Keller-Duell notwendig ist. Die Leihgaben aus dem Kader der ersten Mannschaft, Jan Luca Krämer und Alexander Epstein stabilisierten die Deckung, und vorne waren es die landesligaerfahrenen Spieler Daniel Kelm, Eduard Kelm, Alexander Ewert und Robert Arnds die den Gastgebern den Garaus machten.

 

"Die Steine die mir heute vom Herzen gefallen sind, hat man wahrscheinlich bis Nümbrecht purzeln gehört", waren Schöler zwei Dinge besonders wichtig. Zum einen wissen seine Jungs nun, dass es geht. Und zum anderen konnte gegen einen direkten Mitkonkurrenten gewonnen werden. Alexander Ewert war der Mann der ersten Halbzeit, schnürte er doch zwischen der 19. und 37. Minute einen Dreierpack. Nur das zwischenzeitliche 0:3 von Daniel Kelm verhinderte den lupenreinen Hattrick des 24-Jährigen. Nach der Halbzeit war es dann wiederum Nümbrechts Tormaschine Daniel Kelm der auf 0:5 stellte. Thomas Kelm erhöhte nach einer Stunde Spielzeit auf 0:6. Selten traf der Begriff Ehrentreffer so zu wie beim 1:6, den Andreas Matus für Marienheide besorgte. Den Deckel drauf machte Eduard Kelm mit dem 1:7. Während Yorulmaz die herbe Niederlage in der kommenden Trainingswoche aufzuarbeiten hat, blickte Schöler schon auf den nächsten Sonntag, wo mit dem FV Wiehl III der nächste Gegner aus dem Tabellenkeller auf die SSV-Equipe wartet.

 

Tore

0:1 Alexander Ewert (19.), 0:2 Alexander Ewert (30.), 0:3 Daniel Kelm (33.), 0:4 Alexander Ewert (37.), 0:5 Daniel Kelm (50.), 0:6 Thomas Kelm (58.), 1:6 Andreas Matus (65.), 1:7 Eduard Kelm (76.).

 

 

FC Bensberg – Blau-Weiß Biesfeld 6:3 (3:1).

 

Von einem insgesamt verdienten Sieg sprach Bensbergs Trainer Hasan Ramadani: „Es war kein besonders gutes Spiel in der ersten Halbzeit, in der zweiten Halbzeit war es dann für die Zuschauer ein sehr interessantes Spiel.“ Bensberg sah zwischenzeitlich wie der sicherer Sieger aus, Biesfeld ließ sich aber zunächst nicht abschütteln. Unter dem Strich stimmte die Leistung bei den Gästen aber nicht, wie Trainer Sven Ansorge berichtete: „Im Gegensatz zu den letzten beiden Spielen haben wir heute nicht als Kollektiv agiert und zu viele Geschenke verteilt. Von den Chancen her hätte es aber auch 7:7 ausgehen können.“

 

Tore

1:0 Cameron Krükkert (15.), 1:1 Mathis Rahm (22.), 2:1 Mahir Delija (37.), 3:1 Abdullah Yildizlar (42.), 3:2 Philipp Haag (54.), 4:2 Murat Turan (62.), 5:2 Abdullah Yildizlar (70.), 5:3 Marlon Burger (80.), 6:3 Mahir Delija (88.).

 

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