FUSSBALL

Schaden am Kunstrasen behoben: Wiehl vor entscheidenden Heimduellen

thg, lo; 07.05.2026, 09:00 Uhr
Foto: Dietmar Scherbaum --- Justus Dabringhausen (re.) steht beim FV Wiehl vor dem Startelf-Comeback.
FUSSBALL

Schaden am Kunstrasen behoben: Wiehl vor entscheidenden Heimduellen

thg, lo; 07.05.2026, 09:00 Uhr
Oberberg - Landesliga: Gegen Mondorf und Blau-Weiß Köln kann der FV Wiehl in Sachen Klassenerhalt Fakten schaffen, Nümbrecht will Revanche gegen Fortuna Bonn - Bezirksliga: Schönenbach vor nächster Pflichtaufgabe in Heiligenhaus, SVF geht ohne Sorgen ins Nachbarschaftsduell gegen Hoffnungsthal.

Vorschau Landesliga (26. Spieltag)

 

FV Wiehl – TuS Mondorf (Sonntag, 15:15 Uhr).

 

Hinspiel: 3:1.  

 

Es fehlen: Collins Ihekaire, Paul Neuendorff, Alexander Marks, Marvin Bollow, Rene Gailowitz, Kevin Derksen.

 

Einsatz fraglich: Jan Peters, Jordy Schurzmann.

 

Zum Spiel: Der FV Wiehl musste am vergangenen Sonntag unfreiwillig pausieren: Tags zuvor war eine Beschädigung am Kunstrasen auf der Walter-Lück-Sportanlage aufgefallen. Dort hatten sich zwei 30 Zentimeter lange Stücke der Linie am Sechszehner-Halbkreis des Gästetores gelöst. Nachdem der Schiedsrichter des für Samstag geplanten U17-Spiels aufgrund der erhöhten Verletzungsgefahr den Daumen gesenkt hatte und die Partie nicht anpfiff, wurde der Platz bis auf Weiteres für den Spielbetrieb gesperrt. Die gute Nachricht: Der Schaden wurde schnell behoben, sodass am Dienstag schon wieder regulär trainiert werden konnte. Die ausgefallene Begegnung gegen Blau-Weiß Köln soll am Mittwoch, 13. Mai, nachgeholt werden.       

 

Derweil hat sich die tabellarische Situation zugespitzt, denn die SpVg. Flittard nutzte am vergangenen Sonntag ihre mutmaßlich letzte Chance, um sich im Abstiegskampf zurückzumelden. Die Kölner schlugen den SV Schlebusch mit 5:2, womit das Feld im Keller des Klassements noch enger zusammengerückt ist. Wiehl hat – mit einem Spiel weniger auf der Uhr - drei Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz, den Flittard belegt. Schlebusch und Spich sind punktgleich mit den Oberbergern, davor rangieren Marialinden und Blau-Weiß Köln mit jeweils 27 Zählern. Rheinbach und der kommende FV-Gegner aus Mondorf (beide 29) müssen ebenfalls noch nach unten schauen.

 

So viel Spannung kurz vor Toresschluss hätte Trainer Sascha Mühlmann gerne vermieden. Der katastrophale Saisonstart mit sechs aufeinanderfolgenden Pleiten erweist sich jetzt aber doch als Hypothek, die man bis zum Ende mit sich herumschleppt. Vorteil: Die Wiehler haben weiterhin alles selbst in der Hand. „Ich denke, dass wir noch sieben Punkte, vielleicht zwei Siege, brauchen, um auf der sicheren Seite zu sein. Trotzdem bleibt immer der mahnende Zeigefinger, denn in dieser Liga kann alles passieren und man muss höllisch aufpassen“, war Mühlmann selbst Zeuge des vor allem in der Höhe nicht zu erwartenden Sieges von Flittard gegen Schlebusch.

 

Gegebenenfalls stehen bereits nächste Woche die Zeichen auf Entwarnung, Voraussetzung dafür ist ein erfolgreiches Abschneiden bei der Doppelvorstellung vor heimischer Kulisse. „Das sind 50:50-, 60:40-Spiele, wo das Momentum und die Tagesform entscheidend sein werden“, so Mühlmann vor den Duellen gegen Mondorf und Blau-Weiß Köln. In der Hinrunde sammelte man gegen die beiden Kontrahenten vier Zähler ein – mit einer solchen Bilanz könnte sich der Übungsleiter nun ebenfalls anfreunden. „Wir sind drei Punkte vor Flittard, haben das bessere Torverhältnis und ein Spiel weniger. Zudem spielt Flittard am Sonntag in Neunkirchen-Seelscheid (Anm. d. Red.: Tabellenführer). Wir könnten also einen großen Schritt machen“, so der Coach.

 

Die kurze Pause kam in personeller Hinsicht nicht ungelegen, denn Justus Dabringhausen hat seine muskulären Probleme überwunden und auch Jan Peters steht vor der Rückkehr. Die beiden besten Torschützen werden im Schlussspurt dringend benötigt. Auf ein „Endspiel“ gegen Flittard am drittletzten Spieltag will es in Wiehl niemand ankommen lassen. (lo)

 

 

SSV Homburg-Nümbrecht – Fortuna Bonn (Sonntag, 15:15 Uhr).

 

Hinspiel: 0:1.

 

Es fehlen: Dean-Robin Paes, Caleb Murphy, Kilian Seinsche, Robin Brummenbaum, Niklas Goße, Moritz Becker, Tom Hillenbach.

 

Einsatz fraglich: Felix Sievers, Fritz Schäfer, Marvin Hennecken.

 

Zum Spiel: Neben den beiden ausstehenden Kreispokalduellen zählt die Begegnung mit dem Tabellenletzten aus Bonn zu den wenig verbliebenen Höhepunkten der aktuellen Spielzeit. Die Nümbrechter haben mit der Fortuna nämlich noch eine offene Rechnung zu begleichen. „Die sind schon abgestiegen und haben nur sieben Punkte geholt. Drei davon gegen uns“, sagt SSV-Trainer Marcus Voike und erinnert sich an den unglücklichen Spielverlauf. Über 90 Minuten habe man das Tor des Gegners belagert. „Die sind dann einmal über die Mittellinie gekommen und haben sofort das Tor gemacht“, so Voike.

 

Dass es für die Nümbrechter in der Meisterschaft um nichts mehr geht, sei offensichtlich, dennoch wolle man sich nicht hängen lassen. „Deshalb haben wir uns am vergangenen Sonntag über die Niederlage in Brauweiler ja auch so aufgeregt. Da hätten wir was holen können. Wir wollen auch weiter im Flow bleiben hinsichtlich des Pokals, aber auch, weil wir noch Duelle haben, bei denen es für die Gegner noch um Auf- oder Abstieg geht“, will man sich im Lager des SSV keine Wettbewerbsverzerrung nachsagen lassen. Zünglein an der Waage könnte man noch für den abstiegsgefährdeten 1. FC Spich werden, besonders in sich hat aber die Begegnung mit dem SC Borussia Lindenthal-Hohenlind am letzten Spieltag, wo es für die Kölner um den Sprung in die Mittelrheinliga gehen könnte.

 

Als Wettbewerbsverzerrung könnte man eher die lange Ausfallliste bezeichnen. Nach der erneuten Verletzung von Caleb Murphy, der Probleme mit seiner Oberschenkelmuskulatur hat, und dem Saisonaus von Dean-Robin Paes, der einen Meniskusschaden erlitt, steht kein etatmäßiger Stoßstürmer mehr im Aufgebot. Lediglich Niklas Clemens, der gerade erst aus dem Urlaub zurück ist, steht als Offensivkraft noch zur Verfügung. „Wir können ja noch froh sein, dass wir einen großen Kader haben“, so Voike. (thg)

 

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Vorschau Bezirksliga (26. Spieltag)

 

Heiligenhauser SV – SV Schönenbach (Sonntag, 15:15 Uhr).

 

Hinspiel: 2:1.

 

Es fehlen: Gabriel Werner, Rolf Unzola, Astrit Dauti, Patrick Schmidt, Pascal Königs.

 

Zum Spiel: Die Schönenbacher stecken mitten in der entscheidenden Phase im Kampf um den Aufstieg in die Landesliga. Am vergangenen Sonntag löste man die Pflichtaufgabe gegen den Tabellenletzten aus Brühl souverän und hätte noch deutlich höher gewinnen können als 9:1. Parallel trennten sich der Tabellenführer SV Deutz und die auf Rang vier platzierten Rheindörfer Nord mit 3:3. Erneut stehen die Schönenbacher vor einer Pflichtaufgabe beim Aufsteiger aus Heiligenhaus, wollen sie den Sprung in die höhere Klasse noch schaffen, während sich auf einem anderen Platz wieder zwei Hauptkonkurrenten gegenseitig die Punkte wegnehmen. Die Rheindörfer empfangen diesmal den Tabellenzweiten Südwest Köln.

 

Nach dem kommenden Wochenende geht es für die Schönenbacher dann mit den Partien gegen die Rheindörfer, Deutz und Südwest Köln Schlag auf Schlag. „Wir werden in den nächsten Wochen alle Kräfte bündeln“, sagt Matthias Siebertz, Sportlicher Leiter der Eintracht, bleibt aber nebulös, was das genau bedeuten soll. Im Vordergrund stehe aber die Einstellung zum Spiel, die er bereits in der Vergangenheit des Öfteren kritisierte. „Ich appelliere an die Mentalität der Mannschaft. Heiligenhaus wird sicher alles tun, um uns ein Bein zu stellen“, mutmaßt Siebertz und erinnert sich nur ungern an das Hinrundenduell. „Das wird ein schweres Spiel. Die haben gute Einzelspieler in ihren Reihen. Im Hinspiel standen sie kompakt und waren sehr aggressiv gegen uns. Ich gehe mit dem nötigen Respekt in die Geschichte.“

 

In der Hinrunde unterlagen die Schönenbacher mit 1:2 und kassierten den Knockout durch Magnus Hahn in der vierten Minute der Nachspielzeit - nach zehn Siegen in Serie war es die erste Saisonniederlage. Revanche zu nehmen, sei nun Pflicht. „Wir stehen jetzt vor einem Monat, in dem es um alles oder nichts geht. Wenn wir alle an einem Strang ziehen, dann wird es schwer, uns zu schlagen. Aber Einsatz und Wille müssen stimmen“, so Siebertz. (thg)

 

 

SV Frielingsdorf – TV Hoffnungsthal (Sonntag, 15:15 Uhr).

 

Hinspiel: 1:3.  

 

Es fehlen: Jonathan Schmidt, Gianluca Fliegner, Laurin Schenk, Yannick Blumberg, Jannis Everding, Luca Everding.

 

Zum Spiel: Mit dem Last-Minute-Erfolg gegen den FC Hürth II hat der SV Frielingsdorf das Abstiegsgespenst wohl verscheucht. Im Fußball sind schon die abwegigsten Dinge passiert, doch angesichts des inzwischen auf elf Zähler angewachsenen Polsters auf die rote Zone sollte für den Aufsteiger nichts mehr anbrennen. „Wir haben uns eine sehr gute Ausgangsposition erarbeitet“, will Coach Andy Dreiner den Blick in den Rückspiegel nicht vollends vernachlässigen, doch weiß auch er, dass der Klassenerhalt zu 99 Prozent eingetütet ist. „Vor ein paar Wochen hätten wir nicht darüber reden können, dass wir am Sonntag gegen einen direkten Tabellennachbarn spielen“, sagt er vor dem Match gegen den TV Hoffnungsthal.      

 

Die Frielingsdorfer können sich frei von allen Sorgen anderen Zielen widmen, wie zum Beispiel dem innerbergischen Dreikampf mit dem Heiligenhauser SV und dem nächsten Gegner um einen einstelligen Platz in der Endabrechnung. Momentan haben die Hoffnungsthaler als Achter einen Zwei-Punkte-Vorteil gegenüber dem SVF und dem HSV (beide 33 Zähler). Ganz nebenbei treffen mit Philipp Schmidt und dem Hoffnungsthaler Anton Musculus die beiden erfolgreichsten Torschützen der Liga aufeinander (jeweils 17 Treffer). Im Rennen um die Goalgetterkrone herrscht also auch noch Spannung, zumal dort mit Justin Ufer (15 Tore) noch ein zweiter Frielingsdorfer ganz vorne mitmischt.

 

Ein weiterer motivierender Faktor für die Hausherren dürfte die unglückliche 1:3-Hinspielniederlage sein. Es war seinerzeit ein hitziges Duell: Nicht weniger als 15 Verwarnungen verteilte der Schiedsrichter, Norman Lemke flog nach einer Notbremse vom Platz. Alles in allem also genügend Anreize, um nicht in den Schongang zu schalten, wobei beide Teams ohnehin nicht fürs Zurückstecken bekannt sind. „Sowohl Frielingsdorf als auch Hoffnungsthal sind Vereine, die von der Emotionalität leben. Ich denke, dass am Sonntag wieder viel Brisanz und Feuer drin sein werden. Dem wollen wir uns stellen“, ist laut Dreiner nicht mit einem vorgezogenen Sommerkick zu rechnen. Kapitän Etienne Parmentier kehrt nach abgesessener Gelbsperre zurück, neben den Langzeitverletzten steht Jonathan Schmidt nicht zur Verfügung. (lo)   

 

Vorschau Jugendfußball

 

A-Junioren Bezirksliga (18. Spieltag)

FV Wiehl - SV Deutz 05 II (Samstag, 16 Uhr)

 

B-Junioren Mittelrheinliga (22. Spieltag)

FC Rheinsüd Köln – FV Wiehl (Samstag, 17:30 Uhr)

 

C-Junioren Bezirksliga (6. Spieltag)

CfB Ford Niehl – FV Wiehl (Sonntag, 11:15 Uhr)

 

D-Junioren Bezirksliga (6. Spieltag)

 FV Wiehl – TV Rheindorf (Samstag, 12:30 Uhr).

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