FUSSBALL
Schönenbachs Fehlstart ist komplett - Wiehl ohne Fortune
Nümbrecht – Der SV Schönenbach kassiert im Duell der Aufsteiger die dritte Saisonniederlage - Die Mühlmann-Elf verliert zu Hause gegen den TuS Mondorf - Homburg-Nümbrecht gewann das vorverlegte Duell beim TuS Oberpleis - Die Sparkasse Gummersbach präsentiert die Landesliga (AKTUALISIERT).
SV Schönenbach – FC Blau-Weiß Friesdorf 2:5 (1:3).
Die Schönenbacher haben den kompletten Fehlstart hingelegt. Im dritten Saisonspiel kassierte das Team von Trainer Torsten Reisewitz die dritte Niederlage und hat mittlerweile zwölf Gegentore auf dem Konto. Dabei hatte die Begegnung der beiden Aufsteiger für die Schönenbacher perfekt begonnen. Keine vier Minuten waren bei strömendem Regen gespielt, als Rayen Hakimi eine Freistoßflanke auf das gegnerische Tor zirkelte. Der Ball ging an Mann und Maus vorbei und schlug im langen Eck ein. Doch Selbstvertrauen verschaffte der frühe Führungstreffer dem Gastgeber offenbar nicht. Im Gegenteil. Die Hausherren leisteten sich eine Reihe von Fehlpässen und verlorenen Zweikämpfen und legten damit immer wieder für den Gegner vor.
In Minute sieben parierte Schönenbachs Torwart Frederic Löhe bei einer Doppelchance zweimal glänzend und hielt die Führung. Bei der zweiten Doppelchance war er dann machtlos. Erneut parierte der Keeper den ersten Abschluss, im Nachsetzen schoss ihm Soya Atsumi das rund aus spitzem Winkel wuchtig durch die Hosenträger und es stand 1:1 (19.). Kaum war der Ball zurück im Spiel rettete Löhe nach einem langen Ball erneut in höchster Not (20.) und leistete sich bei der nächsten Friesdorfer Gelegenheit dann einen kleinen Patzer. Nach einer kurzen Ecke und der anschließenden Flanke in den Fünfmeterraum konnte er den Ball nicht kontrollieren und Alexander Goepfert stocherte das Rund zum 2:1 in die Maschen (21.).
![]()
[Rayen Hakimi brachte den SV Schönenbach durch einen direkt verwandelten Freistoß in Führung.]
Die beste Chance der Schönenbacher vor dem Seitenwechsel vergab Massaya Taki, der nach einem Steckpass von Hakimi mit einem satten Schuss knapp über die Querlatte zielte (23.), doch dann ging es wieder in die andere Richtung. Zunächst entschärfte Löhe einen Abschluss von Yevhen Didych noch, war in Minute 27 aber erneut machtlos. Nach einer Ecke bekamen die Schönenbacher die Aktion nicht geklärt und Didych nagelte das Spielgerät aus rund 20 Meter in den Winkel. Noch eine Gelegenheit blieb dem Gastgeber vor der Pause. Hakimi bereitete über links vor und passte auf Leif Bergmann, der auf Gabriel Werner legte. Dessen Abschluss fischte Blau-Weiß-Torwart Roman Khobotnia aus dem langen Eck (33.), zwei Minuten später vertändelte Schönenbachs Yudai Matsumoto den Ball im Aufbauspiel und Frederic Löhe behielt im Eins-gegen-Eins-Duell mit Luis Gijni die Oberhand (36.).
![]()
[Patrick Schmid wurde bereits in der ersten Hälfte eingewechselt, konnte die Niederlage der Schönenbacher aber auch nicht abwenden.]
„Wir sind gut ins Spiel gekommen, aber das Gegentor zum 1:1 hat uns völlig den Stecker gezogen. Wir müssen uns Gedanken machen, wie wir damit umgehen, dass uns ein Gegner wie Friesdorf mit dem Ausgleich so aus der Bahn werfen kann. Sowas habe ich noch nicht erlebt und kann das auch nicht nachvollziehen“, war SVS-Coach Reisewitz fassungslos. Auch nach der Pause wurde es nicht besser. Nur zwei Minuten dauerte es nach Wiederanpfiff, bis die Hausherren den nächsten Fehlpass spielten, Friesdorf schaltete um und Yevhen Didych netzte den anschließenden Querpass zum 4:1 ein.
„Das hat alles was wir vorhatten, umgeworfen“, meinte Reisewitz, der nun wechselte, um noch einmal frischen Wind zu bringen. Die Änderungen brachten allerdings auch weitere Unruhe und Didych machte mit dem 5:1 seinen Dreierpack perfekt (60.). Dem eingewechselten Danylo Kovalenko gelang noch das 2:5 (81.). „So sind wir einfach nicht landesligatauglich. Wenn wir nicht eine Schippe drauflegen, dann wird es schwer für uns, Punkte zu sammeln.“ (thg)
Tore
1:0 Rayen Hakimi (4.), 1:1 Soya Atsumi (19.), 1:2 Alexander Goepfert (21.), 1:3 Yevhen Didych (27.), 1:4 Yevhen Didych (47.), 1:5 Yevhen Didych (60.), 2:5 Danylo Kovalenko (81.).
SV Schönenbach
Frederic Löhe; Prince Gbeke, Meikel Harder, Yudai Matsumoto (36. Patrick Schmidt), Emre Bodur (68. Baris Polatkan), Siamd Al-Awde, Rayen Hakimi (69. Danylo Kovalenko) , Massaya Taki (68. Muhammed Akar), Gabriel Werner, Leif Bergmann (54. Umut Kizilyar).
FV Wiehl – TuS Mondorf 2:3 (0:0).
Der FV Wiehl präsentierte sich gegen den TuS Mondorf zwar deutlich verbessert, steht aber nach dem dritten Saisonspiel weiterhin mit leeren Händen da. „Im Vergleich zum Deutz-Spiel haben wir eine hundertprozentige Steigerung gezeigt. Es ist schade, dass sich die Jungs nicht mit etwas Zählbarem belohnen konnten. Es hat auch das nötige Quäntchen Glück gefehlt“, sagte Trainer Sascha Mühlmann.
[Prince Gbeke bearbeitete die rechte defensive Außenbahn der Schönenbacher.]
Im heftigen Dauerregen lieferten sich die Teams ein intensives Duell, dem jedoch im ersten Durchgang die Torraumszenen fehlten. Die Hausherren waren darum bemüht, nach der jüngsten 0:4-Schlappe gegen Deutz kompakt zu stehen und die Fehlerquote gering zu halten. Das sollte weitestgehend gelingen. Körpersprache und Zweikampfverhalten stimmten – die von Mühlmann geforderten „Basics“ waren also vorhanden, wenngleich fußballerisch längst nicht alles funktionierte.
Das konnten allerdings die Gäste, immerhin mit einem 6:1 gegen Nümbrecht im Rücken angereist, ebenfalls nicht von sich behaupten. Am gefährlichsten wurde es in Minute zehn, als Haytam Bouskouchi allein vor FV-Keeper Justin Broy auftauchte, dieser aber geschickt den Winkel verkürzte und den Abschluss des TuS-Angreifers parierte.
![]()
[Die Bank des SV Schönenbach konnte sich für das Spiel ihrer Elf nicht begeistern.]
Die einzige Chance für Wiehl vor der Pause besaß Elias Butzmuehlen, der es nach einem langen Ball von Kevin Derksen mit einem Lupfer über den herausgeeilten Mondorfer Schlussmann Michael Vogel probierte. Doch der Torhüter roch den Braten und war zur Stelle (16.). In der 34. Minute musste Broy noch einmal eingreifen, als Zakaria Harrach durchgebrochen war.
Nach dem Kabinengang hatte die Zeit der Torlosigkeit ein Ende, allerdings aus Wiehler Sicht zunächst auf der falschen Seite. Nach einer Standardsituation markierte Bouskouchi das 0:1 und baute den Vorsprung wenig später mit einem unhaltbaren Schlenzer in den Winkel aus. Mühlmann erhöhte danach das Risiko, brachte seine Goalgetter Jan Peters und Justus Dabringhausen, der nach langer Verletzungspause gleich einen „Impact“ aufs Spiel hatte.
Der Joker verkürzte zum 1:2 - es war der erste Saisontreffer für Wiehl - und hatte mit Ablauf der regulären Spielzeit den Ausgleich auf dem Fuß, scheiterte aber im Eins-gegen-Eins an Vogel. Im direkten Gegenzug gelang Mondorf per abgefälschtem Schuss das 1:3. Der neuerliche Anschluss durch Bastian Schwarz nach einer Peters-Flanke kam für die Gastgeber zu spät. „Das war bitter heute. Einen Punkt hatten wir sicherlich verdient. Wir bleiben aber selbstbewusst und halten den Kopf oben. Auf die Leistung von heute können wir auf jeden Fall aufbauen“, erklärte Mühlmann. (lo)
Tore
0:1 Haytam Bouskouchi (56.), 0:2 Haytam Bouskouchi (64.), 1:2 Justus Dabringhausen (82.), 1:3 Fabrizio Brena (90.+1), 2:3 Bastian Schwarz (90.+3).
FV Wiehl
Justin Broy; Gino Lanfranco, Bastian Schwarz, Kevin Derksen, Yekcan Yildirim (68. Alexander Marks), Vinzent Stoffel, Yannick Zwiebel (67. Jan Peters), Yannik Clemens, Yüksel Özkan, Elias Butzmuehlen (78. Ali Can Gültekin), Florian Liebelt.
TuS Oberpleis – SSV Homburg-Nümbrecht 0:3 (0:1), von Freitag.
Die Nümbrechter sind zurück in der Spur. Nach dem schmerzhaften 1:6 beim TuS Mondorf zeigte das Team von Trainer Marcus Voike unter Flutlicht ein anderes Gesicht und siegte schließlich souverän. „Wir haben heute eine reife Leistung gezeigt. Wir standen gut und haben wenig zugelassen. Wir sind am Anfang nur nicht richtig nach vorne gekommen“, war Voike mit der Auftaktphase seiner Elf noch nicht ganz zufrieden. Ein Elfmetertor fungierte als Dosenöffner. Felix Sievers wurde im gegnerischen Strafraum zu Fall gebracht und Felix Klein versenkte den fälligen Elfmeter. Das aber nur mit Glück. Max Blönigen im TuS-Tor hatte den richtigen Riecher, der Ball rutschte ihm dennoch durch und die Gäste führten.
Die Hausherren erhöhten nun den Druck, während sich die Nümbrechter tiefer postierten. Bis zur Pause gelang es, sich schadlos zu halten. Nach dem Seitenwechsel kamen die Nümbrechter wieder zu Chancen und zeigten sich effizient. Felix Klein setzte sich auf der rechten Außenbahn durch und legte ins Zentrum auf Collins Ihekaire ab, der den Ball aus fünf Metern in die Maschen schob. Das dritte Tor fiel über die linke Seite. Diesmal setzte sich Felix Sievers auf der Außenbahn durch und passte auf den im Rückraum lauernden Felix Klein, der das 3:0 markierte.
Voike wahr mehr als angetan über den Sieg über seinen ehemaligen Klub, für den er zweieinhalb Jahre an der Seitenlinie stand. „Wir können die Einheiten nicht aufholen, die wir verloren haben, aber wenn wir so weiter marschieren, dann ist es gut. Ich bin sehr glücklich darüber, dass wir nach drei Spielen sechs Punkte haben. Alle auswärts“, betonte er die widrigen Umstände im Zuge der Bauarbeiten an der heimischen Platzanlage. (thg)
Tore
0:1 Felix Klein (28. Foulelfmeter), 0:2 Collins Ihekaire (63.), 0:3 Felix Klein (83.).
SSV Homburg-Nümbrecht
Matteo Tessarolo; Felix Adamietz (70. Kilian Seinsche), Henry Schäumer, Philipp Rüttgers, Lukas Grünberg, Ricardo Bauerfeind, Mouad Zaki (54. Dean-Robin Paes), Felix Sievers (78. André Dej), Niklas Clemens (85. Ritsuki Oyama), Felix Klein, Collins Ihekaire.

BILDERGALERIE