FUSSBALL
Sackner mit dem goldenen Tor: BSV ringt Bergneustadt nieder
Oberberg - Bielstein holt gegen Bergneustadt wichtigen Sieg im Kampf um den Klassenerhalt - Wipperfürth baut Erfolgsserie aus - THB kommt nicht über Nullnummer hinaus - Waldbröl kassiert erste Rückrundenpleite und drei Platzverweise - Süng mit dem nächsten Lebenszeichen - Wiehl II verliert auch gegen den SVA - Nümbrecht II tritt aus Personalmangel in Lindlar nicht an (AKTUALISIERT).
BSV Bielstein – SSV Bergneustadt 1:0 (1:0).
[Die Hausherren feierten einen wichtigen Sieg im Abstiegskampf.]
Maximilian Sackner erzielte in der Mitte der ersten Halbzeit das Tor des Tages und verhalf seiner Mannschaft nach zuletzt drei sieglosen Spielen wieder zum Erfolg. „In der ersten Halbzeit haben wir ein richtig gutes Spiel gemacht und hätten deutlich führen müssen“, so Trainer Sven Reuber. „Leider haben wir in letzter Konsequenz die Tore nicht gemacht und haben den Gegner so im Spiel gehalten.“ Bei Bergneustadt fehlte allerdings das nötige Spielglück. „Die Chancen zum Ausgleich waren da“, sagte Trainer Marcel Walker, der insgesamt drei Lattentreffer gezählt hatte. „Das war eine unglückliche Niederlage.“ Bielstein verpasste nach dem Seitenwechsel ein frühes zweites Tor, als der Ball am leeren Kasten vorbeirollte. „In der Szene hätten wir früh für Ruhe sorgen können“, so Reuber. „Aufgrund der ersten Halbzeit ist es ein verdienter, nach der zweiten Halbzeit aber auch ein glücklicher Sieg“, so sein Fazit.
Tore
1:0 Maximilian Sackner (23.).
Besonderes Vorkommnis
Gelb-Rot gegen den Bielsteiner Christoph Schulze-Edinghausen (90.+4).
SV Union Rösrath – VfR Wipperfürth 2:4 (0:0).
[Habib Sakaoglu im Duell mit Samir Pllana (re.).]
Der Tabellenführer aus Wipperfürth baute seine Siegesserie weiter aus, musste sich den Sieg aber trotz Überzahl in der kompletten zweiten Halbzeit erkämpfen. Jan-Simon Bildstein hatte bei den Hausherren kurz vor dem Halbzeitpfiff nach grobem Foulspiel glatt Rot gesehen. „Den Platzverweis kann man geben, muss man aber nicht“, sagte Trainer Sascha Brandenburg. Wipperfürth war in der ersten Halbzeit aus seiner Sicht die bessere Mannschaft mit guten Torchancen. „Über einen Rückstand hätten wir uns nicht beschweren können“, so Brandenburg.
Kurz nach dem Seitenwechsel traf Sam Kirschsieper zur Führung für die Gäste. Rösrath schlug nur kurze Zeit später durch Tim Puzalowski zurück und ging durch ihn später sogar in Führung. Brandenburg: „Leider fehlten uns am Ende aufgrund vieler Ausfälle, angeschlagener Spieler und der Unterzahl die Körner.“ Wipperfürth drehte das Spiel, hatte in der Nachspielzeit beim Stand von 2:3 aber noch einmal richtig Glück, als Torhüter Phil Schmidt innerhalb weniger Sekunden dreimal parieren musste. Entsprechend nüchtern fiel das Fazit von Trainer Giovanni Bernardo aus: „Insgesamt geht der Sieg in Ordnung. Bei der Aktion zum Schluss hatten wir aber Glück und hätten fast wie die Deppen ausgesehen.“
Tore
0:1 Sam Kirschsieper (49.), 1:1 Tim Puzalowski (52.), 2:1 Tim Puzalowski (70.), 2:2 Sam Kirschsieper (71.), 2:3 Luis Zapp (74.), 2:4 Tim Schulte (90.+4).
Besonderes Vorkommnis
Rot gegen den Rösrather Jan-Simon Bildstein (45. grobes Foulspiel).
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[Sven Reuber durfte einen knappen Erfolg bejubeln.]
FC Bensberg – TuS Homburg-Bröltal 0:0.
Aus Sicht von THB-Coach Nils Labitzke war die Nullnummer beim FC Bensberg ein ungerechtes Ergebnis. „Das Ding hätten wir gewinnen müssen. Gefühlt hatten wir ein Chancenverhältnis von 20:2. Die Jungs haben ein super Spiel gemacht, doch das Tor des Gegners war wie vernagelt“, sprach er von zwei verlorenen Punkten. Aufgrund des Unentschiedens müssen die Bröltaler den zweiten Platz an den TuS Lindlar abgeben, der durch den Nichtantritt von Nümbrecht II kampflos drei Zähler verbuchte. Nächste Woche findet auf dem Grötzenberg dann das direkte Duell der beiden Verfolger von Primus Wipperfürth statt. FCB-Trainer Gabor Uhrmann räumte ein, dass der Zähler etwas glücklich zustande kam, lobte jedoch die Moral seiner Mannschaft. „Wir haben heute Fußball gearbeitet und uns den Punkt hart erarbeitet. Hinten raus hätten wir ein, zwei Konter besser ausspielen und das Spiel sogar gewinnen können. Das wäre des Guten aber zu viel gewesen.“
Tore
Fehlanzeige.
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[Marcel Walker sprach von einer unglücklichen Niederlage.]
SSV Süng – VfR Marienhagen 3:1 (1:1).
Der SSV Süng gibt sich im Kampf um den Klassenerhalt nicht geschlagen und sprang dank des Sieges gegen Marienhagen und des gleichzeitigen Unentschiedens von Immekeppel auf den rettenden Platz 14. „Wir haben nach der Pause das Heft des Handelns in die Hand genommen und den Ball gut laufen lassen. Von Marienhagen kam dann auch nicht mehr viel“, freute sich der sportliche Leiter Florian Scharf über die wichtigen drei Zähler. Die Gäste gingen durch Fabian Hock in Führung. Philipp Sulzer hatte das 0:2 auf dem Fuß (40.), bevor Matthias Oberberg mit dem Halbzeitpfiff aus der zweiten Reihe der Ausgleich gelang. Nach dem Seitenwechsel riss der Faden bei den Marienhagenern komplett. David Strauß hätte Süng bereits in Führung bringen können, hatte jedoch Pech, dass sein Freistoß am Pfosten landete (72.).
Zum Matchwinner avancierte schließlich Matthis Ufer, der zwei Umschaltaktionen der Hausherren erfolgreich abschloss. Den Leistungsabfall in Durchgang zwei wollte VfR-Trainer Ingo Kippels nicht auf die angespannte personelle Lage schieben. „Da waren dann drei, vier Leute auf dem Platz, die ihre Normalform nicht mehr erreicht haben. Die Mannschaft muss sich den Vorwurf gefallen lassen, das Spiel nach der Pause hergeschenkt und nicht mehr dagegengehalten zu haben“, meinte Kippels, der mit gerade einmal 14 Akteuren angereist war.
Tore
0:1 Fabian Hock (24.), 1:1 Matthias Oberberg (45.), 2:1 Matthis Ufer (82.), 3:1 Matthis Ufer (90.).
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[Das Tor des Tages durch Maximilian Sackner.]
Blau-Weiß Biesfeld – RS 19 Waldbröl 3:1 (2:0).
Bei den siegreichen Biesfeldern ärgerte sich Trainer Maurice Velten nach dem Spiel zunächst über die erneute Spielabsage auf einem anderen Platz. „Wir strengen uns Woche für Woche an, eine Mannschaft auf den Platz zu bekommen“, bemängelte er den fehlenden Sportsgeist bei einigen Ligakonkurrenten. Insgesamt sprach er von einem verdienten Sieg für seine Mannschaft. Bei den Gästen, die mit insgesamt drei Platzverweisen die Heimreise antreten mussten, fand der sportliche Leiter Holger Wirtz deutliche Worte über die Leistung des Unparteiischen: „Wir haben uns heute verarscht gefühlt. Unsere eigene Leistung war zwar schlecht, aber das war unverschämt“, so Wirtz. Die beiden Ampelkarten waren seiner Meinung nach normale Zweikämpfe und der Roten Karte sei eine Provokation von außen gegen seinen Spieler vorausgegangen.
Tore
1:0 Ole Clemens (36.), 2:0 Tobias Rappenhöner (45.+2), 2:1 Gustav Baum (80. Handelfmeter), 3:1 Marc Velten (90.+10).
Besonderes Vorkommnis
Gelb-Rot gegen den Waldbröler Veli Ümit (69.)
Gelb-Rot gegen den Waldbröler Marc Engelbert (83.)
Rot gegen den Waldbröler Marian Lorenz (83.).
TV Klaswipper – TuS Immekeppel 2:2 (1:2).
Ein Lucky Punch von Sam Dreiner bescherte Klaswipper in der Nachspielzeit doch noch einen Punkt, nachdem die Gäste aus Immekeppel einen frühen Rückstand noch vor Halbzeit gedreht hatten. „In der ersten Halbzeit waren wir eigentlich die bessere Mannschaft. Im zweiten Durchgang war es ein wildes Spiel“, sagte TVK-Trainer Martin Briem. Auf der anderen Seite war Helen Alfes enttäuscht über den verpassten Sieg nach dem späten Gegentreffer. „Ich bin sprachlos. Das war ein völlig unnötiger Ausgleich“, sagte Alfes, die insgesamt mehr Vorteile für ihre Mannschaft gesehen hatte.
Tore
1:0 Jonas Schacherer (12.), 1:1 Abou-Bakar Djobo (24.), 1:2 Yves Sauer (45.), 2:2 Sam Dreiner (90.+1).
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[Fabian Schilling gewinnt das Kopfballduell gegen Christoph Schulze-Edinghausen, der in der Nachspielzeit Gelb-Rot sah.]
FV Wiehl II – SV Altenberg 1:4 (1:1).
Die Wiehler hatten sich viel vorgenommen, schließlich waren die Gäste in der vergangenen Woche gegen den Kellerkonkurrenten Süng als Verlierer vom Platz gegangen. Doch am Ende hingen die Trauben zu hoch für das Schlusslicht, dessen tabellarische Situation sich zunehmend verschärft. Nach gut 20 Minuten lagen die Gäste durch einen Strafstoßtreffer von Martin Vogler in Führung, nach einem Eckball von Paul Ley traf Finn Hartmann per Direktabnahme zum zwischenzeitlichen Ausgleich. Es war lediglich ein Zwischenhoch, denn in Hälfte zwei stellten Vogler, Friso Bratzel und Anton Otter den Sieg für den SVA sicher.
„Wir sind nach dem Rückstand wieder gut reingekommen. Mit zwei U19-Junioren und zwei 19-Jährigen haben wir versucht, nach einer taktischen Umstellung und mit der wohl jüngsten Truppe in der Kreisliga A ranzukommen. Unterm Strich haben wir aber zu viele individuelle Fehler gemacht, um gegen Altenberg was zu holen. Wir machen aber weiter und abgerechnet wird am Schluss“, äußerte sich FV-Trainer Michael Börger kämpferisch. „Wir haben nach dem Ausgleichstreffer mehr investiert und nicht mehr viel anbrennen lassen, gegen eine spielerisch gute Wiehler Mannschaft. Somit konnten wir unsere grottenschlechte Bilanz in Spielen gegen die Tabellenletzten etwas aufpolieren“, erklärte Altenbergs Coach Alexander Herd.
Tore
0:1 Martin Vogler (20. Foulelfmeter), 1:1 Finn Hartmann (30.), 1:2 Martin Vogler (71.), 1:3 Friso Bratzel (83.), 1:4 Anton Otter (88.).
TuS Lindlar - SSV Homburg-Nümbrecht 2:0-Wertung.
Der TuS Lindlar kommt kampflos zu drei Punkten im Aufstiegsrennen. Die Reservemannschaft des SSV Homburg-Nümbrecht trat zum heutigen Meisterschaftsspiel im Volksbank Parkstadion aus personellen Gründen nicht an.
Auf Nachfrage von OA erklärte SSV-Geschäftsführer Matthias Faulenbach, dass zu viele Spieler nicht einsatzfähig seien. Auch von den vier einsatzberechtigten A-Jugendlichen würden drei verletzungsbedingt nicht spielen können. Noch dazu hatte sich der Verein im März aus disziplinarischen Gründen von einem Spielerquartett der Reservemannschaft getrennt, wodurch das Aufgebot ausgedünnt wurde. Abstellungen aus dem Kader der 1. Mannschaft seien heute auch nicht möglich, da diese ebenfalls eine ganze Reihe an Ausfällen zu beklagen habe.
Das Spiel wird mit 2:0-Toren und drei Punkten für die Hausherren gewertet. Damit haben die Lindlarer nun 57 Zähler auf dem Konto, Nümbrecht II rangiert mit 27 Punkten auf dem neunten Platz.

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