Lindlar – Chefcoach Arlind Oseku ist beim Bezirksligisten TuS Lindlar aus persönlichen Gründen zurückgetreten – Die bisherigen Co-Trainer übernehmen (AKTUALISIERT).
Beim Bezirksliga-Aufsteiger TuS Lindlar ist es noch vor dem Saisonstart zu einem Trainerrücktritt gekommen. Chefcoach Arlind Oseku hat seinen sofortigen Rückzug verkündet, wie der Vereinsvorsitzende Andre Vicariesmann auf Nachfrage von OA bestätigte. Der Rücktritt sei aus persönlichen Gründen erfolgt. „Arlind kennt den Verein seit Jahren und ist ein Lindlarer Jung. Wir bedauern seine Entscheidung sehr, können sie aber nachvollziehen“, so Vicariesmann.
[Foto: Michael Kleinjung --- Arlind Oseku hat sein Traineramt in Lindlar niedergelegt.]
Wegen privater Verpflichtungen habe Oseku sein Pensum bereits im Verlauf der Sommervorbereitung herunterschrauben müssen. „Er war sehr eingeschränkt, konnte selten das Training leiten und lediglich bei den Spielen dabei sein“, so Vicariesmann. Dieses Modell habe sich jedoch als nicht praktikabel erwiesen. „Es hat sich für ihn nicht richtig angefühlt, bei den Spielen vor die Mannschaft zu treten, sie aber im Training nicht zu sehen. Daher ist er den Schritt gegangen“, erläuterte der Klubchef.
Arlind Oseku erklärte gegenüber OA, dass nach der Geburt seines zweiten Kindes die Familie absolute Priorität besessen und er deshalb die Klub-Verantwortlichen um eine Auszeit vom Tagesgeschäft gebeten habe. „Der Verein hätte mir auch den Rücken freigehalten und hat gesagt, dass ich mir alle Zeit der Welt nehmen könne, doch es hat sich falsch angefühlt, sonntags zu den Spielen zu kommen und die ‚Trainerkeule‘ zu schwingen, obwohl ich nicht beim Training dabei sein konnte. Dazu muss ich sagen, dass die Mannschaft immer sehr respektvoll mit dieser Situation umgegangen“, schildert Oseku und fügt an: „Zur Wahrheit gehört aber auch, dass ich Mittel und Wege gefunden hätte, um nach den drei Monaten Elternzeit zurückzukommen, doch ehrlich gesagt habe ich für den Trainerposten nicht mehr gebrannt.“
Der TuS Lindlar sei sein Heimatverein, deshalb könne er sich gut vorstellen, künftig in beratender bzw. unterstützender Funktion tätig zu werden. „Ich werde auch am Sonntag gegen Wipperfürth am Sportplatz sein, dann allerdings nur hinter der Bande“, schlüpft er nun erst einmal in die Zuschauerrolle.
Oseku, bis dahin Co-Trainer und zuvor lange Jahre in der TuS-Jugendabteilung tätig, hatte die Mannschaft im November 2024 nach der Trennung von Philipp Franke zunächst interimsweise übernommen und war in der Winterpause zum Chefcoach befördert worden. Den Abstieg aus der Bezirksliga konnte er nicht verhindern, dafür gelang aber in der vergangenen Saison die direkte Rückkehr.
Die beiden Co-Trainer Felix Eiting und Marcel Besgen werden das Team nun weiterbetreuen, laut Vicariesmann als gleichberechtigtes Duo. Am Sonntag steht mit dem Derby gegen Mitaufsteiger VfR Wipperfürth das erste Ligamatch auf dem Programm.