FUSSBALL

Prickelndes Nachbarschaftsduell unter Flutlicht

lo; 20.10.2026, 15:00 Uhr
Archivfoto: Michael Kleinjung --- Eine Szene aus dem letzten Ligaduell bei der beiden Mannschaften im Juni 2025. Zum Zweikampf zwischen Niklas Jung und Kevin Ufer (re.) kann es auch am Freitag kommen.
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Prickelndes Nachbarschaftsduell unter Flutlicht

lo; 20.10.2026, 15:00 Uhr
Oberberg – Am Freitagabend hat der VfR Wipperfürth den SV Frielingsdorf zum Bezirksliga-Derby zu Gast – Für Gästecoach Andy Dreiner ist es eine Reise in die Vergangenheit.

Vorschau Bezirksliga (9. Spieltag)

 

VfR Wipperfürth – SV Frielingsdorf (Freitag, 19:30 Uhr).

 

Es fehlen: Theo Kruschinski – Fabian Januszewski, Jannis Everding, Luca Everding, Yannick Blumberg.

 

Einsatz fraglich: keiner - Lukas Borkes, Lorenzo Provenzano.

 

Zum Spiel: Ein prickelndes Derby steht bereits am Freitagabend auf dem Programm: Der VfR Wipperfürth empfängt den SV Frielingsdorf zum Nachbarschaftstreffen. Eigentlich hätte die Partie in der ONI-Arena stattgefunden, doch wegen der dortigen Umbaumaßnahmen wurde das Heimrecht getauscht. Die Klubs haben sich schon etliche spannende Matches geliefert, allerdings vornehmlich in der Kreisliga A. Unvergessen bleibt das „Aufstiegsendspiel“ am letzten Spieltag der Saison 2024/2025. Durch einen 3:0-Erfolg zog der SVF auf den letzten Drücker noch an den Hansestädtern vorbei und sicherte sich als Vizemeister über das Quotientenranking das Ticket für die nächsthöhere Klasse.

 

Nachdem der VfR in der vergangenen Spielzeit nachgezogen hat, sind die Vereine in der Bezirksliga wiedervereint. Und hier hat der Neuling momentan die Nase vorne. Die Hausherren haben einen mehr als respektablen Start hingelegt, rangieren mit 15 Zählern auf Platz fünf. Frielingsdorf musste eine vorübergehende Durststrecke von vier sieglosen Spielen verkraften, hat die kleine Krise aber offenbar überwunden. Vier Punkte verbuchte das Team von Andy Dreiner in den vergangenen beiden Begegnungen gegen Deutz II und Heiligenhaus, könnte Wipperfürth mit einem Sieg überflügeln.

 

Das wollen die VfR-Kicker verhindern und ihre bislang makellose Derby-Bilanz in dieser Saison (4:0 gegen Lindlar, 3:2 gegen Hohkeppel II) ausbauen, wobei sich die Gäste in ihren bisherigen Lokalduellen ebenfalls schadlos gehalten haben (3:1 gegen Hohkeppel II, 4:0 gegen Lindlar). Ein interessanter Vergleich ist auch deshalb zu erwarten, weil sowohl die Gastgeber als auch Frielingsdorf über besondere Stärken im Umschaltspiel verfügen. Nicht auszuschließen also, dass sich ein offener Schlagabtausch mit vielen Torchancen entwickelt.  

 

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Heimcoach Norbert Scheider ist sich im Klaren darüber, dass am Freitag womöglich Kleinigkeiten den Ausschlag geben könnten, zumal sich die Teams aus dem Effeff kennen. „Ich werde den Andy nicht überraschen können und er mich auch nicht. Ich sehe beide Mannschaften leistungstechnisch ungefähr auf einer Ebene. Daher wird es wahrscheinlich darum gehen, wer es mehr will die bessere Tagesform hat“, erklärt Scheider, der mit voller Kapelle antreten kann. Niklas Jung (nach Geldsperre), Julian Dewald (nach Infekt) und Tim Kemmerich () sind wieder mit an Bord.       

 

Durch die jüngsten Erfolge gegen Flittard und Hohkeppel II haben seine Schützlinge noch einmal Selbstvertrauen getankt, können die Aufgabe mit breiter Brust angehen. „Wichtig wird sein, die Ruhe zu bewahren, auch wenn es im Spiel mal hektisch werden sollte, und über 90 Minuten fokussiert zu bleiben. Frielingsdorf hat vorne schnelle Leute. Da dürfen wir wenig Raum geben, müssen eng bei den Leuten bleiben und die langen Bälle in die Spitze verhindern“, so Scheider. Etwas getrübt wird die Vorfreude von den Wettervorhersagen. Für die nächsten Tage ist Dauerregen angesagt. „Trotzdem denke ich, dass die Hütte recht voll wird“, hofft Scheider auf eine angemessene Kulisse.    

 

Für den Frielingsdorfer Trainer wird es eine Reise in die Vergangenheit, denn der VfR ist sein Heimatverein. Als kleiner Steppke wechselte Andy Dreiner recht bald zum SV Bergisch Gladbach 09, ehe er 2013 noch einmal für ein halbes Jahr unter Norbert Scheider für die Wipperfürther in der Bezirksliga kickte. Danach ging es zurück zu den 09ern, wo er später auch im Trainerbereich arbeitete. „Ich freue mich auf die Rückkehr“, sagt Dreiner. „Es ist immer noch eine gewisse Verbundenheit mit dem VfR vorhanden. Dort gibt es viele Leute, die man über lange Jahre kennt“, sagt Dreiner, dessen Bruder Christopher früher zu den Leistungsträgern an den Ohler Wiesen gehörte.  

 

Das bisherige Abschneiden seines Ex-Vereins überrascht Dreiner nicht: „Wipperfürth hat gerade im vorderen Bereich eine extrem hohe Qualität und ist top in der Liga angekommen. Sie haben fußballerisch eine sehr starke Mannschaft zusammen, bringen viel Tempo und spielerische Qualität mit. Da kommt am Freitag ein dickes Brett auf uns zu. In den letzten Jahren waren die Derbys immer ein heißer Tanz. Für uns ist das nach dem Spiel gegen Heiligenhaus das nächste Highlight“, führt Dreiner aus.

 

Nach der Personalknappheit in den Vorwochen hat sich die Lage beim SVF deutlich entspannt. So stehen nach dem Ablauf der Sperren für Justin Ufer und Marvin Bieg alle Rotsünder wieder zur Verfügung – genauso wie Philipp Schmidt, der ebenfalls an seine ehemalige Wirkungsstätte zurückkehrt, und Etienne Parmentier. Keeper Lukas Borkes hat sich im Training zurückgemeldet. Ob es für einen Einsatz reicht, ist indes fraglich. Definitiv ausfallen werden Jannis Everding sowie der gelbgesperrte Fabian Januszewski.