FUSSBALL
Pokal-Viertelfinale: Hohkeppel trifft auf den Wolf im Schafspelz
Lindlar – Die Mittelrheinliga-Fußballer von Eintracht Hohkeppel treffen am Mittwochabend im Viertelfinale des Mittelrheinpokals auf Jan Wellem Bergisch Gladbach – Der Bezirksligist ist nur auf dem Papier ein Underdog.
Von Thomas Giesen
Viertelfinale Bitburger-Pokal
SSV Jan Wellem Bergisch Gladbach – Eintracht Hohkeppel (Mittwoch, 19 Uhr).
Es fehlt: Gjastin Nrejaj.
Zum Spiel: Auf dem Papier ist es eine klare Angelegenheit. Mit dem SSV Jan Wellem Bergisch Gladbach haben die Hohkeppeler die klassentiefste Mannschaft des Viertelfinales im Bitburger-Pokal zugelost bekommen. Die Eintracht, derzeit Tabellenzweiter der Mittelrheinliga und mit dem Ziel, in die Regionalliga zurückzukehren, ist der scheinbar übermächtige Favorit gegen den Tabellenfünften der Bezirksliga. Doch die Bergisch Gladbacher könnten sich als Wolf im Schafspelz entpuppen. Der Kader ist nämlich gespickt mit Spielern, die jahrelange Erfahrung in der Regional- und Mittelrheinliga gesammelt haben. Eine Schwachstelle findet sich im Aufgebot nicht.
„Es ist das vermeintlich leichteste Los, aber das heißt nicht, dass die Sache einfach wird. Jan Wellem ist ein ambitioniertes Team. Sie haben sehr gute Einzelspieler und sind mit ihrem neuen Trainer, David Gsella, sehr gut organisiert und können mehrere Systeme spielen. Sie haben ein gutes Tempo und mit Sascha Marquet einen sehr kreativen und torgefährlichen Spieler in ihren Reihen“, hebt Hohkeppels Trainer Abdullah Keseroglu exemplarisch einen Namen des Gastgebers heraus. Der mittlerweile 36-jährige Marquet stand in den vergangenen beiden Jahren bei Alemannia Aachen unter Vertrag, verbrachte zuvor nahezu seine gesamte Karriere in der Regionalliga und 3. Liga, schnupperte zu Beginn seiner Laufbahn im Trikot der Alemannia aber auch die Luft der 2. Bundesliga.
Keseroglu ist gewarnt und nimmt den Gegner nicht auf die leichte Schulter. Experimente bei der Aufstellung sind nicht zu erwarten. „Geschont wird niemand. Vielleicht nehmen wir ein oder zwei Änderungen vor, um uns auf den Gegner und den kleinen Platz einzustellen. Aber wir wollen im Rhythmus bleiben“, erklärt er. Aus personeller Sicht gibt es auch keinen Grund für eine Umstellung. Lediglich Gjastin Nrejaj fällt weiterhin aus. Angelo Langer, jüngst im Ligaspiel gegen den VfL Vichttal noch wegen der fünften Gelben Karte gesperrt, ist derweil wieder an Bord.