FUSSBALL

Perspektive statt Hängepartie

bv; 18.11.2020, 11:00 Uhr
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FUSSBALL

Perspektive statt Hängepartie

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bv; 18.11.2020, 11:00 Uhr
Oberberg - Der Vereinssport steht still, aber es braucht dringend Entscheidungen darüber, wie es mit der Saison in den unterschiedlichen Sportarten weitergeht.

Von Bernd Vorländer

 

Stille in den Hallen und auf den Fußballplätzen. Nirgends rollt ein Ball, werden Punkte errungen. Fußball, Handball, Tennis oder Tischtennis - das sportliche Leben steht im Amateurbereich zumindest still. Klar ist, dass sich dies in diesem Jahr nicht mehr ändern wird. Aber was geschieht 2021? Alle hoffen, dass ab Januar der sportliche Wettkampf wieder im Vordergrund steht. Realistisch ist dieses Szenario jedoch nicht. Das Virus richtet sich nicht nach Spielplänen und den Wünschen von Sportlern und Funktionären. Durchaus denkbar ist es, dass die Saison in vielen Sportarten erst im März oder noch später fortgesetzt werden kann. Wie geht es dann weiter, wenn in den meisten Ligen erst ein Bruchteil aller vorgesehenen Partien absolviert worden sind?

 

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Es gibt mehrere Szenarien, denn der ursprüngliche Zeitplan wird nirgendwo zu halten sein. Man könnte nur eine Hinrunde spielen, möglicherweise anschließend Play-Offs in Aufstiegs- und Abstiegsgruppen durchführen. Auch ein Reset, die Annullierung der gesamten Spielzeit ist denkbar, es wäre jedoch die letzte und schlechteste Option, denn damit würde die sportliche Arbeit in den Vereinen konterkariert. Nötig ist es, dass die Verbände rasch Lösungen finden, damit Mannschaften und Verantwortliche wissen, woran sie sind und sich entsprechend darauf einstellen können. Eine monatelange Hängepartie ist niemandem zuzumuten.

KOMMENTARE

1

Es bleibt leider abzuwarten, wie es seitens der Politik weitergeht. Es wäre ratsam, den Vereinen mal unter die Arme zu greifen! Aber vom Bauchgefühl her wird dies nicht passieren. Da wird lieber das öffentliche Leben aus den Angeln gehoben und vor die Wand gefahren.
Tatsache ist nunmal, dass nicht nur die finanzielle Situation für manchen Verein schwierig ist, auch dermit Sicherheit eintretende Mitgliederschwund...

HandBallNoob, 18.11.2020, 13:42 Uhr
2

Es kann meiner Meinung nur eine Endscheidung geben. Im Amateursport
komplette Saison beenden und nicht werten. Im Sommer wieder komplett neu
starten. Bei Profisport sieht die Sache selbstverständlich anders aus. Man lebt von dem Sport. Eventl nur halbe Saison spielen und werten. Schauen was die Situation erlaubt.

Peter, 19.11.2020, 13:19 Uhr
3

Die Beach-Saison im Handball wurde bereits gestrichen.
In den Senioren kann man ein Jahr Pause machen.
Im Jugendbereich ist das nicht so einfach. In jeder Altersklasse ist der Sportler 2 Jahre und jetzt soll da ein Jahr gestrichen werden?
z.B. das letzte Jahr A-Jugend findet nicht statt? das ist doch keine Lösung!
Es müssen bessere Lösungen gesucht und gefunden werden.

Werner Eisenbach, 19.11.2020, 15:39 Uhr
4

Wie die Saison im Fußball gewertet wird ist doch seitens des FVM geklärt.
Werden 50% der Spiele ausgetragen (also recht es da schon, die Hinrunde zu Ende zu spielen), dann wird die Saison "normal" gewertet, mit Auf- und Absteiger, Relegation usw.
Werden die 50% nicht erreicht, dann wird die Saison 20/21 komplett anuliert.

Horst, 19.11.2020, 20:29 Uhr
5

Gerade als Mannschaftssportler vermisst man natürlich das Spiel und den Wettkampf. Es gibt aber sicher gerade Wichtigeres als Tabellen und Auf- und Abstiege. Die Zeit ist nicht schön, aber wir werden irgendwann wieder zu einer Normalität zurückkehren. Und dann treffen wir uns wieder auf den Plätzen und Hallen dieser Welt!!! Bleiben wir bis dahin gesund und erkunden laufend unsere bergische Heimat!

Kreisligacoach, 20.11.2020, 11:37 Uhr
6

Ich kann meine Meinung nur zum Bereich Fußball äußern...
Alles andere als die Hinrunde bis in den Sommer 21 zu ziehen und die Rückrunde zu streichen ist aus meiner Sicht nicht machbar.
So hätten Wiehl 3 oder Jan Wellem (nicht meine Vereine!) nächstes Jahr vor der Sommerpause 26 Spiele zu absolvieren plus eventuell 1-2 Testspiele zu Beginn. Wenn da nochmal einzelne Verlegungen wegen Coronafällen im Frühjahr oder Schneetage (soll ja angeblich auch noch möglich sein, dass es im Oberbergischen schneit) zwischen kommen, ist der Plan völlig hinüber.
Dauerhaft 2 oder mehr Spiele pro Woche sind kein Amateurbereich!
Das widerspricht sich mit dem nötigen Zeiteinsatz und der Verletzungsgefahr.
Beides macht das Saisonende nochmal schwerer, insbesondere für kleine Vereine.

Kreisligist, 22.11.2020, 19:20 Uhr
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