FUSSBALL

Viele oberbergische Teams noch mit Sand im Getriebe

thg, lo; 26.07.2026, 20:10 Uhr
FUSSBALL

Viele oberbergische Teams noch mit Sand im Getriebe

thg, lo; 26.07.2026, 20:10 Uhr
Oberberg - Hohkeppel schlägt Endenich klar - Die Landesligisten Nümbrecht und Wiehl verlieren, Schönenbach mit knappem Sieg gegen Bröltal - Bezirksliga: Frielingsdorf gewinnt in Klaswipper, Wipperfürth kassiert Niederlage, Lindlar enttäuscht gegen Kölner Kreisligisten (AKTUALISIERT).

FV Bonn-Endenich – Eintracht Hohkeppel 1:5 (0:2).

 

Die Hohkeppeler blicken auf einen erfolgreichen Testspielauftakt zurück. Der Mittelrheinligist besiegte den klassentieferen FV souverän, hatte aber Startschwierigkeiten. „Ich bin megazufrieden. Wir hatten eine sehr harte Trainingswoche, haben gestern zweimal und heute Morgen noch einmal trainiert. Es hat etwa 20 Minuten gedauert, bis wir ins Spiel gefunden haben. Der Gegner wirkte erstmal frischer“, kommentierte Eintrachts Trainer Giuseppe Brunetto die Auftaktphase.

 

Vladislav Fadeev und Kai Schusters brachten die Gäste bis zur Pause mit 2:0 in Front. Nach dem Seitenwechsel und dem zwischenzeitlichen Anschlusstreffer erhöhten Kevin Marnu, Dominik Bilogrevic und Joel Vieting auf 5:1. „Wir sind auf dem richtigen Weg. Die Basis für alles wird in der Vorbereitung gelegt, das weiß jeder. Bis jetzt ziehen alle sehr gut mit“, ist Brunetto mit dem Leistungsstand seiner Mannschaft einverstanden.

 

 

Borussia Derschlag – SSV Homburg-Nümbrecht 2:1 (1:0).

 

Im Nümbrechter Lager war man alles andere als zufrieden mit dem zweiten Testspielauftritt. „Man sieht schon, dass wir in beiden Halbzeiten Spieler durchschleppen mussten. Aber es sollen alle spielen“, erklärte SSV-Trainer Marcus Voike, der noch viel Luft nach oben sieht. Der Kreisliga A-Aufsteiger aus Derschlag präsentierte sich derweil engagiert und ging durch Waldemar Kilb verdient in Führung (16.). Emircan Yildiz erhöhte auf 2:0 (58.), ehe Ritsuki Oyama der Anschluss für die Gäste gelang (63.). Abwenden konnte die Voike-Elf die Niederlage allerdings nicht mehr.  

 

„Man sieht, dass der eine oder andere noch nicht fit ist, aber es ist noch früh in der Vorbereitung und jeder hat die Chance, sich zum Saisonauftakt in die Mannschaft zu spielen“, so Voike, dessen Team wegen Bauarbeiten auf der eigenen Platzanlage derzeit nicht zu Hause trainieren kann. „Im Moment trainieren wir in Marienfeld und Ruppichteroth. Das ist alles nicht optimal, aber wir sind froh, dass wir überhaupt trainieren können.“

 

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FSV Neunkirchen-Seelscheid – FV Wiehl 7:1 (5:0).

 

Zum Abschluss einer harten ersten Trainingswoche gastierte der FV Wiehl beim langjährigen Landesliga-Konkurrenten FSV Neunkirchen-Seelscheid, der in der abgelaufenen Saison den Aufstieg in die Mittelrheinliga geschafft hatte. Am Ende kassierte die Elf von Sascha Mühlmann, früher selbst lange Jahre beim heutigen Gegner tätig, eine klare Niederlage.

 

In den ersten knapp 20 Minuten hielten die Wiehler gut dagegen, leisteten sich dann jedoch einen Fehler im Spielaufbau und mussten das 0:1 durch Nils Stephan hinnehmen. Anschließend brach es bis zum Halbzeitpfiff über die Gastgeber hinein. „Neunkirchen-Seelscheid hat es gut gemacht, aber wir waren auch zu passiv, nicht gut in den Zweikämpfen und haben nicht gut kommuniziert“, erklärte Co-Trainer Philipp Schneider.  Kjell Simnonia (23.), Fabian Goller (31./44.) und Niklas Krämer (35.) nutzten die Unzulänglichkeiten, um bis zur Pause auf 5:0 zu stellen.

 

In der zweiten Hälfte postierten sich die Wiehler tiefer und dämmten die Gegentorflut ein, wobei Nils Stephan (59.) und Tim Lorbach (88.) für die Hausherren erhöhen konnten. Dem eingewechselten FV-Neuzugang Sem Likya war der zwischenzeitliche Ehrentreffer gelungen (74.). Die Pleite wusste Schneider realistisch einzuordnen. So habe man am Freitag erstmals mit dem Ball gearbeitet, zudem fehlten noch einige Leistungsträger. „Letztlich war es eine gute Laufeinheit für uns“, so sein Fazit. Positiv: Kevin Derksen und Paul Neuendorff, die die vergangene Rückrunde verletzungsbedingt verpasst hatten, kamen heute erstmals wieder zum Einsatz.

 

Am kommenden Wochenende bestreitet Wiehl ein Trainingslager, das mit dem Test gegen den Bezirksligisten TV Hoffnungsthal abgeschlossen wird.       

 

TuS Homburg-Bröltal – SV Schönenbach 0:1 (0:0).

 

Der Landesligaaufsteiger SV Schönenbach hat den in der Sommerpause angesetzten Rost noch nicht ganz abgelegt. Gegen den letztjährigen dritten der Kreisliga A tat sich der SVS lange schwer, gewann aber schließlich durch ein Tor von Umut Kizilyar, der eine Vorlage von Edis Ramani nutzte (76.). „Wir wollen jedes Spiel gewinnen. Das haben wir getan. Zufrieden bin ich mit der läuferischen Leistung. Wir haben uns lange gut gewehrt. Die haben uns gut rangenommen“, bilanzierte Schönenbachs Trainer Torsten Reisewitz.

 

Rund eine Stunde lang sah der Coach seine Truppe häufig einen Schritt zu langsam. Erst in der Schlussphase gab es klare Torchancen. Ramani und Siamnd Afde trafen nur die Querlatte. Auf der Gegenseite rettete SV-Torwart Frederic Löhe zweimal in höchster Not. „Bisher ziehen alle gut mit. Aber wir wissen jetzt, dass alle noch einen oder zwei Schritte schneller werden müssen. Das war ein guter Test“, so Reisewitz.

 

 

TV Klaswipper – SV Frielingsdorf 0:4 (0:1).

 

Zufrieden zeigte sich SVF-Coach Andy Dreiner nach dem ersten Testspiel des Sommers, das seine Mannschaft souverän gewinnen konnte. Gegen den A-Ligisten TV Klaswipper gelang dem Bezirksliga-Vertreter ein glatter 4:0-Erfolg. „Wir hatten viel Ballbesitz und hätten auch das eine oder andere Tor mehr machen können, wobei es Klaswipper ordentlich verteidigt hat“, erklärte der Trainer. Laut Dreiner fehlte den Frielingsdorfern in der ersten Halbzeit im Spiel nach vorne ein wenig die Ruhe – kaum verwunderlich angesichts des frühen Zeitpunkts der Vorbereitung. So sprang vor dem Seitenwechsel lediglich ein Treffer durch Philipp Schmidt heraus (22.).

 

Nach der Pause präsentierten sich die Gäste in der Offensive mit mehr Präzision und schraubten das Resultat durch Tore von Leon Dema (72.), erneut Philipp Schmidt (85.) und Kevin Ufer (89.) in die Höhe. Besonders erfreulich für Dreiner: Nach langer Verletzungspause feierte Luca Everding sein Comeback und bereitete nach seiner Einwechslung in Durchgang zwei sogar einen Treffer vor. „Schön, dass er wieder mit dabei ist“, freut sich der Übungsleiter über die Rückkehr des Defensivallrounders. Am Donnerstag geht’s für Frielingsdorf mit dem Test gegen den Landesligisten TuS Marialinden weiter.         

 

 

Dabringhauser TV  - VfR Wipperfürth 3:1 (3:1).

 

Ungewohntes Gefühl für die Kicker des VfR Wipperfürth: Nachdem der amtierende Kreismeister in der Vorsaison alle Rückrundenpartien gewonnen hatte, gab’s zum Auftakt des Testspielreigens eine 1:3-Niederlage. Dass der Gegner aus der Kreisliga A Remscheid-Solingen in der Vorbereitung schon vier Wochen weiter ist, weil die Saison dort früher beginnt, wollte der neue VfR-Chefcoach Norbert Scheider nur bedingt als Entschuldigung gelten lassen. „Da war viel Stückwerk dabei und es lief noch nicht wirklich rund“, schilderte der Übungsleiter, der nach drei Minuten die Führung durch Raul Yorganci notieren konnte.

 

Gefallen fand Scheider aber lediglich an der Anfangsviertelstunde, im weiteren Verlauf häuften sich die Defizite, so dass Dabringhausen binnen weniger Minuten die Wende herbeiführen konnte. Mark Lawton (31.), Stefano Salpetro (38.) und Kristof Strauss (41.) sorgten noch in Hälfte eins für den Endstand, an dem die Wipperfürther nach Wiederbeginn nicht mehr zu schrauben vermochten – auch weil das Umschaltspiel nicht harmonierte. „Es gibt keinen Grund, in Panik zu verfallen. Wir haben heute gesehen, woran wir noch arbeiten müssen. Wichtig wird sein, die richtigen Schlüssel aus dem Spiel zu ziehen“, erklärte Scheider, der in der Pause nahezu komplett durchwechselte.

 

Kurios: Da derzeit alle Torhüter im Urlaub sind, mussten mit Max Müller (erste Halbzeit) und Luis Zapp (zweite Halbzeit) zwei Feldspieler den Kasten hüten. Sie traf bei den Gegentoren keine Schuld.    

 

 

Blau-Weiß Köln III – TuS Lindlar 5:5 (2:3).

TuS Stammheim – TuS Lindlar 4:3 (3:1).

 

Der TuS Lindlar absolvierte am Freitag und heute einen Testspiel-Doppelpack gegen zwei Kreisligisten aus der Domstadt – mit ernüchterndem Ausgang, denn weder gegen den A-Ligisten TuS Stammheim (Kreisliga A) noch gegen die Drittvertretung von Blau-Weiß Köln (Kreisliga B) gelang dem Bezirksliga-Aufsteiger ein Erfolgserlebnis. Vor allen Dingen die neun Gegentore waren dem Trainerteam ein Dorn im Auge, was bei der Manöverkritik unmittelbar nach dem Abpfiff auch deutlich angesprochen wurde. Dabei erwischten die Lindlarer einen guten Start, lagen nach rund 20 Minuten durch Treffer von Nico Schachow (8./17. Foulelfmeter) und Rinor Latifi (10.) mit 3:0 vorne.

 

„Doch danach haben sich viele Fehler eingeschlichen - Unkonzentriertheiten und technische Fehler“, musste Coach Arlind Oseku mitansehen, wie die Gastgeber noch vor der Pause den Anschluss herstellten (19./26.) und in der 48. Minute zum Ausgleich kamen. Zwar markierte Aktivposten Schachow mit seinem dritten Treffer das 3:4 (51.), doch die Defizite in der Defensive wurden nicht abgestellt, sodass die Kölner durch einen Doppelschlag erstmals in Führung gehen konnten (56./58.). Kurz vor Schluss gelang Florian Skrzypczak noch der Treffer zum 5:5-Endstand (84.). „Wir haben gesehen, dass wir noch viele Baustellen und sehr viel Arbeit vor uns haben“, war Oseku von der Leistung in den beiden Partien enttäuscht. Bei der 3:4-Niederlage in Stammheim hatten Rinor Latifi und Marc Bruch (2) die TuS-Treffer erzielt.     

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