FUSSBALL
Nach Nümbrecht büßt auch Wiehl einen Zwei-Tore-Vorsprung ein
Oberberg - Der FV Wiehl muss sich nach einer 2:0-Führung gegen Spich mit einem Remis begnügen und teilt damit das Schicksal des SSV Homburg-Nümbrecht, der am Freitag gegen Marialinden einen komfortablen Vorsprung aus der Hand gegeben hatte - Die Sparkasse Gummersbach präsentiert die Landesliga (AKTUALISIERT).
FV Wiehl – 1. FC Spich 2:2 (2:0).
Nach einer überlegen geführten ersten Halbzeit schien der FV Wiehl im Duell mit dem 1. FC Spich auf dem Weg zum nächsten Erfolgserlebnis zu sein, doch die Mannschaft von Sascha Mühlmann verschenkte einen Zwei-Tore-Vorsprung und musste sich mit einem Remis begnügen. Und das war dann am Ende auch leistungsgerecht. „Es ist natürlich schade, wenn man sich nach einem 2:0 nicht mit einem Sieg belohnt, aber man muss die Kirche im Dorf lassen. Wir können nicht jedes Spiel gewinnen und haben etwas hierbehalten, was unser Ziel war“, lautete das Fazit von Mühlmann.
[Collins Ihekaire machte ein gutes Spiel, vergab aber auch zwei Großchancen.]
Die Gastgeber nutzten gleich ihre erste Möglichkeit zur Führung: Nach Ablage von Florian Liebelt an der Strafraumkante überwand Jan Peters Schlussmann Felix Seidel mit einem platzierten Flachschuss. Das Tor gab der Mühlmann-Elf zusätzliche Sicherheit, während die seit Oktober sieglosen Gäste Konzentrations- und Abwehrdefizite offenbarten. Nach einem langen Ball von Ali Can Gültekin war Liebelt schon am herausgeeilten Seidel vorbei, doch Spich konnte die brenzlige Situation im letzten Moment klären (13.).
In der 17. Minute gingen die Spicher unkoordiniert ins Pressing und Alexander Marks konnte Collins Ihekaire mit einem öffnenden Pass auf die Reise schicken. Der Außenbahnspieler steuerte von halblinks allein auf den Kasten zu, schoss den Ball aber am langen Pfosten vorbei – das hätte das 2:0 sein müssen. Auf der Gegenseite ließ sich die FV-Abwehr einmal düpieren und Iliyias Murach kam aus spitzem Winkel zum Abschluss. Keeper Justin Broy wäre beinahe getunnelt worden, bekam die Beine jedoch rechtzeitig zusammen (19.). Es sollte die letzte gefährliche Aktion der Schwarz-Gelben im ersten Durchgang bleiben.
[Wiehls bester Torschütze Justus Dabringhausen blieb heute ohne Wirkung.]
Beim 2:0 griffen sie den Wiehlern mit einem tollpatschigen Foul kräftig unter die Arme. Peters lief nach einer zu lang geratenen Flanke im Sechszehner Richtung Außenlinie, als ihm Spichs Kapitän Fabian Welt in die Hacken trat. Der Angreifer nahm den Kontakt dankend an und verwandelte den fälligen Elfmeter zum 2:0. Bis zum Pausenpfiff kontrollierte die Mühlmann-Elf das Geschehen mühelos.
Bis dahin deutete nichts darauf hin, dass der Gegner noch einmal zurückkommen würde, nach dem Seitenwechsel wendete sich allerdings das Blatt. Nur zwei Minuten nach Wiederbeginn sorgte Fabian Kirst für das erste Wiehler Frusterlebnis und stellte den Anschluss her. Und es kam noch schlimmer: Gültekin unterlief bei einer verunglückten Rettungsaktion ein Eigentor. „In dieser Phase haben wir nachgelassen und waren nicht mehr griffig genug“, monierte Mühlmann. Broy verhinderte anschließend mit gleich zwei Glanztaten sogar das mögliche 2:3. „Die hat er klasse gehalten. Wenn wir Pech haben, können wir da auch zurückliegen“, schilderte der Coach.
[Vinzent Stoffel spielte wie gewohnt im defensiven Mittelfeld.]
Erst in der Schlussphase wurden die Hausherren in einer nun ausgeglichenen Begegnung wieder stärker. Ihekaire verpasste erneut aus aussichtsreicher Position, ehe in der Nachspielzeit der eingewechselte Yannik Clemens den Ball nach einer Ecke ans Außennetz köpfte. „Aufgrund der ersten Halbzeit kann man vielleicht von zwei verlorenen Punkten sprechen, aber das Ergebnis geht in Ordnung. Wichtig ist, dass wir in der Tabelle nach unten nichts verloren haben“, resümierte Mühlmann.
Tore
1:0 Jan Peters (9.), 2:0 Jan Peters (33. Foulelfmeter), 2:1 Fabian Kirst (47.), 2:2 Ali Can Gültekin (58. Eigentor).
FV Wiehl
Justin Broy; Yekcan Yildirim (83. Thorben Riske), Bastian Schwarz, Ali Can Gültekin, Alexander Marks, Collins Ihekaire, Vinzent Stoffel, Jordy Schurzmann (73. Yannick Zwiebel), Justus Dabringhausen (61. Yannik Clemens), Jan Peters, Florian Liebelt (90.+2 Toni Skoro).
SSV Homburg-Nümbrecht – TuS Marialinden 2:2 (2:0), von Freitag.
Die Heimserie ist gerissen. Nach fünf Siegen in Folge in der neuen Arena mussten die Nümbrechter im Derby gegen den TuS Marialinden den ersten Punkteverlust hinnehmen. Und das auf äußerst bittere Weise. Seit der neunten Spielminute agierte der Gast nach einer Notbremse von Jose Agustin Paz Avalo gegen Niklas Goße nämlich nur noch in Unterzahl. Die Nümbrechter dominierten fortan die Partie und kamen vor der Pause folgerichtig auch zu Toren.
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[Sascha Mühlmann feuert seine Mannschaft an.]
Nach einer Ecke von Felix Klein sorgte Henry Schäumer für den Führungstreffer (38.), nur drei Minuten später schloss Felix Klein einen Kontert zum 2:0 ab. Nümbrechts Trainer Marcus Voike war mit dem Auftreten seiner Elf dennoch nicht zufrieden und sah Unheil kommen. „Wir haben das in der Halbzeit angesprochen. Wir waren nicht drin im Spiel, hatten kein richtiges Feuer auf dem Platz und hatten keinen Zugriff“, bemängelte er. Doch auch nach dem Seitenwechsel blieb das Spiel der Gastgeber fahrig und von Fehlpässen geprägt. Beim 1:2 schafften es die Hausherren bei einem zunächst stecken gebliebenen Angriff der Gäste nicht, den Ball aus der Gefahrenzone zu befördern. Toptorjäger Andre Peters stand richtig und versenkte das Rund zum Anschluss (58.).
Nach einem Fehlpass im Spielaufbau der Nümbrechter sorgte Peters sogar noch für den 2:2-Ausgleich. Voike war restlos bedient: „Wir waren heute einfach schlecht. Alle Feldspieler und wir als Trainerteam auch. Wir haben alle versagt. Wir waren heute nicht auf dem Platz. Der Gegner war griffiger und aggressiver. Das darf nicht sein“, übte der Coach harsche Kritik. (thg)
Tore
1:0 Henry Schäumer (38.), 2:0 Felix Klein (41.). 2:1 Andre Peters (58.), 2:2 Andre Peters (75.).
Besonderes Vorkommnis
Rot gegen TuS-Spieler Jose Agustin Paz Avalo (9./Notbremse).
SSV Homburg-Nümbrecht
Julian Schoepe; Felix Adamietz, Ricardo Bauerfeind, Henry Schäumer, Marvin Hennecken (63. Mouad Zaki), Ritsuki Oyama (68. Joscha Trommler), Niklas Goße (87. Dennis Kania), Felix Sievers (54. Lukas Grünberg) , Felix Klein (63. Philipp Rüttgers), Kilian Seinsche, Robin Brummenbaum.

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