FUSSBALL

Nümbrecht empfängt aufstrebendes Kellerkind

lo, thg; 05.03.2026, 09:00 Uhr
Foto: Thomas Giesen --- Der SSV Homburg-Nümbrecht empfängt den abstiegsbedrohten SV Schlebusch. Das Hinspiel endete torlos.
FUSSBALL

Nümbrecht empfängt aufstrebendes Kellerkind

lo, thg; 05.03.2026, 09:00 Uhr
Oberberg - Landesliga: Nümbrechts Gegner Schlebusch ist im Aufwind, Wiehl erwartet ein "richtig dickes Brett" - Bezirksliga: Schönenbach fährt als gefühlter Tabellenführer nach Hoffnungsthal, Schlusslicht Brühl soll für Frielingsdorf nicht zur Stolperfalle werden.

Vorschau Landesliga (18. Spieltag)

 

SSV Homburg-Nümbrecht – SV Schlebusch (Sonntag, 15:15 Uhr).

 

Hinspiel: 0:0.

 

Es fehlen: Sebastian Ramspott, Fritz Schäfer, Tom Hillenbach, Dogukan Bülbül, Dean-Robin Paes.

 

Einsatz fraglich: Caleb Murphy.

 

Zum Spiel: Das erste Flutlichtspiel des Jahres hatten sich die Nümbrechter anders vorgestellt. Dabei hatte es am vergangenen Freitagabend für den Gastgeber so gut begonnen: Der TuS Marialinden kassierte schon in Minute neun eine Rote Karte, Nümbrecht ging 2:0 in Führung und der zweite Rückrundensieg schien schon fast in trockene Tücher gebracht. Zwei Gegentore in der zweiten Halbzeit führten allerdings zur Punkteteilung und angeschlagener Stimmung bei SSV-Coach Markus Voike. Mit einigen Tagen Abstand ist der Ärger verflogen:

 

„Die Jungs wissen ja auch, was sie da gemacht haben. Das Training war jetzt top, alle sind marschiert. Vielleicht ist das auch heilsam für uns gewesen. Wir versuchen, unsere PS jetzt wieder auf den Boden zu bringen“, erklärt Voike, der zwar keine Erklärung für den Kontrollverlust auf dem Platz hat, aber das Szenario nachempfinden kann: „Ich hab ja auch mal höherklassig Fußball gespielt. Es gibt einfach Tage, an denen nichts geht oder ein Gegner dir den Stecker zieht und du später zu Hause sitzt und dich fragst, warum heute alle so schlecht waren. Wir können ja noch glücklich sein, dass wir den Punkt geholt haben. Der ist Gold wert“, so Voike. Mit einem Sieg wäre man auf Rang drei der Tabelle vorgerückt, jetzt musste man sich noch vom FV Bad Honnef überholen lassen und rutschte auf Rang fünf ab.

 

Noch weiter abgerutscht ist der SV Schlebusch, zumindest wenn man den bisherigen Saisonverlauf mit dem der vergangenen Spielzeit vergleicht. Da waren die Leverkusener nämlich beste Rückrundenmannschaft, holten 32 Punkte und kassierten in 15 Spielen nur 15 Gegentore. „Daran sieht man, wie ausgeglichen die Liga ist. Die kämpfen jetzt gegen den Abstieg. Gegen solche Mannschaften ist es immer schwer, zu bestehen. Im Hinspiel war es auch schon schwierig. Wir hatten zwar viele Chancen, haben aber nur 0:0 gespielt“, erwartet Voike keinen Durchmarsch. Und dafür gibt es auch keinen Grund. Die Leistungskurve der Schlebuscher zeigt nämlich deutlich nach oben. Seitdem Heiko Wirtz das Traineramt im vergangenen November von Nedim Basic übernommen hat, verlor der damals Tabellenletzte kein Spiel mehr, besiegte Fortuna Bonn, schlug den 1. FC Spich mit 5:0 und rang den Topteams Borussia Lindenthal-Hohenlind und FV Bad Honnef jeweils einen Punkt ab. „Ich denke, es wird eng für uns. Aber ich bin sicher, dass wir das Spiel auf unsere Seite ziehen werden“, bleibt Voike dennoch zuversichtlich. (thg)

 

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FV Bad Honnef – FV Wiehl (Sonntag, 15 Uhr).

 

Hinspiel: 5:0.

 

Es fehlen: Rene Gailowitz, Kevin Derksen, Gino Lanfranco, Paul Neuendorff.

 

Zum Spiel: Der FV Wiehl verpasste am vergangenen Spieltag den perfekten Start in die Rückrunde. Nach dem 2:0-Erfolg bei Fortuna Bonn zum Jahresauftakt lag die Equipe von Sascha Mühlmann im Duell mit dem 1. FC Spich zur Pause mit zwei Treffern vorne und nichts deutete darauf hin, dass den Gästen ein Comeback gelingen würde. Doch in der 47. Minute kassierten die Hausherren aus heiterem Himmel das Anschlusstor und gerieten plötzlich ins Schwimmen. Ein Eigentor bescherte den Spichern den Ausgleich, FV-Keeper Justin Broy verhinderte zweimal den Rückstand. In der Schlussphase besaßen die Wiehler noch die eine oder andere Möglichkeit, doch es blieb beim Remis.

 

Aus Sicht von Mühlmann war ärgerlich, dass der komfortable Vorsprung aus der Hand gegeben wurde, im Klassement gab es aber, auch aufgrund der anderen Resultate, keine Verschiebungen, weshalb das Erlebnis nicht ganz so schmerzhaft war. Dennoch ist sich der Trainer im Klaren darüber, dass man sich solche Auszeiten wie in der zweiten Halbzeit am Sonntag bzw. in den kommenden Wochen nicht erlauben darf. Wiehl trifft, angefangen mit dem FV Bad Honnef, auf drei Top 5-Teams der Liga.

 

„Unser Fokus wird in dieser Woche darauf liegen, die schlechten Phasen, die wir in den Spielen immer mal wieder haben, zu minimieren. Sobald wir nicht mehr bei 100 Prozent sind, die Griffigkeit in den Zweikämpfen verlorengeht und wir nicht mehr in der Ordnung bleiben, bekommen wir Probleme. Da müssen wir uns einen Plan zurechtlegen, wir damit umgehen“, erläutert Mühlmann, dem der Respekt vor den Badestädtern anzumerken ist. „Sie haben einen Lauf, sind  - egal ob zu Hause oder auswärts  -unangenehm zu bespielen und immer sehr gut organisiert und eingestellt. Da kommt ein richtig dickes Brett auf uns zu.“

 

Dieses „dicke Brett“ hat den Wiehlern im Hinspiel deutlich die Grenzen aufgezeigt, wobei der derzeitige Tabellendritte beim 5:0-Erfolg zum Teil von hanebüchenen Schnitzern profitierte. Das Ausnutzen dieser Fehler ist allerdings auch eine nicht zu unterschätzende Fähigkeit. Besondere Aufmerksamkeit muss die Hintermannschaft um Abwehrchef Bastian Schwarz dem Tandem Timo Balte und Philip Miermann schenken, die beide bereits zweistellig getroffen haben. „Offensiv ist das momentan vielleicht das Beste, was die Liga zu bieten hat“, weiß Mühlmann um die Qualitäten des gegnerischen Sturmduos.      

 

Personell sieht es bei Wiehl weiterhin recht entspannt aus. Louis Usko und Niclas Zeder, die gegen Spich krankheitsbedingt kurzfristig passen mussten, stoßen wieder zum Aufgebot. (lo)

 

 

Vorschau Bezirksliga (18. Spieltag)

 

TV Hoffnungsthal – SV Schönenbach (Sonntag, 15:15 Uhr).

 

Hinspiel: 2:5.

 

Es fehlen: Elham Isakoski, Rolf Unzola, Sven Wurm, Astrit Dauti.

 

Zum Spiel: Die Schönenbacher sind zurück an der Tabellenspitze. Mit der schwachen Leistung beim Rückrundenauftakt gegen das Kellerkind Bergfried Leverkusen verpasste das Team des Sportlichen Leiters Matthias Siebertz den Sprung auf Platz eins, hat sich mit dem hart erkämpften 5:4-Erfolg gegen die Reserve des FC Hürth aber zurückgemeldet. Auch weil die Konkurrenz patzte. Der Primus Deutz 05 musste sich mit einem Unentschieden gegen Ford Niehl zufriedengeben, Südwest Köln verlor gar gegen den TV Hoffnungsthal und die Schönenbacher rückten auf Rang zwei des Tableaus vor – punktgleich mit den Deutzern. So scheint es zumindest.

 

Die Deutzer bekommen allerdings, Stand jetzt, am Ende der Saison einen Punkt abgezogen. Ein Mannschaftsverantwortlicher hatte im Kölner Derby bei den Rheindörfern Nord eine Schiedsrichterin angegriffen, sodass sich das Bezirkssportgericht gezwungen sah, durchzugreifen. Rein rechnerisch sind die Schönenbacher also Tabellenführer. Siebertz will weiterhin über Platzierungen nicht reden, auch weil sich die Situation nach der nächsten Begegnung bereits wieder ändern könnte. „Wir haben es am vergangenen Wochenende ja gesehen. Es gibt keine einfachen Gegner in der Liga“, sagt er und warnt im Besonderen vor den Hoffnungsthalern: „Dort ist immer aufgeheizte Stimmung bei den Zuschauern. Der Trainer weiß auch, wie er seine Mannschaft motivieren soll. Dort geht es immer zur Sache. Zu Hause haben wir Hoffnungsthal oft genug geschlagen. Aber dort ist es immer schwierig.“

 

„Im besten Falle ruhig bleiben“, heißt die Marschroute, die Siebertz seiner Truppe mit auf den Weg geben will. Und möglicherweise ein defensives Spielkonzept, wie schon zu Beginn der Partie gegen Hürth. „Das hat gut funktioniert. Unser erstes Tor ist aus einem Konter heraus gefallen, das zweite war zwar nach einer Ecke, die ist aber auch aus einem Konter entstanden“, erklärt er seine Überlegungen, will aber erst am Spieltag entscheiden, wie man zu Werke gehen will. Fehlen wird Elham Isakoski, der gerade erst eine Sperre wegen einer Gelb-Roten Karte abgesessen hat und sich bei seiner Rückkehr auf den Platz gleich die fünfte Verwarnung abholte. Astrit Dauti und Rolf Unzola sind längerfristig verletzt und Sven Wurm konnte wegen Leistenbeschwerden erneut nicht trainieren. Zurück im Team ist derweil Berkan Durdu nach seiner Rotsperre. (thg)

 

 

SV Frielingsdorf – SC Brühl (Sonntag, 15:15 Uhr).

 

Hinspiel: 7:3.

 

Es fehlen: Etienne Parmentier, Leon Dema, Gianluca Fliegner, Maurice Häger, Laurin Schenk, Yannick Blumberg, Niklas Grumann, Jannis Everding, Luca Everding.

 

Einsatz fraglich: Timo Weber, Vincent Diewerge.

 

Zum Spiel: Von „Pflichtsiegen“ zu sprechen, fällt Fußballtrainern schwer, schließlich kommen Außenseitererfolge bzw. faustdicke Überraschungen regelmäßig vor. Nachfragen kann man unter anderem beim FC Liverpool, der am Dienstag in der Premier League gegen den Tabellenletzten Wolverhampton verlor. Auch SVF-Coach Andy Dreiner hütet sich davor, das „P-Wort“ in den Mund zu nehmen. Dass seine Mannschaft allerdings als Favorit in die nächste Partie geht, steht außer Frage. Das abgeschlagene Schlusslicht aus Brühl gibt seine Visitenkarte in der ONI-Arena ab.

 

„Wir haben natürlich die Zielsetzung, drei Punkte zu holen, aber die Situation ist trügerisch. Wir treffen auf einen Gegner, der nichts zu verlieren hat. Im Vorfeld zu denken, dass wir leichtes Spiel haben, darf sich auf keinen Fall in den Köpfen der Spieler festsetzen“, fordert der Trainer einen konzentrierten Auftritt seiner Schützlinge.  Für den Mitaufsteiger Brühl ist die Saison bis hierhin wie ein einziger Alptraum verlaufen. Lediglich einen Dreier - 3:2 bei Schwarz-Weiß Köln - konnten die Schlossstädter verbuchen, die übrigen Begegnungen gingen größtenteils deutlich verloren. In Hinspiel behielt Frielingsdorf in einem Zehn-Tore-Spektakel die Oberhand.   

   

Angesichts eines Rückstands von zwölf Punkten zum rettenden Ufer bräuchte der Inhaber der Roten Laterne ein echtes Wunder, um den direkten Wiederabstieg zu verhindern. Mit Taner Durdu, der in der vergangenen Spielzeit übergangsweise den SV Schönenbach betreut hatte, steht bei den Brühlern inzwischen ein alter Bekannter an der Seitenlinie. Dessen Vorgänger Marcel Müller, nach der Demission von Arif Cinar erst seit Ende Oktober im Amt, hatte während der Wintervorbereitung seinen Rücktritt erklärt. Die Pleitenserie konnte der Klub auch unter Durdus Regie nicht stoppen. Nach einem 0:6 gegen Rheinsüd Köln gab’s zuletzt ein 1:2 gegen den TFC Köln.

 

Die Frielingsdorfer sind ebenfalls mit null Zählern in die Rückrunde gestartet, doch die Leistung beim jüngsten 0:2 gegen Aufstiegsaspirant Jan Wellem Bergisch Gladbach stimmt zuversichtlich. Einzig die schwache Chancenverwertung verhinderte ein Erfolgserlebnis der Dreiner-Elf. „Wir müssen am Sonntag die gleiche Galligkeit, den gleichen Willen und die gleiche Überzeugung wie gegen Jan Wellem auf den Platz bringen“, so der Coach, der auf den beruflich verhinderten Etienne Parmentier verzichten muss. Dafür steht Niklas Yegin nach seiner Handverletzung vor der Rückkehr in den Kader. Niklas Grumann hat das Training wieder aufgenommen, ist für das Brühl-Spiel aber noch keine Option. (lo)        

 

Vorschau Jugendfußball

 

A-Junioren Bezirksliga (12. Spieltag)

TuS Untereschbach – FV Wiehl (Samstag, 18:30 Uhr)

 

B-Junioren Mittelrheinliga (16. Spieltag)

SV Bergisch Gladbach 09 – FV Wiehl (Sonntag, 11 Uhr)

 

C-Junioren Bezirksliga (1. Spieltag)

FV Wiehl – CfB Ford Niehl (Samstag, 14 Uhr)

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