FUSSBALL

Mühlmann würde sich über "Bonuspunkt" freuen

thg, lo; 19.03.2026, 09:00 Uhr
Archivfoto: Dietmar Scherbaum --- Jordy Schurzmann und der FV Wiehl haben ein schweres Auswärtsspiel vor der Brust.
FUSSBALL

Mühlmann würde sich über "Bonuspunkt" freuen

thg, lo; 19.03.2026, 09:00 Uhr
Oberberg - Landesliga: Der FV Wiehl trifft auf die Mannschaft der Stunde, Nümbrecht hakt den Aufstieg ab - Bezirksliga: Frielingsdorfer Hammerprogramm startet gegen Rheindörfer Nord, Schönenbach erwartet in Zündorf ein heißes Pflaster.

Vorschau Landesliga (20. Spieltag)

 

SC Borussia Lindenthal-Hohenlind – FV Wiehl (Sonntag, 15:30 Uhr).

 

Hinspiel: 3:1.

 

Es fehlen: Marvin Bollow, Rene Gailowitz, Kevin Derksen, Gino Lanfranco.

 

Einsatz fraglich: Alexander Marks, Toni Skoro.  

 

Zum Spiel: Am vergangenen Sonntag hätte für den FV Wiehl das Oberberg-Duell gegen die 2. Mannschaft von Eintracht Hohkeppel auf dem Programm gestanden. Da das Gästeteam in der Winterpause vom Spielbetrieb abgemeldet wurde, hatte die Mannschaft von Sascha Mühlmann spielfrei. Ungeachtet dessen wurde eine normale Trainingswoche absolviert, bevor sich Spieler und Trainer am Samstag zu einem Paddel-Turnier mit anschließendem Essen und Ausflug nach Köln trafen. Einige Akteure liefen sonntags in der Kreisliga A-Reserve auf und halfen mit, einen 4:1-Erfolg gegen Immekeppel einzufahren.     

 

Derweil ist das Feld im unteren Bereich des Landesliga-Klassements enger zusammengerückt. Der 1. FC Spich bezwang Flittard (18 Punkte) mit 3:1 und steht nun bei 17 Zählern, Schlebusch (14) und Marialinden (20) trennten sich in einem weiteren Kellerduell mit einem 1:1-Unentschieden. Dadurch rutschten die Wiehler (19) auf den elften Rang ab. Der Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz, den Schlebusch belegt, beträgt nun fünf Punkte.

 

Kein Ruhekissen für Mühlmann und Co., die vor einer kniffligen Auswärtshürde stehen. Der SC Borussia Lindenthal-Hohenlind ist deutlich im Aufwind, seit dem 9. Spieltag ungeschlagen. Dank dieser ausgezeichneten Bilanz sind die Kölner auf den dritten Platz vorgerückt und können sich berechtigte Aufstiegshoffnungen machen. „Das ist momentan die vielleicht schwierigste Aufgabe, die man in der Liga haben kann“, weiß Mühlmann, dass die Trauben auf der Westkampfbahn im Schatten des RheinEnergie-Stadions sehr hoch hängen. Exemplarisch nennt er die gefährliche Borussia-Sturmreihe um Winterneuzugang Ricky Fritzen, Florian Hensel und Terrence Suso, der beim jüngsten 3:2-Sieg im Derby gegen Blau-Weiß Köln alle drei Treffer erzielte. „Außerdem haben sie mit Justus Urbig den aus meiner Sicht besten Sechser der Liga“, ergänzt der Wiehler Trainer.       

 

Jedenfalls präsentieren sich die Lindenthaler als Einheit mit wenigen Schwächen. Das mögliche Gegenrezept aus FV-Sicht? „Wir müssen genauso wie in der ersten Halbzeit gegen Bad Honnef gut verteidigen, vom Stürmer bis zum Torwart. Unsere Umschaltaktionen und Chancen bekommen wir eigentlich immer. In der zweiten Halbzeit gegen Bad Honnef wollten wir dann zu schnell zu viel und sind bestraft worden“, blickt Mühlmann auf die 1:4-Pleite vor zehn Tagen zurück. In einer großen Drucksituation befinde man sich nicht, „dennoch wäre es mal an der Zeit, auch gegen einen aus den Top fünf einen Bonuspunkt einzusammeln“, so Mühlmann.

 

Zu den Langzeitverletzten hat sich Marvin Bollow mit einem Bänderriss gesellt. Hinter den Einsätzen von Toni Skoro und Alexander Marks (beide Infekt) steht noch ein Fragezeichen. Dafür können Louis Usko und Niclas Zeder wieder mitwirken. (lo)

 

 

SSV Homburg-Nümbrecht – Blau-Weiß Köln (Sonntag, 15:15 Uhr).

 

Hinspiel: 4:0.

 

Es fehlen: Fritz Schäfer, Sebastian Ramspott, Tom Hillenbach.

 

Einsatz fraglich: Niklas Goße.

 

Zum Spiel: Die große Standortbestimmung ist vorzeitig abgeschlossen. Eigentlich wollte man im Lager der Nümbrechter erst nach den fünf Heimspielen in Folge Bilanz ziehen, doch nach der jüngsten Niederlage unter Flutlicht gegen den FSV Neunkirchen-Seelscheid gibt es für SSV-Trainer Marcus Voike nichts mehr schönzureden. „Noch ist alles möglich, aber nüchtern betrachtet müssen wir doch ehrlich sagen, dass es vorbei ist. Wir sollten uns jetzt keinen Kopf mehr machen. Der Druck ist jetzt weg“, hat Voike das Kapitel Aufstieg abgehakt. Statt der erträumten vier Heimsiege sammelten die Nümbrechter bislang lediglich magere fünf Zähler ein. Zu wenig, um die Ligaspitze zu gefährden. Der Primus aus Brauweiler ist bereits 14 Punkte entfernt und der Tabellenzweite aus Seelscheid hat nach dem jüngsten Erfolg schon neun Zähler Vorsprung auf die Nümbrechter.

 

„Ich habe es schon einmal gesagt. Wir sind eine ordentliche Truppe, die in den vergangenen Jahren auch oben mitgespielt, aber den Aufstieg nie geschafft hat. Wenn man einen Lauf hat, dann kann man Erster bis Vierter werden, aber wenn mal ein Tief kommt, dann spielt man auch schnell gegen den Abstieg. Jeder kann hier jeden schlagen, aber es muss alles passen. Wir hätten fünf Punkte mehr haben können, aber mit ein bisschen Pech hätten es auch sechs weniger sein können. Wir können nicht jeden einfach so weghauen“, erklärt Voike den schmalen Grat, auf dem man sich in der Landesliga bewegt. Voike will, dass sein Team nun entspannter in die nächsten Wochen geht: „Ich hoffe, dass wir jetzt in einen Flow kommen. Wir werden wieder einen Plan haben, werden aber auch etwas Glück brauchen. Aber wir sind selbst dafür verantwortlich, unsere Qualität auf den Platz zu bringen. Im Moment kriegen wir das nicht so hin, wie wir und das vorstellen. Aber es gibt ja auch Gegner. Und die haben auch gute Zocker in ihren Mannschaften.“

 

Und das gelte auch für Blau-Weiß Köln: „Das wird der nächste schwere Gegner. Es ist eine spielstarke und giftige Mannschaft mit einem großen Kader. Da spielen viele Studenten. Man weiß nie, auf wen man trifft. Sie haben jetzt nur knapp gegen Lindenthal verloren, aber das ist kein Maßstab für unser Spiel. Es kann sein, dass am Sonntag fünf andere Spieler in der Startelf auflaufen“, will sich Voike nicht zu sehr den Kopf über den Gegner zerbrechen. Die Personalsituation entspannt sich derweil. Von den Langzeitausfällen hat es Dean-Robin Paes schon zurück auf den Platz geschafft, Fritz Schäfer könnte Spielpraxis in der Reserve erhalten. Sebastian Ramspotts Rückkehr erwartet Voike nach der Osterpause. Ein Comeback von Tom Hillenbach ist noch nicht in Sicht. (thg)

 

WERBUNG

Vorschau Bezirksliga (20. Spieltag)

 

SV Frielingsdorf – SpVg. Rheindörfer Nord (Sonntag, 15:15 Uhr).

 

Hinspiel: 1:2.  

 

Es fehlen: Philipp Schmidt, Fabian Januszewski, Leon Dema, Gianluca Fliegner, Maurice Häger, Laurin Schenk, Yannick Blumberg, Jannis Everding, Luca Everding.

 

Zum Spiel: Die beste Nachricht für den SV Frielingsdorf am Wochenende war, dass die Kellerkinder TFC Köln und Schwarz-Weiß Köln in ihren Partien den Kürzeren zogen und der Vorsprung auf die Abstiegsplätze weiterhin neun Zähler beträgt. Ansonsten gab es nichts Positives zu vermelden. Beim 1:4 im Aufsteigerduell gegen den Heiligenhauser SV lieferten die Schützlinge von Andy Dreiner einen der schwächsten Auftritte in dieser Saison ab, der Coach sprach unmittelbar nach Abpfiff gar von einer desolaten Leistung sowie von Defiziten in punkto Galligkeit und Intensität.

 

Mit ein paar Tagen Abstand relativiert er die Aussage ein wenig. „Ich mache den Jungs nie einen Vorwurf, doch es haben einfach die letzten Prozentpunkte an Leidenschaft gefehlt, was uns in dieser Liga nicht passieren darf“, unterstreicht Dreiner. Die aktuelle Entwicklung gefällt dem Übungsleiter nicht: Von bislang vier Rückrundenmatches gingen drei verloren. Setzt sich dieser Trend fort, wird das letzte Saisondrittel eine alles andere als entspannte Angelegenheit für die Frielingsdorfer, die nun hintereinander weg auf vier Klubs aus den Top fünf treffen. Da kann das Polster auf die rote Zone schnell in sich zusammenfallen, zumal es keine Garantie dafür gibt, dass die Konkurrenten in den Niederungen des Tableaus dauerhafte Punktelieferanten bleiben.

 

Den Auftakt zum Hammerprogramm bildet die Begegnung gegen den aktuellen Tabellenfünften Rheindörfer Nord, der sich im Dunstkreis der Aufstiegsplätze bewegt. Der Abstand zu Rang zwei, der ziemlich sicher zum Gang in die Landesliga berechtigt, beträgt fünf Zähler. Dreiner charakterisiert die Gäste als spielstark und gut besetzt. Er ist sich im Klaren darüber, dass eine Steigerung vonnöten ist, will der SVF etwas Zählbares einfahren.

 

„Wir brauchen wieder einen besseren Rhythmus zwischen Defensive und Offensive“, so der Trainer. „Wir benötigen mehr Stabilität und müssen die einfachen individuellen Fehler abstellen. Wir wissen, dass wir in den kommenden Wochen der Underdog sind, haben aber in der Hinrunde gezeigt, dass wir auch in diesen Spielen unsere Chance haben. Wir werden versuchen, mutig Fußball zu spielen - aus einer guten Kompaktheit heraus.“ Neben den Langzeitverletzten und Fabian Januszewski, der in Heiligenhaus mit Gelb-Rot vom Feld gestellt wurde, wird mit Philipp Schmidt auch der beste Torschütze (15 Treffer) ausfallen. Er sah am vergangenen Sonntag seine fünfte Gelbe Karte. Niklas Grumann hat zuletzt nach längerer Leidenszeit sein Comeback in der 2. Mannschaft gefeiert. (lo)

 

 

Germania Zündorf – SV Schönenbach (Sonntag, 15 Uhr).

 

Hinspiel: 1:4.

 

Es fehlen: Niklas Jung, Astrit Dauti, Pascal Königs.

 

Einsatz fraglich: Sven Wurm, Rolf Unzola.

 

Zum Spiel: Der jüngste 1:0-Erfolg im Heimspiel gegen den CfB Ford Niehl war für die Schönenbacher wie ein Befreiungsschlag. Nach einer Niederlage gegen Bergfried Leverkusen, einem glücklichen 5:4-Erfolg gegen die Zweitvertretung des FC Hürth und der Pleite beim TV Hoffnungsthal hatte Matthias Siebertz, Sportlicher Leiter des SVS, harte Worte für die Bewertung der Leistungen seiner Mannschaft gefunden. Auch wenn der Sieg nur knapp ausgefallen ist – diesmal war er zufrieden: „Wichtig war, dass bei allen der Einsatz gestimmt hat. Wir waren klar überlegen und hätten viel höher gewinnen müssen. Aber ich bin nicht traurig, dass es nicht so gekommen ist“, sagt Siebertz.

 

Seine Befürchtung: Ein Kantersieg könne die Auftritte der vergangenen Wochen in Vergessenheit geraten lassen. „Man weiß ja, was manchmal mit Fußballern dann passiert. Sie fallen in altbekannte Muster zurück. Ich hoffe jetzt, dass alle verstanden haben, worum es geht und was wir für Möglichkeiten haben“, erklärt Siebertz. Die Germania aus Köln-Zündorf besiegte man in der Hinrunde auf eigenem Platz deutlich. Für das Rückspiel erwartet Siebertz aber andere Verhältnisse und macht sich auf ein heißes Pflaster gefasst. „Wir spielen jetzt das achte Mal gegen sie. In Zündorf war es immer schwieriger“, erinnert er sich an eine aufgeheizte Atmosphäre auf der unweit des Rheins gelegenen Sportanlage.

 

Aber auch aus sportlicher Sicht können sich die Schönenbacher auf andere Verhältnisse einstellen. Die Zündorfer haben sich, angesichts des gefährdeten Klassenerhalts, in der Winterpause neu aufgestellt. Andreas Dick hat nach dem Rücktritt von Daniel Werken das Traineramt übernommen. Der 36-Jährige kann auf viele Jahre in höheren Klassen zurückblicken und war in früheren Jahren Stammkraft bei der Zweitvertretung des 1. FC Köln und dem Bonner SC, wo er etliche Partien in der Regionalliga bestritt. In Zündorf fungiert er als Spielertrainer. Zudem verstärkte man sich mit Offensivspieler Jakub Merlan-Jarecki und Torwart Alex Gorr vom Landesligisten FV Bonn-Endenich sowie Stürmer Elias Oulahyane vom 1. FC Spich, ebenfalls aus der Landesliga. Seither holten die Kölner fünf Punkte aus vier Spielen und verloren nur gegen den Primus Deutz 05.

 

Siebertz ist aber optimistisch: „Wenn wir so spielen wie am Sonntag gegen Niehl, dann haben wir gute Möglichkeiten, etwas mitzunehmen.“ Die Liste der Ausfälle wird derweil ein wenig kleiner. Patrick Schmidt ist ebenso zurück im Aufgebot wie Bakary Conde. Rolf Unzola hat immerhin das Training aufgenommen, sein Einsatz ist aber ungewiss. Ebenso fraglich ist das Mitwirken von Abwehrchef und Co-Trainer Sven Wurm, der am vergangenen Sonntag, trotz anhaltender Adduktorenprobleme, auf die Zähne gebissen hatte. (thg)

 

Vorschau Jugendfußball

 

A-Junioren Bezirksliga (14. Spieltag)

FV Wiehl – FV Preußen Bonn (Samstag, 16 Uhr)

 

B-Junioren Mittelrheinliga (18. Spieltag)

SV Eilendorf – FV Wiehl (Samstag, 19 Uhr)

 

C-Junioren Bezirksliga (3. Spieltag)

FC Viktoria Birkesdorf – FV Wiehl (Samstag, 14:45 Uhr)

 

D-Junioren Bezirksliga (3. Spieltag)

FV Wiehl – FC Wegberg-Beeck (Samstag, 12:30 Uhr)

WERBUNG