FUSSBALL

Lindlar droht kompletter Fehlstart – Wie verdaut Hohkeppel II die 2:7-Klatsche?

lo, thg; 17.09.2026, 10:00 Uhr
Archivfoto: Thomas Giesen --- Frielingsdorf und Hohkeppel II treten am Sonntag auswärts an.
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Lindlar droht kompletter Fehlstart – Wie verdaut Hohkeppel II die 2:7-Klatsche?

lo, thg; 17.09.2026, 10:00 Uhr
Oberberg - Ungeschlagene Frielingsdorfer treten bei Schwarz-Weiß Köln an - Wipperfürth nach 0:6 in Hoffnungsthal gegen das nächste Top-Team gefordert – SVE-Reserve will gegen Rheindörfer Nord Wiedergutmachung betreiben - Tor- und punktlose Lindlarer vor hoher Auswärtshürde.

Vorschau Bezirksliga (4. Spieltag)

 

Schwarz-Weiß Köln – SV Frielingsdorf (Sonntag, 15:15 Uhr).

 

Es fehlen: Etienne Parmentier, Niklas Grumann, Niklas Yegin, Luca Everding, Yannick Blumberg.

 

Zum Spiel: Der SV Frielingsdorf führt die Bezirksliga an, gehört zusammen mit Aufsteiger Weiler-Volkhoven und DJK Südwest Köln zu den Teams, die noch ungeschlagen sind. Nun ist es nicht so, dass die Tabelle am Scheelbach tausendfach ausgedruckt und aufgehängt wird. Trotzdem ist das bisherige Abschneiden mehr als zufriedenstellend. „Wir haben einen Top-Start hingelegt. Wenn uns vorher jemand gesagt hätte, dass wir nach drei Spieltagen sieben Punkte haben, hätten wir sofort einen Haken dahinter gemacht“, sagt Trainer Andy Dreiner und fügt mit Blick auf die zurückliegenden Partien an: „In den Derbys gegen Hohkeppel II und Lindlar haben wir überzeugende Leistungen gezeigt und zurecht gewonnen. Gegen Jan Wellem war es dank einer geschlossenen Mannschaftsleistung ein verdienter Punkt.“

 

Am kommenden Wochenende wartet mit Schwarz-Weiß Köln ein spezieller Kontrahent auf den SVF. Speziell deshalb, weil die Hausherren für gnadenlose Offensivpower, aber auch eine gewisse Anfälligkeit stehen. Beim 4:3 gegen Flittard sowie beim überraschend deutlichen 7:2 gegen die Hohkeppeler Reserve überwogen die Qualitäten im Angriff. Ferner erinnert Dreiner an die Begegnungen in der vergangenen Spielzeit, als es beim 6:5 im Hinspiel sowie beim 2:3 zu Beginn der Rückrunde in Dauerschleife rauf- und runterging.

 

„Das waren sehr emotionsgeladene Duelle. Schwarz-Weiß ist eine Mannschaft, die sich in einen Flow spielen kann, und über eine sehr gute Mentalität verfügt. Wir stellen uns auf einen Gegner ein, der uns alles abverlangen wird. Gleichzeitig können wir mit einem guten Gefühl dorthin fahren. Wenn es uns gelingt, an die Sachen anzuknüpfen, die wir in den letzten Spielen gut gemacht haben, bin ich guter Dinge, dass wir dort etwas holen“, erläutert Dreiner, der auf Etienne Parmentier (Urlaub) verzichten muss. Auch Niklas Yegin und Niklas Grumann sind weiterhin zum Zuschauen gezwungen. (lo)         

 

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VfR Wipperfürth – DJK Südwest Köln (Sonntag, 15:15 Uhr).

 

Es fehlen: Felix Schymatzkek, Luis Zapp, Mats Heinzemann, Eduard Koop, Theo Kruschinski.

 

Einsatz fraglich: Julian Dewald, Enrico Januschewski.

 

Zum Spiel: Für den VfR Wipperfürth endete der erste „wirkliche Gradmesser“, so die Formulierung von Trainer Norbert Scheider im Vorfeld, mit einer Bauchlandung. Eine 0:6-Packung handelten sich die Hansestädter am Hoffnungsthaler Bergsegen ein. Die Erklärung für die klare Pleite - es war die erste Liga-Niederlage seit knapp elf Monaten -  ist recht simpel: In der Defensive fanden die Wipperfürther keinen Zugriff, zusätzlich erschwert wurde die Unternehmung durch den frühen Platzverweis gegen Eduard Koop, der laut Scheider für zwei Spiele gesperrt wurde. Bereits zur Pause führte der TVH mit 4:0, individuelle Fehler begünstigten kurz vor Schluss zwei weitere Gegentreffer.

 

„Wir müssen wieder an unsere Leistungsgrenze kommen“, fordert Scheider vor dem Hintergrund, dass ebendiese in Hoffnungsthal nicht in Sichtweite war. „Wichtig wird sein, so sicher zu stehen, wie wir es gewohnt sind, und dann vorne die Chancen, die wir haben, zu nutzen.“  Leichter werden die Aufgaben in den nächsten Wochen nicht, wie der Coach betont. Am Sonntag gastiert einer der Aufstiegskandidaten in Wipperfürth. In der vergangenen Spielzeit war DJK Südwest Köln knapp am Vorhaben gescheitert, auf direktem Wege in die Landesliga zurückzukehren, und musste als Tabellendritter dem SV Deutz 05 und dem SV Schönenbach den Vortritt lassen.

 

Die Domstädter gelten als eine der spielstärksten Mannschaften in der Liga, haben unter anderem mit den Zwillingen Philipp und Hendrik Graf zwei Akteure in ihren Reihen, die jederzeit den Unterschied ausmachen können. „Der Gegner ist in der Offensive sehr stark besetzt, man sieht aber auch, dass er relativ viele Gegentore kassiert“, hofft Scheider, dass sich seine Abteilung Attacke besser in Szene setzen kann als vor Wochenfrist. Im Abwehrbereich ist der Übungsleiter indes zum Puzzeln gezwungen, da neben den gesperrten Koop und Mats Heinzemann auch Urlauber Felix Schymatzek nicht zur Verfügung steht. Luis Zapp ist ebenfalls auf Reisen, noch dazu wackeln die Einsätze von Julian Dewald (Zerrung) und Enrico Januschewski (Infekt). (lo) 

 

 

SpVg. Rheindörfer Nord – Eintracht Hohkeppel II (Sonntag, 15:15 Uhr).

 

Es fehlt: keiner.

 

Zum Spiel: Die Hohkeppeler blicken auf einen desaströsen Sonntag zurück. Nach dem überraschenden 5:1-Erfolg über den SSV Jan Wellem mit großem Selbstvertrauen ins Spiel gegen Schwarz-Weiß Köln gegangen, kassierte das Team von Trainer Jesse Muambay eine 2:7-Klatsche. Die Niederlage hat offenbar Spuren hinterlassen. So einfach abhaken will man den Auftritt nicht. „Wir werden mit einem etwas veränderten Kader zum Spiel gegen die Rheindörfer fahren. Ich habe wegen des letzten Spiels einige Entscheidungen getroffen. Ich werde jetzt genauer hinschauen, wen ich zu den Spielen mitnehme. Es wird Veränderungen geben“, kündigt Muambay Konsequenzen an, will aber nicht konkreter werden.

 

Vor allem die Defensivarbeit hat dem Coach gar nicht gefallen. „Wir sind auf Wiedergutmachung aus. Wir wollen zeigen, dass wir die Qualität für diese Bezirksliga haben und wollen zeigen, dass wir verteidigen können, bevor wir an ein Offensivspektakel denken. Für mich ist wichtig, die Tugenden des Fußballs zu zeigen und dazu gehört gutes Verteidigen.“ Das dürfte gegen die Rheindörfer von großer Bedeutung sein, denn die Spielgemeinschaft aus den Kölner Stadtteilen Merkenich und Rheinkassel-Langel hat bereits zwei Kantersiege auf dem Konto. Nach einem enttäuschenden Auftakt im Nordstadtderby gegen den Aufsteiger SC Weiler-Volkhoven besiegten die Rheindörfer die Zweitvertretung des FC Hürth mit 7:1 und fegte jüngst den Landesligaabsteiger SpVg. Köln-Flittard mit 7:0 vom Platz.

 

„Die Rheindörfer sind sehr gut in die Saison gestartet. Sie haben einen guten Lauf und eine gute Form. Was auffällt ist, sie schießen viele Tore und kassieren sehr wenige. Das ist eine sehr intakte Mannschaft. Sie wirken sehr reif. Wir müssen schauen, dass wir an dem Tag dem Niveau gerecht werden. Es wird wieder ein komplett anderes Spiel als gegen Schwarz-Weiß Köln. Da muss alles sitzen, damit es funktioniert“, ist sich Muambay der Schwere der Aufgabe bewusst. Unterstützung wird es derweil aus der 1. Mannschaft geben. Am vergangenen Sonntag hat das allerdings nicht zum Erfolg geführt. (thg)

 

 

Jan Wellem Bergisch Gladbach – TuS Lindlar (Sonntag, 15:30 Uhr).   

 

Es fehlen: Simon Schreiner, Vesor Gashi, Roberto Bruni, Fabio Römer, Marius Mukherjee, Tim Schmitz.

 

Einsatz fraglich: Jack Devern, Gian Luca Wester.

 

Zum Spiel: Dem TuS Lindlar droht der komplette Fehlstart: Nach den Nullrunden zum Auftakt gegen Wipperfürth, Frielingsdorf und Niehl rangiert der Aufsteiger auf dem vorletzten Tabellenplatz, nur Absteiger Flittard ist genauso schlecht aus den Startlöchern gekommen. Zudem sind die Lindlarer das einzige Team, das bislang noch keinen Treffer erzielt hat. Und ausgerechnet jetzt geht’s zum Jan Wellem Bergisch Gladbach, dessen Motor allerdings derzeit stottert. So holten sich die Gastgeber vor zwei Wochen eine völlig überraschende 2:7-Schlappe gegen Hohkeppel II ab und gegen Frielingsdorf reichte es für den Titelaspiranten lediglich zu einem Remis.

 

Die Lindlarer Hoffnungen ruhen nicht nur darauf, dass die Bergisch Gladbacher bislang nicht ins Rollen gekommen sind, sondern auch auf dem ordentlichen Auftritt gegen Niehl. Bei der 0:1-Niederlage schrammte man knapp am ersten (Teil-)Erfolg vorbei. „Klar hat Jan Wellem einen super Kader und sie sind der große Aufstiegsfavorit, aber so richtig rund läuft es bei ihnen noch nicht. Daher ist es wahrscheinlich besser, dass wir jetzt und nicht später auf sie treffen“, sagt Marcel Besgen vom Trainerteam.

 

Entscheidend für einen möglichen Coup am Rübezahlwald sei eine bessere Verwertung der sich bietenden Torchancen. Viele davon werden sich den Lindlarern, die sich auf dem relativ kleinen Platz auf Kompaktheit, entschlossenes Verschieben und Umschaltmomente konzentrieren werden, vermutlich nicht bieten. „Vor dem Tor müssen wir konsequenter sein als gegen Niehl“, so Besgen. Personelle Änderungen im Angriff sind nicht auszuschließen, ansonsten kehren Simon Hoffmann und Max Frangenberg in den Kader zurück. Einen Schichtwechsel gibt es derweil zwischen den Pfosten: Marco Bong befindet sich wieder im Lande und löst Simon Schreiner, der sich seinerseits in den Urlaub verabschiedet, ab. (lo)        

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