FUSSBALL

Für Schönenbach wächst der Druck

thg, lo; 08.10.2026, 12:00 Uhr
Fotos: Thomas Giesen --- Beim SV Deutz reichte es für den SV Schönenbach jüngst nicht, Punkte einzufahren. Im Heimspiel gegen den TuS Mondorf will das Team "den Bock umstoßen".
FUSSBALL

Für Schönenbach wächst der Druck

thg, lo; 08.10.2026, 12:00 Uhr
Oberberg - Die Reisewitz-Elf will zu Hause den Bock umstoßen - Wiehl steht in der Fremde vor hoher Hürde - Nümbrecht mit dem siebten Auswärtsspiel in Serie.

Vorschau Landesliga (7. Spieltag)

 

SV Schönenbach – TuS Mondorf (Sonntag, 15:15 Uhr).

 

Es fehlen: Sven Wurm, Niels Smuda.

 

Zum Spiel: Bei den Schönenbachern wächst allmählich der Druck. Konnte Trainer Torsten Reisewitz die 0:6-Niederlage gegen den Ligadominator FV Bonn-Endenich noch als unabwendbar hinter sich lassen, schmerzte das jüngste 1:2 im Aufsteigerduell gegen den SV Deutz deutlich mehr. „Wir stehen zwar noch nicht mit dem Rücken zur Wand, aber wir haben es noch nicht geschafft, konsequent zu performen. Wir sind gezwungen, auch gegen Gegner wie Mondorf mal etwas zu holen. Wir hätten insgesamt vielleicht drei Zähler mehr haben können, aber unsere Leistung war nicht gut genug, um regelmäßig zu punkten“, befürchtet Reisewitz, dass man möglicherweise bald doch mit dem Rücken zur Wand stehen könnte.

 

Derzeit rangiert nur der FV Wiehl in der Tabelle hinter den Schönenbachern. Bis zu Platz zehn sind es allerdings nur drei Punkte Abstand. Verloren ist also längst nicht alles. Sich aus der roten Zone herauszuarbeiten, bedarf es aber nun einer deutlichen Leistungssteigerung, denn mit dem Tabellendritten aus Mondorf kommt ein Gegner, der mit den Deutzern mindestens auf Augenhöhe ist. „Das ist eine Topmannschaft. Sie haben mit Haytam Bouskouchi einen super Stürmer. Sie sind zielstrebig und haben ein super Tempo. Das wird genauso anspruchsvoll wie Deutz“, weiß Reisewitz, was auf seine Elf zukommt. Als mahnendes Beispiel steht der SSV Nümbrecht, der beim TuS mit 1:6 schwer unter die Räder kam.

 

Reisewitz sieht die Partie in Deutz als Spiegel der vergangenen Wochen. In der ersten Hälfte bekam man die eigene Leistungsfähigkeit nicht auf den Platz und fing sich einen 0:2-Rückstand ein, der nach dem Seitenwechsel nicht mehr aufzuholen war. „Wir müssen über 90 Minuten als Mannschaft funktionieren. Zumindest müssen wir es schaffen, defensiv stabil zu stehen und nicht in Rückstand zu geraten. Das ist die größte Aufgabe, die wir haben. Wenn die Mondorfer in Führung gehen und anschließend ihr Umschaltspiel aufziehen können, dann wird das ein ganz dickes Brett für uns. Wir haben den Anspruch, zu Hause etwas zu holen. Wir wollen den Bock umstoßen“, so Reisewitz.

 

Der Kader der Gastgeber ist weitgehend komplett. Gabriel Werner, der gegen Deutz kurzzeitig ausgefallen war, ist zurück im Aufgebot. Sven Wurm muss wegen seiner Rotsperre noch ein Spiel absitzen und Niels Smuda ist nach seiner Knieverletzung noch nicht wieder fit. (thg)

 

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Grün-Weiß Brauweiler – FV Wiehl (Sonntag, 15:15 Uhr).

 

Es fehlen: Louis Usko, Felix Krüger, Nick Lamsfuß, Paul Neuendorff, Rene Gailowitz.
 

Zum Spiel: Ein zartes Pflänzchen der Hoffnung ist aufgekeimt: Der FV Wiehl verbuchte im Derby gegen den SSV Homburg-Nümbrecht den ersten Punkt in dieser Saison. Dass die Hausherren etwas Zählbares aus dem Nachbarschaftsduell mitnehmen, war nicht unbedingt vorherzusehen. Der Verein hatte nach dem Rücktritt des langjährigen Coaches Sascha Mühlmann, der sein Amt unmittelbar nach der bitteren 1:2-Niederlage gegen den TuS Marialinden zur Verfügung gestellt hatte, einige turbulente Tage zu überstehen, wie auch der spielende Co-Trainer Jan Peters, der die Mannschaft interimsweise im Verbund mit Marek Lesniak betreut, bestätigt. „Das war keine leichte Woche für alle Beteiligten.“    

 

Umso mehr freuten sich Peters und Co. über die engagierte Leistung gegen den Lokalrivalen. Auch wenn in fußballerischer Hinsicht längst noch nicht alles funktionierte, zeigte das Wiehler Ensemble aber die Mentalität, die im Abstiegskampf zwingende Grundvoraussetzung ist. Und das Spielglück kam diesmal auch hinzu. Kurz vor dem Ende scheiterte der SSV am Pfosten und verpasste damit den späten Knockout. „Wir haben uns als Team gut zusammengerissen und im Training und im Spiel die nötige Intensität an den Tag gelegt. Ich hoffe, dass wir jetzt endlich in der Saison angekommen sind“, erklärt Peters.      

 

Am Sonntag haben die Wiehler eine schwere Aufgabe in der Fremde vor der Brust: Grün-Weiß Brauweiler durfte in der vergangenen Saison lange vom Aufstieg träumen, musste sich jedoch im Endklassement mit dem wertlosen dritten Platz begnügen. Im Sommer gab es einen kleinen Umbruch. Unter anderem beendete Nick Brisevac, Kapitän und bester Scorer der Grün-Weißen, seine Karriere. Ungeachtet dessen sind die Gastgeber ordentlich aus den Startlöchern gekommen und belegen derzeit mit zehn Punkten (und einem Spiel weniger als die Konkurrenz) den sechsten Platz.

 

„Aus meiner Sicht ist Brauweiler eine fußballerisch sehr starke Mannschaft und gerade auswärts wird das nicht leicht für uns. Ich denke aber, dass uns die Leistung im Derby einen Extraschub geben sollte. Wenn wir die Grundtugenden genauso auf den Platz bekommen wie gegen Nümbrecht, dann ist für uns auch etwas drin“, so Peters. Jordy Schurzmann ist nach seiner Schambeinentzündung wieder ins Training zurückgekehrt und eine Option für Sonntag. Genauso wie Kevin Derksen, der im Derby aus privaten Gründen gefehlt hatte. (lo)   

 

 

FC Pesch – SSV Homburg-Nümbrecht (Sonntag, 15:45 Uhr).

 

Es fehlen: Felix Klein, Fritz Schäfer, Marc Wolf, Niklas Goße.

 

Zum Spiel: Für die Nümbrechter endet am Sonntag voraussichtlich eine lange Leidenszeit. Nach dann sieben Auswärtsspielen können sich SSV-Trainer Marcus Voike und seine Schützlinge darauf freuen, endlich wieder im eigenen Stadion antreten zu können. Die Bauarbeiten auf der heimischen Platzanlage, inklusive neuer Platzdecke für ein vergrößertes Spielfeld, sollen bald abgeschlossen sein. In der Folgewoche steht dann das erste Heimspiel der Saison gegen den SC Rheinbach auf dem Programm.

 

„Betrachtet man alles, was in den Wochen war – die eingeschränkten Trainingsmöglichkeiten und dass die Mannschaft keine Heimat hat, keine eigene Kabine, die ganzen Auswärtsspiele – dann sind wir ganz gut durchgekommen, auch wenn wir den einen oder anderen Punkt mehr hätten haben können“, ist Voike froh, die Zeit recht schadlos überstanden zu haben. Zehn Punkte und Platz fünf stehen nach sechs Spieltagen der Landesliga zu Buche. Vorläufiger Höhepunkt war der Sieg im Mittelrheinpokal gegen den hoch eingeschätzten Ligakonkurrenten FV Bad Honnef am gestrigen Mittwochabend, der den Nümbrechtern weiterhin die Chance offen lässt, ein Topspiel gegen einen der ganz Großen zugelost zu bekommen den man dann in der runderneuerten Nümbrechter Arena empfangen darf.

 

Voike sprach nach dem 1:0-Erfolg zudem von „der besten Leistung“, die seine Nümbrechter seit seinem Dienstantritt abgeliefert hätten. Verschleißerscheinungen sind nach den schwierigen Wochen also nicht festzustellen. Der Coach ist mehr als zuversichtlich, dass man auch in Pesch nicht ohne Siegchance sein dürfte. „Pesch ist als Absteiger aus der Mittelrheinliga nicht gut in die Saison gestartet. Das zeigt, wie ausgeglichen es in der Landesliga zugeht“, sagt Voike. Vergleichbar mit der vergangenen Spielzeit ist der kommende Gegner allerdings nicht. Die Pescher haben nach dem Abstieg beinahe den gesamten Kader ausgetauscht und starten einen Neuanfang. Auch die Vorbereitung lief alles andere als rund, denn, genau wie bei den Nümbrechtern, hat es in Pesch Arbeiten auf der Platzanlage gegeben und ein neuer Kunstrasen wurde verlegt.

 

Voike weiß nicht genau, was ihn erwartet. „Ich bin nur froh, dass die in der gleichen Situation sind, wie wir und auch am Mittwoch im Pokal gespielt haben“, erklärt er. Für die Pescher ist die Pokalreise nach dem 1:5 gegen den SSV Merten allerdings zu Ende. (thg)

 

 

Vorschau Frauenfußball (5. Spieltag)

 

Landesliga

Union Rösrath – TuS Homburg-Bröltal (Sonntag, 13 Uhr)

 

Bezirksliga

TuS Lindlar – SV Allner-Bödingen II (Sonntag, 17 Uhr)

spielfrei: TSV Ründeroth

 

 

Vorschau Jugendfußball (6. Spieltag)

 

A-Junioren Mittelrheinliga

FV Wiehl – Blau-Weiß Königsdorf (Samstag, 16 Uhr)

 

A-Junioren Bezirksliga

SV Frömmersbach – Godesberger FV (Samstag, 17:30 Uhr/in Strombach)

 

B-Junioren Mittelrheinliga

SV Deutz 05 – FV Wiehl (Samstag, 15:15 Uhr)

 

C-Junioren Bezirksliga

FC Pesch – FV Wiehl (Samstag, 15:15 Uhr)

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