FUSSBALL

Nümbrecht gewinnt hitziges Spiel - Wiehl verliert erneut - Schönenbach feiert den ersten Sieg

thg, lo; 20.09.2026, 22:00 Uhr
Fotos: Thomas Giesen --- Der SSV Homburg-Nümbrecht behielt beim TuS Marialinden die Oberhand.
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Nümbrecht gewinnt hitziges Spiel - Wiehl verliert erneut - Schönenbach feiert den ersten Sieg

thg, lo; 20.09.2026, 22:00 Uhr
Oberberg - FV Wiehl enttäuscht auch in Oberpleis auf ganzer Linie - SVS bejubelt Premierendreier - Nümbrecht schlägt Marialinden - Die Sparkasse Gummersbach präsentiert die Landesliga (AKTUALISIERT).

TuS Marialinden – SSV Homburg-Nümbrecht 0:3 (0:1).

 

Vor der Begegnung herrschte noch ein freundschaftliches Klima zwischen den beiden Kontrahenten. Die Nümbrechter hatten eigens ein Banner in den Vereinsfarben anfertigen lassen mit der Aufschrift: „Come back stronger Snartz!“ und hingen es prominent an den Begrenzungszaun. Ein Gruß in Richtung Julian Schwarz. Der langjährige Nümbrechter, der mittlerweile im Kader der Marialindener steht, hatte sich in der Vorbereitung das Kreuzband gerissen.

 

Kaum war die Begegnung angepfiffen, war es aber vorbei mit den Freundschaftsbekundungen. Von Beginn an war Härte im Spiel und die Stimmung sollte sich im weiteren Verlauf der ersten Hälfte noch hochschaukeln. Zunächst aber ging es sportlich zur Sache und die Gäste zeigten sich spielbestimmend. Keine zehn Minuten dauerte es, da klingelte es bereits im Kasten des TuS. Nümbrechts Lukas Grünberg hatte sich auf der linken Außenbahn durchgesetzt und passte scharf in die Mitte, wo Niklas Clemens den Ball durchließ und plötzlich André Dej völlig blank in der Box stand. Ohne Mühe versenkte er das Spielgerät zur frühen Nümbrechter Führung.

 

[Felix Sievers dribbelte sich immer wieder in die gegnerische Box und sorgte für Gefahr.]

 

Die Nümbrechter machten nun Druck und wollten nachlegen. Nach einer Flanke von Felix Klein landete eine Direktabnahme von Niklas Clemens nur knapp über dem TuS-Tor (15.), acht Minuten später bereitete Dej für Henry Schäumer vor, der ebenfalls per Direktabnahme über die Querlatte zielte. Weitere drei Minuten später dribbelte sich Felix Sievers in die gegnerische Box. Sein Flachschuss landete jedoch am Pfosten, den Nachschuss von Clemens parierte Marialindens Torwart Leon Tenten in höchster Not. In Minute 33 scheiterte Clemens erneut am Keeper und auch Felix Klein traf beim Nachschuss nur den Schlussmann.

 

[Nümbrechts Trainer Marcus Voike hätte seine Elf gerne früher weiter vorne gesehen. Der SSV vergab im ersten Durchgang eine Reihe von guten Chancen.]

 

Vom Gastgeber war bis dato wenig zu sehen, doch das sollte sich nun ändern. Nach einem groben Foulspiel der Hausherren erregten sich die Gemüter auf Nümbrechter Seite, eine Rudelbildung folgte und im Durcheinander sprang TuS-Torjäger André Peters auf Felix Klein zu und griff ihm an den Hals. Klein antwortete mit einem Schubser und beide sahen die Rote Karte. Am Ende waren wohl alle froh, als der Halbzeitpfiff ertönte und sich die Gemüter beruhigen konnten. „Mit der Härte im Spiel hatten wir es schwer, in unseren Spielrhythmus zu kommen. Aber wir hatten trotzdem ausreichend Topchancen, um schon früh den Sack zuzumachen“, ärgerte sich SSV-Trainer Markus Voike über die verpassten Gelegenheiten.

 

[Lukas Grünberg (li.) bereitete den Führungstreffer von André Dej vor.]

 

Nach dem Seitenwechsel war der Dampf vom Kessel und man konnte sich auf das Sportliche Konzentrieren. Und da hatten die Nümbrechter die besseren Szenen. Dean-Robin Paes und Niklas Clemens vergaben zunächst die besten Chancen der Nümbrechter. Beide trafen nur den Torpfosten. Kilian Seinsche scheiterte aus kurzer Distanz an Torwart Tenten, ehe die Entscheidung fiel. Michael Ojesanmi steuerte kurz nach seiner Einwechslung das 2:0 bei und Dean-Robin Paes setzte mit einem sehenswerten Volleytreffer aus 16 Metern den Schlusspunkt. „Zwischenzeitlich dachte ich, nach den vielen vergebenen Chancen, dass wir gleich irgendein Gurkentor bekommen. Aber wir haben uns von all dem, was auf dem Feld passiert ist, nicht beeindrucken lassen und haben am Ende doch die Tore gemacht“, war Voike zufrieden.

 

Tore

0:1 André Dej (10.), 0:2 Michael Ojesanmi (89.), 0:3 Dean-Robin Paes (90.).

 

Besondere Vorkommnisse

Rot gegen Marialindens André Peters (34. Unsportlichkeit)

Rot gegen Nümbrechts Felix Klein (34. Unsportlichkeit)

 

SSV Homburg-Nümbrecht

Matteo Tessarolo; Felix Adamietz, Henry Schäumer, André Dej (74. Joscha Trommler), Moritz Becker, Lukas Grünberg, Ricardo Bauerfeind (87. Sebastian Ramspott), Collins Ihekaire (46. Dean-Robin Paes), Niklas Clemens (70. Kilian Seinsche), Felix Klein, Felix Sievers (82. Michael Ojesanmi).

 

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TuS Oberpleis - FV Wiehl 4:1 (2:0).

 

Dem FV Wiehl droht ein Horrorstart wie in der Vorsaison. Damals waren es zu Beginn sechs Niederlagen am Stück, heute bezog die Mannschaft gegen den Aufsteiger Oberpleis die vierte Pleite im vierten Spiel. Und von den guten Ansätzen, die die Wiehler zuletzt gegen Mondorf gezeigt hatten, war nichts mehr zu erkennen. Im Gegenteil.

 

[Moritz Becker half in der Abwehrkette, das Nümbrechter Tor sauber zu halten.]

 

„Das war nochmal schlechter als beim 0:4 gegen Deutz. Man konnte schon nach zehn Minuten merken, dass das heute nichts wird“, so Trainer Sascha Mühlmann, der A-Jugend-Kapitän Bendix Sievers zum Startelfdebüt verhalf. An dem Youngster lag es nicht, dass die Gäste kein Bein auf den Boden bekamen und mit dem Halbzeitstand von 2:0 noch gut bedient waren. „Ich weiß nicht, ob es an der Herangehensweise oder den taktischen Vorgaben lag. Letztlich nehme ich die Niederlage auf meine Kappe, aber rennen, laufen und kämpfen müssen die Jungs schon selbst“, so Mühlmann.

 

Da noch nicht einmal diese Attribute vorhanden war, besaßen die Hausherren leichtes Spiel und machten zu Beginn der zweiten Hälfte den Deckel drauf. Dem eingewechselten Jan Peters gelang noch etwas Ergebniskosmetik. Die Laune des Coaches konnte das verständlicherweise nicht aufhellen. „Man muss so ehrlich sein: Wenn wir nicht auf 120 Prozent kommen, sind wir auf der einen oder anderen Position von der individuellen Qualität her nicht landesligatauglich. Dennoch stelle ich mich ein Stück weit schützend vor die Mannschaft, weil wir erst vier Spiele gemacht haben. Aber ich muss bis Dienstag darüber nachdenken, was hier auf dem Platz passiert ist, wie ich das Ganze einordne und welche Schlüsse ich daraus ziehen muss. Es muss irgendwas passieren. Mit dem Anspruch, den wir haben, hatte das heute nicht viel zu tun“, erklärte Mühlmann.

 

Tore

1:0 Mika Thomas (15.), 2:0 Elias Tapia (29.), 3:0 Ünal Altintas (47.), 4:0 Gian-Luca Blazic (62.), 4:1 Jan Peters (68.).

 

FV Wiehl

Justin Broy; Gino Lanfranco (57. Justus Dabringhausen), Bastian Schwarz, Bendix Sievers (57. Sem Likya), Alexander Marks, Yekcan Yildirim, Vinzent Stoffel, Yannik Clemens (63. Ali Can Gültekin), Yüksel Özkan (57. Jan Peters), Elias Butzmuehlen (73. Marvin Bollow), Florian Liebelt.

 

 

SV Schlebusch – SV Schönenbach 0:2 (0:0).

 

Der Knoten ist geplatzt. Nach drei Niederlagen in Folge gelang dem Aufsteiger aus Schönenbach im Kellerduell der erste Saisonsieg. „Wir haben heute das Herz auf dem Platz gelassen. Das hätte ich mir schon für die ersten Spiele gewünscht. Am Ende hatte die halbe Mannschaft Krämpfe. Der Sieg ist für uns brutal wichtig gewesen vor dem nächsten Spiel gegen Endenich. Da können wir jetzt ohne Druck reingehen“, war Schönenbachs Trainer Torsten Reisewitz mehr als erleichtert über den ersten Dreier.

 

In der Anfangsphase sah es jedoch noch nicht nach einem Erfolg aus. Die Schlebuscher, mit nur einem Zähler auf dem Konto ebenfalls schwach in die Saison gestartet, versuchten ihrem angeschlagenen Gegner gleich mit dem Anpfiff Druck zu machen und hatten beinahe Erfolg. Keine Minute war gespielt, da hatten die hoch pressenden Hausherren den ersten Ballgewinn, schafften es aber nicht, die Torchance zu nutzen. „Da hatten wir Glück“, meinte Reisewitz, dessen Elf die Partie anschließend besser in den Griff bekam. Weitere Torchancen blieben auf beiden Seiten bis zur Pause aber aus. Bis dato lief es für den Coach nach Plan. „Das war so ein Spiel, wo ich auch ein 0:0 mitgenommen hätte, Hauptsache, wir verteidigen gut“, meinte Reisewitz, konnte sich aber darüber freuen, dass der Gegner dabei half, in Führung zu gehen.

 

Schlebusch presste nach Wiederanpfiff erneut früh und postierte die hintere Reihe sehr hoch. Schönenbachs Meikel Harder schlug einen langen Ball auf den startenden Gabriel Werner, der im Alleingang das 1:0 besorgte. „Offenbar sind nicht nur wir da unten fragil, wenn es um Rückschläge geht. Für Schlebusch war das Gegentor der K.o.“, sah Reisewitz den Gegner nun taumeln. Als nach einer Flanke im Zentrum Danylo Kovalenko von einem Schlebuscher Abwehrspieler niedergerungen wurde, gab es Elfmeter. Beim harten Schuss von Meikel Harder war Heimtorwart Patrick Kuske zwar noch mit den Fingerspitzen am Ball, musste das 0:2 aber dennoch hinnehmen.

 

In der Schlussphase wurde es dann noch einmal unangenehm für die Gäste. Fünf Minuten vor dem Ende vergaben Werner und Prince Gbeke eine hochkarätige Doppelchance, im Gegenzug verhinderten die Schönenbacher einen Gegentreffer nur regelwidrig im Strafraum. Den fälligen Strafstoß parierte Frederic Löhe im Schönenbacher Kasten glänzend. In der Nachspielzeit verhinderte erneut Löhe in einer Eins-gegen-Eins-Situation einen Gegentreffer und die Weste blieb weiß.

 

Tore

0:1 Gabriel Werner (48.), 0:2 Meikel Harder (57. Foulelfmeter).

 

Besonderes Vorkommnis

Schönenbachs Torwart Frederic Löhe hält einen Elfmeter (85.).

 

SV Schönenbach

Frederic Löhe; Prince Gbeke, Meikel Harder, Davin Dresbach, Emre Bodur, Elham Isakoski, Siamd Al-Awde, Leif Bergmann (73. Patrick Schmid, 89. Arne Scherbaum)), Gabriel Werner, Muhammed Akar (85. Yudai Matsumoto), Danylo Kovalenko (62. Umut Kizilyar).

 

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