Oberberg - Der FV Wiehl leistet sich gegen Endenich zu viele Fehler, kommt im Hinblick auf die Tabellenkonstellation aber mit einem blauen Auge davon - Der SSV Homburg-Nümbrecht unterliegt klar gegen Spich - Die Sparkasse Gummersbach präsentiert die Landesliga (AKTUALISIERT).
FV Bonn-Endenich - FV Wiehl 6:2 (4:1).
Der FV Wiehl ist an diesem Spieltag mit einem blauen Auge davongekommen: Während die Elf von Sascha Mühlmann beim FV Bonn-Endenich eine klare Niederlage kassierte, spielte die SpVg. Flittard, die den ersten Abstiegsplatz belegt, gegen Blau-Weiß Köln trotz einer 3:1-Führung nur remis. Damit beträgt der Vorsprung auf Flittard fünf Zähler. Am Pfingstmontag kommt es auf der Eichhardt zum direkten Schlagabtausch mit dem Konkurrenten, der zudem über das deutlich schlechtere Torverhältnis verfügt. „Wenn wir da gewinnen, haben wir die Klasse gehalten. Das muss aber auch in den Köpfen der Jungs ankommen“, war Mühlmann mit dem heutigen Auftritt überhaupt nicht zufrieden.
Die Gäste waren mit dem allerletzten Aufgebot angereist – am Morgen hatten noch die A-Jugendlichen Yasin Tarikus und Elias Butzmuehlen abgesagt - und lagen bereits nach fünf Minuten zurück, als Yannick Zwiebel ein Eigentor unterlief. Nach einem Freistoß für Wiehl wollte er die Kugel klatschen lassen, doch der Ball trudelte ins Netz. Die Mühlmann-Equipe erholte sich von dem frühen wie kuriosen Rückstand recht gut und glich durch Yannik Clemens aus. Er traf nach einem Zwiebel-Freistoß aus dem Gewühl zum 1:1. „In dieser Phase waren wir ganz gut im Spiel, hatten noch zwei gefährliche Szenen durch Florian Liebelt und Yannik Clemens“, schilderte Mühlmann.
Doch im hinteren Bereich leistete sich Wiehl zu viele Schnitzer: So unterlief Finn Hartmann ein „Unforced Error“ und Aboubakr Isdayrah markierte das 2:1, nur eine Minute später legte Endenich gegen zu passiv verteidigende Wiehler nach und in der Nachspielzeit der ersten Hälfte jagte Ilias Sereke die Kugel aus der zweiten Reihe ins Netz. Alternativen, um personell auf den Rückstand zu reagieren, hatte Mühlmann nicht. Derweil blieb die Patzerquote zu hoch: Auch der fünfte Treffer der Hausherren wurde von einem Fehlpass begünstigt. Yekcan Yildirim gelang nach einer Einzelaktion etwas Ergebniskosmetik, bevor Ebrima Demba den Schlusspunkt zum 6:2 setzte - diesmal hatte Ali Can Gültekin eine Einladung an Endenich verteilt.
„Wir haben uns heute viel zu viele Fehler erlaubt und der Gegner hatte die Qualität, das auszunutzen“, sprach Mühlmann von einer schwachen Leistung seiner Schützlinge. (lo)
Tore
1:0 Yannick Zwiebel (5. Eigentor), 1:1 Yannik Clemens (33.), 2:1 Aboubakr Isdayrah (39.), 3:1 Saint Batantou (40.), 4:1 Ilias Sereke (45.+3), 5:1 Alihan Zor (61.), 5:2 Yekcan Yildirim (77.), 6:2 Ebrima Demba (79.).
FV Wiehl
Justin Broy; Gino Lanfranco (71. Louis Usko), Bastian Schwarz, Ali Can Gültekin, Finn Hartmann, Thorben Riske (82. Emil Knott), Yannick Zwiebel, Vinzent Stoffel, Yannik Clemens, Yekcan Yildirim, Florian Liebelt.
1. FC Spich – SSV Homburg-Nümbrecht 3:0 (2:0).
Die Nümbrechter haben den Spichern möglicherweise unfreiwillig den Weg zum Klassenerhalt geebnet. Fünf Punkte Vorsprung haben die Spicher nun auf die rote Zone und das deutlich bessere Torverhältnis gegenüber der SpVg. Flittard. Dass es für die Spicher gegen Nümbrecht ein ganz wichtiges Spiel ist, war offensichtlich. „Man hat gemerkt, dass es für den Gegner um alles ging. Und wir waren in der ersten Halbzeit immer einen halben Meter zu spät dran. Vielleicht haben bei uns einige Prozente gefehlt“, meinte SSV-Trainer Marcus Voike, der angesichts der äußerst angespannten Personallage in der Offensive eine neue Konstellation auflaufen ließ.
Fritz Schäfer und Mouad Zaki begannen als Doppelspitze, doch das Experiment sollte nicht fruchten. „Das lag nicht nur an den beiden. Ich wollte das mal probieren und es hat nicht optimal geklappt. Das nehme ich auf meine Kappe. Wir waren so nicht griffig genug, das Anlaufen war nicht gut und ich glaube, dass wir nicht einmal aufs Tor geschossen haben. Die erste Halbzeit war zum Vergessen“, meinte Voike, dessen Elf früh in Rückstand geriet. Nach einem Ballverlust brauchten die Spicher nur drei Stationen, ehe Fabian Kirst einen Querpass locker zur Führung einschob. Ege Sentop traf nach einer Ecke zum 2:0. Zur zweiten Halbzeit brach Voike das Experiment mit den zwei Spitzen ab, stabilisierte mit Philipp Rüttgers die Abwehrreihe und hatte so plötzlich auch in der Offensive mehr vom Spiel.
„Wir haben dann gefühlt 15-Mal aufs Tor geschossen, aber hatten vorne heute einfach nicht die Qualität, um ein Tor zu erzielen. Das war so ein Tag, an dem man so lange spielen kann, wie man will und der Ball geht nicht ins Tor“, war Voike ein wenig resigniert. Die Spicher zeigten sich derweil effizient und sorgten in der Nachspielzeit für die Entscheidung. Nach einer Nümbrechter Ecke vollendete Jonas Degenhart einen Konter zum 3:0-Endstand. (thg)
Tore
1:0 Fabian Kirst (12.), 2:0 Ege Sentop (30.), 3:0 Jonas Degenhart (90.+4).
SSV Homburg-Nümbrecht
Matteo Tessarolo; Felix Adamietz, Henry Schäumer, Sebastian Ramspott, Ritsuki Oyama, Lukas Grünberg (81. Dennis Kania), Ricardo Bauerfeind, Felix Sievers (69. Marvin Hennecken), Felix Klein (85. Mike Großberndt), Fritz Schäfer (46. Philipp Rüttgers), Mouad Zaki (57. Niklas Clemens).