FUSSBALL

Nümbrecht gibt erneut eine Führung aus der Hand - Wiehl scheitert an effektiven Badestädtern

thg, lo; 08.03.2026, 22:20 Uhr
Fotos: Thomas Giesen --- Der SSV Homburg-Nümbrecht verspielte gegen den SV Schlebusch eine 1:0-Führung und musste sich mit einem Punkt zufrieden geben.
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Nümbrecht gibt erneut eine Führung aus der Hand - Wiehl scheitert an effektiven Badestädtern

thg, lo; 08.03.2026, 22:20 Uhr
Oberberg - Nümbrecht verspielt auch Schlebusch eine Führung und teilt die Punkte - Wiehl muss in Bad Honnef eine Niederlage einstecken - Die Sparkasse Gummersbach präsentiert die Landesliga (AKTUALISIERT).

SSV Homburg-Nümbrecht – SV Schlebusch 1:1 (1:0).

 

Schon zum zweiten Mal in Folge haben die Nümbrechter einen Vorsprung nicht über die Bühne bekommen. Schon beim Flutlichtspiel gegen den TuS Marialinden führten die Nümbrechter 2:0 und spielten fast die gesamte Begegnung in Überzahl, kassierten aber doch noch zwei Treffer. Diesmal reichte eine 1:0-Pausenführung nicht für den Sieg. „Es hat sich ja angedeutet. Wir wussten, dass es schwer wird. Schlebusch hat seit November nicht mehr verloren und sie haben sich gut auf die Rückrunde vorbereitet. Das ist schon eine gute Truppe. Und es scheint sich rumgesprochen zu haben, dass, wenn ein Gegner tief steht, uns auf unserem kleinen Platz derzeit nicht viel einfällt“, sagte Nümbrechts Trainer Marcus Voike und vermisste „Kreativität“.

 

Die Schlebuscher hatten sich dicht gestaffelt vor dem eigenen Sechzehner postiert und sorgten dafür, dass der Gastgeber im ersten Durchgang nur einmal aus dem Spiel heraus zum Abschluss kam. Ein Schuss von Ritsuki Oyama wurde zur Ecke abgelenkt (28.). Auf der Gegenseite blieben die Gäste mit ihren Kontern ebenfalls meist im Defensivverbund der Hausherren stecken. Einmal wurde es nach einer Flanke gefährlich, doch gleich zwei Spieler verpassten den Ball nur um Zentimeter. Julian Schoepe faustete das Rund einmal nach einer Schlebuscher Ecke aus der Gefahrenzone.

 

„Wir konnten einen ruhigen Spielaufbau machen, aber wenn es wichtig wurde, haben wir es nicht richtig hingekriegt. Erst nach einem Standard haben wir das bekommen, was wir wollten“, meinte Voike den Führungstreffer nach einer Ecke von Mouad Zaki. Robin Brummenbaum verlängerte per Kopf auf Henry Schäumer, der den Ball aus kurzer Distanz im Tor unterbrachte. Kurz nach dem Seitenwechsel dann die Riesenchance auf den zweiten Treffer: Nach einem Einwurf verlängerte Robin Brummenbaum auf Niklas Goße, dessen Abschluss Schlebuschs Torwart Jesko Göttelmann parierte. Den Nachschuss setzte Brummenbaum an den Pfosten (53.). „Wenn wir da das 2:0 machen, dann gewinnen wir das Spiel“, ärgerte sich Voike über die vergebene Chance umso mehr, weil es nur zwei Minuten dauerte, ehe der Ausgleich fiel.

 

[Philipp Rüttgers im Zweikampf mit Schlebuschs Yaakoub Ouahim.]

 

Nach einem Ballverlust im Aufbauspiel wurde Schlebuschs Torjäger Sebastian Bamberg in Szene gesetzt, der sich mit dem siebten Saisontreffer bedankte. Nur wenig später hatten die Nümbrechter sogar Glück, dass der Gast nur die Querlatte traf. „Wenn wir da das zweite bekommen hätten, dann hätte es nicht so gut ausgesehen. Anschließend haben beide Mannschaften nicht mehr hinbekommen, Torchancen herauszuspielen. Unter dem Strich ist es ein gerechtes Ergebnis“, bilanzierte Voike. (thg)

 

Tore

1:0 Henry Schäumer (44.), 1:1 Sebastian Bamberg (55.).

 

SSV Homburg-Nümbrecht

Julian Schoepe; Felix Adamietz, Henry Schäumer, Philipp Rüttgers, Ritsuki Oyama (86. Dennis Kania), Niklas Goße (62. Ricardo Bauerfeind), Felix Sievers (46. Lukas Grünberg), Mouad Zaki (46. Felix Klein), Joscha Trommler (73. Marvin Hennecken), Kilian Seinsche, Robin Brummenbaum.

 

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FV Bad Honnef - FV Wiehl 4:1 (1:1).

 

Gegen das Spitzenteam aus Bad Honnef musste der FV Wiehl seine erste Rückrundenpleite hinnehmen. Das Resultat liest sich am Ende deutlich, doch die Partie war über weite Strecken offen. „Wir verlieren das Spiel aufgrund der Effektivität des Gegners vielleicht nicht unverdient, doch letztlich ist die Niederlage um zwei Tore zu hoch ausgefallen“, erklärte Coach Sascha Mühlmann, dessen Matchplan zunächst aufging, bis sich Jan Schmitz in der 21. Minute aus Wiehler Sicht regelwidrig einen Vorteil verschaffte und den Ball vor der Torerzielung mit der Hand an seinem Gegenspieler Alexander Marks vorbeilegte. „Der Assistent hat es nicht gesehen und der Schiri meinte, dass es kein Handspiel gewesen wäre“, berichtete Mühlmann von den Gesprächen mit dem Gespann.

 

[Nümbrechts Trainer Marcus Voike trieb seine Elf immer wieder lautstark an.]

 

Kurz vor der Pause steckte Vinzent Stoffel die Kugel auf Justus Dabringhausen durch, der den Ball unters Tordach nagelte – 1:1. Doch die Freude währte nicht lange: Fünf Minuten nach Wiederbeginn erwischte Elhan Islamovic das Spielgerät nach einer Ecke mit der Fußspitze und überwand Torwart Justin Broy. Wenig später tauchte Jan Peters alleine vor dem Kasten der Honnefer auf, verzog aber deutlich. Die Hausherren erkannten, dass Wiehl in dem Moment weit aufgerückt war und fuhren aus dem Abstoß heraus einen Konter, den Philip Miermann mit dem 3:1 abschloss.

 

[Felix Sievers bearbeitete meist die rechte Außenbahn der Nümbrechter.]

 

Collins Ihekaire hätte die Begegnung noch einmal spannend machen können, schoss allerdings genauso wie Peters über das Gehäuse. Auf der Gegenseite gab es wenig später einen Strafstoß, der in den Augen von Mühlmann zumindest strittig war. „Der Spieler tritt Vinzent Stoffel auf den Fuß und lässt sich dann fallen“, so Mühlmann zu der Szene. Timo Balte ließen die Diskussionen kalt. Der beste Schütze der Liga stellte vom Punkt auf 4:1. In der Schlussphase wurde nach Meinung der Gäste Bastian Schwarz elfmeterreif gefoult, die Pfeife des Unparteiischen blieb jedoch stumm. Die letzte Möglichkeit für Wiehl vergab Ihekaire aus der Distanz.

 

[Felix Adamietz hatte einiges an Abwehrarbeit zu verrichten, machte aber auch immer wieder Tempo nach vorne.]

 

„Heute war sicherlich auch die eine oder andere Entscheidung des Schiris dabei, die gegen uns gelaufen ist“, erklärte Mühlmann und fügte an: „Von den Torchancen her waren wir ebenbürtig, bei den Schüssen aufs Tor nicht. Da haben wir heute nicht genügend Zielwasser getrunken. Wir haben gegen ein Topteam verloren, das müssen wir akzeptieren. Meine Mannschaft hat aber keine schlechte Leistung abgerufen.“ Nächste Woche hat Wiehl wegen des Rückzugs von Hohkeppel II spielfrei, danach gastiert man bei Lindenthal-Hohenlind. (lo)   

 

Tore

1:0 Jan Schmitz (21.), 1:1 Justus Dabringhausen (40.), 2:1 Elhan Islamovic (52.), 3:1 Philip Miermann (57.), 4:1 Timo Balte (65. Foulelfmeter).

 

FV Wiehl

Justin Broy; Yekcan Yildirim (55. Thorben Riske), Bastian Schwarz, Ali Can Gültekin (85. Finn Hartmann), Alexander Marks, Collins Ihekaire, Vinzent Stoffel (80. Yannick Zwiebel), Jordy Schurzmann (68. Yannik Clemens), Justus Dabringhausen, Jan Peters (85. Toni Skoro), Florian Liebelt.

 

Tabelle und Ergebnisse Landesliga

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