FUSSBALL

Krisengipfel auf der Eichhardt - Schönenbach empfängt den Titelfavoriten

thg, lo; 24.09.2026, 09:00 Uhr
Foto: Thomas Giesen --- Der SV Schönenbach rechnet sich gegen den großen Favoriten FV Bonn-Endenich nicht viel aus. Die Gäste sollen sich aber fühlen wie beim Zahnarzt.
FUSSBALL

Krisengipfel auf der Eichhardt - Schönenbach empfängt den Titelfavoriten

thg, lo; 24.09.2026, 09:00 Uhr
Oberberg - Der FV Wiehl trifft am Sonntag auf den ebenfalls punktlosen TuS Marialinden - Schönenbach geht entspannt ins Duell mit dem Primus Bonn-Endenich - Nümbrecht mit schmalem Aufgebot in Brauweiler.

Vorschau Landesliga (5. Spieltag)

 

FV Wiehl – TuS Marialinden (Sonntag, 15:15 Uhr).

 

Es fehlen: Louis Usko, Felix Krüger, Jordy Schurzmann, Paul Neuendorff, Marc Can Fotue Kamga, Rene Gailowitz.

 

Einsatz fraglich: Kevin Derksen, Toni Skoro.

 

Zum Spiel: Es ist kein gutes Zeichen, wenn zu einem derart frühen Zeitpunkt der Saison zum zweiten Mal akuter Redebedarf besteht. Der desolate Auftritt des FV Wiehl gegen Deutz (0:4) vor zweieinhalb Wochen wurde aufgearbeitet, in der folgenden Begegnung gegen Mondorf (2:3) war eine klare Steigerung zu erkennen. Daher hatte Trainer Sascha Mühlmann darauf spekuliert, dass gegen Aufsteiger Oberpleis der Knoten platzt, doch die Wiehler erlaubten sich den nächsten Totalaussetzer und waren mit dem 1:4 noch gut bedient.

 

So stand am Dienstag abermals eine Besprechung auf der Tagesordnung. Hierbei wurde vor allem die Trainingsintensität und -beteiligung in der Vorwoche thematisiert, die augenscheinlich nicht ausreichend war, um in Oberpleis am Top-Level zu kratzen. „Es ging aber nicht darum, die Mannschaft an den Pranger zu stellen oder jemanden an die Wand fahren, sondern die Spieler noch einmal zu sensibilisieren. Wenn wir sonntags 100 Prozent abliefern wollen, müssen wir das auch in jedem Training tun“, macht Mühlmann deutlich und hofft, eine solche Unterredung - von denen es in der vergangenen Saison bereits die eine oder andere gab - zum letzten Mal geführt zu haben.    

 

Die meisten Konkurrenten in der Liga warten mit einer höheren individuellen Qualität als der FV Wiehl auf, das ist nicht neu. Bislang konnte die Mannschaft diese Defizite mit Disziplin und Mentalität wettmachen. Wenn aber selbst die elementaren Attribute fehlen, dürfte es sehr schwer werden, die Klasse zu halten. Wie in der letzten Saison, als es zum Auftakt sechs Niederlagen am Stück gab, stehen die Wiehler erneut maximal unter Druck. Und nun kommt es zum Krisengipfel gegen den ebenfalls mit null Punkten gestarteten TuS Marialinden.

 

Mühlmann weiß um den richtungsweisenden Charakter der Partie zwischen dem Letzten und Vorletzten und stellt sich auf Abstiegskampf pur ein. „Es wird wahrscheinlich kein schönes Spiel, aber darum geht es auch nicht, sondern einzig allein darum, drei Punkte zu holen. Das wird die Gegenseite genauso sagen. Wenn du verlierst, läufst du der Musik bis zur Winterpause hinterher, wenn du gewinnst, bist du wieder dran und kannst ein bisschen Luft schöpfen“, führt der Coach aus.

 

Dass die von Maik Alzer trainierten Gäste anscheinend ebenfalls alles andere als gefestigt sind und überdies unter anderem auf ihren Goalgetter Andre Peters, der zuletzt gegen Nümbrecht eine Rote Karte sah, verzichten müssen, interessiert den Trainer angesichts der eigenen Baustellen nicht, wie er erklärt. „Wir beschäftigen uns bis Sonntag, 15:15 Uhr, nur mit uns. Für uns geht es darum, am Donnerstag und Freitag so zu trainieren, dass es gegen Marialinden funktionieren kann“, so Mühlmann, der um den Einsatz von Kevin Derksen, der wegen Hüftproblemen schon in Oberpleis passen musste, bangt. (lo) 

 

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SV Schönenbach – FV Bonn-Endenich (Sonntag, 15:15 Uhr).

 

Es fehlen: Sven Wurm, Niels Smuda.

 

Zum Spiel: Im Lager der Schönenbacher hatte man schon das Schlimmste befürchtet. Hätte man auch das vierte Saisonspiel am vergangenen Sonntag beim SV Schlebusch verloren, hätte die Landesligatabelle nicht düsterer aussehen können. Denn an Spieltag fünf folgt nun der haushohe Meisterschaftsfavorit. Eine weitere Niederlage ist durchaus nicht unwahrscheinlich, mit dem Ergebnis, 0:15-Punkte auf dem Konto zu haben. Der Sieg in Schlebusch lässt die Situation für den Aufsteiger in einem anderen Licht erscheinen, denn nun können die Schönenbacher völlig gelassen ins Duell mit dem Tabellenführer gehen und dann zuversichtlich in die Zukunft schauen. Denn sowohl Abwehrchef Sven Wurm sowie Niels Smuda, dessen Knieverletzung sich glücklicherweise nicht als Kreuzbandriss entpuppte, stehen in absehbarer Zeit wieder zur Verfügung.

 

„Wir sind jetzt in der Saison angekommen und haben gesehen, dass wir Gegner, die mit uns auf Augenhöhe sind, schlagen können“, sagt Schönenbachs Trainer Torsten Reisewitz. Den nächsten Gast sieht er bei weitem nicht auf Augenhöhe: „Mit dem Etat, den die Endenicher haben, könnten die wahrscheinlich die halbe Liga bezahlen. Das ist einfach eine andere Welt“, sieht er ungleiche Verhältnisse. Reisewitz will, dass seine Equipe die in Schlebusch gezeigten Tugenden erneut auf den Platz bringt und den Bonnern die Auswärtspartie so schwer wie möglich macht. „Das ist eine Mannschaft, die brutal stark nach vorne spielen kann. Da ist es nicht damit getan, zwei Spieler rauszunehmen, sondern alle sind in der Lage, ein Spiel zu entscheiden. Ich bin ja grundsätzlich kein Freund davon, einen Bus vor unser Tor zu stellen, aber die werden schon einen Weg zu unserem Tor finden müssen“, so Reisewitz.

 

Die Schönenbacher wollen es dem Gast so schwer wie möglich machen. „Die können nach dem Spiel gerne fröhlich nach Hause fahren. Aber vorher soll es 90 Minuten wehtun. Wir wollen ihnen das Spiel so schön machen wie einen Besuch beim Zahnarzt. Wir müssen einfach wieder ans Limit gehen und werden nicht die weiße Fahne hissen“, geht der Coach durchaus selbstbewusst in die Partie. Ob sich die Endenicher davon beeindrucken lassen, ist mehr als fraglich. Der Kader ist gespickt mit hochkarätigen Fußballern. Der schillerndste ist zweifellos Neuzugang Peniel Mlapa. Der ehemalige Erst- und Zweitligaprofi verbrachte die vergangenen Jahre mit Engagements in den Vereinigten Arabischen Emiraten und diversen Ligen in Asien, ehe es ihn zurück nach Deutschland zog. Mit nun 35 Jahren lässt er nun in der Landesliga seine Karriere ausklingen, hat aber offenbar nicht vergessen, wo das gegnerische Tor steht. Der 1,93 Meter große Mittelstürmer traf in vier Spielen bereits sechsmal. (thg)

 

 

Grün-Weiß Brauweiler – SSV Homburg-Nümbrecht (Sonntag, 15:30 Uhr).

 

Es fehlen: André Dej, Felix Klein, Dennis Kania, Fritz Schäfer, Marc Wolf, Niklas Goße, Tom Hillenbach.

 

Einsatz fraglich: Henry Schäumer, Niklas Clemens.

 

Zum Spiel: Die Nümbrechter sind im Terminstress. Im Anschluss an die Auswärtspartie in Brauweiler stehen dem Klub gleich zwei englische Wochen bevor, inklusive FVM-Pokal und Kreispokal und dem Derby gegen den FV Wiehl an einem Freitagabend. Dann endlich werden die Bauarbeiten auf der heimischen Platzanlage endlich abgeschlossen sein. Mitte Oktober soll gegen den SC Rheinbach das erste echte Heimspiel der Saison stattfinden. Bislang haben die Nümbrechter die problematische Auftaktphase der aktuellen Spielzeit ohne große Verluste gestaltet. Lediglich ein Streichergebnis, das 1:6 beim TuS Mondorf, musste man hinnehmen.

 

Doch die Personalprobleme nehmen zu. Neben den Langzeitverletzten fehlen in Brauweiler nun auch noch André Dej, der privat verhindert ist und Felix Klein, der am vergangenen Sonntag im Spiel beim TuS Marialinden des Feldes verwiesen wurde und vier Spiele Sperre bekommen hat. Dennis Kania ist im Urlaub, Henry Schäumer ist krank und Niklas Clemens hat sich wegen Rückenbeschwerden ebenfalls vom Training abgemeldet. SSV-Trainer Marcus Voike sieht es gelassen. „Es ist natürlich schade. Vor allem Felix Klein war gerade gut drauf und hat schon vier Tore auf dem Konto. Wenn alle Fraglichen jetzt ausfallen, wird es natürlich schwierig in Brauweiler, aber dann müssen eben andere Spieler die Positionen besetzen“, sagt er.

 

Dass die Nümbrechter mit Unwägbarkeiten umgehen können, bewies die Partie in Marialinden. Von Beginn an lieferten sich die Kontrahenten einen hitzigen Schlagabtausch. Doch bis auf die Rudelbildung, nach der Klein die Rote Karte sah, behielten die Gäste die Ruhe und ließen sich auch von vergebenen Torchancen nicht nervös machen. „Marialinden hat zwar noch keinen Punkt geholt, aber das Spiel war trotzdem ein Gradmesser. So eine Mannschaft ist wie ein angeschlagener Boxer und das ist immer gefährlich. Wir hätten das Spiel schon in der ersten Halbzeit entscheiden müssen, so viele hochkarätige Chancen hatten wir. Eigentlich bekommt man dann irgendein Gurkentor, aber wir haben wieder zu Null gespielt. Das war wichtig“, so Voike.

 

Mit Brauweiler kommt nun ein anderes Kaliber. In der vergangenen Saison kämpfte der Klub lange Zeit in der Spitzengruppe der Tabelle, konnte in den letzten Wochen aber nicht mehr ins Aufstiegsrennen eingreifen. „Das ist eine ordentliche Truppe und ist eine schwierige Aufgabe für uns. Das ist eine homogene Mannschaft, die kaum Abgänge hatte. Man muss damit rechnen, dass sie ganz oben mit dabei sind“, hält Voike das Team für eine echte Spitzenmannschaft. Nicht nur, dass der Kader weitgehend zusammengeblieben ist, die Grün-Weißen haben personell sogar noch einmal nachgelegt und mit Adrian Szöke einen Ex-Profi verpflichtet. Der 28-Jährige Offensivspieler wurde beim 1. FC Köln ausgebildet, spielte dort für das Regionalligateam und wechselte anschließend in die erste niederländische Liga zu Heracles Almelo. In vier Spielen gelangen ihm bereits zwei Tore und zwei Assists. (thg)

 

 

Vorschau Frauenfußball (3. Spieltag)

 

Landesliga

SV Deutz 05 II – TuS Homburg-Bröltal (Sonntag, 15 Uhr)

 

Bezirksliga

TuS Lindlar – Rot-Weiß Hütte (Sonntag, 17 Uhr)

TSV Ründeroth – 1. FSV Köln (verlegt auf 15. Oktober)

 

 

Vorschau Jugendfußball (4. Spieltag)

 

A-Junioren Mittelrheinliga

FV Wiehl – Rasensport Brand (Samstag, 16 Uhr)

 

A-Junioren Bezirksliga

TuS Untereschbach – SV Frömmersbach (Samstag, 16:30 Uhr)

 

B-Junioren Mittelrheinliga

FC Hennef – FV Wiehl (Sonntag, 11 Uhr)

 

C-Junioren Bezirksliga

CfB Ford Niehl – FV Wiehl (Sonntag, 11:15 Uhr)

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