FUSSBALL
Wiehl übersteht Auswärtstrauma trotz Derksen-Doppelschock
Oberberg - Underdog Wildbergerhütte bietet dem FV Wiehl lange Paroli und durfte von einer Überraschung träumen - Nümbrecht bezwingt Derschlag knapp - Lindlar unterliegt Marialinden - SVF gewinnt nach Rückstand in Loope - THB wird von Heiligenhaus zweistellig deklassiert - Bergneustadt verliert Kreisliga A-Duell gegen Immekeppel (AKTUALISIERT).
SSV Wildbergerhütte-Odenspiel – FV Wiehl 2:5 (1:2).
Eine Pokal-Sensation war im Duell des B-Ligisten und des Landesliga-Vertreters nicht völlig abwegig, am Ende setzte sich der Favorit aber durch und überwintert im Kreispokal. „Wir haben es über weite Strecken gut gelöst, doch irgendwann hat man den Unterschied gesehen und die Abstände haben nicht mehr gestimmt. Dass irgendwann die Power weggeht, ist logisch, zumal wir viele Ausfälle zu beklagen hatten. Wir sind keine Mannschaft, die sich versteckt, und wollten es offen gestalten. Das haben die Jungs super gemacht. Ich bin megastolz auf die Mannschaft“, erklärte SSV-Trainer Mathias Hartwig nach dem Match gegen seinen Ex-Klub.
[Wildbergerhüttes Thomas Hartwig im Zweikampf mit Gästekicker Yüksel Özkan.]
Die Hausherren bewiesen jede Menge Mut und liefen die Gäste immer wieder früh an. In der siebten Minute mit Erfolg: Nach einem verunglückten Ball von FV-Keeper von FV-Keeper Mohammed Teet mündete eine Kombination zweier Ex-Wiehler in der Führung für den Underdog. Marvin Schnabel bediente Jan Derksen, der Teet umkurvte und zum 1:0 einschob.
Kurz darauf wäre den couragierten Hüttern beinahe der zweite Treffer gelungen, Nick Risch nagelte die Kugel aus spitzem Winkel an die Querstange (10.). Auch danach war von einem Drei-Klassen-Unterschied nichts zu sehen, die in der Liga auf fremdem Terrain ebenfalls arg schwächelnden Wiehler taten sich schwer, längere Druckphasen aufzubauen, weil die SSV-Kicker sehr präsent in den Zweikämpfen waren und so für Entlastung sorgen konnten.
Nach einer halben Stunde mussten die Gastgeber dem hohen Aufwand erstmals Tribut zollen und die Lücken wurden größer. Justus Dabringhausen traf bloß den Pfosten (31.), bereitete dann aber den Ausgleich von Florian Liebelt vor. Elias Butzmuehlen scheiterte aus der Distanz an Torwart Dennis Janto (37.), zielte wenig später aus vergleichbarer Position genauer – 1:2. Wegbereiter war A-Junior Karl Krieger, der heute erstmals in der Startformation stand.
[SSV-Kapitän Manuel Mastroieni gegen Justus Dabringhausen.]
Die Sorgenfalten bei Wiehls Coach Marek Lesniak wurden unmittelbar nach Wiederbeginn wieder größer, als der Unparteiische nach einem Trikotzupfer auf den Punkt zeigte und Derksen den Elfmeter zum 2:2 verwandelte. Doch Liebelt hatte nach einer Flanke von Yekcan Yildirim fast postwendend die Antwort in Form des 2:3 parat. Geschlagen gab sich der Außenseiter allerdings keineswegs. So musste Teet im Eins-gegen-Eins gegen Risch ran (55.), zudem forderten die Gastgeber vergeblich einen Strafstoß (66.).
Flankiert wurden die beiden Szenen von weiteren Möglichkeiten für Wiehl, das bei seinen Angriffen gegen den konditionell abbauenden Kontrahenten fortan auf weniger Gegenwehr stieß. Einmal hatte der SSV noch den Ausgleich auf dem Fuß, als Teet einen Derksen-Freistoß aus dem unteren Eck fischte (67.). Nach einem schönen Pass von Vinzent Stoffel stellte Butzmuehlen 60 Sekunden später auf 2:4 und Dabringhausen machte mit dem 2:5 nach einem Sololauf von links den Deckel drauf. In der Schlussphase hätte die Lesniak-Elf das Resultat deutlicher gestalten können respektive müssen. So vergab Dabringhausen noch eine Topchance (82.).
„Bei jedem Auswärtsspiel grüßt das Murmeltier. Die Mannschaft kann es zurzeit nicht beiseiteschieben, wenn wir auswärts spielen. Das zieht sich durch die ganze Saison“, sagte Lesniak, angesprochen auf die verpatzte Anfangsphase. „Man muss sagen, dass es Wildbergerhütte clever gemacht hat und wir es nicht geschafft haben, den Ball in den eigenen Reihen zu halten. Wir machen zu viele Fehler, die direkt bestraft werden. Nach 20, 25 Minuten sind wir besser ins Spiel gekommen, aber insgesamt konnten wir mit der ersten Halbzeit nicht zufrieden sein. Wichtig war, dass wir nach dem 2:2 direkt wieder in Führung gegangen sind. Danach müssen wir noch mehr Tore schießen. Wir sind froh, dass wir weitergekommen sind, und es war auch ein verdienter Sieg. Aber ein großes Kompliment an Wildbergerhütte. Sie haben großes Herz gezeigt, gekämpft und manche Aktionen von ihnen waren gut anzuschauen.“
Tore
1:0 Jan Derksen (7.), 1:1 Florian Liebelt (33.), 1:2 Elias Butzmuehlen (42.), 2:2 Jan Derksen (47. Foulelfmeter), 2:3 Florian Liebelt (52.), 2:4 Elias Butzmuehlen (68.), 2:5 Justus Dabringhausen (70.).
FC Borussia Derschlag – SSV Homburg-Nümbrecht 1:2 (0:1).
Der Landesligist aus Nümbrecht hat sich erwartungsgemäß gegen den zwei Klassen tiefer spielenden Gastgeber durchgesetzt, hatte aber alle Mühe, sich für das Viertelfinale zu qualifizieren. „Es war ein ekliges Spiel und hatte oft mit Fußball nichts zu tun. Wir sind aber gut reingekommen und machen nach einer Ecke das Tor“, war Nümbrechts Trainer froh über den Führungstreffer, doch der A-Ligist zeigte sich widerspenstig. „Kurz vor Ende der ersten Halbzeit hatten die uns ein bisschen im Griff“, so Voike. Sebastian Ramspott hatte nach Vorlage von Joscha Trommler per Kopf das 1:0 erzielt.
„Aus meiner Sicht haben wir ein überragendes Spiel gemacht. Wir haben 20 Minuten gebraucht, um den Respekt abzulegen. Da waren wir noch zu ängstlich. Nach dem 0:1 haben wir ein Riesenspiel gemacht“, war Derschlags Coach Dimitri Wirschke zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft, die durch Akram Al Najjar, Jordi Scherbaum und Fabian Schilling gute Gelegenheiten zum Ausgleich besaß. Kurz nach dem Seitenwechsel wurden die Hausherren belohnt. Akram Al Najjar gewann nach einem Freistoßversuch der Borussia den zweiten Ball und schoss zum 1:1 ein.
„Dem Gegner ist daraufhin nicht viel eingefallen. Zu keiner Zeit war da ein Klassenunterschied zu sehen“, war Derschlags Wirschke auch in der zweiten Halbzeit zufrieden. Die Nümbrechter brauchten einen weiteren Standard, um sich doch noch durchzusetzen. Erneut war es eine Ecke von Joscha Trommler, die diesmal Ricardo Bauerfeind zum 2:1-Siegtreffer einköpfte. „Wir haben dann noch einige Möglichkeiten, die wir nicht ausspielen“, sah Voike seine Mannschaft verdient in der nächsten Runde.
Tore
0:1 Sebastian Ramspott (15.), 1:1 Akram Al Najjar (47.), 1:2 Ricardo Bauerfeind (67.).
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[Florian Liebelt mit dem 1:1.]
ASC Loope – SV Frielingsdorf 1:5 (1:3).
Trotz ungewohntem Naturrasen und schwieriger Personallage - Coach Andy Dreiner hatte bloß drei Einwechselspieler auf der Bank - setzte sich der favorisierte Bezirksligist gegen den einzig verbliebenen Kreisliga C-Vertreter im Feld durch. Zuerst jubeln durften allerdings die ASC-Anhänger, nachdem Roman Schönauer bereits nach vier Minuten für die Hausherren eingenetzt hatte. Der SVF antwortete aber schnell und gnadenlos: Maurice Häger sorgte nur zwei Minuten später nach einem Standard für den Ausgleich und wieder lediglich 120 Sekunden danach versenkte Justin Ufer einen Distanzschuss zum 1:2. Auch das 1:3 ging auf das Konto des Angreifers. In der zweiten Halbzeit sorgten Niklas Yegin und Philipp Schmidt für ein standesgemäßes Resultat.
„Loope hat sich gut gewehrt und hatte durch seine schnellen Leute in der Offensive auch immer mal wieder Aktionen nach vorne. Für uns war es wichtig, auf dem nassen und tiefen Rasen schnell den Deckel draufzumachen. Es war ein schwieriges Unterfangen, das wir in unsere Richtung lenken konnten. Fußballerisch war es nicht einfach, aber es war ein Pokalspiel, wir haben fünf Tore gemacht und sind eine Runde weiter – nicht mehr und nicht weniger“, resümierte Dreiner die Begegnung. Für dessen Gegenüber Frank Demifoad war es trotz der Niederlage ein gelungener Pokalabend: „Das war schon ein tolles Gefühl, in Führung zu gehen. Wir haben den Frielingsdorfern das Leben wirklich schwer gemacht, am Ende haben uns aber etwas die Kräfte verlassen. Wir hatten noch drei dicke Chancen, daher spiegelt das Ergebnis den Spielverlauf nicht ganz wider. Ich bin richtig stolz auf mein Team.“
Tore
1:0 Roman Schönauer (4.), 1:1 Maurice Häger (6.), 1:2 Justin Ufer (8.), 1:3 Justin Ufer (31.), 1:4 Niklas Yegin (59.), 1:5 Philipp Schmidt (71.).
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[SSV-Coach Mathias Hartwig sah eine couragierte Vorstellung seiner Mannschaft.]
TuS Lindlar – TuS Marialinden 2:5 (2:3).
Marcel Besgen vom TuS-Trainerteam nahm das Achtelfinal-Aus ziemlich gelassen hin. „In Anbetracht der Umstände können wir mit der Leistung zufrieden sein. Wir hatten heute einen ganz kleinen Kader mit Spielern aus der zweiten und dritten Mannschaft“, erklärte Besgen und lobte stellvertretend die Leistung von Innenverteidiger Luis Eich, der sonst für die Reserve auf dem Platz steht. Nick Unterbäumer hatte den favorisierten Landesligisten in Führung gebracht, nach einer sehenswerten Einzelaktion gelang David Förster der Ausgleich für den in der Meisterschaft noch sieglosen Bezirksligisten.
Roger Schäfer traf für die Gäste bis zur Pause doppelt und stellte auf 3:1, ehe erneut Förster für die Hausherren erfolgreich war. „In der ersten Halbzeit haben wir das Zentrum nicht zubekommen, aber waren selbst gut im Spiel. In der zweiten Hälfte haben wir dann viermal verletzungsbedingt wechseln müssen und mussten immer wieder umstellen. Das hat man dann gemerkt. Die Mannschaft hat gefightet und gebissen, aber am Ende ist die Luft auch ausgegangen“, so Besgen. Roger Schäfer machte den Dreierpack perfekt und Luke Roggendorf setzte den Schlusspunkt zugunsten der Gäste. Marialindens Niklas Herchenbach, Leihgabe aus der 2. Mannschaft, sah nach einem Foulspiel noch die Rote Karte.
Tore
0:1 Nick Unterbäumer (22.), 1:1 David Förster (27.), 1:2 Roger Schäfer (31.), 1:3 Roger Schäfer (39.), 2:3 David Förster (45.), 2:4 Roger Schäfer (64.), 2:5 Luke Roggendorf (80.).
Besonderes Vorkommnis
Rot gegen Marialindens Niklas Herchenbach (83.).
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[Wiehls Interimstrainer Marek Lesniak hatte einige bange Momente zu überstehen.]
TuS Homburg-Bröltal – Heiligenhauser SV 1:10 (0:3).
Bröltals Co-Trainer Maximilian Müller fehlten nach der deutlichen Klatsche gegen den Bezirksligisten etwas die Worte. Bis zur Pause lag seine Mannschaft zwar bereits mit 0:3 im Hintertreffen, "aber bis dahin sah das eigentlich noch ganz gut aus." Nach dem Seitenwechsel sei allerdings fast jeder individuelle Fehler nach hinten losgegangen. „Wir haben uns bestimmt ein halbes Dutzend katastrophale Schnitzer erlaubt, die der HSV eiskalt bestraft hat“, so Müller. Gästecoach Andy Esins war mit der Vorstellung seiner Mannschaft sehr zufrieden. „Das war eine souveräne Leistung. Die zweite Halbzeit hat richtig Spaß gemacht." Den Ehrentreffer des THB markierte Markus Wagner, beim HSV teilten sich Lucas Musculus, Julius Biada (2), Cayan Sahin, Tom Rüße (2), Kai Fischer-Höfer und Moritz Haubrich (3) die Tore auf.
Tore
0:1 Lucas Musculus (3.), 0:2 Julius Biada (11.), 0:3 Cayan Sahin (23.), 0:4 Tom Rüße (66.), 0:5 Moritz Haubrich (67.), 1:5 Markus Wagner (72.), 1:6 Tom Rüße (76.), 1:7 Kai Fischer-Höfer (73.), 1:8 Julius Biada (81.), 1:9 Moritz Haubrich (89.), 1:10 Moritz Haubrich (90.).
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[Routinier Tobias Wasem half bei den ersatzgeschwächten Hüttern einmal mehr aus.]
SSV Bergneustadt – TuS Immekeppel 1:3 (0:1).
Im Duell der beiden A-Ligisten hatten die Gäste am Ende verdient die Nase vorn. Die Mannschaft von Trainerin Helen Alfes fand deutlich besser in die Partie und legte durch Niklas Buß auch den ersten Treffer vor. „Wir haben in der ersten halben Stunde den Ball sehr gut laufen lassen und sind auch verdient in Führung gegangen“, sei danach der Faden allerdings verloren gegangen, so Alfes. Besonders in der Anfangsviertelstunde des zweiten Durchgangs übten die Hausherren Druck aus, doch ein Treffer gelang nicht. „Da haben wir uns leider nicht belohnt“, haderte Bergneustadts Co-Trainer Nick Pawlik mit der mangelhaften Chancenauswertung. Der TuS erwies sich als deutlich effektiver und legte durch Shpat Haxhimusa den zweiten Treffer nach. Ein von Berker Ucar direkt verwandelter Freistoßstrahl aus 35 Metern ließ noch einmal Spannung aufkommen, doch Marc Kieslich machte fast im Gegenzug den Deckel drauf. Bereits am nächsten Pflichtspiel-Wochenende treffen die beiden Teams erneut aufeinander.
Tore
0:1 Niklas Buß (26.), 0:2 Shpat Haxhimusa (61.), 1:2 Berker Ucar (77. direkter Freistoß), 1:3 Marc Kieslich (79.).
Spielplan
Achtelfinale
Spiel 49: Hand - Altenberg 0:3
Spiel 50: Lindlar – Marialinden 2:5
Spiel 51: Refrath – Jan Wellem 0:7
Spiel 52: Bergneustadt – Immekeppel 1:3
Spiel 53: Loope – Frielingsdorf 1:5
Spiel 54: Bröltal - Heiligenhaus 1:10
Spiel 55: Derschlag - Nümbrecht 1:2
Spiel 56: Wildbergerhütte-Odenspiel – Wiehl 2:5
Viertelfinale (Mittwoch, 14. April/19:30 Uhr)
Spiel 57: Immekeppel - Jan Wellem
Spiel 58: Frielingsdorf - Wiehl
Spiel 59: Marialinden – Nümbrecht
Spiel 60: Altenberg - Heiligenhaus
1. Halbfinale (Mittwoch, 26. Mai/19:30 Uhr)
Spiel 61: Sieger Spiel 57 – Sieger Spiel 59
2. Halbfinale (Donnerstag, 27. Mai/19:30 Uhr)
Spiel 62: Sieger Spiel 60 – Sieger Spiel 58
Spiel um Platz drei (Sonntag, 20. Juni/11 Uhr)
Spiel 63: Verlierer Spiel 61 – Verlierer Spiel 62
Finale (Sonntag, 20. Juni/15:30 Uhr)
Spiel 64: Sieger Spiel 61 – Sieger Spiel 62

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