FUSSBALL
Lindlar zündet den Party-Turbo - Süng und Wiehl II abgestiegen
Oberberg - Nach dem VfR Wipperfürth, der heute die Meisterschaft klarmachte, steigt auch der TuS Lindlar in die Bezirksliga auf, eine Nullnummer gegen Bensberg genügte dem Tabellenzweiten - Süng und die FV-Reserve treten den Gang Richtung B-Klasse an (AKTUALISIERT).
TuS Lindlar – FC Bensberg 0:0.
[Marius Mukherjee versucht an den Ball zu kommen.]
Der TuS Lindlar darf feiern. Trotz der Nullnummer gegen den Gast aus Bensberg war im Volksbank Parkstadion mächtig Stimmung angesagt. Denn das torlose Remis reichte der Truppe von Trainer Arlind Oseku, um vorzeitig die Vizemeisterschaft einzutüten. Die wiederum berechtigt über die Quotientenregelung zum Aufstieg in die Bezirksliga. Hier ist der TuS nicht mehr von einem der vier ersten Plätze zu verdrängen. „Feiern mit einem Sieg wäre sicherlich schöner gewesen“, wurde Oseku allerdings von seiner Mannschaft überzeugend eines Besseren belehrt.
Der Lindlarer Trainer war erst vor Wochenfrist erneut Vater geworden und kommt daher aus der Partyschleife gar nicht mehr heraus. „Die Geburt meines Kindes ist natürlich das Allerwichtigste, aber das Spiel wollte ich mir heute natürlich nicht entgehen lassen“, hatte Oseku doppelten Grund zur Freude. Als Partycrasher hätten sich beinahe die Gäste aus Bensberg erwiesen, die nach dem 12:0-Schützenfest am Mittwochabend gegen den Absteiger aus Wiehl ihren Torhunger keinesfalls gestillt hatten. Nach einer halben Stunde hatte der Gast mit einer Doppelchance hierzu die beste Möglichkeit: René Schramm setzte einen direkten Freistoß an die Querlatte, den Nachschuss von Bozo Susic meisterte TuS-Keeper Simon Schreiner mit einem „überirdischen Reflex“. Da waren sich Oseku und FCB-Trainer Gabor Uhrmann einig.
„Das war unglaublich“, hatten die FCB-Kicker allerdings laut Uhrmann auch schon den Freistoß von Schramm hinter der Linie gewähnt. „Bensberg blieb immer gefährlich. Wir haben zwar nicht viele Chancen zugelassen, waren aber nur in den 20 Anfangsminuten souverän. Danach war die Nervosität eher groß und keiner wollte mehr einen Fehler machen“, bilanzierte Oseku. „Lindlar wollte am Ende nur noch den Punkt retten. Wir haben eine sehr gute Leistung gezeigt. Das Unentschieden ist für beide Seiten verdient“, sagte Uhrmann.
Tore
Fehlanzeige.
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[Nur ein Jahr nach dem sang- und klanglosen Abstieg ist der TuS Lindlar zurück in der Bezirksliga.]
VfR Wipperfürth – SV Altenberg 4:0 (1:0).
Tore, Punkte, Meisterschaft. Der VfR Wipperfürth ist und bleibt auf dem Thron der Kreisliga A. Der Mannschaft von Trainer Giovanni Bernardo ist der Meisterteller nach dem 14. Sieg im 14. Rückrundenspiel nicht mehr zu nehmen. Da der TuS Lindlar zeitgleich nicht über ein Remis hinauskam, können nun die Krönungsmodalitäten für das Heimspiel gegen Marienhagen am nächsten Sonntag geplant werden. „Die Jungs haben wie schon in den ganzen letzten Wochen einen richtig guten Kick gezeigt“, lobte Bernardo seine Mannschaft. „Ich bin einfach nur stolz auf die Jungs, die eine unglaubliche Entwicklung genommen haben“, stachen für ihn dabei besonders die zweiten 45 Minuten heraus. „Da haben wir Ball und Gegner super laufen lassen."
[Die Bensberger machten den Hausherren das Leben sehr schwer.]
Tim Kemmerich hatte in Durchgang eins vorgelegt. Sam Kirschsieper, Marlon Burger und Justin Lüthy machten es nach der Pause deutlich. Altenberg zeigte sich von der 1:3-Pokalniederlage gegen den Landesligisten SSV Homburg-Nümbrecht erholt und kam sehr gut in die Partie. Besonders im ersten Durchgang erwies sich die Mannschaft von Trainer Alexander Herd als giftiger Gegner. „Wir haben das eine Stunde lang sehr gut gemacht und waren bis zum 3:0 ganz gut drin“, sagte Co-Trainer Ingo Oedelshoff. Am Ende sei man auf Schadensbegrenzung gegangen, denn der VfR habe einfach immer weiter gemacht. „Glückwunsch an Wipperfürth zur Meisterschaft“, folgte der respektvolle Gruß an die Hansestädter.
Tore
1:0 Tim Kemmerich (12.), 2:0 Sam Kirschsieper (57.), 3:0 Marlon Burger (77.), 4:0 Justin Lüthy (80.).
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[Erleichterung herrscht in Lindlar schon vor dem letzten Spieltag.]
BSV Bielstein – FV Wiehl II 3:1 (1:1).
Ausgerechnet im Wiehler Stadtderby fiel die Entscheidung gegen die Wiehler Zweitvertretung. Die Equipe von Trainer Michael Börger durfte sich in den letzten beiden Begegnungen keinen Ausrutscher mehr leisten, um noch eine theoretische Chance auf den Ligaverbleib zu haben. Durch die eigene Pleite und den Erfolg des TuS Immekeppel gegen die Nümbrechter Reserve ist die allerletzte Chance vertan und der Abstieg in die Kreisliga B besiegelt. „Eigentlich wollten wir in den letzten beiden Partien noch ordentliche Leistungen zeigen. Aber das war einfach wieder nicht genug“, fand Wiehls Co-Trainer Edgard Woermke klare Worte.
Besonders bitter sei dies für die Spieler, die sich immer reinhängen würden, haderte er mit der Einstellung einiger seiner Protagonisten. Oliver Finger gelang mit dem Pausenpfiff wenigstens der Ehrentreffer in einer erschreckend schwachen Hälfte. „Da hätten wir eigentlich mit fünf oder sechs Toren führen müssen“, ärgerte sich Bielsteins sportlicher Leiter Björn Schumacher, dass lediglich das 1:0 durch Thorge Hansohn heraussprang. Nach dem Wechsel machten Maximilian Sackner und Bastian Buik doch noch den Deckel drauf. „Wir waren über 90 Minuten die bessere Mannschaft, hätten allerdings mehr Tore machen müssen“, schilderte Schumacher.
Tore
1:0 Thorge Hansohn (29.), 1:1 Oliver Finger (45.+5), 2:1 Maximilian Sackner (51.), 3:1 Bastian Buik (76.).
TV Klaswipper – SSV Süng 3:2 (1:2).
Ciao Kreisliga A. Der SSV Süng steht neben Wiehl II als Absteiger in die Kreisliga B fest. Dass Team von Interimstrainer Bastian Taterra musste die Heimreise aus Klaswipper ohne Punkte antreten, womit ihr Schicksal besiegelt ist. Dennis Tebelius und Matthis Ufer hatten dem SSV, bei einem Gegentreffer von Jonas Schacherer, zwar die Pausenführung beschert, versank danach jedoch in Harmlosigkeit. „Die Jungs haben sich alle reingehängt. Aber es hat halt nicht gereicht. Am Ende gingen die Kräfte weg“, bilanzierte Taterra. Der TVK spielte sich nach der Pause in einen Rausch und fuhr dank eines Doppelpacks von Kapitän Stefan Koslowsky die letzten drei Zähler für den scheidenden Trainer Marvin Briem ein, der sich am kommenden Mittwoch auf Weltreise begibt und im letzten Saisonspiel bereits nicht mehr an der Linie stehen wird. „Der hat die Jungs alle richtig heiß gemacht und schießt dann auch noch zwei Tore“, gab es ein Sonderlob für den Capitano.
Tore
0:1 Dennis Tebelius (8.), 1:1 Jonas Schacherer (14.), 1:2 Matthis Ufer (42. direkter Freistoß), 2:2 Stefan Koslowsky (72.), 3;2 Stefan Koslowsky (81.).
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RS 19 Waldbröl – TuS Homburg-Bröltal 0:3 (0:2)
„Der THB hat seine Chancen genutzt und wir eben nicht“, meinte Waldbröls Trainer Oliver Rempel nach der Niederlage gegen den Nachbarn aus dem Kreissüden. Im ersten Durchgang sei es eine Partie auf Augenhöhe gewesen. Allerdings versäumten es die Rasensportler, einen Treffer zu erzielen. Bröltal benötigte einen Foulelfmeter, den Jan Mortsiefer verwandelte und einen Eckball von Mortsiefer, für den sich Aron Jungjohann kurz vor dem Pausentee als dankbarer Abnehmer erwies. Unmittelbar nach Wiederanpfiff dann die gleiche Abfolge: Ecke Mortsiefer, Tor Jungjohann – die Entscheidung. „Das hat uns endgültig den Stecker gezogen“, hätten seiner Mannschaft letztlich die Mittel gefehlt, so Rempel. Für THB-Coach Nils Labitzke war der Erfolg verdient, da seine Mannschaft ein deutliches Chancenplus besessen habe. „Ein richtig gutes Spiel war das aber nicht. Es fehlte heute etwas der Biss“, sagte Labitzke, dessen Team die Saison sicher als Tabellendritter beenden wird.
Tore
0:1 Jan Mortsiefer (17. Foulelfmeter), 0:2 Aron Jungjohann (45.+2 Jan Mortsiefer), 0:3 Aron Jungjohann (47. Jan Mortsiefer).
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[Coach Arlind Oseku nimmt nach dem Schlusspfiff die ersten Glückwünsche entgegen.]
TuS Immekeppel – SSV Homburg-Nümbrecht II 3:2 (1:2).
Einen Spieltag vor Schluss können die Fußballer des TuS Immekeppel den Klassenerhalt feiern, wer hätte das nach der enttäuschenden Hinrunde gedacht? Allerdings war es ein hartes Stück Arbeit, denn zunächst hatten die Gäste aus Nümbrecht das Heft in der Hand. „Wir führen schnell mit zwei Toren und müssen das dritte und vierte nachlegen“, sagte Trainer Fabian Reitmeister, dessen Mannschaft nach der Trinkpause Mitte der ersten Halbzeit völlig den Faden verlor. Reitmeister: „Wir haben alles vermissen lassen, was wir vorher gut gemacht haben. In der zweiten Halbzeit wurde es noch schlechter. Das war ein peinlicher Auftritt.“ Bei den Hausherren überwog logischerweise die Freude über den geglückten Nichtabstieg. Der sportliche Leiter David Risse sagte: „Es ist ein geiles Gefühl, wenn es am Ende der Saison noch um etwas geht und das Ganze dann erfolgreich ausgeht.“ Janne Schwirten avancierte mit seinem späten Treffer zum 3:2 zum umjubelten Matchwinner.
Tore
0:1 Phil Loyek (7.), 0:2 Bastian Kelm (21.), 1:2 Marc Kieslich (36.), 2:2 David Risse (50.), 3:2 Janne Schwirten (88.).
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[Routinier Marc Bruch (vorne li.) durfte in der Jubeltraube nicht fehlen.]
SSV Bergneustadt – Union Rösrath 3:1 (2:0).
Der SSV Bergneustadt ging mit nur zehn Spielern aus der 1. Mannschaft in die Partie gegen Rösrath und bekamen noch Unterstützung aus der Zweitvertretung. „Die Jungs haben das sehr gut gemacht“, sagte Trainer Marcel Walker. Seine Elf stand überwiegend tief und verlegte sich auf Kontersituationen - mit Erfolg. Auf der anderen Seite war Trainer Sascha Brandenburg mit dem Auftritt seiner Mannschaft sehr unglücklich: „Das war ein grauenhaftes Fußballspiel. Die erste Halbzeit war bodenlos und unsere schlechteste Saisonleistung. In der zweiten Halbzeit wurde es etwas besser.“
Tore
1:0 Fabian Schilling (10.), 2:0 Marcel Walker (20.), 2:1 Eray Ok (72.), 3:1 Meriton Pllana (85.).
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Blau-Weiß Biesfeld – VfR Marienhagen 2:2 (1:1).
Von einem „munteren Sommerkick“ (Maurice Velten) und einem "schiedlich-friedlichen Unentschieden" (Ingo Kippels) sprachen die Trainer beider Mannschaften nach Spielschluss. „Das Ergebnis ist gerecht. Es gab auf beiden Seiten nicht viele Chancen“, sagte Velten. Auf der anderen Seite kommentierte Kippels: „Es war kein berauschender Auftritt. Die Aktion zum 2:2-Ausgleich war die einzige, bei der wir wirklich Fußball gespielt haben.“
Tore
0:1 Yannick Berger (14.), 1:1 Merlin Rabes (23.), 2:1 Marco von Puttkamer (75.), 2:2 Lars Hahn (88.).

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