FUSSBALL
VfR kämpft sich in Unterzahl zum Sieg
Oberberg - Wipperfürth setzt sich knapp gegen Bergneustadt durch - Süng und Bielstein verkaufen sich teuer, stehen aber ohne Punkte da - Waldbröls Höhenflug hält an - Klare Pleiten für Nümbrecht II und Wiehl II - THB siegt in Klaswipper - Lindlar schlägt Marienhagen (AKTUALISIERT).
VfR Wipperfürth – SSV Bergneustadt 3:2 (1:2).
Der VfR Wipperfürth feierte den fünften Sieg in Folge, während auf der anderen Seite die Erfolgsserie des SSV Bergneustadt nach drei Spielen ein Ende fand. Die Gefühlslage auf den beiden Trainerbänken war jedoch konträr zum Ergebnis. „Wir haben kein gutes Spiel gemacht“, sagte VfR-Trainer Giovanni Bernardo. Auf der anderen Seite sagte Co-Trainer Hakan Yagci: „Mit der Leistung der Mannschaft bin ich zufrieden. Wir haben bewiesen, dass wir oben mitspielen können. Gegen Wipperfürth kann man verlieren.“
Die Hausherren erwischten den besseren Start und gingen durch Marlon Burger nach rund einer Viertelstunde in Führung. „Danach stellen wir uns leider extrem dusselig an und laden den Gegner zu zwei Toren ein“, berichtete Bernardo. Fabian Schilling erzielte den Ausgleich für die Gäste und in der Nachspielzeit des ersten Durchgangs traf Max Weber zur Pausenführung. „Wipperfürth hat uns durch zunächst nicht ins Spiel kommen lassen. Nach dem Rückstand haben wir uns mehr getraut. Aus meiner Sicht war die Halbzeitführung verdient“, so Yagci.
Nach dem Seitenwechsel attestierte Bernardo seiner Mannschaft zwar keine wesentlich stärkere Leistung, aber eine bessere Einstellung zum Spiel. Patrick Schmidt markierte kurz nach Wiederbeginn den Ausgleich und Luis Zapp traf nach etwas über einer Stunde zur erneuten Führung. Allerdings ließ sich der Gelb vorbelastete Tim Schulte kurz darauf zu einer Unsportlichkeit hinreißen und sah dafür die Ampelkarte.
Wipperfürth brachte das Ergebnis aber trotz Unterzahl ins Ziel. In der letzten halben Stunde hatten beide Mannschaften noch einige gute Gelegenheiten. Bergneustadt traf unter anderem den Pfosten, konnte sich aber auch bei Torhüter Julian Mertens bedanken, der die Mannschaft mit einigen starken Paraden bis zum Schluss im Spiel hielt.
Tore
1:0 Marlon Burger (13.), 1:1 Fabian Schilling (37.), 1:2 Max Weber (45. + 3), 2:2 Patrick Schmidt (53.), 3:2 Luis Zapp (64.).
Besondere Vorkommnis
Gelb-Rot gegen den Wipperfürther Tim Schulte (65.).
TuS Lindlar – VfR Marienhagen 2:1 (1:1).
Der TuS hatte gegen Marienhagen die erwartet schwere Nuss zu knacken. „Das war ein Spiel mit vielen knappen Entscheidungen“, bilanzierte Lindlars Trainer Arlind Oseku. Marienhagens Maximilian Kringe musste nach einem Gesichtstreffer durch das Spielgerät bereits früh vom Platz, weswegen der VfR kurzzeitig lediglich mit zehn Mann auf dem Platz stand. Die Hausherren nutzten die kurze Überzahl eiskalt durch David Förster zur Führung aus. Ein Treffer mit Geschmäckle, wie Gästecoach Ingo Kippels fand. „Das Spiel war unterbrochen und unser Einwechselspieler stand bereit“, ärgerte er sich über die Regelauslegung des Unparteiischen.
Es dauerte eine knappe halbe Stunde, bis die Gäste mehr Zugriff auf die Partie bekamen. Der Ausgleich fiel durch einen Standard, als Philipp Sulzer einen Freistoß direkt verwandelte. „Aber wir haben eine erwachsene Leistung gezeigt und sind ruhig geblieben“, lobte Oseku seine Elf. Auch eine Großchance von Christian Prinz (58.) sorgte nicht für Wackler im TuS-Gebilde. Der kurz zuvor eingewechselte Rinor Latifi traf zum 2:1 – und musste weitere fünf Minuten später verletzt wieder runter. Sein Ersatz Marco von Puttkamer verpasste mit zwei Großchancen ein klareres Ergebnis. Am Ende hielt Lindlars Keeper Simon Schreiner den Kasten nach einem Fernschuss von Prinz sauber und die drei Zähler fest. „Der Sieg geht insgesamt gesehen absolut in Ordnung“, meinte Oseku. Kippels sah es etwas anders: „Ein Unentschieden wäre nicht unverdient gewesen.“
Tore
1:0 David Förster (11.), 1:1 Philipp Sulzer (42. direkter Freistoß), 2:1 Rinor Latifi (76.).
Besonderes Vorkommnis
Rot gegen Marienhagens Nils Müller (nach Spielende/ Schiedsrichterbeleidigung).
TV Klaswipper – TuS Homburg-Bröltal 1:3 (0:0).
„Ich bin trotz der Niederlage zufrieden“, bilanzierte Klaswippers Trainer Marvin Briem nach der Heimpleite gegen den Tabellenprimus und attestierte seiner Mannschaft eine deutliche Leistungssteigerung im Vergleich zur Vorwoche. Der THB gab bereits in den ersten 45 Minuten den Takt an, schaffte es aber nicht, sich an oder in der Box entscheidend in Szene zu setzen. „Da haben wir nichts Dolles herausgespielt“, ärgerte sich Gästecoach Nils Labitzke und sprach von einem massiven „Nervenraub“, den seine Truppe bei ihm verursacht habe. Ausgerechnet die Führung der Hausherren durch Lukas Schneider sei der Knotenlöser gewesen. „Danach ging es dann richtig los“, musste man sich aber erst einmal gegen eine massive „Rote Wand“ durchsetzen. Lars Rohlender und Tom Gärtner knackten das TVK-Bollwerk per Doppelpack. Aron Jungjohann machte in der Nachspielzeit endgültig den Deckel drauf. „Wir hätten viel früher alles klar machen können“, meckerte Labitzke auf hohem Niveau.
Tore
1:0 Lukas Schneider (46.), 1:1 Lars Rohlender (63. Niklas Ott), 1:2 Tom Gärtner (66. Niklas Ott), 1:3 Aron Jungjohann (90.+1 Bastian Sellau).
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[Wipperfürths Sam Kirchsieper im Duell mit Mert Akbas.]
BSV Bielstein – SV Altenberg 2:4 (0:2).
Bielsteins Trainer Sven Reuber konnte zwar endlich wieder auf eine gelernte Stammkraft zwischen den Pfosten zurückgreifen, allerdings saßen ansonsten lediglich angeschlagene Kräfte auf der Bank. „Wir haben am Dienstag gar nicht trainiert und am Donnerstag war das Abschlussspiel ein Drei-gegen-Drei mit zwei Torleuten“, steht dem Coach aktuell krankheits- und verletzungsbedingt lediglich ein Bruchteil seines Kaders zur Verfügung. „Dafür haben wir das heute sehr gut gemacht“, wollte Reuber seiner Truppe keinen Vorwurf machen.
Die Gäste lagen durch Miles Werner und Friso Bratzel zur Pause mit 2:0 in Front, ehe sich Altenbergs Dennis Nagel nach der Pause eine Ampelkarte einhandelte. Per Doppelschlag von Leandro Del Giudice und Bastian Buik stellte der BSV auf 2:2, die Gäste nahmen in der Schlussphase durch Treffer von Sönke Brungs und erneut Werner aber doch noch alle drei Zähler mit. „Wir haben das besonders in Unterzahl sehr gut gespielt“, freute sich Altenbergs Co-Trainer Bastian Witt und sprach von einem verdienten Erfolg. Reuber bescheinigte dem SVA eine abgezockte Leistung, hätte jedoch eine Punkteteilung ohne Weiteres unterschrieben.
Tore
0:1 Miles Werner (15.), 0:2 Friso Bratzel (36.), 1:2 Leandro Del Giudice (67.), 2:2 Bastian Buik (68.), 2:3 Sönke Brungs (79.), 2:4 Miles Werner (90.+2).
Besonderes Vorkommnis
Gelb-Rot gegen den Altenberger Dennis Nagel (52. unsportliches Verhalten)
FC Bensberg – SSV Süng 1:0 (0:0).
Trotz der achten Niederlage in Folge hatte Süngs sportlicher Leiter Kim Körner einen positiven Auftritt der Gäste gesehen. „Besonders vor der Pause haben wir das gut gemacht und hätten sogar in Führung gehen können“, sprach er von der besten Saisonleistung. „Auf diese Leistung können wir aufbauen“, bilanziert er nach der Pleite, die Marcel Dominick nach einer knappen Stunde besiegelt hatte. „Süng hat eine tolle Moral gezeigt“, stimmte FCB-Coach Gabor Uhrmann zu. Die Leistung seiner Mannschaft stellte ihn weniger zufrieden. Mit einer offensiveren Grundausrichtung nach dem Wiederanpfiff habe man sich aber deutlich besser verkauft und am Ende auch verdient gewonnen. „Das war kein gutes Spiel, aber eines ohne Gegentreffer und wir haben die drei Punkte“, beschränkte sich Uhrmann auf das Wesentliche.
Tore
1:0 Marcel Dominick (56.).
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Union Rösrath – FV Wiehl II 6:1 (2:0).
Beide Mannschaften gingen mit völlig unterschiedlichen Vorrausetzungen ins Spiel: Während Trainer Michael Börger bei der Wiehler Reserve nur durch Hilfe aus der 3. Mannschaft überhaupt genügend Akteure für die Partie zusammenbekam, rotierte Rösraths Trainer Sascha Brandenburg auf einigen Positionen und gab Kickern eine Chance, die in dieser Saison wenig bis gar nicht zum Einsatz gekommen waren. „Es war eine gute Leistung von uns und eine gute Antwort auf die Niederlage vom vergangenen Wochenende“, sagte Brandenburg, der aufgrund der Chancen allerdings gerne noch einige Tore mehr von seiner Mannschaft gesehen hätte. Börger hingegen empfand die Niederlage als zu hoch: „Der Gegner war heute brutal effektiv. Kein Vorwurf an die zwölf Spieler, die heute mit dabei waren.“ Zudem unterliefen den Gästen gleich zwei Eigentore.
Tore
1:0 Kevin Rautenberg (24.), 2:0 (37. Eigentor), 2:1 Alessandro Capuano (48.), 3:1 Koray Yildirim (51.), 4:1 Julian-Maurice Jeroch (66.), 5:1 Koray Yildirim (71.), 6:1 (75. Eigentor).
RS 19 Waldbröl – TuS Immekeppel 3:0 (1:0).
Waldbröls Co-Trainer Marco Smuda hatte über die gesamten 90 Minuten nicht das Gefühl, das seine Mannschaft als Verlierer vom Platz gehen könnte. „Wir haben schon die erste Halbzeit dominiert, aber nur das eine Tor gemacht“, hätte er allerdings die Überlegenheit gerne auch deutlicher auf dem Papier gesehen. So war lediglich Veli Ümit vor der Pause erfolgreich. „Danach haben wir es leider etwas schleifen lassen und es unnnötig spannend gemacht“, so Smuda weiter. In der Schlussviertelstunde drehten die Rasensportler aber doch noch einmal auf und machten es durch Treffer von Marc Engelbert und Gustav Baum deutlich.
Tore
1:0 Veli Ümit (10.), 2:0 Marc Engelbert (84.), 3:0 Gustav Baum (88.).
Blau-Weiß Biesfeld – SSV Homburg-Nümbrecht II 5:2 (3:0).
Einen völlig verdienten Heimsieg feierte Blau-Weiß Biesfeld gegen die Nümbrechter Reserve, die erst in der Schlussphase etwas Zählbares auf die Anzeigentafel brachten. Allerdings stand es zu diesem Zeitpunkt schon 5:0 für die Hausherren, die deshalb bereits im Schongang unterwegs waren. „Insgesamt war es ein verdienter Sieg für uns. Nur die letzten zehn Minuten waren nicht gut“, so Trainer Maurice Velten. Auf der anderen Seite zog Trainer Burkhard Graeve das kurze und nüchterne Fazit: „Wir haben nicht gut gespielt und verdient verloren.“
Tore
1:0 (18. Eigentor), 2:0 Marc Velten (40.), 3:0 Marc Velten (44.), 4:0 Tobias Rappenhöner (63.), 5:0 Marc Velten (66.), 5:1 Julian Lindenau (81. Foulelfmeter), 5:2 (85. Eigentor).

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