FUSSBALL

Wilde Nachspielzeit: Lindlars Förster schockt VfR doppelt

jlo, db; 21.09.2025, 19:25 Uhr
Fotos: Dietmar Scherbaum --- Lindlars Marius Mukherjee steigt im Derby gegen Wipperfürth zum Kopfball hoch.
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Wilde Nachspielzeit: Lindlars Förster schockt VfR doppelt

jlo, db; 21.09.2025, 19:25 Uhr
Oberberg - TuS entführt dank zweier ganz später Treffer einen Zähler aus Wipperfürth - Bröltal nimmt gegen Altenberg Revanche für das Pokalaus und setzt sich an die Spitze - Nümbrecht II trotzt Marienhagen ein Remis ab - Bergneustadt feiert ersten Sieg - Waldbröl und Bielstein zahlen Lehrgeld - Wiehl II mit dem nächsten indiskutablen Auftritt (AKTUALISIERT).

VfR Wipperfürth – TuS Lindlar 2:2 (1:0).

 

[Wipperfürths Keeper Phil Schmidt lenkt den Schuss über die Latte.]

 

Wipperfürth startete fulminant in die Begegnung und lag durch den Treffer von Wael Majouj früh in Führung. In der Folgezeit fand VfR-Angreifer Raul Yorganci gleich mehrfach seinen Meister in Lindlars Schlussmann Simon Schreiner, der seine Mannschaft dadurch am Leben hielt. Nach dem Wechsel kamen die Gäste besser ins Spiel und übernahmen das Zepter. Außer einem Aluminiumtreffer von Marco Von Puttkamer sprang dabei allerdings nichts heraus. Kurz vor Ende erhöhte Jonas Schnabel auf 2:0 und sorgte damit scheinbar für die Entscheidung.

 

In der Nachspielzeit wusste sich Justin Chukwudi gegen TuS-Angreifer David Förster nur mit einem Foul innerhalb des Strafraums zu helfen, was mit Gelb-Rot und einem Strafstoß geahndet wurde. Der Gefoulte trat selbst an und traf. Den darauffolgenden Anstoß schoss ein Wipperfürther Kicker, da die angezeigte Nachspielzeit vermeintlich lange abgelaufen war, einfach nach vorne. Lindlar packte sich das Spielgerät, Tim Lamers marschierte über außen nach vorne und bediente Förster, der erneut traf. So einfach, so effektiv.

 

„Wir sind der gefühlte Verlierer“, haderte VfR-Coach Giovanni Bernardo mit den beiden Treffern in der Nachspielzeit. „Aber insgesamt geht die Punkteteilung absolut in Ordnung.“ Auch Lindlars sportlicher Leiter Raimund Kiuzauskas sprach von einem gerechten Remis. „Es war ein intensiv geführtes Spiel zwischen den Boxen, aber wir hatten schon nach der Pause das Heft in der Hand. Am Ende war es natürlich trotzdem glücklich.“

 

Tore

1:0 Wael Majouj (2.), 2:0 Jonas Schnabel (80.), 2:1 David Förster (90.+4 Foulelfmeter), 2:2 David Förster (90.+7 Tim Lamers).

 

Besonderes Vorkommnis

Gelb-Rot gegen Wipperfürths Justin Chukwudi (90.+4 wiederholtes Foulspiel).

 

[Der Lindlarer Marc Bruch im Klammergriff von VfR-Kapitän Marlon Burger.]

 

TuS Homburg-Bröltal – SV Altenberg 3:1 (1:1).

 

Der Bröltaler Trainer Nils Labitzke hatte nach dem Pokalaus im Elfmeterschießen gegen Altenberg unter der Woche für das erneute Aufeinandertreffen in der Liga eine Revanche angekündigt. Und seine Spieler lieferten am heutigen Sonntag ab. „Die Revanche ist geglückt“, freute sich Labitzke, dessen Mannschaft aber zunächst einem Rückstand hinterherlief. Miles Werner brachte die Gäste in Führung. Ein Abstimmungsfehler zwischen Torhüter und Abwehrspieler begünstigte den Ausgleichstreffer durch Jan Mortsiefer. Nach einem offenen Schlagabtausch ging es mit dem 1:1 in die Kabine.

 

In der zweiten Halbzeit war Bröltal die bessere Mannschaft. Nils Rohlender wurde nach etwas über einer Stunde regelwidrig im Strafraum gestoppt. Mortsiefer verwandelte den anschließenden Foulelfmeter zur TuS-Führung. Nur wenige Minuten später vollendete er mit dem 3:1 seinen Hattrick und sorgte gleichzeitig für den Endstand. „Aufgrund der zweiten Halbzeit haben wir verdient gewonnen, aber es war ein hartes Stück Arbeit. Altenberg ist ein richtig guter Gegner“, sagte Labitzke. Auf der anderen Seite sprach Trainer Ingo Oedelshoff von einer verdienten Niederlage: „Bröltal hat uns in der zweiten Halbzeit Stück für Stück in die eigene Hälfte gedrängt und am Ende fehlten uns die Körner.“

 

Tore

0:1 Miles Werner (10.), 1:1 Jan Mortsiefer (23.), 2:1 Jan Mortsiefer (64. Foulelfmeter), 3:1 Jan Mortsiefer (70.).

 

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VfR Marienhagen – SSV Homburg-Nümbrecht II 0:0.

 

Bei den Hausherren stand zum dritten Mal in dieser Saison die Null. Heute allerdings auf beiden Seiten. „Nümbrecht hat sich diesen Punkt verdient“, sagte VfR-Trainer Trainer Ingo Kippels. „Wir haben offensiv keine Bäume ausgerissen. Es war ein schwieriges Spiel gegen einen starken Gegner.“ Im ersten Durchgang waren die Gäste die etwas bessere Mannschaft und hätten mit mehr Abschlussglück in Führung gehen können. Allerdings fehlte oft der letzte Pass oder es war Marienhagens Keeper Dennis Kulisch zur Stelle. Mit der praktisch letzten Aktion des Spiels hätte Nick Schmalenbach allerdings beinahe noch das Siegtor erzielt, doch Phil Puzalowski im SSV-Kasten war in der kurzen Ecke zur Stelle. Nümbrechts Trainer Burkhard Graeve resümierte: „Ein spannendes Spiel bis zum Schluss und eine sehr gute Leistung von uns.“

 

Tore

Fehlanzeige.

 

[Ganz klar zwei verlorene Punkte für die Hansestädter und Giovanni Bernardo.]

 

SSV Bergneustadt – SSV Süng 1:0 (0:0).

 

Die Gäste kamen wesentlich besser in Schwung als die Hausherren und hatten in der Anfangsviertelstunde bereits zwei Großchancen durch Dennis Tebelius und David Strauß, der bloß die Torumrandung traf. In der Folge übernahmen die Hausherren die Initiative, ohne jedoch wirklich effektiv zu sein. „Da war Bergneustadt schon am Drücker, hatten aber keine große Torchance“ so Süngs Trainer Sergej Zimmerling, der sich sehr gut mit einer Punkteteilung hätte anfreunden können. Allerdings hatte Bergneustadts Angreifer Fabian Schilling etwas dagegen. Er stellte drei Minuten vor dem Ende den ersten Saisonsieg der Neustädter sicher. „Man konnte merken, dass beide Mannschaften gewinnen wollten. Wir standen aber hinten ganz gut und haben nach vorne sehr gut Druck gemacht“, analysierte Co-Trainer Hakan Yagci, der von einem verdienten Erfolg sprach.

 

Tore

1:0 Fabian Schilling (87.).

 

[Sam Kirschsieper vergibt eine Chance für die Hausherren.]

 

RS 19 Waldbröl – FC Bensberg 2:6 (2:5).

 

„Wir waren stets bemüht“, sagte der enttäuschte RS19-Coach Oliver Rempel nach dem Spiel. Im Duell der beiden Aufsteiger zogen die Kicker von der Maibuche deutlich den Kürzeren. „Heute wurde aber auch jeder Fehler eiskalt bestraft“, habe seine Mannschaft erneut mächtig Lehrgeld zahlen müssen, so Rempel weiter. Nach dem Blitzstart durch den frühen Treffer von Veli Ümit ging es rund: Marcel Dominick (2), Jeremy Wihl und Anil Özkan (2) brachten die Rasensportler, bei einem weiteren Treffer durch Ümit, bereits zur Pause hoffnungslos in Rückstand. Christopher Kovacs machte kurz nach dem Wechsel das halbe Dutzend voll. „Wir haben auf das 0:1 sehr gut reagiert und danach waren wir spielbestimmend“, freute sich FCB-Trainer Gabor Uhrmann über den Auswärtserfolg, der sogar noch deutlicher hätte ausfallen können.

 

Tore

1:0 Veli Ümit (2.), 1:1 Marcel Dominick (3.), 1:2 Jeremy Wihl (22.), 1:3 Anil Özkan (26.), 1:4 Anil Özkan (33.), 2:4 Veli Ümit (44.), 2:5 Marcel Dominick (45.), 2:6 Christopher Kovacs (51.).

 

 

Blau-Weiß Biesfeld – BSV Bielstein 5:2 (2:0).

 

Bielstein war ohne zwölf Akteure nach Biesfeld angereist, gestaltete die Begegnung allerdings offen. So sah es jedenfalls der sportliche Leiter Björn Schumacher. Sebastian Weiß und Tobias Rappenhöner legten bis zur Pause zwei Treffer für die Gastgeber vor, Sefedin Gasi und Tobias Rappenhöner machten nach einer guten Stunde per Doppelschlag den Deckel drauf. „Bis dahin war das Spiel eigentlich ausgeglichen. Aber dann war es natürlich durch“, seien die Gastgeber körperlich deutlich erwachsener aufgetreten als der Aufsteiger, so Schumacher weiter. Tobias Berger traf außerdem für Biesfeld, Bastian Buik und Julian Kaminke für den BSV. „Wir hätten schon zur Pause deutlicher führen können. Bis auf eine schwächere 20-minütige Phase hatten wir das Spiel jederzeit im Griff“, sprach Biesfelds Trainer Maurice Velten von einem verdienten Erfolg seiner Mannschaft.

 

Tore

1:0 Sebastian Weiß (8.), 2:0 Tobias Rappenhöner (23.), 3:0 Sefedin Gasi (67.), 4:0 Tobias Rappenhöner (68.), 4:1 Bastian Buik (73. Foulelfmeter), 5:1 Tobias Berger (87.), 5:2 Julian Kaminke (90.).

 

[Schiri Riza Tokmak hatte etwas mit der Lindlarer Bank zu bereden.]

 

TuS Immekeppel – FV Wiehl II 5:0 (1:0).

 

Während sich die Gastgeber über die ersten Zähler der Spielzeit freuen können, bleibt die Wiehler Reserve weiterhin ohne eigenen Punktgewinn und ziert nun sogar das Tabellenende. „Das war noch kein Befreiungsschlag“, wollte TuS-Trainer Andre Fanroth nicht direkt in Jubelarien ausbrechen. „Aber es war ein Schritt in die richtige Richtung“, freute er sich über den deutlichen Erfolg, bei dem Dreifachtorschütze Philipp Fabrizius herausragte. Dlowan Jumaah und David Risse steuerten die weiteren Treffer bei. Wiehls Trainer Michael Börger wollte sich zum Spiel nicht äußern, sprach seiner Mannschaft allerdings in dieser Verfassung das Niveau für die Liga ab.

 

Tore

1:0 Philipp Fabrizius (41. David Risse), 2:0 Philipp Fabrizius (51. David Risse), 3:0 Dlowan Jumaah (65.), 4:0 Philipp Fabrizius (86. André Jenner), 5:0 David Risse (90. Philipp Fabrizius).

 

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