FUSSBALL

Pokalkracher: Hohkeppel empfängt Fortuna Köln - Oberbergisches Trio am Sonntag gefordert

thg, lo, hp; 19.08.2026, 13:05 Uhr
Fotos: Thomas Giesen --- In der vergangenen Saison war für Eintracht Hohkeppel im Halbfinale des Mittelrheinpokals Endstation. Damals unterlag man dem Drittligisten Viktoria Köln mit 1:4.
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Pokalkracher: Hohkeppel empfängt Fortuna Köln - Oberbergisches Trio am Sonntag gefordert

thg, lo, hp; 19.08.2026, 13:05 Uhr
Lindlar - Der Fußball-Mittelrheinligist Eintracht Hohkeppel trifft am Samstag in der ersten Runde des FVM-Pokals auf den Drittligisten Fortuna Köln - Die Partie findet im Volksbank Parkstadion in Lindlar statt - Wiehl, Nümbrecht und Rossenbach spielen einen Tag später (AKTUALISIERT).

Vorschau FVM-Pokal (1. Runde)

 

Fortuna Bonn – FV Wiehl (Sonntag, 15 Uhr).

 

Es fehlen: Jordy Schurzmann, Paul Neuendorff, Kevin Derksen, Ali Can Gültekin, Justus Dabringhausen, Rene Gailowitz.

 

Einsatz fraglich: Yekcan Yildirim.

 

Zum Spiel: Seit der Aufstockung des Starterfelds im FVM-Pokal auf 64 Mannschaften werden die freibleibenden Plätze mit den Vereinen besetzt, die sich in der abgelaufenen Saison in der Fairplay-Wertung des Fußball-Verbands Mittelrhein positiv hervorgetan und nicht auf sportlichem Wege qualifiziert haben. Daher bekommt der FV Wiehl die unverhoffte Chance zur Teilnahme und zugleich die Möglichkeit, Wiedergutmachung für das Vorjahr zu betreiben, als man sich in der Auftaktrunde bei der 0:1-Niederlage gegen den A-Ligisten SV Scherpenseel-Grotenrath blamierte.

 

Zu Gast ist der frischgebackene Gewinner des Sparkassen-Cups bei Fortuna Bonn. Kein unbekannter Gegner, schließlich spielte man in den letzten drei Spielzeiten in der Landesliga gegeneinander. In der Saison 2025/2026 gerieten die Gastgeber allerdings schnell aufs Abstellgleis und standen frühzeitig als Absteiger fest. Als kleines Trostpflaster sicherte man sich den Sieg im hiesigen Kreispokal durch einen 1:0-Finalerfolg gegen den MSV Bonn. Raoul Dia fungiert bei der Fortuna als neuer Cheftrainer, die meisten kennen ihn von seiner kurzen Amtszeit beim SV Schönenbach in der Saison 2024/2025.

 

Das letzte Aufeinandertreffen der beiden Klubs fand Ende Februar statt, Wiehl gewann mit 2:0. Mit dem damaligen Team hat der jetzige Kader der Bonner allerdings nur noch wenig gemein. „Sie haben einen neuen Trainer und 90 Prozent des Kaders haben sich auch verändert. Ihre letzten Ergebnisse waren nicht so schlecht, wobei sich Testspiele nie so richtig gut einordnen lassen. Insgesamt ist Bonn schwierig einzuschätzen. Umso mehr gilt, am Sonntag nur auf uns zu gucken, es besser zu machen als im letzten Jahr und zu versuchen, eine Runde weiterzukommen“, führt Wiehls Coach Sascha Mühlmann aus.

 

Die Spiele im Bonner Wasserland seien immer „tricky“, wie er betont. „Ich denke, dass viel von der Tagesform abhängt, zumal zum jetzigen Zeitpunkt keiner so richtig weiß, wo er steht. Wir versuchen, unser Spiel durchzuziehen und die entscheidenden Akzente zu setzen“, so Mühlmann. Die Verletztenliste ist derweil länger geworden: So droht Jordy Schurzmann aufgrund einer Schambeinentzündung ein längerer Ausfall und Paul Neuendorff hat sich beim Sparkassen-Cup einen Leistenbruch zugezogen, weshalb er bis auf Weiteres zum Zuschauen gezwungen ist. Das Defensivtandem Kevin Derksen und Ali Can Gültekin fehlt am Sonntag urlaubsbedingt. (lo)

 

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Spvg. Rossenbach – Sportfreunde Troisdorf (Sonntag, 15 Uhr).

 

Es fehlen: Florian Schneider, Timo Lenneper, Nico Hoffmann.

 

Endet das Pokalmärchen von Rossenbach am Sonntag oder geht es im Verbandscup weiter? Noch vor dem offiziellen Saisonstart bekommt es die Spielvereinigung mit einem Bezirksliga-Aufsteiger, der in der Vergangenheit mit den namhaften Nachbarn FC Hennef und Siegburger SV die Klingen in der Mittelrheinliga gekreuzt hat, zu tun. Und da schließt sich für den neuen Coach Manuel Schwarz der Kreis. Für ihn gibt es Wiedersehen mit seinem Ex-Klub, wo er zu dessen Glanzzeiten vier Jahre lang gespielt hat.

 

Die Vorbereitungsphase der Rossenbacher war allerdings holprig und immer wieder von Ausfällen geprägt. Somit haben auch einige Kicker der 2. Mannschaft Einsatzzeiten erhalten. Bitter ist der Ausfall von Pokalheld Florian Schneider, der eine schwere Muskelverletzung erlitten hat und lange aussetzen muss.

 

„Es ist bei uns schon ein Problem, wenn Spieler wie Erik Jödden und Christian Ückerseifer zeitgleich in Urlaub sind. Dann fehlt direkt Qualität“, erklärte Schwarz. Doch beide stehen am Sonntag von Beginn an auf dem Feld und werden alles daransetzen, dass die Pokalreise noch nicht zu Ende ist. „Wir bauen auf die alte Regel, dass der Pokal seine eigenen Gesetze hat. Das hat ja letzte Saison auch gut gepasst“, ergänzt Schwarz.

 

Wie erwähnt, gehörten die Troisdorfer früher zu den Stammgästen in den höherklassigen Ligen, bevor der sportliche Absturz folgte und man mehrere Jahre in der Kreisliga A verbrachte. Seit dieser Saison steht mit Wolfgang Müller (früher unter anderem FV Wiehl, zuletzt Interimstrainer beim SV Schönenbach) ein in Oberberg bestens bekannter Übungsleiter an der Seitenlinie. (hp)

 

 

SC Kellersberg – SSV Homburg-Nümbrecht (Sonntag, 15 Uhr).

 

Der SSV Homburg-Nümbrecht tanzt dieser Tage auf mehreren Hochzeiten. Bevor der blau-gelbe Tross am Sonntag zum Pokalspiel Richtung Alsdorf bei Aachen aufbricht, steht am Freitag noch der Supercup gegen den VfR Wipperfürth auf dem Programm (siehe Vorbericht). Nächsten Mittwoch folgt das prestigeträchtige Kreispokalduell mit dem Landesliga-Konkurrenten SV Schönenbach, der seit dieser Spielzeit vom langjährigen SSV-Coach Torsten Reisewitz trainiert wird. Zum Abschluss der sehr englischen Woche – vier Spiele in neun Tagen – tritt Nümbrecht zum Meisterschaftsauftakt beim SV Deutz 05 an.

 

Trainer Marcus Voike hat betont, dass für ihn zunächst die Begegnung gegen Kellersberg Priorität hat. Ein Weiterkommen ist für Nümbrecht trotz der engen Spieltaktung Pflicht. Die Hausherren belegten in der abgelaufenen Spielzeit in der Kreisliga A Aachen den zehnten Platz, im Kreispokal erreichte Kellersberg das kleine Finale (1:3 gegen Concordia Oidtweiler). (lo)

 

 

Eintracht Hohkeppel – Fortuna Köln (Samstag, 15 Uhr/in Lindlar).

 

Es fehlen: Clinton Williams-Emmanuel.

 

Einsatz fraglich: Hendrik Strobl.

 

Zum Spiel: Die neue Mittelrheinligasaison hat noch gar nicht begonnen, da haben die Hohkeppeler bereits das erste Highlight im Spielplan stehen. Viel größer als gegen den Drittligaaufsteiger aus der Kölner Südstadt konnte die Herausforderung in der ersten Runde des Mittelrheinpokals kaum werden. Während sich die Hohkeppeler auf der Zielgerade der Vorbereitungsphase auf die neue Spielzeit befinden, stehen die Domstädter bereits voll im Saft. Zwei Spieltage sind in der 3. Liga bereits absolviert. Eine 0:1-Niederlage gegen die SG Sonnenhof Großaspach und ein 1:1-Unentschieden gegen Alemannia Aachen stehen für die Fortuna aktuell zu Buche.

 

[Eintrachts Trainer Giuseppe Brunetto fordert von seiner Mannschaft, mutig zu sein.]

 

Hohkeppels Trainer Giuseppe Brunetto hat sich die Begegnung mit der Alemannia Vorort angesehen. „Die hätten das Spiel gewinnen müssen. Hintenraus hatten sie Top-Gelegenheiten“, lautete sein Fazit. Allerdings spielten die Aachener nach einer gelb-roten Karte lange Zeit in Unterzahl. Während die Fortuna in beiden Drittligapartien in der Außenseiterrolle war, ist sie gegenüber dem zwei Klassen tiefer beheimateten Mittelrheinligisten klar der Favorit. Brunetto war ziemlich angetan vom Auftritt gegen Aachen. „Sie sind natürlich sehr strukturiert und physisch sehr stark. Sie haben viele großgewachsene Spieler. Da gilt es, physisch dagegenzuhalten“, erklärt der Coach.

 

Seinen eigenen Spielstil durchzusetzen, Ballbesitz- und Offensivfußball, werde nicht leicht. „Wir haben natürlich eine gewisse Idee, was wir machen wollen. Der Gegner wird versuchen, uns unter Druck zu setzen. Aber man kann ihnen nicht das ganze Spiel den Ball überlassen, dann werden sie uns irgendwann dafür bestrafen. Wir versuchen mitzuspielen und dafür ist es wichtig, mutig zu sein und aggressiv gegen den Ball zu sein. Dann schauen wir, was dabei herauskommt. Wir wollen eine Runde weiterkommen. Das muss unser Ziel sein“, will Brunetto keinesfalls Beton anrühren lassen und bemüht den altbekannten Spruch vom Pokal, der seine eigenen Gesetze hat.

 

Dass man gleich in der ersten Runde eines der drei Topteams aus der 3. Liga zugelost bekam, ärgert Brunetto nicht, auch wenn es das schnelle Ende im Wettbewerb bedeuten könnte. „Im Gegenteil, ich freue mich riesig. Man weiß ja auch nie, wenn man weiterkommt, ob man tatsächlich irgendwann ein solches Los bekommt. Ich freue mich, gemeinsam mit meiner Mannschaft, dass wir uns mit solch einem Gegner messen dürfen. Wir nehmen es, wie es kommt“, so Brunetto.

 

Hoffnung, dass die Fortuna den Underdog zu leicht nehmen könnte oder die Rotationsmaschine anwerfen könnte, weil der Fokus auf den Ligabetrieb gerichtet ist, besteht bei Brunetto nicht. „Ich glaube, dass die unbedingt weiterkommen wollen. Ich kenne auch den Trainer Matthias Mink und bin sicher, dass die gut vorbereitet sein werden. Das sind Profis und die werden es ernst nehmen.“

 

Zumindest ein kleiner Wermutstropfen für die Hohkeppeler ist, dass die Erstrundenbegegnung nicht im eigenen Achim-Lammers-Waldstadion ausgerichtet werden kann. Nach einer Begehung wurde in der anschließenden Sicherheitsbesprechung festgestellt, dass die Anlage für die Austragung nicht geeignet sei. So wurde die Partie in das Volksbank Parkstadion des TuS Lindlar verlegt. Dort seien alle geforderten Maßnahmen umsetzbar.

 

1.500 Zuschauer dürfen auf die Anlage. Die Vereinsvertreter der Fortuna kündigten an, dass zwischen 450 und 550 Fans den Weg ins Oberbergische auf sich nehmen werden. Der Vorverkauf ist bereits in vollem Gange. Karten können unter folgendem Link zum Ticketportal Eventim erworben werden. Zudem wird es eine Abendkasse geben. Einlass ins Stadion ist ab 13 Uhr. (thg)

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