FUSSBALL
Keine Pokal-Überraschung: Deutz zieht THB früh den Zahn
Nümbrecht - Die Frauenmannschaft des TuS Homburg-Bröltal scheitert im FVM-Pokal am Mittelrheinliga-Spitzenteam aus Deutz, das die Partie mit zwei schnellen Toren in seine Richtung lenkte.
Schaebens-Pokal der Frauen (Achtelfinale)
TuS Homburg-Bröltal – SV Deutz 05 0:3 (0:2).
[Agnes Müller hatte auf der linken Außenverteidigerposition Schwerstarbeit zu verrichten.]
Es hat nicht zur Überraschung gereicht: Frauen-Landesligist TuS Homburg-Bröltal unterlag im Achtelfinale des FVM-Pokals dem SV Deutz 05 mit 0:3, verabschiedete sich aber mit einem respektablen Resultat aus dem Wettbewerb, in dem sich hauptsächlich Regional- und Mittelrheinligisten tummeln. „Der Gegner war in der Summe spielerisch deutlich besser als wir. Wir haben es nicht schlecht gemacht, hatten aber leider viele kleine technische Fehler drin und haben es dadurch nicht geschafft, für Entlastung zu sorgen“, sprach Coach Burkhard Graeve von einer verdienten Niederlage gegen den Regionalliga-Absteiger.
Die Gastgeberinnen versteckten sich in den ersten Minuten nicht und konnten sich teilweise sogar in der Deutzer Hälfte festsetzen. Es sprang allerdings lediglich eine Halbchance heraus. Maxine Herweg köpfte das Spielgerät nach einer Ecke recht weit am Gehäuse vorbei (5.). Ärgerlich aus THB-Sicht war, dass kurz darauf gleich der erste Schnitzer bestraft wurde. Nach einem unnötigen Ballverlust spielten die Gäste einen langen Diagonalpass in den Strafraum. Paula Grammersbach spitzelte das Leder an Keeperin Michelle Sohnius vorbei und es hieß 0:1.
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[Annette Wotschel musste Mitte der zweiten Halbzeit angeschlagen ausgewechselt werden.]
Bei herbstlichen Witterungsbedingungen eine eiskalte Dusche obendrauf, die Bröltal jedoch wegsteckte, wobei es den Entlastungsangriffen nach gelegentlichen Konzentrationsschwächen des Mittelrheinliga-Spitzenteams in der Folge an Präzision mangelte. Deutz blieb derweil höchst effektiv und erhöhte auf 0:2. Eine Ecke der Schwarz-Gelben schien bereits geklärt zu sein, doch Luzia Marx lupfte die Kugel aus 35 Metern mit Unterstützung der Unterkante der Querstange ins Netz.
An diesem neuerlichen Rückschlag hatte die Graeve-Elf zu knabbern. „Das war der Genickbruch für uns. Wir haben die Ordnung verloren, waren vielleicht auch ein bisschen gefrustet. Uns hat der Mut gefehlt, um die Bälle zu halten und selbst nach vorne gefährlich zu werden“, meinte der Trainer. Der Einsatz war zwar top, doch gelang es nicht, die Deutzer Defensive ernsthaft zu fordern. Bitter indes: Weitere nennenswerte Möglichkeiten erarbeitete sich der Favorit im Verlauf des ersten Durchgangs nicht, trotzdem lag man mit zwei Toren hinten.
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[Maxine Herweg (#18) hatte nach fünf Minuten die beste Gelegenheit für den THB, ihr Kopfball ging jedoch am Tor vorbei.]
Nach dem Seitenwechsel ein ähnliches Bild: Die SVD-Kickerinnen kontrollierten das Geschehen und ließen Ball und Gegner laufen, Bröltal hielt kämpferisch dagegen, in spielerischer Hinsicht waren die Mittel aber limitiert, sodass man in der Offensive über Ansätze nicht hinauskam. „Wir haben zu tief gestanden und nicht mit der vollen Überzeugung gespielt“, hatte Graeve zugleich Verständnis dafür, dass seiner Mannschaft die Durchschlagskraft abging. „Deutz war läuferisch unheimlich stark und hat im Passspiel kaum Fehler gemacht.“ So blieben Umschaltmomente rar.
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[Burkhard Graeve sah eine verdiente Niederlage seiner Mannschaft.]
Die eingewechselte Alina Scheben setzte in der 83. Minute den Schlusspunkt zum 0:3. Graeve hakte das Aus schnell ab: „Heute konnten wir viel lernen und hoffentlich für die nächsten Spiele etwas mitnehmen.“ Bröltal kann sich nun voll auf die Liga konzentrieren: Am Sonntag geht’s mit der Partie bei Union Rösrath weiter (13 Uhr).
Tore
0:1 Paula Grammersbach (10.), 0:2 Luzia Marx (19.), 0:3 Alina Scheben (83.).

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