FUSSBALL

Hohkeppel will aus der Backpfeife lernen

thg; 08.10.2026, 15:00 Uhr
Fotos: Thomas Giesen --- Eintracht Hohkeppel will nach der 1:6-Pleite beim SSV Merten zurück in die Spur. Gast ist am Sonntag der Aufsteiger TuS Chlodwig Zülpich.
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Hohkeppel will aus der Backpfeife lernen

thg; 08.10.2026, 15:00 Uhr
​​​​​​​Lindlar – Eintracht Hohkeppel will die jüngste 1:6-Pleite gegen Merten abschütteln und gegen den TuS Chlodwig Zülpich zurück in die Spur – Der Aufsteiger hat bereits etablierten Mittelrheinligisten ein Bein gestellt.

Von Thomas Giesen

 

Eintracht Hohkeppel – TuS Chlodwig Zülpich (Sonntag, 15:30 Uhr).

 

Es fehlt: Hendrik Strobl.

 

Zum Spiel: Nach dem herben Dämpfer beim 1:6 gegen den SSV Merten ist bei den Hohkeppelern Wundenlecken angesagt. „Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, das habe ich schon zu 100 Prozent verdaut. Der Stachel sitzt extrem tief. Es wird noch einige Tage brauchen, um das zu verarbeiten“, sagt Eintrachts Trainer Giuseppe Brunetto und wiederholt seine Einschätzung vom Sonntag. „Es war ein rabenschwarzer Tag von uns allen, während der Gegner einen Sahnetag erwischt hat. So kommt sowas zustande. Aber wir müssen nach vorne blicken und ich hoffe, dass wir aus der Backpfeife lernen. Wir haben eine junge Mannschaft und ich habe in der Vergangenheit erlebt, dass das eine Mannschaft wachrütteln kann“, so der Coach.

 

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„Es ist ja klar, dass, wenn einem so etwas passiert, auf der mentalen Seite etwas schief gegangen ist. Sowas darf nicht passieren, egal ob der Gegner Merten oder Zülpich heißt. Spiele können immer in unterschiedliche Richtungen kippen. Man muss immer voll konzentriert sein, von der ersten Minute an. Das waren wir nicht und Merten hat uns von Anfang an den Schneid abgekauft. In den Wochen zuvor haben wir immer gewonnen, aber diesmal hat es nicht gereicht“, mahnt Brunetto, sich am Spieltag voll auf die Aufgabe zu fokussieren. Auch sei man gut beraten, nicht auf den Namen des Gegners zu schauen. Der Aufsteiger aus Zülpich erscheint nämlich zunächst als Pflichtaufgabe. Ohne Erfahrung in der Mittelrheinliga und mit vielen weniger bekannten Namen im Kader scheint das Team aus der Voreifel eine Nummer zu klein zu sein, um der Eintracht Schaden zuzufügen.

 

[Hendrik Strobl hat sich möglicherweise einen Bänderriss zugezogen und fällt vorerst aus.]

 

Doch der Liganeuling hat in der höchsten Verbandsklasse schon jetzt seine Spuren hinterlassen. Überraschend fegten die Zülpicher am zweiten Spieltag den Siegburger SV mit 5:2 vom Platz und besiegten mit dem VfL Vichttal einen der Topfavoriten auf den Meistertitel nach dreimaligem Rückstand noch mit 4:3. Zuletzt bekam der SSV Bornheim zu spüren, dass sich der Aufsteiger in der Mittelrheinliga wohlfühlt und kassierte eine 1:5-Klatsche. Vor allem Marvin Iskra ragt aus dem Kader heraus. Der 33-jährige Offensivspieler traf bereits fünfmal in sechs Spielen und erzielte gegen Vichttal das Siegtor. Iskra bringt reichlich Mittelrheinligaerfahrung mit und gehörte auch schon mal zum Kader des Regionalligisten Fortuna Köln.

 

„Wenn man sich den Kader der Zülpicher anschaut, sieht man, dass die fast alle schon gefühlt 100 Jahre zusammenspielen. Das ist ein eingeschworener Haufen mit einem Stürmer, der nicht lange fackelt. Und sie sind sehr stark bei Standards. Für uns gilt es, den Gegner weit weg von unserem Tor zu halten. Ich bleibe dabei: Wir entscheiden, ob wir keinen, einen oder drei Punkte holen“, so Brunetto. Der Kader der Hohkeppeler ist weitgehend komplett. Lediglich Hendrik Strobl fällt verletzt aus. Der 24-Jährige ist im Spiel gegen Merten umgeknickt und hat sich voraussichtlich einen Bänderriss zugezogen. Leo Kirnich hat derweil seine Erkältung überstanden und kehrt ins Aufgebot zurück.

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