FUSSBALL
Hohkeppel geht auf dem Zahnfleisch
Lindlar – Eintracht Hohkeppel steht am Ende der englischen Woche vor einer wegweisenden Begegnung – Bei einer weiteren Niederlage droht auch der zweite große Traum zu platzen.
Von Thomas Giesen
FC Wegberg-Beeck – Eintracht Hohkeppel (Sonntag, 15 Uhr).
Hinspiel: 0:2.
Es fehlen: Hendrik Strobl, Ferhat Saglam, Ufumwen Osawe, Gjastin Nrejaj, Joel Vieting.
Zum Spiel: Für die Hohkeppeler ist die englische Woche bislang mehr als enttäuschend verlaufen. Am vergangenen Sonntag musste man im Topduell des Tabellenzweiten der Mittelrheinliga gegen den Primus aus Bergisch Gladbach eine empfindliche Schlappe einstecken. Nach 2:0-Vorsprung unterlag der Gastgeber noch mit 2:4. Statt die Tabellenführung zu übernehmen, sieht man sich nun fünf Punkte hinten. Am vergangenen Donnerstag platzte dann der Traum vom Einzug ins Finale des Mittelrheinpokals, als der Drittligist Viktoria Köln eine Nummer zu groß für die Eintracht war. Mit zwei Niederlagen im Gepäck geht es nun auf die Reise zum FC Wegberg-Beeck. Einen großen Bus brauchen die Hohkeppeler diesmal allerdings nicht, denn das Aufgebot hat sich nach dem Pokalhalbfinale noch einmal reduziert.
„Wir müssen schon gucken, wen wir am Sonntag überhaupt noch auf den Platz bringen können. Wir gehen auf dem Zahnfleisch“, sagt Eintrachts Trainer Abdullah Keseroglu, der schon gegen die Viktoria aus der Reserve auffüllen musste. Am Donnerstag musste Hendrik Strobl früh ausgewechselt werden, Rudolf Gonzalez verließ in der zweiten Halbzeit angeschlagen das Feld. „Rudi hatte nur einen Krampf. Hendrik Strobl hat sich vielleicht eine Zerrung zugezogen. Das wird schwierig für Sonntag. Aber wir werden uns gut regenerieren und haben gute Chancen, da zu gewinnen“, bleibt Keseroglu positiv gestimmt. Die Partie bei Wegberg-Beeck könnte für die Hohkeppeler bereits wegweisend sein. Sollte man angesichts der schwierigen Umstände auch beim Tabellenachten verlieren und die Bergisch Gladbacher ihr Heimspiel gegen die Zweitvertretung von Fortuna Köln für sich entscheiden, wäre der Meisterschaftszug mit dann acht Zählern Rückstand fast abgefahren.
„Wegberg hat den Trainer gewechselt und hat dennoch wechselhafte Ergebnisse erzielt. Irgendwas stimmt da nicht. Ich glaube, dass es eine Mannschaft ist, die auf diesem Tabellenplatz nichts zu suchen hat. Aber es geht schon die ganze Saison so, das sie nicht konstant punkten. Aber ich bin sicher, die werden uns fordern. Das wird kein Spaziergang. Das ist immer noch eine sehr gute Mannschaft. Die muss man ernst nehmen und es wird alles andere als einfach. Ich bin aber total guter Dinge“, so Keseroglu.