FUSSBALL

FVM-Pokal: Rossenbacher Wahnsinn geht weiter - Nümbrecht souverän - Wiehl scheidet aus

thg, lo, hp; 23.08.2026, 19:30 Uhr
Fotos: Holger Plum (Rossenbach), Thomas Giesen (Hohkeppel) --- Außenseiter Rossenbach setzte seinen unglaublichen Lauf auch im FVM-Pokal fort.
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FVM-Pokal: Rossenbacher Wahnsinn geht weiter - Nümbrecht souverän - Wiehl scheidet aus

thg, lo, hp; 23.08.2026, 19:30 Uhr
Oberberg – Underdog Rossenbach wirft den Bezirksligisten Troisdorf aus dem FVM-Pokal - Wiehl verliert verdient gegen Fortuna Bonn - Nümbrecht gibt sich gegen Außenseiter Kellersberg keine Blöße - Hohkeppel bietet Fortuna Köln über weite Strecken Paroli, kann das Aus aber nicht verhindern (AKTUALISIERT).

FVM-Pokal (1. Runde)

 

Spvg. Rossenbach – Sportfreunde Troisdorf 4:3 nach Verlängerung (3:3, 2:1).

 

Was für ein Pokalfight von Rossenbach! „Das war eine Wahnsinns-Teamleistung, die wir heute geboten haben. Die Mannschaft hat sich den Sieg redlich verdient, es war einfach top“, freute sich Rossenbachs Coach Manuel Schwarz. Neuer Trainer, alte Pokalstärke: Erik Jödden eröffnete die Partie mit einem sehenswerten Treffer aus der Drehung, nachdem er zuvor den Ball nach einem Abwehrschnitzer von einem Troisdorfer erobern konnte. Rossenbach hatte weitere gute Chancen, aber die Gäste glichen durch Michel Möller aus. Doch schon in der Nachspielzeit der ersten Hälfte gelang Fynn-Jannis Hürthen die erneute Führung.

 

[Die Hausherren gaben gegen Troisdorf keinen Zentimeter verloren.]

 

Nach der Pause drehte der von Wolfgang Müller (früher unter anderem FV Wiehl und SSV) trainierte Bezirksliga-Aufsteiger den Spieß durch die Treffer von Emer Abdo und Eren Sari um, aber Rossenbach steckte nicht auf. Mirko Schlechtingen verwandelte drei Minuten vor dem regulären Ende einen Foulelfmeter zum Ausgleich, somit ging es in die Verlängerung. Die war kaum angepfiffen, da war abermals Erik Jödden zur Stelle und sicherte somit den Einzug in die 2. Runde des FVM-Pokals. „Wir warten mit Spannung auf die Auslosung“, hofft Schwarz nun auf ein ganz großes Los.

 

Tore
1:0 Erik Jödden (11.), 1:1 Michel Möller (27.), 2:1 Fynn-Jannis Hürthen (45.+1), 2:2 Emer Abdo (53.), 2:3 Eren Sari (77.), 3:3 Mirko Schlechtingen (87. Foulelfmeter), 4:3 Erik Jödden (91.).

 

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Fortuna Bonn – FV Wiehl 2:0 (1:0).

 

Der FV Wiehl und der FVM-Pokal – eine Liebesbeziehung wird das wohl nicht mehr. Nach dem Erstrundenaus im Vorjahr gegen den A-Ligisten Scherpenseel-Grotenrath erwischte es die Mannschaft von Coach Sascha Mühlmann, die sich über die Fairplay-Wertung des FVM für den Verbandscup qualifiziert hatte, diesmal erneut zum Auftakt. Somit bleibt der Wunsch von einem attraktiven Heimlos in der 2. Runde abermals unerfüllt. „Wir haben absolut verdient verloren. Mit Ausnahme von Justin Broy im Tor hat niemand an die Leistung angeknüpft, die er vergangene Woche im Sparkassen-Cup-Finale gegen Nümbrecht abgerufen hat. Ich hatte gedacht, dass wir schon weiter sind“, erklärte Mühlmann nach der Niederlage beim letztjährigen Landesliga-Rivalen Fortuna Bonn, der nach der abgelaufenen Saison in die Bezirksliga abgestiegen war und danach, inklusive dem neuen Trainerteam um Raoul Dia, einer personellen Frischzellenkur unterzogen wurde.

 

[Der Ausgleich der Sportfreunde zum 2:2.]

 

Wiehl enttäuschte vor allem offensiv, erspielte sich im ersten Durchgang keine einzige Möglichkeit. Die Bonner hingegen sorgten nach knapp einer halben Stunde für die Führung. Im zweiten Durchgang wurden die Gäste etwas stärker, entwickelten aber weiterhin kaum Durchschlagskraft. „Wir waren im letzten Drittel sehr ungefährlich und sind nicht in Abschlusssituationen gekommen“, schilderte Mühlmann. Ein Treffer von Marvin Bollow fand wegen einer Abseitsstellung keine Anerkennung, die Fortunen ereilte allerdings das gleiche Schicksal. Das 2:0 und die Gelb-Rote Karte für Louis Usko erschwerten das Vorhaben für Wiehl zusätzlich. Erst in Schlussphase ergaben sich zwei Kopfball-Halbchancen für Bastian Schwarz – nicht genug, um die Pleite und das Ausscheiden abzuwenden.

 

„Auf einigen Positionen haben heute wir definitiv zu wenig gezeigt. Ich hoffe, dass war für den einen oder anderen kurz vor dem Ligastart noch einmal ein Weckruf“, so ein enttäuschter Mühlmann.        

 

Tore

1:0 Luigi Rama (29.), 2:0 Nick Maier (63.).

 

Besonderes Vorkommnis

Gelb-Rot gegen den Wiehler Louis Usko (85./wiederholtes Foulspiel).

 

[Keeper Patrick Krämer riskiert alles, um an den Ball zu kommen.]

 

SC Kellersberg – SSV Homburg-Nümbrecht 0:5 (0:4).

 

Die Nümbrechter haben ihre Pflichtaufgabe in der ersten Runde des Mittelrheinpokals ohne Probleme gelöst. Nach einer halben Stunde war die Begegnung mit dem Kreisligisten bereits entschieden. „Wir haben sehr gut angefangen und nach dem 4:0 zwei Gänge rausgenommen. Am Ende war wichtig, dass die Null steht, auch wenn wir den Rest des Spiels mit halber Kraft gespielt haben“, war Nümbrechts Trainer Marcus Voike zufrieden mit dem Auftritt seiner Elf.

 

Die Anfangsformation hatte Voike im Vergleich zum Supercup am vergangenen Freitag, als man den Bezirksligaaufsteiger VfR Wipperfürth besiegte, auf zehn Positionen verändert. Lediglich Niklas Clemens lief von Beginn an auf und durfte zur Pause zum Duschen. André Dej schloss nach nur acht Minuten eine sehenswerte Kombination zur Führung ab, Dean-Robin Paes schob eine Hereingabe von Lukas Grünberg locker zum 2:0 in die Maschen. „Er hätte heute auch sechs Tore machen können“, kommentierte Voike die Chancenverwertung seines Mittelstürmers mit einem Augenzwinkern. Den dritten Treffer bereitete Paes dann vor und legte auf für Ricardo Bauerfeind, der keine Mühe hatte, die Kugel im Netz unterzubringen. Beim 4:0 leistete Dej die Vorarbeit für Niklas Clemens.

 

„Wir haben in den ersten 30 Minuten ein Feuerwerk abgebrannt. Insgesamt hätten wir zweistellig gewinnen müssen, sind dann aber unsauber geworden. Wir haben später auch durchgewechselt und es dennoch seriös runtergespielt“, so der Coach. Collins Ihekaire setzte mit einem Schuss ins lange Eck den Schlusspunkt. „Wir haben mit dem Supercup und der ersten Runde im FVM-Pokal zwei Hürden übersprungen. Jetzt haben wir noch die dritte Hürde vor uns“, blickte Voike bereits auf das Kreispokalspiel am Mittwochabend beim Landesligakonkurrenten SV Schönenbach.

 

Tore

0:1 André Dej (8.), 0:2 Dean-Robin Paes (16.), 0:3 Ricardo Bauerfeind (25.), 0:4 Niklas Clemens (30.), 0:5 Collins Ihekaire (70.).

 

 

Eintracht Hohkeppel – Fortuna Köln 1:3 (0:1), von Samstag.

 

Eine gute Viertelstunde lang konnten die Hohkeppeler guten Gewissens hoffen, den großen Favoriten aus der 3. Liga tatsächlich zu besiegen. Kurz nach der Pause gelang der 1:1-Ausgleich und der Mittelrheinligist zeigte sich auf Augenhöhe. Ein Doppelschlag riss die Eintracht aber aus allen Träumen. Die Partie war ins Volksbank Parkstadion in Lindlar verlegt worden, nachdem bei einer Sicherheitsbesprechung festgestellt worden war, dass das Achim-Lammers-Waldstadion in Köttingen für die Austragung nicht geeignet ist. Rund 650 Zuschauer wollten sich das Duell nicht entgehen lassen.   

 

[In der Anfangsphase hatten die Hohkeppeler Glück, nicht höher in Rückstand zu geraten. Nach 20 Minuten sah Eintrachts Trainer Giuseppe Brunetto (r.) seine Elf im Aufwind.]

 

Zu Beginn sah alles nach einer klaren Sache für den Gast aus. Mit dem Anpfiff übernahmen die Domstädter die Initiative und setzten die Hohkeppeler unter Dauerdruck. Die liefen nur hinterher und konnten froh sein, nicht schon in den Auftaktminuten in Rückstand zu geraten. Bennit Bröger setzte den ersten Warnschuss ab, Justin Strauch im Hohkeppeler Tor parierte (2.). Fünf Minuten später setzte sich Bröger an der Grundlinie gegen Vladislav Fadeev durch und legte scharf und flach in die Mitte wo Hohkeppels Kapitän Dominik Bilogrevic beim Rettungsversuch den Ball spektakulär an die eigene Querlatte schoss.

 

[Leo Kirnich beschäftigte die Fortuna-Defensive immer wieder mit Dribblings und sorgte für Unruhe in der Kölner Abwehr.]

 

Auf der Gegenseite meldete sich der Underdog erstmalig mit einem Schüsschen von Rudolf Gonzalez, das für Fortuna-Torwart Ben Zich leicht zu entschärfen war (11.). Die Südstädter drückten weiter. Der Strippenzieher im Kölner Mittelfeld, Adrian Stanilevicz, schlug einen hohen Pass auf Timo Bornemann, der zielte jedoch knapp vorbei am Hohkeppeler Gehäuse (13.). In Minute 18 war es dann soweit: Robin Afamefuna schickte den überragenden Bröger, der scharf in die Box ablegte. Der gerade erst eingewechselte Hamadi Al Ghaddioui stand am langen Pfosten goldrichtig und versenkte die Kugel zur mehr als verdienten Führung.

 

Statt nachzulegen, ließen die Kölner die Eintracht nun gewähren. Und schnell kam die erste Torchance. Shion Ueno hatte sich auf der linken Außenbahn durchgesetzt und schickte Ronay Arabaci, dessen Schlenzer aus 16 Metern aber knapp das Tor verfehlte (31.). Bis zur Pause spielten sich die Gastgeber mehrfach in Tornähe, ohne aber zwingend zu werden. „Wir hatten in den ersten 20 Minuten keinen Zugriff und Probleme mit der Zuordnung. Wir haben das Spiel so erwartet, dass wir von der Physis des Gegners überrascht sein werden. Die Phase haben wir auch nicht überstanden und die Fortuna macht dann das Tor. Man muss auch sagen, dass die bis zu diesem Zeitpunkt auch deutlicher führen können. Aber danach hatten wir mehr Zugriff und haben das Spiel beruhigen können und waren kurz vor der Halbzeit ganz nah dran am 1:1“, fasste Hohkeppels Trainer Giuseppe Brunetto den ersten Durchgang zusammen.

 

Die Hohkeppeler kamen engagiert aus der Pause und wurden sofort gefährlich. Der starke Kai Schusters setzte sich auf der linken Außenbahn durch und legte auf Arabaci, dessen Abschluss Fortunas Keeper Zich glänzend parierte. Nur zwei Minuten später fast die gleiche Szene: Wieder bereitete Schusters vor und Arabaci scheiterte an Zich. Beim dritten Mal klappte es dann. Diesmal dribbelte sich Ueno auf der linken Seite durch und flankte an den langen Pfosten, wo Leo Kirnich den Ball geschickt ablegte. Fadeev schloss aus zehn Metern trocken ins lange Eck ab und es stand 1:1.

 

[Kai Schusters setzte sich mehrfach auf der linken Außenbahn durch und leitete Torchancen für die Eintracht ein.]

 

„In der zweiten Halbzeit, glaube ich, haben alle gesehen, dass wir die aktivere Mannschaft waren und wir haben dem Spiel unseren Stempel aufgedrückt. Wir hatten vor dem Ausgleich schon Riesenchancen, die wir nicht nutzen und dann machen wir ein sehr schön herausgespieltes Tor. Dann war es ein ausgeglichenes Spiel, ich glaube sogar, dass wir ein bisschen mehr Spielkontrolle hatten und dann darf man natürlich nicht solche Tore kassieren. Das muss ich erstmal verdauen“, war Hohkeppels Coach Brunetto noch aufgewühlt, wie seine Elf das Spiel aus der Hand gegeben hatte. Die Kölner spielten eine kurze Ecke und Hohkeppel ließ den Gegner gewähren, Afamefuna zirkelte eine Flanke auf den kurzen Pfosten und Hamadi Al Ghaddioui platzierte den Ball sehenswert per Kopf in den Maschen (68.). Nur drei Minuten später versenkte Al Ghaddioui eine Ecke von Adrian Stanilevicz per Kopf und es stand 1:3.

 

„Da war das Spiel natürlich gegessen. Unter dem Strich hat die Mannschaft aber wirklich ein gutes Spiel gezeigt gegen einen Drittligisten. Wir waren mutig. Es ist schade, es hätte mehr für uns herauskommen können. Ich hätte es der Mannschaft gegönnt, dass sie weiterkommt. Aber Gratulation an Fortuna. Egal wie, die sind eine Runde weiter und wir können uns ganz auf die Meisterschaft fokussieren“, bilanzierte Brunetto. Die Fortuna verwaltete nun die Partie und ließ nichts mehr anbrennen. Der eingewechselte Florian Heister traf sogar noch die Torlatte.

 

Tore

0:1 Hamadi Al Ghaddioui (18.), 1:1 Vladislav Fadeev (52.), 1:2 Hamadi Al Ghaddioui (68.), 1:3 Hamadi Al Ghaddioui (71.).

 

Ergebnisse FVM-Pokal

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