FUSSBALL

Historischer Pokalsieg krönt eine durchwachsene Saison

thg; 23.06.2026, 11:25 Uhr
Foto: Thomas Giesen --- Marcus Voike durchlebte eine nicht unproblematische Debütsaison beim SSV Homburg-Nümbrecht und schloss die Landesliga auf Rang sechs der Tabelle ab. Der erste Kreispokalsieg der Vereinsgeschichte sorgte jedoch für einen versöhnlichen Abschluss der Spielzeit.
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Historischer Pokalsieg krönt eine durchwachsene Saison

thg; 23.06.2026, 11:25 Uhr
​​​​​​​Nümbrecht – Der SSV Homburg-Nümbrecht landet nach einer problematischen Landesliga-Spielzeit auf Rang sechs der Abschlusstabelle – Am Ende der ersten Saison nach der Ära von Torsten Reisewitz stand nicht nur die erste Mannschaft im Fokus – OA sprach mit dem neuen Coach Marcus Voike über das vergangene Fußballjahr.

Von Thomas Giesen

 

Die Nümbrechter blicken auf eine historische Saison zurück. Nach fast einem Jahrzehnt hatten sich die Wege von Trainer Torsten Reisewitz und dem SSV getrennt und Marcus Voike wurde sein Nachfolger. Zudem feierte der Landesligist die Eröffnung des neuen Stadions. Am Ende einer nicht normalen Saison reichte es für den Klub zu Platz sechs in der Meisterschaft. Die Erwartungen vor der Spielzeit waren derweil hoch. In den Jahren zuvor hatte der SSV zweimal nur knapp den Sprung in die Mittelrheinliga verpasst und gehörte erneut zum erweiterten Favoritenkreis. Mit dem ersten Kreispokalsieg trug man sich dann aber doch noch in die Geschichtsbücher ein. „Wir haben im letzten Spiel den Pokal geholt und das nach einer Saison, die uns nicht immer die besten Voraussetzungen gegeben hat. Deshalb ist das eine sehr gute Saison für uns gewesen. Ob wir am Ende Dritter oder Sechster in der Liga werden, spielt keine Rolle“, zieht Voike Bilanz.

 

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Fünf Auswärtsspiele in Folge hatten die Nümbrechter zu überstehen, weil die Bauarbeiten an der neuen Spielstätte noch nicht abgeschlossen waren und holten dabei acht Punkte. Mit dem spektakulären Sieg in der Nachspielzeit gegen den Lokalrivalen aus Wiehl, bei der Einweihung der neuen Arena, rückten die Nümbrechter auf Platz drei der Tabelle vor, nur zwei Punkte hinter dem Primus aus Brauweiler. Doch bis zur Winterpause verlor man den Anschluss an die Topteams. Zum Jahreswechsel war mit zwölf Zählern Rückstand schon fast klar, dass es mit einem Aufstieg in die Mittelrheinliga nichts werden würde. Das verbliebene Fünkchen Hoffnung, mit fünf Heimspielen in Serie nochmal ein en Angriff auf die Spitze starten zu können, war spätestens nach dem 18. Spieltag verflogen, als man gegen den späteren Meister aus Neunkirchen-Seelscheid mit 0:2 verlor und 14 Punkte Rückstand auf die Spitze angehäuft hatte.

 

Mittlerweile hatten sich erhebliche personelle Probleme eingestellt. In allen Mannschaftsteilen hatten die Nümbrechter mit Ausfällen zu kämpfen. „Wir hatten schon früh eine lange Verletztenliste. Lange Zeit ist die gesamte Offensive ausgefallen. Damit war einfach nicht mehr möglich. Wir sind auch keine Zauberer“, meint Voike. Und so stellte man sich ganz in den Dienst des Gesamtvereins und unterstützte vor allem die zweite Mannschaft, die in der Kreisliga A um den Klassenerhalt kämpfte. „Ich schaue nicht auf meinen persönlichen Punkteschnitt. Das Große und Ganze ist wichtiger“, stellte Voike seine eigenen Ambitionen hintenan.

 

Sein Debütjahr in Nümbrecht bewertet der Coach positiv: „Ich glaube, dass ich mit meiner Art am Ende des Tages bei der Mannschaft gut angekommen bin. Hart, aber ehrlich und gerecht, wenn es um das Sportliche geht. Alle haben die Regeln akzeptiert. Und nach dem Training oder dem Spieltag bin ich auch nur einer von ihnen.“ Für das zweite Jahr hatte sich Voike ein wenig mehr Ruhe gewünscht, um seine Vorstellungen umsetzen zu können. Doch der Blick in die Zukunft offenbart, dass es erneut eine problematische Saison werden könnte.

 

„Die Vorbereitung ist für jeden Trainer ja das Wichtigste. Dort erarbeitet man sich alles, was man in der Saison braucht. Aber die Bauarbeiten auf der Platzanlage gehen weiter, das Feld wird vergrößert. Das kann sich vielleicht wieder bis Oktober ziehen und das heißt, dass wir vermutlich erneut nicht richtig trainieren können und uns auswärts Möglichkeiten schaffen müssen. Fraglich ist auch, wie viele Auswärtsspiele wir zu Saisonbeginn wieder in Serie absolvieren müssen, weil unsere Anlage noch nicht bespielbar ist. Die Mannschaft braucht aber ihre Heimat“, ahnt er, dass die Umstände erneut Einfluss auf die Erfolgsaussichten nehmen könnten. „Aber das muss man hinnehmen. Dafür bekommen wir alle eine tolle Anlage. Da fange ich nicht an, zu meckern. Und wer weiß, vielleicht lässt es der Spielplan zu, dass wir erneut eine Einweihung feiern mit einem Derby gegen den FV Wiehl.“

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