FUSSBALL
„Unglaublicher Fight“: THB springt über den Strich
Nümbrecht - Frauen-Mittelrheinligist Bröltal darf nach dem Erfolg gegen Merl von der Rettung träumen, doch die tabellarische Situation bleibt angespannt (AKTUALISIERT).
Frauen-Mittelrheinliga
TuS Homburg-Bröltal – Rot-Weiß Merl 3:1 (3:1).
[Laney Schulze-Edinghausen treibt den Ball nach vorne.]
Mit dem Erfolg gegen Rot-Weiß Merl haben die Bröltaler Frauen ein Lebenszeichen im Abstiegskampf gesetzt und stehen seit langer Zeit wieder über dem berühmten Strich. „Merl ist alles andere als Laufkundschaft, daher war es ein wichtiges Signal, dass wir einen Dreier landen konnten. Ich bin unglaublich stolz auf das, was die Mädels geleistet haben. Das war bei diesen hohen Temperaturen ein unglaublicher Fight. Sie haben alles in die Waagschale geworfen“, freute sich Trainer Mats Bollmann.
Dass es heute womöglich die letzte Gelegenheit war – Bröltal trifft an den letzten beiden Spieltagen auf die Liga-Dominatoren DJK Südwest Köln und Alemannia Aachen -, den Druck auf die Konkurrenz noch einmal zu erhöhen, war den THB-Spielerinnen anzumerken. Sie legten los wie die Feuerwehr, hatten viele hohe Ballgewinne. Anisa Mekaoui konnte nach einer Flanke von Ilka Lang einen Kopfball am zweiten Pfosten nicht platzieren (3.), kurz darauf scheiterte Lang im Eins-gegen-Eins an der Torfrau (6.).
[Chiara Klein räumte in der Defensive auf.]
Sollte die schwache Chancenverwertung der Vorwochen eine Fortsetzung finden? Nein! In der neunten Minute war Lang im Glück, dass der Ball nach ihrem Schuss aus 18 Metern vom Innenpfosten hinter die Linie sprang – 1:0. Merl glich, nachdem Bröltal kurzzeitig unsortiert war, aus dem Nichts aus, doch die Gastgeberinnen antworteten nach einem schönen Angriff durchs Zentrum mit dem 2:1 von Tamara Fuchs.
Lang zielte anschließend zweimal knapp vorbei (25., 32.), bevor Mekaoui bei einem Sololauf über die rechte Seite das Tempo anzog und Ariana Ajdari bediente. Deren Ablage drückte Lang zum 3:1 in die Maschen.
Nach dem Seitenwechsel erwischten die Gäste den besseren Start, doch in dieser etwas wackligen Phase war auf Michelle Sohnius im Kasten Verlass. „Zwischen der 46. und 60. Minute haben wir geschwommen. Zum Glück hat ‚Mick‘ ein-, zweimal stark gehalten“, so Bolllmann zu den Paraden der Torhüterin. Zwischenzeitlich hatte Stürmerin Ajdari ihr Harry-Kane-Gen entdeckt, war nach einer gegnerischen Umschaltaktion mit nach hinten gelaufen und verhinderte mit einem Tackling am eigenen Strafraum womöglich Schlimmeres (68.).
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[Nach drei Minuten vergab Anisa Mekaoui eine gute Kopfballgelegenheit.]
Später musste Ajdari nach einem schmerzhaften Zusammenprall mit der Merler Keeperin ausgewechselt werden (87.). Die Bollmann-Elf brachte den Vorsprung über die Zeit und darf nun wieder von der Rettung träumen, wobei es im Tabellenkeller extrem eng zugeht. Wahrscheinlich muss mindestens ein Überraschungssieg gegen die Topteams her, um den Klassenerhalt klarzumachen.
Tore
1:0 Ilka Lang (9.), 1:1 Antonia Strobel (15.), 2:1 Tamara Fuchs (24. Ariana Ajdari), 3:1 Ilka Lang (35. Ariana Ajdari).

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