FUSSBALL
Hohkeppel müht sich zum Heimsieg gegen Aufsteiger Zülpich
Lindlar – Eintracht Hohkeppel besiegt den Aufsteiger TuS Zülpich und kehrt an die Tabellenspitze der Mittelrheinliga zurück. (AKTUALISIERT)
Von Thomas Giesen
Eintracht Hohkeppel – TuS Chlodwig Zülpich 4:3 (3:2).
Die Hohkeppeler sind zurück in der Spur. Nach der 1:6-Pleite beim SSV Merten besiegte das Team von Trainer Giuseppe Brunetto den Aufsteiger in einem intensiven Schlagabtausch und kehrte an die Tabellenspitze der Mittelrheinliga zurück. Der FC Wegberg-Beeck, der die Hohkeppeler am vergangenen Sonntag ablöste, unterlag ebenfalls den Mertenern mit 0:3. „Wir freuen uns, dass wir die Tabellenführung zurückerobert haben und hoffen, dass wir sie verteidigen können. Das Spiel heute hätte aber auch 4:4 ausgehen können“, räumte Brunetto ein, dass die Rückkehr an die Spitze keine Selbstverständlichkeit gewesen sei.
Die Eintracht hatte nämlich von Beginn an mit dem mutig aufspielenden Gegner große Mühe. Die erste gute Chance verzeichneten aber die Hausherren mit einem Schuss von Arlind Mimini von der Strafraumgrenze, der Zentimeter am Zülpicher Tor vorbeiging (9.). Vier Minuten später setzten sich die Gäste auf der linken Außenbahn durch und flankten an den zweiten Pfosten, wo Marvin Iskra völlig blank stand, den Ball aber über die Querlatte drosch. Binnen weniger Minuten gab es weitere gefährliche Szenen vor dem Hohkeppeler Gehäuse. Eintrachts Torwart Darlington Ticha wehrte einen Schuss von Johannes Püllen ab, nach einem langen Einwurf parierte er einen Abschluss von Thomas Leßenich ab, dann klingelte es. Nach einer langen Hereingabe versenkte Devin Nikisch das Rund zum 1:0 in den Maschen (19.).
[Vladislav Fadeev bereitete häufig für seine Mitspieler vor, vergab aber auch gute Chancen.]
Die Hohkeppeler reagierten im Gegenzug. Nach einem strammen Schuss von Vladislav Fadeev lenkte Zülpichs Torwart Jan Beyers den Ball über die Querlatte. Nach der anschließenden Ecke von Fadeev scheiterte Kevin Marnu gleich doppelt am TuS-Schlussmann, den Abpraller knallte Kai Schusters aufs Tor und der Ball schlug abgefälscht unter der Querlatte ein (21.). Eine Minute dauerte es, da legte Schusters nach einem schnellen Ballverlust der Gäste das 2:1 nach. Einen Aufreger gab es auf der Gegenseite. Lewin Murad hatte im Hohkeppeler Strafraum den Ball klar mit der Hand gespielt, doch der Elfmeterpfiff blieb aus. Im Gegenzug erhöhte Kevin Marnu per Alleingang auf 3:1 und die Proteste beim TuS waren groß.
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[Hohkeppels Joel Vieting hatte gegen robuste Zülpicher einen schweren Stand im Mittelfeld.]
„Wir können uns nicht beklagen, wenn es da Elfmeter gibt. Aber vor dem 1:0 des Gegners gab es die gleiche Situation im Zülpicher Strafraum“, sah Brunetto ausgeglichene Gerechtigkeit. Die Zülpicher ließen sich jedoch nicht abschrecken und spielten mutig nach vorne. Immer wieder gefährlich wurde der Aufsteiger über Standardsituationen. Vor allem lange Einwürfe, bis an den zweiten Pfosten, sorgten immer wieder für Unruhe. Das 2:3 durch Marvin Iskra fiel nach einer Ecke noch vor der Pause. Zwischenzeitlich hatte Fadeev die Gelegenheit zum 4:1 vergeben. „Der Gegner kam aus einer guten Phase und hat letzte Woche deutlich gewonnen. Das gibt einem Aufsteiger Auftrieb. Ihre Standards sind schwierig zu verteidigen und es ist eine Mannschaft mit einer sehr guten Mentalität. Wir hatten auch nach dem 3:1 nie die Kontrolle über das Spiel“, war Brunetto angetan von der Leistung des Gegners.
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[Eintrachts Trainer Giuseppe Brunetto verspürte einigen Korrekturbedarf.]
Im zweiten Durchgang lieferten sich die Teams einen offenen Schlagabtausch. Zülpich, wie gehabt, sorgte durch Standards für Gefahr, kam aber nicht zu hochkarätigen Chancen, während die Eintracht ihre Gelegenheiten nicht nutzte. Ronay Arabaci traf schließlich kurz nach seiner Einwechselung zum 4:2 (68.), aber erneut kamen die Gäste zurück. Marlon Große versenkte den Ball aus rund 35 Metern über Hohkeppels Torwart Darlington Ticha hinweg im Netz zum Anschluss (70.). „Zülpich war dem Ausgleich dann näher, als wir dem 5:3“, so Brunetto.
Tore
0:1 Devin Nikisch (19.), 1:1 Kai Schusters (21.), 2:1 Kai Schusters (22.), 3:1 Kevin Marnu (26.), 3:2 Marvin Iskra (29.), 4:2 Ronay Arabaci (68.), 4:3 Marlon Große (70.).
Eintracht Hohkeppel
Darlington Ticha; Rudolf Gonzalez, Arlind Mimini, Marlon Monning, Shion Ueno, Lewin Murad (28. Firat Tuncer), Vladislav Fadeev (90.+2 Kilian Hornbruch), Joel Vieting (79. Dominik Bilogrevic), Leo Kirnich (82. Salvatore Giambra), Kai Schusters (66. Ronay Arabaci), Kevin Marnu.

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