FUSSBALL

Eine Frage des Kopfes: Spitzenduelle in den Kreisligen

lo, hp; 23.04.2026, 06:00 Uhr
Archivfoto: Michael Kleinjung --- Im Hinspiel besiegte Lindlar den THB mit 3:1, hier scheitert Bröltals Aron Junghohann an Torwart Simon Schreiner.
FUSSBALL

Eine Frage des Kopfes: Spitzenduelle in den Kreisligen

lo, hp; 23.04.2026, 06:00 Uhr
Oberberg – In der Kreisliga A trifft der Tabellendritte Bröltal auf den Zweiten aus Lindlar – Kreisliga B: Elsenroth bittet Derschlag zum Gipfeltreffen.

Vorschau Kreisliga A (24. Spieltag)

 

TuS Homburg-Bröltal – TuS Lindlar (Sonntag, 15:15 Uhr).

 

Hinspiel: 1:3.

 

Es fehlen: Ben Gärtner, Till Geldmacher - David Förster, Christian Schreiner.  

 

Einsatz fraglich: keiner - Rinor Latifi, Phillip Stein, Marco Bong.

 

Zum Spiel: Die Saison biegt auf die Zielgerade ein und hält im bergischen Oberhaus ein Topduell bereit: Der Tabellendritte TuS Homburg-Bröltal empfängt den Zweiten TuS Lindlar. Die beiden Konkurrenten haben am letzten Sonntag die Plätze getauscht. Während die Lindlarer drei Zähler „frei Haus“ kredenzt bekamen, erreichte der THB beim FC Bensberg trotz einer überlegenen Vorstellung lediglich ein 0:0. „Wir haben ein richtiges geiles Spiel abgeliefert, machen aber die Tore nicht“, war die Chancenverwertung aus Sicht des Bröltaler Trainers Nils Labitzke das einzige Ärgernis.

 

Der Positionswechsel im Klassement ändert seiner Meinung nach nichts an der Ausgangslage. Die Hausherren befinden sich in der Rolle des Herausforderers und haben nichts zu verlieren. „Wir sind in der komfortablen Situation, um sagen zu können, dass wir keinen Druck haben. Wir haben bereits jetzt einen neuen Punkterekord aufgestellt“, gibt sich Labitzke vor dem Gipfeltreffen betont entspannt. Dass die Bröltaler keine Aufstiegsambitionen hegt, bedeutet jedoch nicht, dass sie sich im Rennen um die Spitzenplätze kampflos geschlagen geben.

 

„Die Jungs sind hungrig und spielen schon die ganze Saison Vollgas-Fußball. Da werden wir gegen Lindlar keine Ausnahme machen. Wir wissen, dass sie eine starke Mannschaft haben und spielerisch besser als wir sind, aber in solchen Spielen geht es darum, wer es mehr will, wer mehr Bock hat und wer galliger ist. Individuell ist Lindlar auf vielen Positionen stärker besetzt. Das müssen wir durch unseren Willen und unsere Geschlossenheit wettmachen“, erläutert Labitzke, der auf Ben Gärtner und Till Geldmacher verzichten muss.         

 

Die Lindlarer hatten am vergangenen Wochenende unfreiwillig Pause. Die Reserve des SSV Homburg-Nümbrecht verzichtete aus Personalmangel auf die Austragung der Partie. Damit zog der TuS zwar kampflos an den Bröltalern vorbei, doch die Absage schmeckte Trainer Arlind Oseku überhaupt nicht, zumal Lindlar schon einmal von einem Nichtantritt betroffen war, als der TV Klaswipper keine Mannschaft stellen konnte. „Wir hätten sehr gerne gespielt, um im Rhythmus zu bleiben und vielleicht, bei einer guten Leistung von uns, etwas fürs Torverhältnis zu tun“, so der Coach. Sollte dieses Kriterium im Schlussspurt wichtig werden, hätte der Tabellenzweite (+55) momentan einen Nachteil gegenüber Spitzenreiter Wipperfürth (+64).

 

Allerdings würde der Vizemeister nach aktuellem Stand dank des ausgezeichneten Quotienten ebenfalls den Aufstieg schaffen und die Lindlarer machen keinen Hehl daraus, dass sie nach der völlig verkorksten Vorsaison, als man sich sang- und klanglos als Tabellenletzter direkt wieder aus der Bezirksliga verabschieden musste, erneut in die nächsthöhere Spielklasse zurückkehren möchten. Ein Sieg in Bröltal wäre ein Meilenstein auf dem Weg dorthin. Oseku ist auch angesichts des Hinspielergebnisses, seinerzeit gewann sein Team verdient mit 3:1, guter Dinge, wobei er einschränkend sagt: „Ich glaube gar nicht so sehr, dass es darum gehen wird, wer die bessere Mannschaft ist, sondern wer mental stärker ist und es vom Kopf her besser hinbekommt.“

 

Auf dem Grötzenberg erwartet er eine intensive Atmosphäre. „Bröltal hat ja schon das Hinspiel zu einem halben Heimspiel gemacht und ich denke, dass am Sonntag richtig was los sein wird. Wir haben etwas mehr zu verlieren, was aber hoffentlich einen positiven Effekt hat“, erklärt Oseku und stellt seine Schützlinge auf einen heißen Tanz ein. „Von der spielerischen Qualität her schätze ich uns stärker ein, allerdings haben wir hier und da Schwierigkeiten, wenn es laut und emotional zugeht.“ Im vordersten Bereich ist er aufgrund des Ausfalls von Topscorer David Förster zu einer Umstellung gezwungen, zumal mit Christian Schreiner sowie Rinor Latifi und Phillip Stein gleich drei Alternativen für den Sturm nicht zur Verfügung stehen bzw. fraglich sind. (lo)             

 

Die weiteren Partien am Sonntag (15:15 Uhr)

SSV Homburg-Nümbrecht II – BSV Bielstein (13 Uhr)

SV Altenberg – FC Bensberg (15 Uhr)

SSV Süng – Union Rösrath

VfR Marienhagen – FV Wiehl II

RS 19 Waldbröl – VfR Wipperfürth

TuS Immekeppel – Blau-Weiß Biesfeld

SSV Bergneustadt – TV Klaswipper

 

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Vorschau Kreisliga B Staffel 3 (24. Spieltag)

 

TuS Elsenroth – Borussia Derschlag (Sonntag, 15:15 Uhr).

 

Hinspiel: 2:4.

 

Es fehlen: Markus Weigelt, Max Busch, Mathis Kollakowski - keiner.

 

Einsatz fraglich: keiner - Ufuk Gültekin, Devin Korn.

 

Zum Spiel: Mehr Spitzenspiel geht nicht. Die Saison befindet sich in der Crunchtime, noch sieben Spieltage sind zu absolvieren. Der TuS Elsenroth hat aktuell die beste Formkurve der Liga und führt die Rückrunden- und Heimtabelle an. Aber das alles zählt nichts, wenn am Sonntag der Primus aus Derschlag zu Gast ist. Die Borussia hat am vergangenen Wochenende die 100-Tore-Marke geknackt und stellt zudem die beste Abwehr. Als Statistikfreak outet sich TuS-Trainer Peter Luczykowski vor dem Gipfeltreffen nicht. „Das ist für mich nur eine Momentaufnahme und hat daher nicht den Stellenwert. Die richtigen Klopper kommen für uns noch. Dann wird sich zeigen, ob wir unsere etwas besseren Ergebnisse in der Rückrunde weiter erreichen“, sagt er.

 

Nach den Derschlagern warten unter anderem noch Holpe-Wallerhausen (A), Drabenderhöhe (H) Weiershagen (A) und am letzten Spieltag die Partie in Wildbergerhütte. „Wir müssen alles raushauen und wollen zu Hause gewinnen. Den Unterschied zu Derschlag würde ich so beschreiben: Sie kommen über ihre individuelle Klasse und wir durch unsere kollektive Leistung zum Erfolg. Ich erwarte ein Spiel auf Augenhöhe“, ergänzt Luczykowski.

 

„Elsenroth hat zu Hause noch nicht verloren, das wird ein hartes Stück Arbeit für uns werden. Wir müssen unsere Schnitzer in der Defensive vermeiden. Auf dem kleinen Platz erwarte ich einen heißen Tanz“, meint derweil Gästecoach Dimitri Wirschke. Aktuell stehen hinter zwei Akteuren Fragezeichen. Ufuk Gültekin hat sich im Spiel gegen Engelskirchen einen Pferdekuss zugezogen und Devin Korn plagen Wadenprobleme. „Das sind wichtige Spieler. Ich hoffe, dass sie auflaufen können, da sie unserem Spiel Sicherheit geben“, erklärt Wirschke.

 

Das Restprogramm der Borussen wirkt auf den ersten Blick einfacher, doch am letzten Spieltag führt die Reise nach Marienheide. Der SSV hat dem Primus die bislang einzige Heimniederlage beigebracht und liegt in Lauerstellung auf Rang drei. Bleibt es bei der derzeitigen Auf- und Abstiegskonstellation in den höheren Spielklassen, steigen sowohl die Meister als auch die Tabellenzweiten der beiden Kreisliga B-Staffeln direkt auf. (hp)

 

Die weiteren Partien der Staffel 3 am Sonntag (15:15 Uhr)

VfR Marienhagen II – SSV Marienheide (13 Uhr)

TSV Ründeroth – FC Wiedenest-Othetal

SSV Hochwald – SpVg. Dümmlinghausen-Bernberg

TuS Weiershagen – BV 09 Drabenderhöhe

VfL Engelskirchen – SG Holpe-Wallerhausen

SSV Wildbergerhütte-Odenspiel – SV Frömmersbach

SV Schnellenbach – Spvg. Rossenbach   

 

Die Partien der Staffel 2 mit oberbergischer Beteiligung am Sonntag (13 Uhr)

Heiligenhauser SV II – DJK Wipperfeld

SG Overath-Vilkerath – Eintracht Hohkeppel III

SV Frielingsdorf II – SG Olpe-Kürten

Jan Wellem Bergisch Gladbach II – TuS Lindlar II

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