FUSSBALL

Echter Prüfstein für die SVF-Defensive - VfR muss zum Aufsteigerduell

lo, thg; 24.09.2026, 12:00 Uhr
Archivfoto: Holger Plum --- Lindlars Tim Lamers erzielte gegen Jan Wellem den zwischenzeitlichen Ausgleich.
FUSSBALL

Echter Prüfstein für die SVF-Defensive - VfR muss zum Aufsteigerduell

lo, thg; 24.09.2026, 12:00 Uhr
Oberberg - Im Bezirksliga-Topspiel des Wochenendes trifft der SV Frielingsdorf auf die torgefährliche SpVg. Rheindörfer Nord - Wipperfürth will gegen Weiler-Volkhoven zur gewohnten Stabilität zurückkehren - Nach zwei hohen Klatschen will Hohkeppel II eine Reaktion zeigen - Stoppt Lindlar gegen Hoffnungsthal seinen Negativlauf?

Vorschau Bezirksliga (5. Spieltag)

 

SV Frielingsdorf – SpVg. Rheindörfer Nord (Sonntag, 15:15 Uhr).

 

Es fehlen: Leon Dema, Niklas Grumann, Niklas Yegin, Luca Everding, Yannick Blumberg.

 

Einsatz fraglich: Kevin Ufer, Philipp Schmidt.

 

Zum Spiel: Lediglich ein Bezirksliga-Duo ist nach vier Spieltagen noch unbesiegt: Spitzenreiter DJK Südwest Köln und der SV Frielingsdorf. Dass die Mannen vom Scheelbach die Tabellenführung einbüßten, hing mit dem zweiten Auswärtsremis in Folge zusammen. Die Frielingsdorfer waren gegen Schwarz-Weiß Köln zwar in Führung gegangen, doch Torschütze Leon Dema leistete sich beim Bejubeln des Treffers ein Verbalfoul, das der Referee mit einer Roten Karte ahndete. In Unterzahl kassierte die Elf von Trainer Andy Dreiner durch einen Sonntagsschuss den Ausgleich. Danach mussten die dezimierten SVF-Kicker alles reinwerfen, um in der Schlussphase den einen Zähler zu sichern. 

 

In der Nachbetrachtung spricht der Coach von einem leistungsgerechten Resultat in einem Match gegen einen Widersacher, „der gerade zu Hause sehr schwierig zu bespielen und – wenn er in der Offensive ins Rollen kommt – in der Lage ist, jedem Gegner wehzutun.“ Die Hohkeppeler Reserve kann ein Liedchen davon singen: Die Domstädter schenkten der SVE-Zweitvertretung in der Woche davor sieben Stück ein. Dreiner will die positiven Dinge mitnehmen. Dazu gehört, dass seine Schützlinge mit „100-prozentiger Leidenschaft“ agiert haben – zum Teil über die Schmerzgrenze hinaus. „Man hat das am Dienstag im Training gemerkt. Einige Jungs waren noch richtig platt, daher haben wir eher dosiert trainiert“, so der Übungsleiter.

 

Die (neu entdeckte) Defensivstärke soll genutzt werden, um die seit der Niederlage in Schönenbach Mitte April bestehende Ungeschlagen-Serie in der Liga fortzusetzen. Allerdings wartet mit der SpVg. Rheindörfer Nord der derzeit wohl schwerste Prüfstein auf die mit drei Gegentreffern stabilste Abwehr. 22-mal haben die Gäste in den bisherigen Partien bereits geknipst. Der Respekt vor den Nordkölnern ist Dreiner anzumerken: „Mit zwei, drei anderen Mannschaften ist Rheindörfer das Nonplusultra in der Liga. Sie verfügen über einen eingespielten und gut besetzten Kader. Trotzdem werden wir selbstbewusst an die Aufgabe herangehen und versuchen, unsere Chancen zu nutzen.“ In der vergangenen Saison verbuchte der SVF zu Hause ein 2:2 – durch ein Last-Minute-Tor von Marvin Bieg.

 

In vorderster Spitze ist Dreiner zu einer Umstellung gezwungen, weil, neben Dema, mit Niklas Yegin der zweite zentrale Stürmer weiterhin ausfällt. Kevin Ufer und Philipp Schmidt sind leicht angeschlagen. (lo)            

 

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SC Weiler-Volkhoven – VfR Wipperfürth (Sonntag, 15 Uhr).

 

Es fehlen: Eduard Koop, Theo Kruschinski.

 

Einsatz fraglich: Niklas Jung, Tim Kemmerich.

 

Zum Spiel: Der VfR Wipperfürth ist nach den Auftaktsiegen gegen Lindlar und Niehl in der Bezirksliga-Realität angekommen: Nach der herben 0:6-Schlappe in Hoffnungsthal, wo man unter anderem durch einen Platzverweis früh auf die Verliererstraße geriet, lief auch in der ersten Halbzeit des Heimspiels gegen Aufstiegskandidat DJK Südwest Köln so ziemlich alles gegen die Hansestädter, die durch zwei strittige Treffer ins Hintertreffen gerieten, postwendend das 0:3 kassierten und mit dem Pausenpfiff gar noch Treffer Nummer vier hinnehmen mussten. Trotz einer ordentlichen Leistung nach Wiederbeginn reichte es nicht mehr zu einer Aufholjagd. Sam Kirschsieper gelang noch das 1:4.

 

Zehn Einschläge im eigenen Gehäuse binnen 180 Minuten – ein deutlich zu hoher Schnitt, weshalb Trainer Norbert Scheider die Hauptansatzpunkte bei der Wiederherstellung der Defensivstabilität sieht. „Wir dürfen uns von einem Gegentor nicht aus der Ruhe bringen lassen und nicht in Panik verfallen, sondern müssen Herr der Lage bleiben“, sagt Scheider mit Blick auf den vergangenen Sonntag, als Südwest in kurzer Abfolge auf 0:3 davonzog. Zufrieden war er mit der Reaktion der Mannschaft nach dem Seitenwechsel und im Training am Dienstag.

 

Am Sonntag kommt’s zum Duell der amtierenden Kreismeister, wenn die Wipperfürther in den Kölner Nordwesten zum SC Weiler-Volkhoven reisen. Bei den Hausherren handelt es sich um einen Aufsteiger, für den nicht die üblichen Maßstäbe gelten. Das Aufgebot ist mit diversen Akteuren bestückt, die bereits in höheren Spielklassen unterwegs waren. Unter anderem trägt der frühere Hohkeppeler Walid Sekkour das SC-Trikot. Die Vorschusslorbeeren für den Gegner – einige Trainer kürten Weiler-Volkhoven im Vorfeld zum Aufstiegsaspiranten – hat Scheider registriert. „Tatsächlich haben sie aber auch nur einen Punkt mehr als wir“, möchte er die Rheinmetropole nicht ohne etwas Zählbares verlassen. „Am Sonntag könnte sich die Tabelle, je nachdem wie die Ergebnisse sind, teilen – und wir wollen möglichst in der oberen Hälfte bleiben.“   

 

Personell sieht es besser aus als gegen Südwest Köln: Die Urlauber Felix Schymatzek und Luis Zapp sowie Mats Heinzemann (nach Rotsperre aus der letzten Saison) und Julian Dewald (nach Verletzung) werden zurückerwartet. Ein Fragezeichen steht indes hinter den Einsätzen von Niklas Jung und Tim Kemmerich (beide angeschlagen). (lo)

 

 

TuS Lindlar – TV Hoffnungsthal (Sonntag, 15:15 Uhr).

 

Es fehlen: Ervin Novakaj, Roberto Bruni, Fabio Römer, Marius Mukherjee, Tim Schmitz.

 

Zum Spiel: Obwohl der TuS Lindlar auch im vierten Spiel als Verlierer vom Platz ging und mit null Punkten auf der Kellertreppe verharrt, wertet Marcel Besgen vom Trainerteam den jüngsten Auftritt gegen Jan Wellem Bergisch Gladbach als „Mutmacher“. Die Gäste lagen gegen den Titelkandidaten schnell mit 0:2 zurück, zeigten jedoch Nehmerqualitäten und glichen durch die ersten beiden Saisontreffer – David Förster und Tim Lamers verwerteten Maßflanken von Marc Bruch jeweils per Kopf – aus.

 

Förster hätte vor dem Kabinengang sogar für die komplette Wende sorgen können, genauso wie Monty Devern und Linor Latifi bei einer Doppelchance kurz nach Wiederanpfiff. „Wenn wir das 2:3 machen, können wir auf jeden Fall etwas mitnehmen“, so Besgen. „Auf jeden Fall hat die Mannschaft wie schon gegen Niehl gezeigt, dass sie in der Liga mithalten kann.“ In der Schlussviertelstunde zogen die Bergisch Gladbach den Dreier noch auf ihre Seite. „Wenn es Jan Wellem geschafft hat, dass es etwas wilder wird, haben sie die Tore erzielt. Daher wird es auch gegen Hoffnungsthal sehr wichtig sein, dass wir in der Struktur und in der Ordnung bleiben“, sagt Besgen vor der Begegnung gegen den TVH, der einen ausgezeichneten Start hingelegt hat und mit neun Punkten auf Position drei rangiert.

 

„Hoffnungsthal hat sich mit einstelligen Tabellenplätzen in der Bezirksliga etabliert“, weiß Besgen, dass die nächste schwere Aufgabe gegen einen abgezockten Gegner, der über körperliche Wucht, aber auch fußballerischer Qualität verfügt, wartet. Ein besonderes Wiedersehen feiert TuS-Spielertrainer Felix Eiting mit seinem Gegenüber Baran Dagdelen. Die beiden haben früher im Jugendbereich des SV Bergisch Gladbach 09 zusammengearbeitet. Gastgeschenke haben die Lindlarer nach dem Fehlstart indes nicht zu verteilen. „Wir werden uns nicht verstecken und wollen punkten“, betont Besgen.

 

Ervin Novakaj muss nach seiner Ampelkarte gegen Jan Wellem einmal aussetzen, dafür kehren Gian Luca Wester, Simon Schreiner und Jack Devern in den Kader zurück. Fabio Römer hat derweil nach überstandener Verletzung das Lauftraining wieder aufgenommen. (lo)

 

 

Eintracht Hohkeppel II – SV Bergfried Leverkusen (Sonntag, 13 Uhr).

 

Es fehlt: Kordian Sicinski.

 

Zum Spiel: 14 Gegentore in zwei Spielen. Die Bilanz der Hohkeppeler ist mehr als ernüchternd. Da kann man im Lager der Eintracht noch doppelt froh sein, dass man ausgerechnet gegen das Topteam Jan Wellem überraschend dreifach punktete und noch über der Abstiegszone der Bezirksligatabelle rangiert. „Letzte Woche war es eine klare Sache gegen uns. Knackpunkt war, dass wir noch mit 2:1 in die Halbzeit gehen und dann in der zweiten Halbzeit komplett eingebrochen sind. Klar sind wir schon ab der 25. Minute mit einem Mann weniger. Aber trotzdem darf man dann nicht so einbrechen“, lässt Hohkeppels Trainer Jesse Muambay den jüngsten Spieltag noch einmal Revue passieren.

 

Der Gegner hatte es allerdings auch in sich. Die SpVg. Rheindörfer Nord gehört zu den Spitzenteams der Liga und tummelte sich in der vergangenen Spielzeit lange im Konzert der Aufstiegskandidaten. Mit Bergfried Leverkusen kommt nun ein offenbar kleineres Kaliber. Die vergangene Saison schloss das Team auf Rang neun der Tabelle ab und hat sich auch aktuell im Mittelfeld positioniert. Mit immerhin zwei Zählern mehr auf dem Konto als die Eintracht. Muambay will eher auf seine Elf schauen, als auf den Gegner. „Auch diese Woche ist wieder der Schwerpunkt, unsere Fehler abzustellen und dann am Sonntag gegen Bergfried fokussiert zu sein. Wir wissen, dass Bergfried auch körperlich einiges mitbringt“, macht sich der Coach auf ein intensives Duell gefasst und hofft bei einigen Spielern auf einen Extra-Schub.

 

Wir haben auch Jungs die in den vergangenen Jahren mal in Bergfried gespielt haben und besonders motiviert sein werden, zu gewinnen. Wir wollen die ersten drei Punkte zu Hause holen“, nimmt er Walter und Dave Famakinwa sowie Danny Michel mit einem Augenzwinkern in die Pflicht. Auf der Trainerbank wird Muambay diesmal nicht sitzen können. Gegen die Rheindörfer verlor er an der Außenlinie für einen Moment die Contenance und wurde mit Rot bestraft. Murat Ekmen wird ihn vertreten. „Wir werden trotzdem ganz normal trainieren und die Dinge einstudieren, die wir brauchen, um drei Punkte zu holen.“ (thg)

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