FUSSBALL
Die Spitze im Visier
Waldbröl – Der SV Schönenbach hat die Hinrunde in der Bezirksliga auf Tabellenplatz zwei abgeschlossen – trotz eines kleinen Kaders – OA sprach mit dem sportlichen Leiter Matthias Siebertz über die bisherige Bilanz und die Planungen für die restliche Saison.
Der SV Schönenbach hat sich in der Hinrunde eine gute Ausgangsposition für den weiteren Saisonverlauf geschaffen. Mit 34 Zählern - sechs mehr als vor einem Jahr - verbringen die Schwarz-Gelben die Winterpause als Tabellenzweiter der Bezirksliga, der Gewinn der Herbstmeisterschaft wurde nur knapp verpasst. „Im Großen und Ganzen können wir zufrieden sein“, konstatiert der sportliche Leiter Matthias Siebertz. „Ich denke, wir haben mehr erreicht, als uns die meisten zugetraut haben.“
Dass der Klub mit einer vergleichsweise dünnen Personaldecke in die Spielzeit gegangen ist, wurde hier und da kritisch beäugt. Siebertz war sich des Risikos bewusst, kann sich aber angesichts der bisherigen Ausbeute im Nachhinein bestätigt fühlen. „Jeder einzelne Spieler will hier bei uns sein und jeder einzelne Spieler reißt sich den Hintern auf. Das ist der Unterschied zur Saison davor. Wenn da alle so mitgezogen hätten wie jetzt, wäre auf jeden Fall mehr herausgesprungen.“
Seinerzeit lagen die Schönenbach bis Anfang Mai auf Aufstiegskurs, gingen dann allerdings in den Topspielen gegen Jan Wellem Bergisch Gladbach und Hohkeppel II als Verlierer vom Platz und wurden in der Endabrechnung Vierter. „In der Breite waren wir letzte Saison vielleicht stärker besetzt, aber jetzt ist die Mentalität in der Mannschaft eine ganz andere“, meint Siebertz.
Der SVS legte mit zehn Siegen aus den ersten zehn Partien einen perfekten Start hin, ehe die überraschende Heimpleite gegen den Aufsteiger Heiligenhauser SV den ersten Rückschlag darstellte. Fragwürdige Schiedsrichterentscheidungen kosteten den Sieg beim 2:2 gegen Rheindörfer Nord, im anschließenden Match gegen Deutz 05 erwischte man einen schlechten Tag und verlor verdient, gegen Herbstmeister Südwest Köln musste man sich ebenfalls geschlagen geben. Am letzten Spieltag bog man gegen Schwarz-Weiß Köln einen 0:2-Rückstand dank einer späten Aufholjagd um und feierte somit einen versöhnlichen Jahresabschluss.
Ein Grund für die zwischenzeitliche Leistungsdelle waren die Ausfälle des spielenden Co-Trainers Sven Wurm sowie von Meikel Harder und Astrit Dauti. Drei Viertel der etatmäßigen Viererkette war außer Gefecht gesetzt. „Wenn Spieler mit dieser Qualität fehlen, kann das keine Mannschaft kompensieren. Das hat auch nichts mit dem kleinen Kader zu tun“, stellt Siebertz klar.
Im neuen Jahr wird das Aufgebot verbreitert. Arne Scherbaum (zuletzt SSV Bergneustadt) und Seyyid-Emre Bodur (Borussia Derschlag) stehen bereits als Neuzugänge fest, weitere Transfers befinden sich in den letzten Zügen. „Wir werden uns punktuell verstärken und dann schauen wir, was in der Rückrunde passiert“, so Siebertz. Schon während der Hinrunde hatten sich Torwart Max Geßner und Hakan Demir verabschiedet, Helge Hohl, der für einige Zeit im Trainerteam unterstützend tätig war, heuerte beim Landesligisten SC Fliesteden an. Wer in der kommenden Saison beim SV Schönenbach auf dem Cheftrainersessel sitzen wird, soll in Kürze bekanntgegeben werden.