FUSSBALL
Die Premiere des Sparkassen-Cups steht bevor
Oberberg - Am Abend vor dem Turnierstart trafen sich die Vertreter der Vereine, um über das neue Turnierformat zu sprechen – Insgesamt sieben Spiele finden am morgigen Samstag in Elsenroth und Derschlag statt.
Morgen beginnt der Sparkassen-Cup und die 16 Teilnehmer stehen in den Startlöchern. Wobei: So ganz stimmt das nicht. Der VfL Berghausen hat die Verantwortlichen darüber informiert, dass man am Samstag gegen den FC Wiedenest-Othetal nicht antreten kann (siehe Bericht). Zweifellos eine Hiobsbotschaft für die Organisatoren, zumal zum ersten Mal in der Geschichte des Turniers eine Partie ins Wasser fällt. Völlig überraschend ist die Absage indes nicht, denn etliche Trainer klagen über Personalschwierigkeiten, aktuell gehen viele Teams schlichtweg auf dem Zahnfleisch. Diese Problematik schimmerte heute auch beim offiziellen Kick-off auf der Sportanlage des TuS Elsenroth durch, zu dem die Sparkasse Gummersbach als Veranstalter eingeladen hatte.
„Es ist ein zweischneidiges Schwert“, sagte Nümbrechts Trainer Torsten Reisewitz über das neue Format und den Termin. „Wenn wir es wieder ins Finale schaffen, hätten wir inklusive des Kreispokals am Sonntag sieben Spiele in neun Tagen. Trainings- und planungstechnisch empfinde ich das in der vierten Vorbereitungswoche, auch angesichts der kurzen Sommerpause, als schwierig.“ Das Pensum und die Belastung ist momentan für alle Mannschaften sehr hoch, der Meisterschaftsbetrieb in den Kreisligen geht in 14 Tagen los. Ein passendes Zeitfenster zu finden, entwickelte sich zu einer Denksportaufgabe. Letztlich blieb die letzte Juli-Woche als einzige Möglichkeit übrig.
Zum Sportlichen: Favorit ist Landesligist SSV Homburg-Nümbrecht, der den Homburger Sparkassen-Cup (HSC) zuletzt dreimal in Serie gewann. Herausforderer Nummer eins ist der Ligarivale FV Wiehl. Man darf gespannt sein, wie sich die Equipe von Trainer Sascha Mühlmann nach dem riesigen Personalumbruch präsentiert. Beide treffen bereits in der Gruppenphase aufeinander. Gute Chancen auf die Teilnahme am Finaltag dürften darüber hinaus die A-Ligisten Homburg-Bröltal, Elsenroth und Bergneustadt haben – zumindest vom Papier her.
Die Kreuzheide bildet den Hauptspielort. Hier treten zunächst die Teams aus Nümbrecht und Wiehl in zwei Vierergruppen gegeneinander an. Genau vor einer Dekade hatte der TuS den HSC erstmals ausgerichtet. „Damals haben wir unser 100-Jähriges und die Einweihung des Kunstrasens gefeiert“, erinnerte sich der Vorsitzende Christoph Goße zurück. „Ich hoffe auf eine tolle Woche. Am Wetter müssen wir noch arbeiten“, ergänzte er mit Blick auf die eher durchwachsenen Prognosen.
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[Einen Satz neuer Pokale gibt es obendrauf.]
Aus Sicht von Frank Grebe, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Gummersbach, seien mildere Temperaturen vielleicht gar nicht so schlecht. „Dann wird es angenehmer zu spielen sein als bei 30 Grad“, so Grebe, der sich auf das „Fußball-Familientreffen“ freut. „Die Familie ist diesmal größer geworden.“ Und damit kommt der FC Borussia Derschlag ins Spiel: Die Vorrundenduelle der Klubs aus Bergneustadt und Gummersbach werden im Ernst-Bohle-Park am Epelberg ausgetragen. Den Heimvorteil möchte sich der B-Ligist zunutze machen. „Unser Ziel ist, uns für den Finalsonntag in Elsenroth zu qualifizieren“, erklärte Borussia-Geschäftsführer Peter Wagner.
Seit drei Wochen wird der Sportplatz für den Sparkassen-Cup herausgeputzt. Wie in Derschlag sind in Elsenroth rund 50 freiwillige Helfer im Einsatz. „Ich wünsche mir, dass das Wetter gut wird, die Trainer und Spieler viel mitnehmen und alle verletzungsfrei bleiben“, erläuterte Abteilungsleiter Markus Tapper und fügte an: „Es wäre schön, erneut das Halbfinale erreichen, aber das wird in diesem Jahr nicht einfach.“ Im Vorjahr stand der TuS im Endspiel, verlor aber gegen Nümbrecht mit 0:3.
Die erste Herausforderung – sportlich wie organisatorisch – wartet schon morgen. Insgesamt sind nicht weniger als sieben Begegnungen angesetzt (zum Spielplan).