FUSSBALL
Derschlag schlägt Klaswipper - THB patzt an der Maibuche
Oberberg - Borussia feiert Heimsieg gegen den TVK - Waldbröl düpiert Bröltal - Verstärkte SSV-Reserve zerlegt Bergneustadt - Spitzenreiter Rösrath hält sich auch gegen die Lindlarer Reserve schadlos - Marienhagen lässt zwei Punkte liegen - BSV verliert in Altenberg (AKTUALISIERT).
Borussia Derschlag – TV Klaswipper 4:0 (2:0).
[Sam Dreiner schirmt den Ball vor Allaith Teet ab.]
Trotz des deutlichen Erfolges der Hausherren wollte sich Gästetrainer Chris Lisson nicht dazu hinreißen lassen, seine Mannschaft als das schwächere Team darzustellen. „Vom Gefühle her waren wir sogar die bessere Mannschaft“, bilanzierte er. Seine Mannschaft habe einfach in zu vielen Situationen die falsche Entscheidung getroffen. „Aber wir müssen auch gute Leistungen dann mal in Tore und Punkte ummünzen“, hätte er sich eine Punkteteilung gut vorstellen können.
Das wiederum entsprach nicht dem Fazit von Derschlags Trainer Dimitri Wirschke, der sich nicht nur über den deutlichen Erfolg ohne Gegentreffer freute. „Wir haben das heute sehr souverän gemacht und nur ganz wenig Chancen zugelassen“, berichtete dieser nach dem klaren Erfolg durch die Treffer von Armend Krasniqi, direkt nach wenigen Sekunden, sowie Fabian Schilling (2) und Triantafilos Vlachos. „Die Mannschaft hat das sehr gut gemacht und wir hätten sogar noch höher gewinnen können“, so Wirschke weiter. Der Schiedsrichter zückte insgesamt dreimal Gelb-Rot, darunter auch gegen die Borussia-Coach.
Tore
1:0 Armed Krasniqi (1.), 2:0 Fabian Schilling (18.), 3:0 Triantafilos Vlachos (60.), 4:0 Fabian Schilling (72.).
Besonderes Vorkommnis
Gelb-Rot gegen Derschlags Marco Caputo (63. wiederholtes Foulspiel)
Gelb-Rot gegen Derschlags Trainer Dimitri Wirschke (65. Meckern)
Gelb-Rot gegen Klaswippers Sam Dreiner (70. wiederholtes Foulspiel).
![]()
[Triantafilos Vlachos setzte für Derschlag den Schlusspunkt.]
SV Refrath – VfR Marienhagen 2:2 (0:0).
Nur drei Tage nach der 0:5-Niederlage im Verbandspokal gegen den Landesligisten SC 08 Elsdorf waren die Akkus der Hausherren noch nicht wieder vollständig geladen. „Wir sind richtig, richtig froh, dass wir heute den einen Punkt holen. Das hätte auch 2:15 ausgehen können“, freute sich Refraths Trainer Bernd Möldgen riesig über das Remis. „Wir waren hoffnungslos unterlegen. Marienhagen hat super viele Chancen liegen lassen und wir müssen uns bei unserem überragenden Torhüter Jan-Patrick Sennhenn bedanken“, so Möldgen weiter.
Refrath genügte eine zehnminütige Hochphase, in der ihnen durch Justin Becker und Luca Vogel zwei Treffer gelangen. Marienhagen benötigte für seine beiden Treffer zahlreiche Versuche. Arif Demiro und Maximilian Kreuder trafen wenigstens zur Punkteteilung. „Die Einstellung hat gestimmt, die Moral war top – aber wir haben die Tore leider nicht gemacht“, bilanzierte Marienhagens Interimscoach Dirk Clemens. „Wir haben zwei Punkte liegen lassen“, war er allerdings nur aufgrund des mangelnden Ertrags enttäuscht.
Tore
0:1 Arif Demiro (47.), 1:1 Justin Becker (58.), 2:1 Luca Vogel (65.), 2:2 Maximilian Kreuder (89.).
![]()
[Borussia-Trainer Dimitri Wirschke setzt sich mit seinem Team in der Spitzengruppe der Liga fest.]
RS 19 Waldbröl – TuS Homburg-Bröltal 3:0 (3:0).
„Wir haben heute 13 Minuten lang sehr guten Fußball gespielt – die am Anfang“, sagte Bröltals Trainer Mats Bollmann nach der Pleite im Südkreisduell mit viel Galgenhumor. „Wir haben nur zu Beginn richtig stark gespielt, drei sehr gute Torchancen liegen lassen -und anschließend überhaupt nicht mehr stattgefunden“, sprach der THB-Coach von einem „rabenschwarzen Tag“ seiner Mannschaft und des Trainerteams.
Die Rasensportler, zu Beginn noch mit mächtig Respekt behaftet, kamen mit der ersten gefährlichen Aktion durch Marc Engelbert zum 1:0. „Danach haben wir uns dann immer mehr zugetraut und einen überragende Mannschaftsleistung gezeigt“, freute sich Waldbröls Trainer Oliver Rempel nach der tollen Vorstellung seiner Truppe. Jan Krieger stellte per Doppelpack noch vor dem Seitenwechsel den Endstand her. Die Gäste fanden nach der Pause keinerlei Mittel, um den Abwehrriegel der Waldbröler zu knacken. „Die Jungs haben richtig gut gefightet“, trübte Rempels Laune lediglich die verletzungsbedingten Auswechslungen von Philipp Pulm und Marc Engelbert. Der THB verlor noch Schlussmann Till Geldmacher mit Rot.
Tore
1:0 Marc Engelbert (14.), 2:0 Jan Krieger (32.), 3:0 Jan Krieger (45.+4).
Besonderes Vorkommnis
Rot gegen Bröltals Torhüter Till Geldmacher (84. Handspiel außerhalb des Strafraums).
SSV Bergneustadt – SSV Homburg-Nümbrecht II 0:6 (0:1).
Im ersten Durchgang war es eine Begegnung auf Augenhöhe, nicht schön, aber beide Teams lieferten sich einen offenen Fight. Entscheidend Bewegung kam in die Partie, als Joscha Trommler die Gäste mit einem fulminanten Fernschuss in den Knick in Führung schoss. Ein zweites Traumtor Trommlers, ein Seitfallzieher von der Strafraumgrenze unmittelbar nach Wiederanpfiff, versetzte die Hausherren in Schockstarre. „Die Leistung in der zweiten Hälfte war einfach indiskutabel“, so Bergneustadts Trainer Marcel Walker deutlich. „Zumal wir uns bei zwei Gegentoren dann auch noch richtig unglücklich angestellt haben.“
Kilian Seinsche, wie Trommler eine Leihgabe aus dem Landesligateam der Nümbrechter, stellte auf 0:3. Shervin Parvanehpour legte den vierten Treffer nach, nachdem er kurz zuvor noch mit einem Foulelfmeter an Bergneustadts Torhüter Julian Martens gescheitert war. Justus Hinkelmann und der bärenstarke Yannick Selbach machten schließlich das halbe Dutzend voll. „Mit den zweiten 45 Minuten war ich heute richtig zufrieden“, freute sich Nümbrechts Trainer Fabian Reitmeister über den deutlichen Erfolg.
Tore
0:1 Joscha Trommler (40.), 0:2 Joscha Trommler (48. Yannick Selbach), 0:3 Kilian Seinsche (69. Yannick Selbach), 0:4 Shervin Parvanehpour (70.), 0:5 Justus Hinkelmann (76.), 0:6 Yannick Selbach (86.).
Besonderes Vorkommnis
Rot gegen Bergneustadts Berker Ucar (63. Schiedsrichterbeleidigung)
Shervin Parvanepour scheitert mit einem Foulelfmeter an Bergneustadts Torhüter Julian Martens (66.).
![]()
[TVK-Coach Chris Lisson hatte seine Mannschaft nicht vier Tore schlechter gesehen.]
SV Altenberg – BSV Bielstein 3:1 (1:1).
Bielsteins Trainer Sven Reuber sprach von einer unnötigen Niederlage. „Das wäre heute nicht nötig gewesen“, hätte er gerne einen Punkt mit auf die Heimreise genommen. Julian Kaminke hatte den BSV sogar in Führung geschossen, ehe Noah Bohnert noch vor der Pause für die Hausherren egalisierte. „Danach hatte Altenberg zwar mehr Ballbesitz, aber wir hatten durchaus auch unsere Möglichkeiten“, habe aber am Ende die letzte Entschlossenheit gefehlt. Ein „katastrophaler Abwehrschnitzer“ (Reuber) begünstigte den Führungstreffer des SVA durch Miles Werner. Zum Schluss setzte der BSV noch einmal alles auf eine Karte, wurde aber von Marven Fest in der Nachspielzeit bestraft. „In der zweiten Halbzeit war es ein Geduldsspiel. Aber meine Mannschaft hat das gut gemacht und sich letztlich belohnt“, war Altenbergs Trainer Alexander Herd mit dem Ergebnis sehr zufrieden.
Tore
0:1 Julian Kaminke (18.), 1:1 Noah Bohnert (39.), 2:1 Miles Werner (74.), 3:1 Marven Feist (90.+2).
![]()
[Klaswippers Florian Jansen köpft den Ball aus der Gefahrenzone.]
SSV Marienheide – FC Bensberg 1:4 (1:3).
Der FC Bensberg feierte an der Jahnstraße einen am Ende recht klaren Erfolg. „Personell ist die Situation immer noch angespannt. Wir hatten auch ein paar dicke Chancen, es hätte auch 7:7 ausgehen können. Insgesamt war der Sieg für Bensberg aber schon verdient. Sie waren cleverer im Abschluss“, meinte Marienheides Interimscoach Andreas Matus. Tim Bröcher war Pechvogel und Glücksbringer zugleich. Durch sein Eigentor erhöhte er den Rückstand von Marienheide und durchbrach Bensbergs „2:0- Fluch“, denn die Schlossstädter haben in dieser Saison schon dreimal mit zwei Toren geführt und am Ende immer verloren. „Das war schon ein verdienter Sieg, aber wir hätten uns genauso wie Marienheide nicht beschweren können, wenn mehr Tore gefallen wären. Es gab auf beiden Seiten viele Chancen“, sagte Bensbergs Trainer Gabor Uhrmann.
Tore
0:1 Christopher Kovacs (5.), 0:2 Tim Bröcher (24. Eigentor), 0:3 Piotr Widera (30.), 1:3 Sais Ismaail (45.Foulelfmeter), 1:4 Dante Milicevic (90.+5).
Besonderes Vorkommnis
Gelb-Rot gegen den Bensberger Azad Demir (84.).
![]()
[Fabian Schilling bejubelt einen seiner beiden Treffer.]
TuS Immekeppel – Blau-Weiß Biesfeld 6:1 (3:0).
Bei Immekeppel ragte neben dem dreifachen Torschützen Marc Kieslich auch Innenverteidiger Yassine El Bighouti heraus, den Trainerin Helen Alfes zum „Man of the Match“ kürte. „Wir hatten heute nur elf Leute und davon einen aus der 2. Mannschaft, der schon 90 Minuten in den Knochen hatte. Die Jungs haben das gut gemacht und sehr gut gespielt. Ich glaube, aus dem Spiel heraus hatte der Gegner heute kein Tor gemacht“, so die Übungsleiterin. In Biesfeld ist die Laune dagegen endgültig im Keller: "Ich denke nicht, dass das Ergebnis den Spielverlauf widerspiegelt, dennoch haben wir aktuell die Scheiße am Schuh und darum stehen wir da, wo wir stehen - einschließlich einer Mannschaft, die nicht zusammen eingespielt ist. Immekeppel war ziemlich effektiv mit seinen Kontern", erklärte der sportliche Leiter Marc Velten.
Tore
1:0 Kai Ozaneaux (16.), 2:0 Marc Kieslich (40.), 3:0 Marc Kieslich (45.), 4:0 Marc Kieslich (57.), 4:1 Merlin Rabes (83. Foulelfmeter), 5:1 Ian Radtke (84.), 6:1 Marius Pischel (90.).
![]()
[Waldemar Kilb und Jonas Schacherer im Kopfballduell.]
TuS Lindlar II – Union Rösrath 1:4 (0:1).
Der Tabellenprimus hielt sich auch am 8. Spieltag schadlos und kam bei einem direkten Verfolger zu einem deutlichen Erfolg. „Das war mir allerdings einen Tacken zu hoch“, hatte Lindlars Coach Joey Ebert seine Mannen nicht drei Tore schlechter gesehen. „Wir haben eigentlich ganz gut gespielt, doch Rösrath hat das gut gemacht und daher müssen wir die Niederlage auch akzeptieren“, war Ebert trotz der Pleite nicht angefressen. Der Treffer durch Justin Ebert zum 1:3 reichte den Lindlarern nicht, um nach 90 Minuten etwas Zählbares in Händen zu halten. Matin Jola per direkt verwandelter Ecke, ein Eigentor von Felix Eich, Kaihan Yar und Mateo Grgic bescherten der Union die nächsten drei Zähler. „Das war sicherlich kein berauschendes Spiel meiner Mannschaft, aber sie hat den Kampf angenommen und alles reingeworfen“, so Rösraths Trainer Sascha Brandenburg.
Tore
0:1 Matin Jola (43.), 0:2 Felix Eich (73. Eigentor), 0:3 Kaihan Yar (80.), 1:3 Justin Ebert (83.), 1:4 Mateo Grgic (84.).

BILDERGALERIE