FUSSBALL
Der letzte Zeuge bringt die Wende: Sportgericht spricht Spielertrio frei
Oberberg – Am heutigen Sonntag fand, unter Ausschluss der Öffentlichkeit, die Verhandlung zu den Vorkommnissen beim U19-Pokalspiel in Wipperfürth statt – Die drei beschuldigten Spieler wurden entlastet – Ein Zuschauer soll den Untereschbacher Spieler geschlagen haben.
Das Verfahren zu den Vorkommnissen beim U19-Pokalspiel zwischen dem VfR Wipperfürth und dem TuS Untereschbach vor dem Kreisjugendsportgericht unter dem Vorsitz von Thanus Pathmalingam endete mit einem Freispruch der drei beschuldigten Spieler. Das teilte der Jugendausschussvorsitzende Thomas Engelberth mit, der als Beobachter vor Ort war.
Die Verhandlung, die am heutigen Sonntag unter Ausschluss der Öffentlichkeit in der Geschäftsstelle des Fußballkreises Berg in Overath stattfand, dauerte bereits länger als vier Stunden, als der letzte der etwa 15 aufgerufenen Zeuge für die Wende sorgte. Zuvor war bereits darüber nachgedacht worden, einen zweiten Verhandlungstag anzusetzen, wie Engelberth berichtete.
Der Zeuge, ein Untereschbacher Spieler, der bei der Partie verletzungsbedingt nicht mitwirkte und das Spiel als Zaungast verfolgte, sagte laut Engelberth aus, dass die Beschuldigten nicht an der Prügelattacke gegen seinen Teamkameraden beteiligt waren, sondern ein dem Wipperfürther Lager zuzuordnender Zuschauer zugeschlagen habe. Der betroffene Fußballer der Gäste erlitt Verletzungen im Gesicht und musste im Krankenhaus behandelt werden.
„Das Verfahren hat durch die Aussage des letzten Zeugen eine Wendung genommen, die so nicht zu erwarten war“, erklärte Engelberth. Für die drei Spieler der Heimmannschaft bedeutete dies, dass sie vom Vorwurf des tätlichen Angriffs freigesprochen wurden. Der VfR Wipperfürth muss, unter anderem wegen eines fehlenden Ordnungsdienstes und des Verhaltens seiner Zuschauer, eine Geldstrafe in Höhe von 1.000 Euro zahlen und akzeptierte das Strafmaß.
Der TuS Untereschbach wird nach Angaben von Engelberth derweil der Aufforderung nachkommen, seine Social-Media-Posts mit Bezug zur Identität der drei Spieler zu löschen. Eine Gegendarstellung seitens des Vereins soll ebenfalls folgen. Zudem werden die Klubs Kontakt zur Polizei aufnehmen, die gegen das nun entlastete Trio Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung eingeleitet hatte. Der schlagende Zuschauer konnte zwar von mehreren Zeugen beschrieben, bislang aber nicht identifiziert werden.
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