FUSSBALL
Das Warten auf Patzer der Konkurrenz geht weiter
Lindlar - Hohkeppel hofft weiter auf den Aufstieg und muss seine Pflichtaufgabe in Düren erledigen.
Von Thomas Giesen
Sportfreunde Düren – Eintracht Hohkeppel (Sonntag, 15 Uhr).
Hinspiel: 0:7.
Es fehlt: Clinton Williams-Emmanuel.
Die Hohkeppeler warten weiter auf Patzer der Konkurrenz. Noch hat man im Lager der Eintracht die Hoffnung auf den Regionalligaaufstieg bekanntermaßen nicht aufgegeben und am vergangenen Sonntag ein Signal in Richtung Bergisch Gladbach und Siegburg gesendet. Beim 6:1-Sieg über den TuS Königsdorf demonstrierte das Team von Trainer Giuseppe Brunetto eindrucksvoll, dass der Fokus stimmt. „Man sieht, wie schnell sich die Gemütslage ändert. Wir bleiben dabei. Die Jungs haben wieder gut trainiert und wir werden die Spannung weiter hochhalten. Wir müssen weiter unsere Hausaufgaben erledigen und schauen dann, was auf den anderen Plätzen passiert. Es sind noch zwölf Punkte zu vergeben“, sagt Brunetto.
Dass seine Hoffnungen nicht unbegründet sind, zeigte der vergangene Spieltag. Der Primus aus Bergisch Gladbach fing sich beim SSV Merten eine 1:4-Klatsche ein und zeigte wieder einmal, dass man derzeit weit weg ist, die Liga zu dominieren. Der VfL Vichttal verabschiedete sich derweil mit einem 3:3 gegen Porz möglicherweise aus dem Kampf um den Klassenwechsel. Formstärkstes Team scheint derzeit der Siegburger SV zu sein, der acht Siege in den jüngsten neun Spielen feierte. Lediglich gegen Hohkeppel kam der aktuelle Tabellenzweite nicht über ein 1:1-Unentschieden hinaus. Am nächsten Sonntag sammeln die Siegburger, wegen des Rückzugs des FC Pesch, drei Punkte am grünen Tisch ein. Das Problem der Siegburger, die nur vier Punkte mehr gesammelt haben als die Hohkeppeler, könnte das Restprogramm sein. Mit Vichttal und Merten am letzten Spieltag warten noch zwei Kracher im Spielplan.
Die Eintracht ist dann nur noch Zuschauer, denn beim Ligaausklang muss man selbst nicht mehr auf den Platz und bekommt die Punkte gegen den FC Pesch tatenlos gutgeschrieben. Sollte man dann noch im Rennen sein, läge der Druck bei der Konkurrenz. Um in diese Lage zu kommen, müssen Siege her. Die Aufgabe bei den Dürenern ist auch ohnehin eine Pflichtaufgabe. Der Aufsteiger rangiert auf Platz 15 der Tabelle und kann den Klassenerhalt abhaken. „Ich habe ihr Spiel gegen Hennef gesehen. Das ist eine Mannschaft, die das eine oder andere Tor zu viel kassiert hat. Für einen Aufsteiger ist es aber auch schwer, in dieser Klasse zu bleiben. Aber wir dürfen nicht denken, dass es von alleine geht, denn sie werden es uns so schwer wie möglich machen. Wir müssen in das Spiel gehen, als würden wir gegen Siegburg spielen“, so Brunetto.