FUSSBALL

Brisantes Wiedersehen im Kreispokal

thg; 24.08.2026, 16:00 Uhr
Foto: Dietmar Scherbaum --- Im vergangenen Oktober schieden die Schönenbacher im Achtelfinale des Kreispokals gegen den SSV Homburg-Nümbrecht aus.
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Brisantes Wiedersehen im Kreispokal

thg; 24.08.2026, 16:00 Uhr
​​​​​​​Oberberg – Der Landesligaaufsteiger SV Schönenbach trifft am Mittwochabend in der ersten Runde des Kreispokals auf den etablierten Landesligisten SSV Homburg-Nümbrecht – Nicht nur aus sportlicher Sicht eine attraktive Paarung – Vier weitere Begegnungen komplettieren die Pokalrunde.

Von Thomas Giesen

 

SV Schönenbach – SSV Homburg-Nümbrecht (Mittwoch, 19:30 Uhr).

 

Es fehlen: keiner – Tom Hillenbach, Sebastian Ramspott, Niklas Goße.

 

Einsatz fraglich: Meikel Harder, Sven Wurm, Davin Dresbach – keiner.

 

Zum Spiel: Die erste Runde im Kreispokal wartet gleich mit einem Kracher auf. Dabei geht es nicht nur um die sportlichen Aspekte des Duells. Immerhin treffen zwar mit dem SV Schönenbach ein Landesligaaufsteiger und dem SSV Homburg-Nümbrecht ein langjähriger Landesligist aufeinander. Die Begegnung besitzt aber darüber hinaus eine gewisse Brisanz, denn auf Schönenbacher Seite erwartet Trainer Torsten Reisewitz seinen ehemaligen Klub. Neun Jahre leitete er die Geschicke des SSV, ehe sich am Ende der Saison 2024/25 die Wege trennten. Nicht ganz freiwillig, wie Reisewitz später einräumte, obwohl es zunächst als einvernehmliche Entscheidung bekanntgegeben wurde.

 

Nach einer Saison beim Bezirksligisten TuS Buisdorf ist der Coach nun wieder zurück im Oberbergischen und wird sofort mit seiner Vergangenheit konfrontiert. Die Emotionen haben sich aber offenbar abgekühlt. „Das ist ja schon eineinhalb Jahre her. Ich hatte auch schon andere Spiele gegen Ex-Vereine wie gegen Lindenthal-Hohenlind oder Neunkirchen-Seelscheid. Das gehört dazu. Ich hätte mich mehr darauf gefreut, wenn es irgendwann um den zehnten Spieltag herum gewesen wäre. Dann hätten wir vielleicht die besseren personellen Bedingungen. So wird es bis Mittwoch eng“, gibt sich Reisewitz ausgesprochen nüchtern und sachlich.

 

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Die Schönenbacher haben vor allem Probleme mit ihrer Defensivabteilung. Meikel Harder ist im Urlaub und könnte es so gerade noch bis zum Anpfiff am Mittwochabend zurück schaffen. Sven Wurm und Davin Dresbach waren am vergangenen Sonntag beim Test gegen Bergfried Leverkusen angeschlagen und pausierten. Niels Smuda konnte nur eine Halbzeit spielen. Dementsprechend nimmt Reisewitz gerne die Außenseiterrolle ein. „Wir haben nichts zu verlieren. Wir spielen gegen den Titelverteidiger und gegen einen Gegner, der sehr viel Erfahrung in der Landesliga hat. Wir sind der totale Underdog und müssen demütig sein. Aber ich freue mich auf die Herausforderung. Es ist ein Flutlichtspiel und der gesamte Fußballkreis Berg hat Zeit, sich das anzuschauen. Ich hoffe auf viele Zuschauer. Wir werden den Nümbrechtern jedenfalls nicht den Roten Teppich ausrollen und versuchen, denen einen Pokalfight zu bieten“, so Reisewitz.

 

In der Offensive haben die Schönenbacher derweil personell noch einmal nachgelegt. Mit Masaya Taki wechselte ein flexibel einsetzbarer Spieler von Alemannia Mariadorf ins Oberbergische. Bis zur jüngsten Winterpause trug der Japaner noch das Trikot der Zweit- und Drittvertretung von Eintracht Hohkeppel.

 

Noch weniger emotional ist sein Gegenüber Marcus Voike, der sich mit seinen Nümbrechtern im Dauerstress befindet. Am vergangenen Freitag musste er noch im Supercup gegen den VfR Wipperfürth antreten, am folgenden Sonntag rotierte er fast die gesamte Startelf und schaffte mit einem 5:0-Sieg gegen den A-Ligisten SC Kellersberg den Einzug in die zweite Runde des FVM-Pokals. Auf die Begegnung mit den Schönenbachern habe man sich nicht speziell vorbereitet. Dass beim Gastgeber sein Vorgänger an der Seitenlinie steht, beschäftigte Voike im Vorfeld überhaupt nicht.

 

„Ehrlich gesagt ist mir das völlig wurscht, wer da auf der anderen Seite steht. Wir haben mit dem Supercup und dem FVM-Pokal zwei Hürden übersprungen und wollen jetzt auch im Kreispokal eine Runde weiterkommen. Wir haben nicht so viele Infos über den Gegner, wissen aber, dass die eine gute Mannschaft haben. Da sind gute Zocker dabei und es wird eine ganz andere Aufgabe als die beiden Spiele zuvor. Es wird darauf ankommen, dass alle einen guten Tag erwischen und vielleicht entscheiden Kleinigkeiten“, sagt Voike.

 

Den Nümbrechtern steht beinahe der gesamte Kader zur Verfügung. Dank der erfolgreichen Rotation sind die ganz großen Ermüdungserscheinungen offenbar ausgeblieben. Am heutigen Montag habe die Mannschaft frei. „Am Dienstag sehen wir dann, wer dicke Beine hat. Aber egal, was passiert, wir werden eine gute Mannschaft zusammen haben.“

 

Verbleibende Spiele der 1. Runde am Mittwoch, 26. August (19:30 Uhr)

FV Ermis – SV Altenberg

SG Olpe-Kürten – SV Refrath

FC Wiedenest-Othetal – Spvg. Rossenbach

VfL Engelskirchen – FV Wiehl

 

Hier geht's zum Bericht über die Pokalspiele von Sonntag  

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