FUSSBALL

Bielstein gewinnt am Windberg - THB verliert Spiel und Tabellenführung

jlo, db; 08.03.2026, 19:40 Uhr
Fotos: Dietmar Scherbaum --- Der BSV Bielstein holte in Klaswipper wichtige Punkte für den Klassenerhalt.
FUSSBALL

Bielstein gewinnt am Windberg - THB verliert Spiel und Tabellenführung

jlo, db; 08.03.2026, 19:40 Uhr
Oberberg - Rösrath bringt Bröltal die erste Heimniederlage bei - Lindlar übernimmt die Spitze - Wipperfürth bleibt mit Sieg gegen Bensberg dran - BSV entführt Punkte aus Klaswipper - Waldbröl schlägt Wiehl II - Süng weiter im freien Fall - Nullnummer in Bergneustadt - Nümbrecht II unterliegt im ersten Spiel unter dem neuen Chefcoach Fabian Reitmeister dem SV Altenberg (AKTUALISIERT).

TV Klaswipper – BSV Bielstein 1:3 (1:0).

 

[Die Bielsteiner übernahmen in der zweiten Halbzeit das Kommando.]

 

Obwohl die Gäste aus Bielstein bereits im ersten Durchgang die aktivere Mannschaft waren, gingen die Hausherren nach einem Treffer von Roman Halbe mit einer 1:0-Führung in die Kabine. „Da haben wir das Spiel noch halbwegs offengehalten“, so TVK-Trainer Marvin Briem. Das Aluminium hatte nach zehn Minuten eine mögliche Führung von Lukas Schneider verhindert. Die Bierdörfler kamen auch zu einigen Gelegenheiten (4., 14., 45.), ließen diese aber allesamt ungenutzt. Nach Wiederanpfiff waren die Rollen indes klar verteilt. „Bielstein hat seine Ausfälle einfach besser kompensiert und wir waren nach der Pause klinisch tot“, haderte Briem mit der aktuellen Kranken- und Verletztenmisere und sprach von einer verdienten Pleite. Christoph Schulze-Edinghausen, Maximilian Sackner und Bastian Buik tüteten die drei wichtigen Zähler für den BSV ein. „Wir haben das Zepter nach der Pause in die Hand genommen und das Ding, über 90 Minuten gesehen, auch verdient gewonnen“, freute sich Bielsteins sportlicher Leiter Björn Schumacher. Einziger Makel: „Wir machen noch zu wenig Tore aus unseren Chancen.“

 

Tore

1:0 Roman Halbe (36.), 1:1 Christoph Schulze-Edinghausen (50.), 1:2 Maximilian Sackner (53.), 1:3 Bastian Buik (70. Foulelfmeter).

 

 

TuS Homburg-Bröltal – Union Rösrath 1:2 (0:1).

 

[Die Gäste hatten vor allem nach der Pause körperlich mehr zuzusetzen.]

 

Beide Mannschaften gingen mit vier Erfolgen aus den vergangenen fünf Partien und jahresübergreifend einer Siegesserie von drei Spielen in das heutige Duell. Am Ende behielten die Gäste knapp die Oberhand und fügten den Bröltalern deren erste Heimniederlage der Saison zu. Zudem verloren die Hausherren die Tabellenführung an den TuS Lindlar. „Es war ein offenes Spiel. Ein Unentschieden wäre gerecht gewesen, aber das gegnerische Tor war wie vernagelt“, sagte THB-Trainer Nils Labitzke.

 

Gian-Luca Schröder brachte Rösrath in der ersten Halbzeit in Führung. Eine zu geringe Torausbeute nach dem Geschmack von Trainer Sascha Brandenburg: „Wir haben eine furiose erste Halbzeit gespielt. Der Gegner war komplett überfordert und hat keine Antworten gefunden.“ Tim Puzalowski erhöhte kurz nach dem Seitenwechsel. In der Schlussphase wurde es dann noch einmal hektisch. Markus Wagner traf zum Anschluss und wenig später hatte Bastian Sellau per Elfmeter den Ausgleich auf dem Fuß, jagte den Ball jedoch über das Tor. „Ein schöner Sieg“, resümierte Brandenburg nach dem dritten Dreier nach der Winterpause.

 

Tore

0:1 Gian-Luca Schröder (30.), 0:2 Tim Puzalowski (53.), 1:2 Markus Wagner (76.).

 

Besondere Vorkommnisse

Gelb-Rot gegen den Rösrather Matin Jola (88.)

Bröltals Bastian Sellau schießt einen Foulelfmeter über das Tor (89.).

 

[Das Team von Marvin Briem kassierte eine Heimniederlage.]

 

VfR Wipperfürth – FC Bensberg 3:0 (0:0).

 

Die Fußballer des VfR Wipperfürth erledigten ihre Pflichtaufgabe, zeigten jedoch kein gutes Spiel, wie Trainer Giovanni Bernardo berichtete. Die beste Chance der ersten Halbzeit hatten jedoch die Gäste, bei denen Trainer Gabor Uhrmann viele Ausfälle kompensieren musste und sich am Ende des Spiels sogar selbst einwechselte. „Wir mussten heute maximal improvisieren. Aus unserer Sicht war es trotzdem ein Spiel auf Augenhöhe. Wir haben alles gegeben“, so Uhrmann. Nach dem Seitenwechsel konnten die Hausherren die entscheidenden Szenen produzieren. Ein Eigentor brachte Wipperfürth auf die Siegerstraße, den Rest erledigte Raul Yorganci mit einem Doppelschlag. „Wir hatten am Ende einfach mehr Körner“, so Bernardo.

 

Tore

1:0 (46. Eigentor), 2:0 Raul Yorganci (57.), 3:0 Raul Yorganci (59.).

 

[Sven Reuber durfte sich über einen wichtigen Dreier im Abstiegskampf freuen.]

 

RS 19 Waldbröl – FV Wiehl II 3:0 (0:0).

 

Die Wiehler Zweitvertretung musste auch im dritten Spiel der Rückrunde eine Niederlage hinnehmen. Dabei dominierte die Mannschaft von Trainer Michael Börger die ersten 45 Minuten. „Sie haben uns das Leben richtig schwer gemacht und stark gespielt“, seien die Rasensportler noch einmal mit einem blauen Auge davongekommen, ächzte Waldbröls Co-Trainer Marco Smuda. Börger wollte mit einem 4-5-1-System ein Übergewicht im Mittelfeld schaffen und über die Außen zum Erfolg kommen. „Leider haben wir das nicht hinbekommen, obwohl wir das Spiel 60 Minuten lang dominiert haben“, war der FV-Coach nach Spielschluss enttäuscht. Sein Waldbröler Pendant Olver Rempel hatte dagegen mit einer Personalentscheidung ein goldenes Händchen bewiesen, denn nur wenige Minuten nach seiner Einwechslung schnürte Torben Wirtz einen Doppelpack. Der ehemalige Wiehler Jan Krieger machte kurz vor dem Ende den Sack endgültig zu. „Wir haben unsere Chancen heute sehr effektiv genutzt“, freute sich Smuda über den Erfolg.

 

Tore

1:0 Torben Wirtz (67.), 2:0 Torben Wirtz (76.), 3:0 Jan Krieger (86.).

 

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TuS Immekeppel – SSV Süng 3:1 (0:1).

 

„Das war Abstiegskampf pur“, so Süngs sportlicher Leiter Florian Scharf. Besonders in den ersten 45 Minuten hatte das Kellerduell kaum Höhepunkte zu bieten. Immekeppels Goalgetter Philipp Fabrizius ließ die große Chance zur Führung liegen, indem er mit einem Strafstoß an Süngs Keeper Leon Schmidtke scheiterte. Gästeangreifer Tobias Spiegel traf mit dem Pausenpfiff für das neue Tabellenschlusslicht zur Führung. Nach einer intensiven Kabinenpredigt kamen die Gastgeber wie verwandelt aus der Halbzeit und beriefen sich auf ihre Stärken. Außerdem hatte Fabrizius plötzlich die totale Lufthoheit im Gästestrafraum. „Da haben wir uns selten doof angestellt“, ärgerte sich Scharf. Zuerst stieg Fabrizius nach einer Flanke von Peter Majoros am höchsten und danach traf er jeweils nach Eckbällen „mit Köpfchen“. „Wir haben Süng nach der Pause nicht mehr ins Spiel kommen lassen. Ich bin sehr zufrieden“, freute sich Immekeppels Trainerin Helen Alfes über die Rückrundenzähler acht bis zehn. „Damit haben wir schon einmal zwei Punkte mehr als in der gesamten Hinrunde.“

 

Tore

0:1 Tobias Spiegel (44.), 1:1 Philipp Fabrizius (52. Peter Majoros), 2:1 Philipp Fabrizius (58.), 3:1 Philipp Fabrizius (70.).

 

Besonderes Vorkommnis

Süngs Torhüter Leon Schmidtke pariert einen Foulelfmeter des Immekepelers Philipp Fabrizius (23.).

 

[Christoph Schulze-Edinghausen versucht es mit einer akrobatischen Einlage.]

 

Blau-Weiß Biesfeld – TuS Lindlar 3:4 (1:3).

 

„Ich bin froh, dass wir mit einem blauen Auge davongekommen sind“, atmete Lindlars Trainer Arlind Oseku nach dem Arbeitssieg und der Eroberung der Tabellenspitze durch. David Förster hatte schon nach 30 Sekunden die Führung auf dem Schluffen, zielte aber knapp über das Gehäuse. Trotzdem dauerte er nicht mehr lange, ehe Routinier Marc Bruch zum 0:1 traf. Ein direkt verwandelter Freistoß von Vesor Gashi schien dann einen perfekten Lindlarer Fußballsonntag einzuläuten, allerdings verkürzte Tobias Rappenhöner kurz darauf. Tim Lamers stellte kurz vor der Pause wieder den alten Vorsprung her, doch die Gastgeber wurden nach dem Wechsel deutlich agiler und verkürzten erneut durch Ole Clemens. Jan Peters erzielte sogar noch den dritten Treffer, wobei Rinor Latifi zuvor auf 2:4 gestellt hatte. „Wir waren in den zweiten 45 Minuten die bessere Mannschaft. Ein Unentschieden wäre mehr als verdient gewesen“, bilanzierte Union-Trainer Maurice Velten. „Wir haben einige Geschenke verteilt und Biesfeld lange am Leben gehalten“, urteilte Oseku, der sich nun auf das Gipfeltreffen am kommenden Wochenende gegen den VfR Wipperfürth freut.

 

Tore

0:1 Marc Bruch (9.), 0:2 Vesor Gashi (22. direkter Freistoß), 1:2 Tobias Rappenhöner (29.), 1:3 Tim Lamers (42.), 2:3 Ole Clemens (53.), 2:4 Rinor Latifi (64.), 3:4 Jan Peters (68.).

 

Besonderes Vorkommnis

Gelb-Rot gegen Biesfelds Jan Peters (89./wiederholtes Foulspiel).

 

 

SSV Bergneustadt – VfR Marienhagen 0:0.

 

Das Hauptgeschehen spielte sich im Mittelfeld ab. Viele Tormöglichkeiten gab es nicht. „Gefühlt hatten wir etwas mehr Ballbesitz, konnten aber keine zwingenden Chancen kreieren“, sagte Bergneustadts Trainer Marcel Walker. „Das 0:0 war aus meiner Sicht folgerichtig.“ Auf der anderen Seite notierte Trainer Ingo Kippels zwei gute Torchancen durch Maximilian Kreuder und Radion Miller in der ersten Halbzeit sowie einen Lattentreffer nach einem Freistoß von Miller in der Nachspielzeit. „Das wäre der Lucky Punch gewesen“, so Kippels. „Unter dem Strich geht das Unentschieden in Ordnung.“

 

Tore

Fehlanzeige.

 

[Bei Klaswipper waren die Akkus irgendwann leer.]

 

SSV Homburg-Nümbrecht II – SV Altenberg 1:2 (1:2).

 

Nach dem Rücktritt von Trainer Burkhard Graeve stand bei den Hausherren erstmals Fabian Reitmeister an der Linie. Da in der vergangenen Woche zudem vier Nümbrechter Kicker vom Spiel- und Trainingsbetrieb suspendiert worden waren, ist die Reserve derzeit auf Unterstützung aus dem Landesligakader angewiesen. Mit Dogukan Bülbül, Caleb Murphy, Mike Großberndt und Niklas Clemens standen ein Quartett „von oben“ in der Startformation. Trotzdem verlief der Start alles andere als glücklich. Friso Bratzel schnürte für die Gäste in der Anfangsviertelstunde einen Doppelpack und sorgte damit für lange Gesichter beim SSV-Anhang.

 

„Wir haben die ersten 20 Minuten total verpennt“, ärgerte sich Reitmeister. Allerdings habe die Mannschaft Moral gezeigt und sich zurückgekämpft. Da Altenberg zwei weitere Hochkaräter nicht nutzte, schaffte Clemens kurz vor dem Pausentee den Anschluss. Kurz nach dem Wechsel sah der Nümbrechter Simon Schuster zwar die Ampelkarte, doch die Hausherren agierten weiterhin offensiv - allerdings ohne Erfolg. „Leider haben wir uns heute nicht belohnt. Ein wenig hat das Glück gefehlt“, hätte Reitmeister zur Premiere gerne einen Punkt daheim behalten. „In Summe war das ein verdienter Erfolg“, bilanzierte SVA-Trainer Alexander Herd. „Nach vier sieglosen Spielen endlich mal wieder ein Sieg“, freute er sich.

 

Tore

0:1 Friso Bratzel (6.), 0:2 Friso Bratzel (13.), 1:2 Niklas Clemens (43.).

 

Besondere Vorkommnisse

Gelb-Rot gegen Nümbrechts Simon Schuster (51./wiederholtes Foulspiel).

Nümbrechts Torhüter Julian Seinsche hält einen Foulelfmeter von Altenbergs Martin Vogler (78.).

 

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